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Gerald
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Letzte Beiträge von Gerry

  • Gerry Gerry in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Zitat

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Mir wird hier irgendwie die Komponente Qualität in der Erfolgsformel zu sehr unterschätzt.

    Damit möchte ich ausdrücklich nicht sagen, dass Musik weiblicher Artisten schlechter ist!
    Qualität ist aber am Ende der Erfolgsfaktor. Die Hosen headlinen nicht seit 25 Jahren die deutschen Bühnen weil sie Männer sind, sondern weil die Musik die Massen anspricht und die Show sehenswert ist.

    Natürlich kann man vermehrt weiblichen Nachwuchsbands frühe Slots geben auf Festivals. Muse hat auch mal so angefangen. Das reicht aber am Ende nicht um durchzustarten. Um sich zu etablieren musst du schon auch musikalisch auf Dich aufmerksam machen.

    Aber nur zu, ich unterstütze die Idee den weiblichen Musikern mehr Präsenz und Bühne zu geben. Wenn sich deren Musik oder Show dann aber nicht hervortut vom Einheitsbrei befürchte ich, dass der erhoffte Push in den meisten Fällen ausbleibt.

    Zeigt mir doch mal Beispiele für Musikerinnen, die aus Eurer Sicht unter Wert verkauft werden obwohl sie geile Riffs, Hymnen oder Hits im Portfolio haben

    Das wollte ich auch grad schreiben, dass es an sich bei Musik immer um den persönlichen Geschmack und subjektives Empfinden handelt. Und hier im Forum beschäftigt sich ja jeder mit Musik. Ich denke, dass es da keinen Unterschied macht, ob die Musik von Männern oder Frauen kommt.

    Die Songs von Adele, Billie Eilish oder auch Taylor Swift werden ja hier sehr wohlwollend gelobt.

    Und das ist es, was auch auf den Bühnen geschieht. Wenn es Frauen gibt, die Talent und die passenden Songs haben, dann werden diese auch gespielt oder auch auf Festivals gebucht. Ich kann als aktuelles Beispiel die Band "Thundermother" nennen. Vier Mädels, die gefühlt auf Dauerschleife auf Radio BOB laufen und auch bei mir in der Gegend mehrere Konzerte spielen.

    Wenn ein Musiker (egal ob männlich oder weiblich) talentiert ist, dann hat er auch früher oder später Erfolgt. Social Media sei Dank.

    Und ich kann mich nochmal wiederholen. Es gibt genügend etablierte weibliche Künstler oder Bands mit Frauen, die man bei Festivals buchen könnte, wenn denn das Gesamtprogramm passen würde.

    Vor paar Tagen wurde im Novarock-Thread kritisiert, dass irgendeine Band nicht zum restlichen Tag passt. Schade, dass Festivals da all-style-mäßig die Tage verteilen. Ich glaube, dass bei Woodstock '94 an einem Tag Bob Dylan, Red Hot Chili Peppers, Peter Gabriel gespielt haben oder bei Rock am Ring 1994 ebenfalls Peter Gabriel, Rage Against the Machaine. Smashing Pumpkins gespielt haben, die stilistisch jetzt nicht unbedingt gepasst haben.


  • Gerry Gerry in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Sorry, wenn ich nochmal dazwischen grätschem muss. Aber man sieht ja, wohin solche Quoten-Diskussionen führen. Die Gesellschaft "spaltet" sich immer mehr und mehr, auch wenn es nicht geplant oder gewollt ist. Aber ist man nicht fortschrittlich genug, wird man als Ewig-gestriger bezeichnet.

    Alles soll nach Quote gehen. Recht und schön, aber wo fängt man an, wo hört man auf. Sollte es nicht immer nach Qualifikation oder Leistung gehen? Wenn ich mich auf einen Job bewerbe, wo eine Bewerbung von mir und einer Frau vorliegt, beide die gleiche Qualifikation haben und die Frau aufgrund der Quote dann genommen wird, könnte ich auch argumentieren, dass ich diskriminiert werde, weil ich ein Mann bin und den Job deswegen nicht bekommen habe. Übertrieben dargestellt.

    Ausnahmen gibt es immer. Es gibt Überflieger, wie in den 90ern Alanis Morissette, Britney und Christina, Destiny's Child, Anfang 2000 dann P!nk, die sich bis heute gehalten hat. Daneben haben sich in der Schlagerbranche etliche "Sterne" und Sternchen (ich sag jetzt nicht hochgesungen, sonst kann es noch falsch verstanden werden ) in die Herzen der Fans gesungen. Alte Hasen wie Andrea Berg, Michelle, Nicole oder Kristina Bach. Daneben unser Schlagerqueen schlechthin Helene Fischer, die einem US-Superstar in den Schatten stellen kann, und dann die nachfolgenden Sternen wie Linda Hesse oder Ella Endlich.

    Ja, es gibt Ausnahmen, die gab, gibt es und wird es immer geben, aber der Durchschnitt der Mädels will "nur" singen oder sucht sich jedes andere Instrument, anstatt dass es sich den Bass, Gitarre oder Drums schnappt. Anstatt dass sie mit Freundinnen eine Band gründen. Und wenn die Band gut ist, unabhängig davon, ob sie jetzt nur M, M/W oder nur W sind, stellt sich der Erfolg doch von alleine ein; wenn es die Plattenfirma denn so will. Ich glaub auch nicht, dass da eine "Diskriminierung" von wem auch immer vorliegt.
    Wer kann sich Mitte der 90er noch an den Film "Bandits" erinnern? Ein Film über vier Knastmädels (Katja Riemann, Jasmin Tabatabai, Nicolette Krebitz...) , die eine Band gründen und dann ausbrechen und der Soundtrack vom Film dann auch ziemlich vorne in den Charts mit dabei war. Und das ist jetzt gefühlt 50 Jahre her, ohne das es einer Quote bedurfte.

    Ist ja nicht so, dass wir keine weiblichen Superstars auf diesem Planeten hätten oder gehabt haben: Madonna, Kylie, Celine, Mariah, Beyonce, Whitney, Cher, Rihanna, Alica Keys, Adele, Amy Winehouse, Annie Lennox, Björk, Lady Gaga, Anastacia, Aretha Franklin, Norah Jones, Gwen Stefanie/No Doubt, Taylor Swift, Tina Turner, Dido, Pattie Smith, Doro, Melissa Etherdige, Sheryl Crow oder Gruppen, mit Frauen in der Band (Blondie, No Doubt, Arch Enemy, Nightwish, The Bangles, The Pretenders, Within Temptation, Beyond the Black, Fleetwood Mac, Evanescence, Garbage, Skunk Anansie, L7, The Cranberries, Thundermother, The Cardigans, Joan Jett, Sonic Youth,...

    Also es gibt schon einige weibliche (Mega)Stars. Aber der Großteil ist halt im Pop-Bereich angesiedelt. Ich hätte mich in den 90ern auch gefreut, wenn Tina Turner so wie Elton John 1992 Headliner bei Rock Am Ring gewesen wäre. Bestimmte Stars wären auch als Co-Headliner oder auf der Zweitbühne machbar gewesen (z.B. Kylie). Aber es passt halt nicht zu "es heißt doch aber Rock am Ring".


  • Gerry Gerry in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    Achtung Fiktion:
    Ja, man kann natürlich sagen, dass vieles geschlechterspezifisch durch die Geschichte dominiert ist. Was wäre gewesen, wäre Elvis eine Frau gewesen? Chuck Berry, B.B.King weibliche Blues-Sänger an denen sich die Stones, Beatles etc. orientiert hätten.
    Dann hätten wir wahrscheinlich jetzt eine weiblich dominierte Musiklandschaft.

    Schon mal von Sister Rosetta Tharpe gehört?
    Sie hat quasi den Rock N Roll miterfunden.

    Zu meiner Schande nicht, nein.


  • Gerry Gerry in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    ich habe mir jetzt am Wochenende den ganzen Thread zu gemüte geführt und bin schon irgendwie überrascht, über welche Befindlichkeiten sich die Welt heutzutage unterhalten kann.

    Es wurden ja bereits genügend Beispiele genannt, warum es klappen muss/soll oder warum es nicht zielführend ist.

    Ja, es gibt genügend weibliche, bekannte und etablierte Künstler, die in der Lage wären, bei Rock am Ring zu spielen. Aber warum werden diese nicht gebucht?
    a) nicht verfügbar?
    b) zu teuer?
    c) zu wenig Zugkraft?
    d) nicht passend für das Gesamtprogramm?

    Diese Punkte kann man doch genauso auf die männlich dominierten Künstler verwenden, warum diverse Acts nicht gebucht werden.

    Ich persönlich hätte mir auch gewünscht, dass eine Melissa Etheridge (Like the way I Do, Rockdisco-Klassiker schlechthin) mal wieder bei Rock am Ring spielen würde. Oder die Breeders oder Pink oder Alanis Morissette... oder Lez Zeppelin (weibliche Led Zeppelin Coverband). Aber warum werden diese nicht gebucht? Nicht weil sie weiblich sind, sondern weil eben vielleicht o.g. Gründe zutreffen.

    Ich kann mich gut an 2001 erinnern, als Radiohead Headliner war, und die Leute massenhaft die Bühne verlassen haben oder hier vor paar Jahren als Smashing Pumpkins Co-Headliner waren, und die Leute auch verschwunden sind.

    Wäre dem ganzen, v.a. dem Veranstalter geholfen, wenn er nur einer Quote wegen Künster bucht, von denen dann die Besucher weglaufen?

    An sich kann man schon sagen, dass das Publikum oder das Festival per se selber schuld sind. Ein Wacken, Southside oder Rock Am Ring werden nie mit einem Roskilde oder Glastonbury konkurrieren können, da diese Festivals in Dänemark und England viel breiter gefächerter sind und die Leute bestimmte Acts viel besser annehmen als hier in Deutschland. Ein Neil Diamond wie er vor paar Jahren auf dem Glastonbury gespielt hat, wäre hier undenkbar...

    Achtung Fiktion:
    Ja, man kann natürlich sagen, dass vieles geschlechterspezifisch durch die Geschichte dominiert ist. Was wäre gewesen, wäre Elvis eine Frau gewesen? Chuck Berry, B.B.King weibliche Blues-Sänger an denen sich die Stones, Beatles etc. orientiert hätten. Dann hätten wir wahrscheinlich jetzt eine weiblich dominierte Musiklandschaft mit weiblichen Vorbildern.

    Tante Edit meint, dass ein Großteil der Mädels in den Schulen auch eher "weibliche" Instrumente wie Querflöte, Geige etc. nehmen, anstatt dass sie sich hinter das Schlagzeug setzen oder Gitarre lernen. Und ja, Ausnahmen gibt es überall. Es gibt auch 16-jährige Mädels, die Maurerin werden wollen, eine männerdominierte Branche.


  • Gerry Gerry in Spektakulärste Livevideos







    da merkt man erst wieder, wenn man diese massen sieht, wie sehr man das live-feeling vermisst.