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Der NEWS-Thread

eröffnet von svenf am 23.02.2007 21:16 Uhr - letzter Kommentar von mattkru

9.492 Kommentare (Seite 336)


  • Stebbard Stebbard 13.01.2016 11:17 Uhr
    Man sollte nicht dabei vergessen, dass die russische Föderation kein genuin slawischer, sondern ein Vielvölkerstaat ist und somit auch eine große muslimische Minderheit hat (rund 10% aller Russen).

  • wsk253 wsk253 13.01.2016 11:26 Uhr
    So siehts aus, Stebbard.

    Ich befürchte nur, dass da Zusammenhänge zusammengesponnen werden, die vllt. gar nicht da sind.

  • Stebbard Stebbard 13.01.2016 11:45 Uhr
    Mag man bei der derzeitigen politischen Situation nicht vollends ausschließen, dennoch würde es einen wundern, wenn es innerhalb dieser Minderheit keine Personen gibt, die aus Überzeugung für den IS kämpfen.

    Es könnte ebenso Kalkül des IS sein, gerade russische Staatsbürger nach Istanbul zu schicken. Aber das wäre sehr weit gedacht, da man derzeit ja noch gar nicht so wirklich weiß, in welchem Zusammenhang diese drei Personen zum Attentat stehen und was genau ihnen zur Last gelegt wird.


  • alex-der-grosse alex-der-grosse 13.01.2016 12:03 Uhr
    Es gab gestern in vielen Meldungen ja schon die Nachricht das der Anschlag von Syrien heraus durchgeführt wurde. Lange bevor die Opfer identifiziert waren. Sicherlich eine mögliche Variante aber es erscheint nicht plausibel, das dies so früh bekannt ist.

    Russische Staatsbürger halte ich für möglich, das es sich um einen Racheakt gesteuert vom Kreml handelt für ausgeschlossen.

  • Emperor Emperor 13.01.2016 12:11 Uhr
    In Dagestan und Tschetschenien ist radikaler Islam sehr in. Viele IS-Kämpfer kommen aus diesen Regionen. In Anbetracht der Spannungen zwischen Türkei und Russland wäre es durchaus denkbar, dass der IS weitere Konflikte zwischen potentiellen Gegnern befeuern möchte.

  • blubb0r blubb0r 13.01.2016 12:15 Uhr

    Emperor schrieb:
    In Dagestan und Tschetschenien ist radikaler Islam sehr in. Viele IS-Kämpfer kommen aus diesen Regionen. In Anbetracht der Spannungen zwischen Türkei und Russland wäre es durchaus denkbar, dass der IS weitere Konflikte zwischen potentiellen Gegnern befeuern möchte.


    Exakt daran habe ich auch gedacht.

  • Airbenderin Airbenderin 13.01.2016 13:52 Uhr
    Unfassbar. Man hat den Täter gefunden, der an Silvester das kleine Mädchen erschossen hat.

    Gegen 1.00 Uhr sei er dann durch Lärm vor seinem Haus aufgewacht. Darüber habe er sich geärgert und aus dem Keller eine Kleinkaliberwaffe geholt. Der 53-jährige habe dann drei- bis viermal von der Hofeinfahrt auf die Personengruppe geschossen, so Ohlenschlager.


  • nima nima 15.01.2016 10:47 Uhr SUPPORTER ADMIN
    Kleinstadt sperrt männliche Flüchtlinge aus Hallenbad aus

    Die Übergriffe von Köln und die Folgen: In einer Kleinstadt bei Bonn dürfen männliche Flüchtlinge nicht mehr das Hallenbad besuchen. Der Grund: Belästigungen. Bewohner einer Asylunterkunft zeigen Verständnis.

    Quelle



    Richtige Entscheidung. Aber dann auch richtig durchziehen und alle gaffenden und chauvinistischen Asi-Vollhonks aus den Schwimmbädern verbannen, die meinen Besucher belästigen bzw. anpöbeln zu müssen (siehe Berlin Neukölln).

    Ob es demnächst Türsteher vor den Schwimmbädern geben wird?

  • NoelGallagher NoelGallagher 15.01.2016 13:13 Uhr SUPPORTER
    Festnahmen nach Friedensaufruf: Erdogan hetzt Wissenschaftlern Polizei auf den Hals

    1128 Wissenschaftler haben einen Aufruf gegen Gewalt in den Kurdengebieten unterzeichnet - jetzt nimmt die Türkei die ersten fest. In einer 30-minütigen Schimpftirade wirft Präsident Erdogan den Forschern "Terrorpropaganda" vor.


    Spiegel Online

    Haben wir hier Leute mit tieferen Kenntnissen über die politische Lage in der Türkei? Ich verstehe nicht, weshalb es da offenbar nur so eine schwache politische Opposition gegen Erdogan gibt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es doch in den eher westlichen Großstädten wie Istanbul und Ankara viele Menschen, wahrscheinlich sogar die Mehrheit, geben sollte, die mit der Politik von Erdogan nicht einverstanden sein sollten. Trotzdem ist Erdogan anscheinend relativ unumstritten an der Macht und das schon recht lange. Was ist da los?

  • Baller Baller 15.01.2016 14:56 Uhr

    NoelGallagher schrieb:
    Festnahmen nach Friedensaufruf: Erdogan hetzt Wissenschaftlern Polizei auf den Hals

    1128 Wissenschaftler haben einen Aufruf gegen Gewalt in den Kurdengebieten unterzeichnet - jetzt nimmt die Türkei die ersten fest. In einer 30-minütigen Schimpftirade wirft Präsident Erdogan den Forschern "Terrorpropaganda" vor.


    Spiegel Online

    Haben wir hier Leute mit tieferen Kenntnissen über die politische Lage in der Türkei? Ich verstehe nicht, weshalb es da offenbar nur so eine schwache politische Opposition gegen Erdogan gibt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es doch in den eher westlichen Großstädten wie Istanbul und Ankara viele Menschen, wahrscheinlich sogar die Mehrheit, geben sollte, die mit der Politik von Erdogan nicht einverstanden sein sollten. Trotzdem ist Erdogan anscheinend relativ unumstritten an der Macht und das schon recht lange. Was ist da los?


    Ich spreche täglich mit meinem Kumpel aus Istanbul. Die Mehrheit gegen Erdogan gibt es in den Großstädten. Aber er schafft es leider, dass sich eine brauchbare Opposition bilden kann. Alle Erdogan-Gegner sind im Prinzip untereinander zu zerstritten. Potentiell ernstzunehmende Gegner werden konsequent weggesperrt.

    Durch den wirtschaftlichen Aufstieg unter Erdogan wird es außerhalb der Großstädte vermutlich absehbar garkeine große Opposition geben.

  • Stebbard Stebbard 15.01.2016 15:06 Uhr
    Eine türkische Arbeitskollegin ist aus dem linken politischen Sektor, also der Opposition, und die erzählt schon von seinem sehr repressiven Umgang mit der Opposition, weshalb sie bspw. bei uns auch nicht mit Bild und Namen im Internet erwähnt ist, da es ihr die Rückkehr in die Türkei erschweren könnte. Der türkische Geheimdienst scheint dahingehend sehr gut vernetzt zu sein.

    Wenn man das so list, dann klingt es ja fast so, als würde Erdogan komplexe gegenüber Akademikern hegen. Aber schön, dass die sich in dieser Sache endlich mal regen!


  • Kaan Kaan 15.01.2016 15:57 Uhr SUPPORTER ADMIN

    Baller schrieb:

    NoelGallagher schrieb:
    Festnahmen nach Friedensaufruf: Erdogan hetzt Wissenschaftlern Polizei auf den Hals

    1128 Wissenschaftler haben einen Aufruf gegen Gewalt in den Kurdengebieten unterzeichnet - jetzt nimmt die Türkei die ersten fest. In einer 30-minütigen Schimpftirade wirft Präsident Erdogan den Forschern "Terrorpropaganda" vor.


    Spiegel Online

    Haben wir hier Leute mit tieferen Kenntnissen über die politische Lage in der Türkei? Ich verstehe nicht, weshalb es da offenbar nur so eine schwache politische Opposition gegen Erdogan gibt. Mein persönlicher Eindruck ist, dass es doch in den eher westlichen Großstädten wie Istanbul und Ankara viele Menschen, wahrscheinlich sogar die Mehrheit, geben sollte, die mit der Politik von Erdogan nicht einverstanden sein sollten. Trotzdem ist Erdogan anscheinend relativ unumstritten an der Macht und das schon recht lange. Was ist da los?


    Ich spreche täglich mit meinem Kumpel aus Istanbul. Die Mehrheit gegen Erdogan gibt es in den Großstädten. Aber er schafft es leider, dass sich eine brauchbare Opposition bilden kann. Alle Erdogan-Gegner sind im Prinzip untereinander zu zerstritten. Potentiell ernstzunehmende Gegner werden konsequent weggesperrt.
    Durch den wirtschaftlichen Aufstieg unter Erdogan wird es außerhalb der Großstädte vermutlich absehbar garkeine große Opposition geben.


    Genau das ist das Problem. Beim vorletzten Wahldurchgang hätte die Opposition die Mehrheit bilden können, wenn sie sich geeinigt hätten. Da sie aber nicht in der Lage waren eine Regierung zu bilden, gab es die Wahlwiederholung in der die AKP wieder als Sieger hervor ging. Man sieht: es gibt eigentlich genügend Gegner von Erdogan im Volk, aber so lang die Oppositionsparteien untereinander spinnefeind sind, wird es keinen starken Gegner geben.

  • NoelGallagher NoelGallagher 15.01.2016 16:25 Uhr SUPPORTER
    Und worüber ist die Opposition so zerstritten?


  • Kaan Kaan 15.01.2016 17:47 Uhr SUPPORTER ADMIN

    NoelGallagher schrieb:
    Und worüber ist die Opposition so zerstritten?


    Das ist recht komplex, im Grunde sind die politischen Ausrichtungen zu verschieden. Das ist, als müssten SPD, Linke und NPD auf einen Nenner kommen. Der Artikel fasst es grob ganz gut zusammen:

    Welt.de

  • WupperMetaler95 WupperMetaler95 21.01.2016 08:19 Uhr
    Mal was anderes...

    Es wurde wohl ein neues Planet am Rande unseres Sonnensystems gefunden.



    Es wurde ja schon lange darüber gestritten und diskutiert aber es scheint nun handfeste Beweise zu geben.

    Neuer Planet am Rande des Sonnensystems.

  • TheRealFarinU TheRealFarinU 21.01.2016 09:17 Uhr
    Und es wird wohl noch viele andere Planete geben die wir nicht kennen/entdeckt haben.

    Finde das Thema einfach grundsätzlich interessant


  • WupperMetaler95 WupperMetaler95 21.01.2016 10:49 Uhr

    TheRealFarinU schrieb:
    Und es wird wohl noch viele andere Planete geben die wir nicht kennen/entdeckt haben.
    Finde das Thema einfach grundsätzlich interessant


    Kann ich dir nur zustimmen

    Aber das beste daran ist ja finde ich das wir Planeten in hunderten Lichtjahren Entfernung finden aber vor der eigenen Haustür findet man sowas nur durch Zufall

  • blubb0r blubb0r 22.01.2016 16:35 Uhr
    Um mal wieder zu unser aller Lieblingsthema Flüchtlingskrise zurückzukehren


    Ich hab jetzt gestern und heute jeweils unabhängig voneinander 2x länger mit angehenden Lehrern (Frankfurter Raum und Gießener Raum) geredet und fest gestellt, dass beide in dieser Frage (ich kenne die länger und sie sind keine Brandstifter, o.Ä.) sehr "CSU-nahe" Positionen einnehmen. Machen wohl tagtäglich schlechte Erfahrungen und berichten ziemlich übles (wie gesagt, sind keine Brandstifter und sonst eher sozial-liberal, tendenzielle Grün-Wähler).


    Haben wir eignetlich Lehrer hier?

  • Emperor Emperor 22.01.2016 16:57 Uhr
    Wohne in Giessen, hab mal Lehramt studiert und kenne deswegen viele Lehrer hier. Von denen hab ich noch nichts übermäßig schlechtes gehört, kann mich aber nochmal umhören

  • Stebbard Stebbard 22.01.2016 17:05 Uhr
    Es gibt schon auch viele eher konservative Lehrer, das ist doch nichts großartig ungewöhnliches?


  • blubb0r blubb0r 22.01.2016 17:15 Uhr

    Stebbard schrieb:
    Es gibt schon auch viele eher konservative Lehrer, das ist doch nichts großartig ungewöhnliches?


    Naja, ich bin 26. Ich kenne beide schon länger, wie gesagt, tendenziell eher Rot-Grün-Wähler und in etwa mein Alter (einer ist 1 Jahr jünger).

    Und von Rot-Grün zu CSU ist ja schon n Sprung.

    Haben halt beide von ziemlichen Problemen berichtet, die ich jetzt nicht noch mal in aller Gänze durchexerzieren möchte. Aber geht halt um absolute Überforderung im Bildungswesen, das niemand auch nur ansatzweise damit klarkommt, das es viel mehr Probleme gibt, als man als Außenstehender nur ansatzweise erahnen kann (z.B. Eltern von Migranten wollen nicht, dass ihre Kinder integrieren, keinerlei Vorbereitung auf die Situation jetzt mit Flüchtlingen,…).

    Und halt auch, dass massiv Druck von oben gemacht wird in allen möglichen Bereichen mal ein Auge zu zu drücken (nein, nicht falsche Antworten als richtig gelten zu lassen und auch nicht, Straftaten zu ignorieren).

  • Stebbard Stebbard 24.01.2016 09:53 Uhr
    Ich bin nun seit Jahren von vielen Lehrern umgeben und kann solche Eindrücke eigentlich nicht teilen - natürlich gibt es problematische Fälle und es liegt auch zweifelsfrei einiges im argen, aber akut flüchtlingsbezogene Probleme kenne ich nicht. Das sind häufig eher Abbildungen anderer Probleme bzw. Mißstände, sowohl bildungspolitisch als auch sozial.

    Was mich viel eher erstaunt ist, wie viele der junge Lehrer ziemlich unpolitisch sind. Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig sie sich mit Dingen befassen, die derzeit eine Rolle spielen.

  • blubb0r blubb0r 24.01.2016 10:11 Uhr

    Stebbard schrieb:
    Ich bin nun seit Jahren von vielen Lehrern umgeben und kann solche Eindrücke eigentlich nicht teilen - natürlich gibt es problematische Fälle und es liegt auch zweifelsfrei einiges im argen, aber akut flüchtlingsbezogene Probleme kenne ich nicht. Das sind häufig eher Abbildungen anderer Probleme bzw. Mißstände, sowohl bildungspolitisch als auch sozial.


    Erstaunlich. Ich habe ihm ja auch gesagt, dass das bei uns im Kölner Raum (ich habe ja auch hier viele Freunde, die Lehramt studiert haben und jetzt im Ref sind) quasi gar kein Thema ist.


    Stebbard schrieb:
    Was mich viel eher erstaunt ist, wie viele der junge Lehrer ziemlich unpolitisch sind. Ich bin immer wieder erschrocken, wie wenig sie sich mit Dingen befassen, die derzeit eine Rolle spielen.


    Das passt auch zu einigen Lehrern hier in Köln.



    Spricht alles weiter dafür, wie schwierig allein die Diskussion dieses Themas ist.


    edit:
    Auch passend dazu:

    Es geht jetzt um die Feinheiten. Wie sich von Merkel distanzieren, ohne ihr in den Rücken zu fallen? Wie sagen, dass wir es doch nicht schaffen, ohne genau das zu sagen? Obergrenzen - eine viel zu plumpe Forderung. CDU-Vize Julia Klöckner hat sich deshalb für ihre Agenda einen ganz besonders geheimnisvollen Namen ausgedacht: A2.

    Plan A, das ist Merkels Plan für die Flüchtlingskrise, den sie aktuell mit den anderen europäischen Staaten berät. Einen Plan B vorzuschlagen, wäre gleichbedeutend mit Verrat. Deswegen A2, auch wenn die darin enthaltenen Vorschläge eigentlich ein Plan B sind.

    Link zu SPON

  • stefan42 stefan42 24.01.2016 16:52 Uhr
    Hi, also ich habe ende letzten Jahres mit 3 Lehrerinnen darüber geredet, alle konnten von garkeinen besonderen Problemen mit Flühtlingskindern reden.

    Man muss sich dafür auch mal die Zahlen anschauen, die Gewerkschaft der Lehrer rechnet im laufendem Schuljahr mit 300000 Flüchtlingen als neue Schüler, bei ca. 12 Millionen Schülern sind das 2,5% also ungefähr 0,5-1 Schüler pro Klasse. Wenn man dann sieht das die Schülerzahlen in den letzten 10 Jahren um ungefähr 10% geschrumpft sind wird das unser Schulsystem schon nicht zum Kollabieren bringen.

    Natürlich bedarf ein Kind welches garkein Deutsch kann mehr Zeit, aber in meiner Schulzeit (mitte der 90er) haben wir auch mehrere Flüchtlinge mitten im Schuljahr bekommen, und damals gab es sowas wie Integrationsklassen etc. garnicht, hat aber trotzdem ganz gut geklappt.

    Und die Probleme die die Schulen mit den streng Muslimichen Schülern bzw. Eltern haben (z.B. Sport/Schwimmuntericht) gibt es ja auch nicht erst seit gestern.

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