Politik-Thread

eröffnet von FBG am 13.02.2006 14:16 Uhr
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Rhapsode
Rhapsode
18.01.2023 00:33


IvanTKlasnic schrieb:
Das heißt nicht, dass es nicht auch solche Programme bei den ÖR geben darf, also es sollte zumindest ein deutlich merklicheres Gegengewicht geben als aktuell.

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Bis hierhin alles richtig, aber diesem Punkt widerspreche ich ausdrücklich und radikal: Diese von mir angesprochenen Formate gehören verbannt. Sie können - sollten sogar - ersetzt werden durch Diskussionsrunden, wo es um ein einziges Thema geht, das von allen Beteiligten in aller Tiefe und mit verschiedensten Argumenten und Sichtweisen (solange sich diese an nachweisbaren Fakten orientieren) erörtert wird und wo ständiges Dazwischenquatschen und vor allem das Benutzen unlauterer Argumentationsfiguren explizit benannt und z.B. in krassen Fällen durch Verkürzung der Redezeit sanktioniert wird. Das kriegt gefühlt jede popelige lokale Podiumsdiskussion kostengünstig besser hin, als die teuer produzierten Formate von Maischberger, Plassberg, Will, Lanz etc. wo alle fünf bis fünfzehn Minuten das Thema gewechselt wird (und suggeriert wird, dass das alles trotzdem irgendwas miteinander zu tun hätte), wo jeder letztendlich drei Minuten Zeit hat und da gerade mal seine Meinung dazu sagen kann, wo objektive Tatsachen und anekdotische Evidenz (meist von irgendwelchen "Betroffenen") auf eine Stufe gestellt werden, wo Moderatoren regelmäßig unterbrechen, sobald ein Gedanke komplexer und differenzierter als das Schema "Ursache => Folge" ist, kurzum: wo all die Dinge getan werden, die nach Lehrbuch nicht das Geringste mit einer vernünftigen Diskussion zu tun haben. Gleichwohl werden diese Formate so aber angepriesen. Nicht nur also, dass der ÖR damit seinem Bildungsauftrag nicht nachkommt, vielmehr konterkariert er diesen dadurch geradezu. Und dafür bezahlen wir dann auch noch Zwangsbeiträge, wo ich mir bei Privaten wenigstens noch aussuchen kann, den Schrott nicht anzumachen und mich damit an dessen Finanzierung nicht zu beteiligen. Und damit will ich das allgemeine GEZ-Fass gar nicht aufmachen, es geht mir nur darum zu verdeutlichen, dass es ein Unterschied ist, ob ich zwangsweise Formate mitfinanziere, die mich einfach nur nicht interessieren, oder Formate, die auf gut deutsch Volksverarsche sind. Ich verstehe bis heute nicht, wie Intendanten des ÖR es überhaupt mit ihrem Berufsethos vereinbaren können, so etwas laufen zu lassen.

So: Rant Ende.


Und das jeder mitreden möchte ist an sich auch gar kein Problem, das Problem ist eher, dass man nicht zugeben mag, wenn sich der Gegenüber mit einem Thema besser auskennt, als man selbst. Es ist wichtig, dass Leute, die sich nur bedingt mit einem Thema auskennen, laut sind, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Und da kann man gerne auf die Expertise von Anderen verweisen. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass man eben dieses tut und nicht so tun, als wäre man allwissend. Zu erkennen, dass es bei einem Thema soweit in die Tiefe geht, dass man es nicht mehr wirklich versteht, ist in meinen Augen ein essenzieller Skill, den man braucht um an politischen Diskussionen teilzunehmen. Das ist weder schlimm, noch verwerflich, noch muss man seinem Gegenüber automatisch Recht geben. Man sollte immer skeptisch sein - das gilt aber auch der eigenen Meinung gegenüber. Ist doch vollkommen in Ordnung zu sagen: "hey, wir sind hier in einer Tiefe angelangt, wo ich mich nicht mehr genug auskenne, ich stehe deiner Ansicht skeptisch gegenüber, kenne mich aber nicht genug aus, um dich zu widerlegen." Das zu machen traut sich aber kaum jemand - ich habe da auch mitunter meine Schwierigkeiten mit.

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Ergänzen würde ich: Was sehr viele Leute erstmal lernen müssten, wäre:
1) dass es bei einem (sinnvollen) Diskurs nicht um Gewinnen oder Verlieren der Diskutierenden geht, sondern um gemeinsamen Erkenntnisgewinn durch Austausch.
2) dass man die sachliche Ebene und den argumentativen Streit trennen muss von der persönlichen Ebene und von Emotionen.

Mit das schönste, was man mir je gesagt hat, kam von einer guten Freundin, die mir erklärte, dass man mit mir so herrlich streiten könne, weil - egal wie sehr vorher die Fetzen in der Debatte fliegen würden - dies nie hinterher Auswirkungen auf den persönlichen Umgang miteinander habe.

Rhapsode
Rhapsode
18.01.2023 01:04


blubb0r schrieb:
Und deine Beschreibung beim Rentensystem ist ein sehr gutes Beispiel. Da ist safe was dran, was du schreibst, aber das ist recht komplex und müsste wahrscheinlich sauber aufbereitet werden. Ich gebe zu, ich habe das nicht wirklich gecheckt (müsste wahrscheinlich die Primärquellen der von dir angeführten Personen dafür mal lesen - und zwar in Ruhe und nicht nach nem 8h Arbeitstag).

Wir sind aber durch die Mediengeselleschaft, speziell das Internet und Dinge wie TikTok und Co gar nicht mehr in der Lage, lange und komplexe Artikel zu lesen, zu sehen oder zu hören. Unsere Aufmerksamkeitsspanne ist dafür nicht mehr gemacht. Das bedienen unsere Medien, weil die ja auch von Klickzahlen leben. Und "leichte" und "reißerische" Themen klicken besser als lange trockene Themen.

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Falls Interesse besteht: Man muss jetzt auf die Schnelle gar keinen wissenschaftlichen Artikel oder aufgezeichneten Vortrag bemühen. Dieser recht ausführliche Artikel in der TAZ fasst schon einiges an Argumenten (in diesem Fall vom Statistiker und Sozialwissenschaftler Bosbach) gut zusammen:

https://taz.de/Demografie-als-Angstmacher/!5049986/

Ich zitiere mal ein paar der relevanten Absätze:

"Überzogen ist beispielsweise … nee, fangen wir erst mal so an: Demografische Entwicklung stellt ja die Zukunft dramatisch dar, weil wir zu wenig Kinder bekommen, weil wir immer älter werden und weil wir demzufolge immer mehr Rentner haben werden. Diese drei Faktoren zusammen gab es aber schon seit 1870. Ich habe mir die Daten dann mal zusammengestellt von 1900 bis 2000. Folgendes kam dabei heraus: Die Lebenserwartung stieg um etwas mehr als 30 Jahre, der Anteil der Jugendlichen hat sich etwas mehr als halbiert, sank von 44 Prozent auf 21 Prozent, der Anteil der über 65-Jährigen hat sich mehr als verdreifacht, stieg von 4,9 Prozent auf 16,7 Prozent. Da kann man aus der heutigen Sicht der Demografie ja eigentlich nur sagen: Katastrophe! Das zieht zwangsläufig einen wirtschaftlichen und sozialen Kollaps nach sich.

Wenn wir nun aber mal schauen, was in dieser Hinsicht tatsächlich passiert ist im vorigen Jahrhundert, dann wird deutlich: Der Sozialstaat wurde umfangreich auf- und ausgebaut, der Wohlstand hat massiv zugenommen – unbeschreiblich! Statt dass uns die Arbeitskräfte ausgegangen sind – wie es heute immer behauptet wird – wurde die Arbeitszeit massiv verkürzt: Lebensarbeitszeit, Wochenarbeitszeit, Jahresarbeitszeit. 1900 wurden noch 60 Wochenstunden gearbeitet, Rente gab es ab 70. Übrigens auch damals gab es schon die Demografieängste: In der Weimarer Republik sprach man von ’Geburtenschwund und Überalterung des deutschen Volkskörpers‘, 1953 befürchtete Konrad Adenauer sogar unser ’Aussterben‘. Ebenso war schon in den 1950er Jahren die Annahme weit verbreitet, dass niemand mehr die Renten von heute würde bezahlen können. Wir sind aber nicht ausgestorben, der Sozialstaat wurde auf- und nicht abgebaut.

Heute ist auffällig, wie sehr das Schüren der Ängste massiv interessegeleitet ist. Bereits Ende der 1990er Jahre gehörte die arbeitgebernahe ’Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft‘ zu den ersten treibenden Kräften, die die Demografie hof- und panikfähig gemacht haben. Auf die Interessenten und Interessen komme ich später noch.

Zuerst möchte ich von einer weiteren Unstimmigkeit sprechen: Was bei der Diskussion um die Demografie völlig fehlte – bis heute noch fehlt –, ist die Berücksichtigung der Produktivitätsentwicklung. Also habe ich die mal mit einberechnet, habe 2004 eine Zahl genommen mit 1,25 Prozent Steigerung der Produktivität per Arbeitsstunde – nicht der Wirtschaft, sondern des Arbeitnehmers, der noch übrig bleibt. Und das Ergebnis war, dass man spielend einen wesentlich höheren Rentenbeitrag bezahlen könnte und trotzdem selber noch mehr Geld im Portemonnaie hat.

Von ’unbezahlbar‘ kann also gar keine Rede sein. Vorausgesetzt ist allerdings, dass der Kuchen verteilt wird, dass die erhöhte Produktivität auch anteilig ausgezahlt wird an die Arbeitnehmer. Auch bei der Finanzierung der Rente ist das Hauptproblem also nicht die demografische Entwicklung, sondern die Umverteilung zulasten der Arbeitnehmer.

Dieselbe Rechnung habe ich jetzt übrigens noch mal neu gemacht für einen Beitrag im Buch ’Armut im Alter‘, bin sogar auf 1 Prozent Produktivitätszuwachs runtergegangen und habe gezeigt, dass selbst dann noch die Produktivität stärker wächst als die Alterung. Jede kleine Veränderung, über 50 Jahre gerechnet, ist eine große. 1 Prozent Wachstum jährlich – es klingt wenig – das macht in 50 Jahren gut 64 Prozent durch den Zinseszins.

[...]

Eine weitere Unstimmigkeit bei den Dramatisierern: Nicht nur die Versorgung der Älteren durch die Erwerbsfähigen ist zu berücksichtigen. Auch Kinder und Jugendliche müssen ernährt werden, brauchen Kindergärten, Schulen, Universitäten mit entsprechendem Personal und vieles mehr. Deshalb widerspiegelt erst der Gesamtquotient, sprich: das Verhältnis der Jungen und Alten zu den Erwerbsfähigen, die finanzielle Belastung richtig. Während nach einer Prognose der Quotient Ältere zu Erwerbsfähigen bis 2050 um dramatisch wirkende 77 Prozent steigen soll, klettert nach der gleichen Prognose der realistischere Gesamtquotient nur um 37 Prozent. Allein die Einbeziehung dieser simplen statistischen Weisheit halbiert schon das angeblich so dramatische Zahlenverhältnis."

IvanTKlasnic
18.01.2023 05:36


Rhapsode schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:
Das heißt nicht, dass es nicht auch solche Programme bei den ÖR geben darf, also es sollte zumindest ein deutlich merklicheres Gegengewicht geben als aktuell.

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Bis hierhin alles richtig, aber diesem Punkt widerspreche ich ausdrücklich und radikal: Diese von mir angesprochenen Formate gehören verbannt. Sie können - sollten sogar - ersetzt werden durch Diskussionsrunden, wo es um ein einziges Thema geht, das von allen Beteiligten in aller Tiefe und mit verschiedensten Argumenten und Sichtweisen (solange sich diese an nachweisbaren Fakten orientieren) erörtert wird und wo ständiges Dazwischenquatschen und vor allem das Benutzen unlauterer Argumentationsfiguren explizit benannt und z.B. in krassen Fällen durch Verkürzung der Redezeit sanktioniert wird. Das kriegt gefühlt jede popelige lokale Podiumsdiskussion kostengünstig besser hin, als die teuer produzierten Formate von Maischberger, Plassberg, Will, Lanz etc. wo alle fünf bis fünfzehn Minuten das Thema gewechselt wird (und suggeriert wird, dass das alles trotzdem irgendwas miteinander zu tun hätte), wo jeder letztendlich drei Minuten Zeit hat und da gerade mal seine Meinung dazu sagen kann, wo objektive Tatsachen und anekdotische Evidenz (meist von irgendwelchen "Betroffenen") auf eine Stufe gestellt werden, wo Moderatoren regelmäßig unterbrechen, sobald ein Gedanke komplexer und differenzierter als das Schema "Ursache => Folge" ist, kurzum: wo all die Dinge getan werden, die nach Lehrbuch nicht das Geringste mit einer vernünftigen Diskussion zu tun haben. Gleichwohl werden diese Formate so aber angepriesen. Nicht nur also, dass der ÖR damit seinem Bildungsauftrag nicht nachkommt, vielmehr konterkariert er diesen dadurch geradezu. Und dafür bezahlen wir dann auch noch Zwangsbeiträge, wo ich mir bei Privaten wenigstens noch aussuchen kann, den Schrott nicht anzumachen und mich damit an dessen Finanzierung nicht zu beteiligen. Und damit will ich das allgemeine GEZ-Fass gar nicht aufmachen, es geht mir nur darum zu verdeutlichen, dass es ein Unterschied ist, ob ich zwangsweise Formate mitfinanziere, die mich einfach nur nicht interessieren, oder Formate, die auf gut deutsch Volksverarsche sind. Ich verstehe bis heute nicht, wie Intendanten des ÖR es überhaupt mit ihrem Berufsethos vereinbaren können, so etwas laufen zu lassen.

So: Rant Ende.


Und das jeder mitreden möchte ist an sich auch gar kein Problem, das Problem ist eher, dass man nicht zugeben mag, wenn sich der Gegenüber mit einem Thema besser auskennt, als man selbst. Es ist wichtig, dass Leute, die sich nur bedingt mit einem Thema auskennen, laut sind, um Aufmerksamkeit zu schaffen. Und da kann man gerne auf die Expertise von Anderen verweisen. Man darf dabei aber nicht vergessen, dass man eben dieses tut und nicht so tun, als wäre man allwissend. Zu erkennen, dass es bei einem Thema soweit in die Tiefe geht, dass man es nicht mehr wirklich versteht, ist in meinen Augen ein essenzieller Skill, den man braucht um an politischen Diskussionen teilzunehmen. Das ist weder schlimm, noch verwerflich, noch muss man seinem Gegenüber automatisch Recht geben. Man sollte immer skeptisch sein - das gilt aber auch der eigenen Meinung gegenüber. Ist doch vollkommen in Ordnung zu sagen: "hey, wir sind hier in einer Tiefe angelangt, wo ich mich nicht mehr genug auskenne, ich stehe deiner Ansicht skeptisch gegenüber, kenne mich aber nicht genug aus, um dich zu widerlegen." Das zu machen traut sich aber kaum jemand - ich habe da auch mitunter meine Schwierigkeiten mit.

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Ergänzen würde ich: Was sehr viele Leute erstmal lernen müssten, wäre:
1) dass es bei einem (sinnvollen) Diskurs nicht um Gewinnen oder Verlieren der Diskutierenden geht, sondern um gemeinsamen Erkenntnisgewinn durch Austausch.
2) dass man die sachliche Ebene und den argumentativen Streit trennen muss von der persönlichen Ebene und von Emotionen.

Mit das schönste, was man mir je gesagt hat, kam von einer guten Freundin, die mir erklärte, dass man mit mir so herrlich streiten könne, weil - egal wie sehr vorher die Fetzen in der Debatte fliegen würden - dies nie hinterher Auswirkungen auf den persönlichen Umgang miteinander habe.

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Oh, ich glaube hier haben wir etwas aneinander vorbei geredet, ich meinte damit, dass es durchaus auch Formate geben darf, die auf die Quote ausgelegt sind nicht Sachen wie Lanz etc. sondern z.B. Sachen wie irgendwelche Serien um die Mittagszeit, Quizduell oder auch die Sportschau. Wobei man hier bei letzteren Beiden sogar für einen gewissen gesellschaftlichen Mehrwert argumentieren könnte, gerade wenn die Sportschau sich nicht so sehr auf Fußball fokussieren würde, liegt in meinen Augen hier nicht der Fokus darauf, und das ist in meinen Augen auch in Ordnung. Interessanterweise ist das etwas, was ich bei FUNK durchaus wahrnehme - was hier aber möglicherweise nur ein selektives Bias ist, da mir möglichweise einfach nur die Kanäle bekannt sind, sie sich in diesem Bereich bewegen.

Was den Rentenkram angeht - das ist etwas, was für mich als Sozialisten eine gefühlte Wahrheit ist - ich kenne mich mit dem Thema aber nicht gut genug aus, um es wirklich beurteilen zu können. Je älter ich geworden bin, desto mehr habe ich mich auf die in meinen Augen wichtigsten Themen fokussiert - Klimawandel/Energiepolitik und Stadtplanung. Gerade letztes ist ein extrem unterschätztes Thema, welches unsere Leben zu einem massiven Teil beeinflusst.

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Gerry
18.01.2023 08:04

Sorry, zu den ÖR widersprech ich aber jetzt mal schon.

Dazu folgende Artikel:

Das Herz des deutschen Journalisten schlägt links

„Die große Mehrheit der Journalisten steht links der Mitte“

Bestes Beispiel am Sonntag bei Anne Will. 6 Gäste. 4 davon sind links-grün, zwei davon, die dann eher konservative Ansichten vertreten.

Zum WDR (mal wieder):

50 Minuten unwidersprochen auf Sendung
ARD verbreitet Propaganda der Klima-Radikalen


Zum Thema Politik:
Wir haben zuviele Politiker, die sofort vom Abi in den Bundestag gewählt werden und von der Materie, wie es wirklich ist, arbeiten zu müssen, nicht mehr wissen. Es ist auch ein Trauerspiel, wenn Politiker nicht wissen, was Milch, Butter oder der Sprit kostet. Da ist es kein Wunder, wenn die Leute auf die Barrikaden gehen.
Und ja, vielleicht gibt es von den über 700 Abgeordneten fähige Leute, aber man sieht ja, dass durch diesen aufgeblähten Staatsapparat auch alles zum erliegen kommt und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner diskutiert wird.
Wir haben auch mittlerweile keine wirkliche Abgrenzung der Parteien mehr. Wie it das Beispiel vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten F-J.Strauss, dass rechts neben der CSU keine andere Partei sein dürfte.
Mittlerweile ist es so, dass die CDU die Grünen und SPD links überholt hat. Auch die FDP ist mittlerweile verschwommen und hat kein wirkliches eigenes Profil mehr. Daher ist es wirklich so a la Pest oder Cholera, wenn man wählt.
Auch wenn auf die USA immer geschimpft wird, aber da weiß man was man bekommt, wenn man die Demokraten oder die Republikaner wählt.

Zum Thema, weil ja bei uns alles so toll ist:
Deutschland rutscht in Standortranking ab – nur noch knapp vor Ungarn

Warnsignal für den Standort Deutschland

Zum Thema Klimaschutz:
Das ist auch die Crux. Einerseits soll man auf erneuerbare Energien umstellen, dann gibt beißt sich das aber mit Naturschutz, so dass hier auch nix vorankommt.

Und zurück zum Thema Politik. Wenn wir fähige Leute hätten, dann würde Deutschland da auch pragmatischer vorgehen. Japan, Polen, sogar Schweden denkt um, was die Energiepolitik betrifft.

Dänemark und Schweden denken um, was das Thema Innere Sicherheit und Migranten betrifft.

Bei uns wird alles nach political correctness behandelt.

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IvanTKlasnic
18.01.2023 09:03


Gerry schrieb:
Sorry, zu den ÖR widersprech ich aber jetzt mal schon.

Dazu folgende Artikel:

Das Herz des deutschen Journalisten schlägt links

„Die große Mehrheit der Journalisten steht links der Mitte“

Bestes Beispiel am Sonntag bei Anne Will. 6 Gäste. 4 davon sind links-grün, zwei davon, die dann eher konservative Ansichten vertreten.

Zum WDR (mal wieder):

50 Minuten unwidersprochen auf Sendung
ARD verbreitet Propaganda der Klima-Radikalen


Zum Thema Politik:
Wir haben zuviele Politiker, die sofort vom Abi in den Bundestag gewählt werden und von der Materie, wie es wirklich ist, arbeiten zu müssen, nicht mehr wissen. Es ist auch ein Trauerspiel, wenn Politiker nicht wissen, was Milch, Butter oder der Sprit kostet. Da ist es kein Wunder, wenn die Leute auf die Barrikaden gehen.
Und ja, vielleicht gibt es von den über 700 Abgeordneten fähige Leute, aber man sieht ja, dass durch diesen aufgeblähten Staatsapparat auch alles zum erliegen kommt und auf den kleinsten gemeinsamen Nenner diskutiert wird.
Wir haben auch mittlerweile keine wirkliche Abgrenzung der Parteien mehr. Wie it das Beispiel vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten F-J.Strauss, dass rechts neben der CSU keine andere Partei sein dürfte.
Mittlerweile ist es so, dass die CDU die Grünen und SPD links überholt hat. Auch die FDP ist mittlerweile verschwommen und hat kein wirkliches eigenes Profil mehr. Daher ist es wirklich so a la Pest oder Cholera, wenn man wählt.
Auch wenn auf die USA immer geschimpft wird, aber da weiß man was man bekommt, wenn man die Demokraten oder die Republikaner wählt.

Zum Thema, weil ja bei uns alles so toll ist:
Deutschland rutscht in Standortranking ab – nur noch knapp vor Ungarn

Warnsignal für den Standort Deutschland

Zum Thema Klimaschutz:
Das ist auch die Crux. Einerseits soll man auf erneuerbare Energien umstellen, dann gibt beißt sich das aber mit Naturschutz, so dass hier auch nix vorankommt.

Und zurück zum Thema Politik. Wenn wir fähige Leute hätten, dann würde Deutschland da auch pragmatischer vorgehen. Japan, Polen, sogar Schweden denkt um, was die Energiepolitik betrifft.

Dänemark und Schweden denken um, was das Thema Innere Sicherheit und Migranten betrifft.

Bei uns wird alles nach political correctness behandelt.

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Gehe ich nach der Arbeit richtig drauf ein, wenn es bis dahin niemand anderes tut, nur 3 Sachen direkt.

Niemand hat von der politischen Orientierung des ÖR gesprochen, finde aber schon, dass du offensichtlich konservativ mit mangelnder Tiefe in Verbindung setzt Smiley

Rechts und links sind Schwachsinnige Begriffe im politischen Diskurs, da die abhängig von aktuellen Overton-Fenster sind.

Wenn man z.B. Sozialpolitische Strömungen betrachtet, liegst du nicht verkehrt, dass hier einiges progressiver geworden ist, in allen Parteien, wenn du aber ernsthaft der Meinung bist, dass die CDU auch nur halbwegs so progressiv ist, wie sie SPD oder Grünen, dann bist du offensichtlich verwirrt.

Wenn wir aber z.B auf die Wirtschaftspolitik schauen, dann sind in den letzten 40 Jahren ALLE Parteien massiv nach rechts, also mehr neoliberal geworden. Wer das nicht glaubt, kann sich gerne mal alte Wahlprogramme der CDU aus den 70ern und 80ern durchlesen.

moritz91
18.01.2023 09:24

Die Anne Will Sendung war doch relativ ausgeglichen (2 links/grün, 2 konservativ, 1 neutral).

Den Klimaforscher kann man so nicht links-grün einordnen. Der ist neutral und hat die Aktionen der letzten Generation sogar noch kritisiert. Greta war auch nur kurz als Einspieler dabei..

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hermes81
18.01.2023 09:50

In den ARD/ZDF Talkshows sitzen doch ohnehin immer die gleichen 50 Gäste.
Formate wie Will & Maischberger taugen doch eh nur für den Stammtisch.
K.a wann da inhaltlich mal etwas bei rumgekommen ist.

Die gleichen Gäste, die immer gleichen Fragen, die immer gleichen Antworten.

PlugInBaby
18.01.2023 10:02


moritz91 schrieb:
Die Anne Will Sendung war doch relativ ausgeglichen (2 links/grün, 2 konservativ, 1 neutral).

Den Klimaforscher kann man so nicht links-grün einordnen. Der ist neutral und hat die Aktionen der letzten Generation sogar noch kritisiert. Greta war auch nur kurz als Einspieler dabei..

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Genau, zudem ging es ja auch thematisch um den innerparteilichen Konflikt bei den Grünen (Abbau Lützerath genehmigt/ ablehnen).

Laut Auswertung war der häufigste Talkshow-Gast im letzten Jahr Röttgen von der Union.

PlugInBaby
18.01.2023 10:04


hermes81 schrieb:
In den ARD/ZDF Talkshows sitzen doch ohnehin immer die gleichen 50 Gäste.
Formate wie Will & Maischberger taugen doch eh nur für den Stammtisch.
K.a wann da inhaltlich mal etwas bei rumgekommen ist.

Die gleichen Gäste, die immer gleichen Fragen, die immer gleichen Antworten.

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Ja, Lanz ist mir da auch lieber. Der hat wenigstens noch gelegentlich Experten, die ein bisschen mehr in die Tiefe gehen und lässt Politiker nicht immer mit Standardphrasen ablenken und hakt nach. Auch wenn er sich selber zu gerne reden hört Smiley

Rhapsode
Rhapsode
18.01.2023 10:06


IvanTKlasnic schrieb:
Oh, ich glaube hier haben wir etwas aneinander vorbei geredet, ich meinte damit, dass es durchaus auch Formate geben darf, die auf die Quote ausgelegt sind nicht Sachen wie Lanz etc. sondern z.B. Sachen wie irgendwelche Serien um die Mittagszeit, Quizduell oder auch die Sportschau.

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Ah, okay. D'accord.

Rhapsode
Rhapsode
18.01.2023 10:45


Gerry schrieb:
Sorry, zu den ÖR widersprech ich aber jetzt mal schon.

Dazu folgende Artikel:

Das Herz des deutschen Journalisten schlägt links

„Die große Mehrheit der Journalisten steht links der Mitte“

Bestes Beispiel am Sonntag bei Anne Will. 6 Gäste. 4 davon sind links-grün, zwei davon, die dann eher konservative Ansichten vertreten.

Zum WDR (mal wieder):

50 Minuten unwidersprochen auf Sendung
ARD verbreitet Propaganda der Klima-Radikalen


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Es wurde überhaupt in keinem Punkt von der Links-Rechts-Verteilung (die ohnehin eindimensional und unzureichend ist) gesprochen. Wo soll da jetzt also der Widerspruch sein? Oder sollte das Thema für dich nur als Aufhänger dienen, um irgendwelche "Propaganda" der Bild-Zeitung Berlins hier zu verbreiten?


Wir haben auch mittlerweile keine wirkliche Abgrenzung der Parteien mehr. Wie it das Beispiel vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten F-J.Strauss, dass rechts neben der CSU keine andere Partei sein dürfte.
Mittlerweile ist es so, dass die CDU die Grünen und SPD links überholt hat. Auch die FDP ist mittlerweile verschwommen und hat kein wirkliches eigenes Profil mehr. Daher ist es wirklich so a la Pest oder Cholera, wenn man wählt.
Auch wenn auf die USA immer geschimpft wird, aber da weiß man was man bekommt, wenn man die Demokraten oder die Republikaner wählt.

Zum Thema, weil ja bei uns alles so toll ist:
Deutschland rutscht in Standortranking ab – nur noch knapp vor Ungarn

Warnsignal für den Standort Deutschland

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Elegant, die Studie anbringen, die unseren Wirtschaftsstandort gefährdet sieht, und bereits im Vorhinein feststellen, dass die Union ja mittlerweile so furchtbar links ist, das ist echt ein guter Kniff. Ansonsten hätte man ja feststellen müssen, dass diese Standortverschlechterung evtl. mit der 16 jährigen mehrheitlichen Unionsregierung zusammenhängen könnte, aber schlechte Wirtschaftspolitik ist ja bekanntlich dem linken Spektrum vorbehalten.

Man könnte natürlich auch auf die Idee kommen, dass ein Ja zur Homoehe aus ner rechten Partei nicht gleich ne linke macht, dass links-rechts nicht nur eine gesellschaftspolitische, sondern auch eine wirtschaftspolitische Komponente hat und dass dringend notwendige Investitionen zur Verbesserung unseres Standorts konsequent immer aufgrund der Schuldenbremse - ein ganz klar rechter Fetisch - verweigert wurde.

IvanTKlasnic
18.01.2023 14:48

Auf das meiste wurde ja inzwischen eingegangen, aber nur noch mal zu zwei Sachen was:


Gerry schrieb:

Mittlerweile ist es so, dass die CDU die Grünen und SPD links überholt hat. Auch die FDP ist mittlerweile verschwommen und hat kein wirkliches eigenes Profil mehr. Daher ist es wirklich so a la Pest oder Cholera, wenn man wählt.

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Wenn es wirklich so ist, dass die Union die Grünen und die SPD links überholt hast, kannst du mir sicherlich ohne Probleme 1-2 konkrete Forderungen der Union nennen, die progressiver sind als die der beiden Anderen. Nur damit wir uns nicht missverstehen, da reicht jetzt kein "Verkehrspolitik" dass muss schon konkreter sein. Wenn du schon sowas in den Raum wirfst, will ich dir wenigstens die Chance geben, das mit Fakten zu hinterlegen, bevor ich dich als Polemiker abstempel.

Kann mir durchaus vorstellen, dass es da sogar 2-3 Punkte gibt, wo das wirklich der Fall ist, auch wenn es bei hunderten anderen klar andersrum ist. Ich bin mir aber sicher, dass du mir diese nicht nennen könntest, selbst wenn es sie gäbe.


Gerry schrieb:

Bei uns wird alles nach political correctness behandelt.

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Lol. Einfach nur Lol. Ich bin jemand der absolut nicht sehr PC ist - und ich habe deswegen absolut nie Probleme gehabt. Gut an der Uni wollten einige sehr progressive Gruppen nicht mit mir in der Öffentlichkeit assoziiert werden, aber das ist etwas völlig anderes. Political Correctness ist in Deutschland ein Nullfaktor, wenn du dich nicht gerade in ultraprogressiven Unigruppen rumtreibst. Ich hab das ausgiebig ausgetestet.

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blubb0r
09.02.2023 23:56

Corona Politik Review bei Lanz

Lauterbach wird gegrillt...

hermes81
13.02.2023 09:38

Wie schmerzbefreit ist Giffey eigentlich?!
Schwafelt die tatsächlich davon, weiterhin Bürgermeisterin bleiben zu wollen.
Fällt dir nichts mehr ein.

blubb0r
13.02.2023 10:07

Ich könnte jetzt wieder das Politikverdrossenheit-/Politikerverdrossenheit-Fass aufmachen, aber da muss man ja nur eine Seite zurückblättern.

JackD
JackD
13.02.2023 10:20

Was soll sie denn tun? Wenn Grün nicht mit Schwarz will, muss sie regieren.

BraveNewWorld
13.02.2023 10:23


JackD schrieb:
Was soll sie denn tun? Wenn Grün nicht mit Schwarz will, muss sie regieren.

Zitat anzeigen


Sie hat die Wahl krachend verloren. Andere treten da zurück?

blubb0r
13.02.2023 10:24

Generell vielleicht mal überlegen, ob das schwache Abschneiden mit ihrer Person zu tun hat und kleine Brötchen backen/für einige Jahre in die zweite Reihe rücken....

Man könnte sich ja auch bspw. hinter die Grünen Spitzenkandidatin stellen, die 100 Stimmen mehr sind ja jetzt auch kein klarer Auftrag, auf den man pochen muss.

JackD
JackD
13.02.2023 10:31

Du kannst doch aber nicht plötzlich den Spitzenkandidaten tauschen, die Leute wählen Gesichter.

Jarasch vorlassen geht natürlich, aber die hat ja das gleiche Problem.

Cody
13.02.2023 11:51

Dann hält man die Füße still und spielt hinter der CDU die zweite Geige. Ich erinnere da an die SPD und ihr Geschwafel von "Regierungsauftrag" nachdem man bei der letzten Bundestagswahl einen ganzen Prozentpunkt mehr erhielt. Aber das war spätestens bei der NRW-Wahl wieder vergessen. Berlin kriegt halt das was Berlin verdient. Sollen sie halt die SED-Bande weiter mitregieren lassen.

PlugInBaby
13.02.2023 12:20

Generell gibt es zwar keine Pflicht, dass die stärkste Partei regieren soll (sonst sehe ich nächstes Jahr in Thüringen und Sachsen braun), aber wenn der SPD die Wähler so in scharen weglaufen, sollte man daraus schon Konsequenzen ziehen und jetzt erst einmal die CDU Koalitionsgespräche führen lassen.

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Rhapsode
Rhapsode
13.02.2023 14:21·  Bearbeitet

Komische Diskussion hier mit viel Populismus gewürzt.

Es zählt das Wahlergebnis, nicht seine erste Ableitung. Die CDU hätte auch 20% dazu gewinnen können, das nützt einem aber nichts, wenn man keine Mehrheit mit anderen Fraktionen findet. Die CDU hat im Vorfeld gesagt, sie wollen mit den Grünen nicht, und die SPD hat gesagt, sie wollen mit der CDU nicht. Weiterhin war klar, dass SPD und Grüne die Koalition mit der Linken fortsetzen wollen. Angesichts dieser Vorzeichen ist klarer Fakt: RRG mag zwar eingebüßt haben, hat aber immer noch eine mehr als stabile Mehrheit. Das anzuerkennen, fällt anscheinend Vielen schwer.

Die CDU kann entsprechend der demokratischen Gepflogenheiten gerne als erste Partei zu Gesprächen einladen. Es wird dabei aber nicht mehr herauskommen als der Austausch von Höflichkeiten, das steht bereits fest und ist auch angesichts der Vorabankündigungen (s.o.) keine Überraschung.

Und der Vergleich zur Bundestagswahl geht ins Leere: Die SPD hatte den Regierungsauftrag als stärkste Partei genauso abgeleitet, wie es jetzt die CDU macht. Entscheidend dafür, dass das auch passiert ist, waren Grüne und Liberale, wo das gemeinsame Bündnis für die SPD von Anfang an eine realistische Option ist. Im Übrigen haben deswegen auch nicht die SPD oder die zweitstärkste Partei CDU/CSU die ersten Gespräche geführt, sondern Grüne und FDP.

Wenn man das Verhältniswahlrecht blöd findet und will, dass der relative Gewinner stets der Regierung voransteht, dann muss man z.B. in die Türkei auswandern, da ist sowas (aufgrund des mMn befremdlichen Wahlsystems) gewährleistet.

Und wegen sowas wird man politikverdrossen? Sieht für mich eher danach aus, dass man wütend mit dem Fuß aufstampft, weil am Ende nicht das rauskommt, was man gerne hätte. Wer das nicht ertragen kann, hat kein Problem mit Politik, sondern mit Demokratie.

Edit: Und die Linken, die inzwischen gesellschafts- und umweltpolitisch mit den Grünen übereinstimmen mit nur etwas linkerer Wirtschaftspolitik mit der SED immer noch gleichzusetzen, ist ein argumentatives Armutszeugnis. Seit wie vielen Jahren ist diese Partei schon in Landesregierungen vertreten, ohne dass deswegen Diktatur und Mauer wieder hervorgekramt wurden?
Macht euch lieber Gedanken über die AfD. Die steht im Bund deutlich stabiler als die Linke trotz (oder wegen) viel klarerer extremistischer Tendenzen.

hermes81
13.02.2023 14:42

Giffey verliert Ihr Direktmandat, erhält 29,6% in Neukölln. Der CDU´ler 45,3%.
Aber die treten weiterhin auf als sei alles OK.
Schlechtestes Ergebnis der Geschichte hingelegt, maßgeblich mitverantwortlich für den Niedergang dieser Stadt aber weiterhin den dicken Max machen wollen.

Doch, da verstehe ich jede:n der/die da Politikverdrossen wird.
Denn exakt dieses Gebaren ist es, weshalb Menschen das Vertrauen in die Politik verlieren.
Und das sag ich als linksgrünversiffter Wähler.

Mambo
13.02.2023 14:46·  Bearbeitet

Ich bin da bei Rhapsode.

Zu Giffey: Ich fand sie gestern auch schwer zu ertragen, aber hier ist eine Besonderheit zu beachten. Die Parteien mussten nach dem Urteil des Landesverfassungsgerichts mit den gleichen Listen und Spitzenkandidaten antreten wie 2021. Mag sein, dass es anders gar nicht mehr Giffey geworden wäre. Aber wenn ich nunmal mit ihr antreten muss und sie logischerweise dann auch als Leitmotiv auf die Plakate drucke, dann wäre es jetzt noch viel stranger und demokratisch bedenklicher, sie jetzt zu ersetzen und (da man ja die Koalition immer fortführen wollte - Stichwort "Einhaltung von Wahlversprechen") womöglich gar eine NachfolgerIn plötzlich als Bürgermeister hinzusetzen.

Zu "Koalition mit Union jetzt verpflichtend":
Come on, das ist die selbe Union, die sich nach der Bundestagswahl über den ganzen Koalitionsfindungsprozess Jamaika offen gehalten hat weil "Regierungen bildet wer Mehrheiten schmiedet". Zumal es doch die Berliner CDU ist, die mit ihrer Art Wahlkampf dafür gesorgt hat, dass es kaum vorstellbar ist, jetzt die SPD oder die Grünen zu gewinnen.

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