Southside Festival 2023

Festival Forum: Diskussion zu Southside Festival 2023 (u.a. mit Die Ärzte, Kraftklub, Muse)

eröffnet von Luddddi am 21.06.2022 13:30 Uhr
121 Kommentare - zuletzt von TKraix

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ralf321
ralf321
17.06.2023 10:51

Hmm schade nachträglich kann man den southside Placebo Auftritt nimmer anschauen?

Dan2409
17.06.2023 11:15

So ganz kurze Zusammenfassung von mir zu gestern:
Habe mit Nina Chuba angefangen, meine Güte war es da voll da bist du nicht durchgekommen, war extrem….auftritt solide und die leute haben es gefeiert
Dann gings zu Clueso - hat Spass gemacht in der Abendsonne zu tanzen, danach The 1975 da war gar nich mal soooo viel los, stand da aber nur 4 songs lang oder so danach rüber zu den ärzten, da war brechend voll. Stimmung im hinteren Bereich eher mau muss ich sagen, Band hatte ich glaub das Gefühl dass die Stimmung auch nich soooo krass ankam….. wie erging es euch?

Misery
17.06.2023 12:20


Dan2409 schrieb:
... danach rüber zu den ärzten, da war brechend voll. Stimmung im hinteren Bereich eher mau muss ich sagen, Band hatte ich glaub das Gefühl dass die Stimmung auch nich soooo krass ankam….. wie erging es euch?

Zitat anzeigen



Agree. Selbst im vorderen Bereich gab es auf die 3 (?) Rammstein-Anspielungen nur betretenes Schweigen. Ähnlich bei ihren Bekenntnissen zu den Grünen und der letzten Generation. Generell fand ich sie auf der Tour letztes Jahr etwas spielfreudiger.

Chris_Toff_90
17.06.2023 12:58Supporter

Ja, war für mich jetzt auch nicht mein bestes Ärzte Konzert. Letztes Jahr am Bostalsee waren Sie trotz der Temperatur spielfreudiger.

Die Ansagen und „Ihr hebt die Hand und brüllt XY“ Elemente sind für mich aber mittlerweile auch ehr störend…keine Ahnung, aber mich holt das einfach nicht mehr ab.

Es wurden auch wirklich relativ wenig Lieder gespielt und brutal viel gelabert. Ist aber auch nur mein Gefühl, vielleicht täusche ich mich ja auch.

War schon ok, mehr aber auch nicht

Dan2409
17.06.2023 13:08

Ich hatte auch nicht das Gefühl dass es die Leute gestern abgeholt hat. Gefühlt haufen Leute die nur so „rumstanden“ , viel gelabert haben und gefühlt nur Westerland, Lasse redn, Junge und Schrei nach Liebe gekannt haben….Stimmung kaum vorhanden, war nicht mein bestes Ärzte Konzert….

Kukka
Kukka
17.06.2023 13:22

Ich fand die Stimmung gestern bei den Ärzten auch eher mau. Ich war relativ weit hinten und hatte die Hoffnung dass es vorne wenigstens besser sei Smiley.

Und heute: pure Vorfreude auf den Tag Smiley

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Chris_Toff_90
18.06.2023 09:49Supporter

So, zweiter Festival Tag auch vorbei.

Die Donots haben extrem gut abgeliefert. Habe schon einige Konzerte gesehen, aber gestern war glaube ich mein bestes von denen. Was eine Spiellaune und geniale Stimmung vor der Bühne. Perfekter Start in dem Konzert Tag.

Anti-Flag dann auch mit einer bockstarken Leistung. Hat Spaß gemacht!

Peter Fox hat mich nicht richtig mitgenommen. Die neuen Lieder ziehen auch einfach nicht bei mir. Die Stadtaffen Lieder waren dann auch von der Stimmung mit Abstand am besten, aber insgesamt für mich trotzdem bisschen enttäuschend.

Billy Talent haben dann mit 20 Minuten Verspätung angefangen, denen ist ein Teil der Technik vor dem Konzert abgeschmiert. Entsprechend haben Billy Talent dann ihr Set gekürzt, was bei einem Headliner schon bisschen weh tut. Ich hatte auch das Gefühl das der Defekt was mit der Band gemacht hat. War einfach nicht so sauber gespielt und die Stimmung bei Ian war am Anfang auch nicht die beste. Ich hatte trotzdem meinen Spaß, auch wenn bei wirklich den unnötigsten Stellen Moshpits geöffnet wurden. Aber das ist eh ein allgemeines Problem hier finde ich.

Da ich Billy Talent im November schon mal gesehen hatte und die Show 1zu1 die gleiche war, bin ich bei Viking Death Match zu Kraftklub abgehauen. Bin kein riesiger Fan, aber die haben schon echt brutal gut abgeliefert. Würde die mir jetzt nicht zwingend auf einem Einzelkonzert angucken, aber auf einem Festival jederzeit wieder. Ring Headliner 2024 incoming Smiley Hätten Sie auf jeden Fall verdient.

Heute noch Two Door Cinema Club, Madsen, Pascow und Muse. Freue mich drauf!

Dan2409
18.06.2023 11:27

Fazit meines zweiten Tages:
Bestes Konzert mit Abstand waren Anti Flag, so eine geile Performance, geile Stimmung , da hat alles gepasst.
Kind Kaputt waren auch der absolute Abriss auf der Firestone Stage - das hat gebockt.
Die Donots habe ich von hinten gesehen , haben super abgeliefert.
Zu Peter Fox: habe ich ähnlich empfunden, viel zu wenig Stadtaffe Songs leider….war trotzdem ok
Billy talent waren solide, habe sie schon in Stuttgart gesehen….stand weiter hinten, war ok…..

Aschbacheronkel
18.06.2023 12:11


Kukka schrieb:
Ich fand die Stimmung gestern bei den Ärzten auch eher mau. Ich war relativ weit hinten und hatte die Hoffnung dass es vorne wenigstens besser sei Smiley.

Und heute: pure Vorfreude auf den Tag Smiley

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Ich hab die Ärzte 2012 auf dem Southside gesehen und fand es damals auch extrem lahm.Kein Vergleich zu RaR oder Solo Konzerte

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Wunderlich
Wunderlich
18.06.2023 13:07·  Bearbeitet

Eigentlich hatten wir den Plan Freitags in aller Ruhe anzureisen, einen ruhigen zu machen und Samstag aufs Gelände. Aber es kam anders.

Im Zug überrannte uns plötzlich die Lust auf die Ärzte. Relativ schnell fanden wir zwei Karten und so nahm es seinen Lauf. Natürlich alles Stress pur, mit Gepäck (Schließfach am Bahnhof sei dank), verspäteten Zügen und begrenze Zeit des Shuttlebusses. Hat aber alles geklappt und so standen wir plötzlich auf dem Gelände.

Von 1975/QOSTA sahen wir nur wenig.
Die Ärzte fingen an und wussten zu überzeugen. Stimmung war meiner Meinung nach okay aber kein Vergleich zum Ring 2019.
Setlist war auch gut, die neuen Lieder wurden wenig abgefeiert. Trotzdem geiles Konzert und der Stress hat sich gelohnt.

Samstag mussten wir uns zwischen sondaschule und Deaf Havanna entscheiden. Wir entschieden uns für zweitere, weil wir Sondaschule auf dem Ruhrpott Rodeo noch sehen.
Deaf Havanna wusste zu überzeugen, es war allerdings spärlich besucht.

Danach ging es zu meinem Donots Konzert Nummer 22. Setlist war gut, überraschend englischsprachig und die Stimmung auch in gewohnter Manier top.

Anti Flag war auf der roten Bühne sehr gut besucht und überzeugen auch und vor allem mit den älteren Liedern.
Interrupters hatte auch eine top Stimmung und hatten richtig Bock.

Tash Sultana haben wir von weitem gesehen und macht schon einen guten Eindruck.

Billy Talent fingen mit 20-minütiger Verspätung an. War aber ein top Auftritt und definitiv eines der Highlights.

Die Shuttlebusse funktionierten gut und ab Tuttlingen waren auch Taxis mitten in der Nacht kein Problem.

Gelände gefällt mir sehr gut, nur die grüne Bühne ist versperrt von den Towern. Wenn man etwas links steht, kann man das umgehen. Der Bühnenwechsel ist jederzeit möglich.

Southside? Unter diesen Bedingungen werden wir uns definitiv wiedersehen.

ralf321
ralf321
18.06.2023 15:34


Aschbacheronkel schrieb:


Kukka schrieb:
Ich fand die Stimmung gestern bei den Ärzten auch eher mau. Ich war relativ weit hinten und hatte die Hoffnung dass es vorne wenigstens besser sei Smiley.

Und heute: pure Vorfreude auf den Tag Smiley

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Ich hab die Ärzte 2012 auf dem Southside gesehen und fand es damals auch extrem lahm.Kein Vergleich zu RaR oder Solo Konzerte

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Das scheinen Ärtzte Konzerte dort so Ansich zu haben. 2005 & 2009.

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snookdog
snookdog
19.06.2023 15:57·  Bearbeitet

Das waren einmal mehr drei sehr schöne Tage auf dem Southside, wenn auch mit einigen organisatorischen Ärgernissen.

Erstmal zur Musik. Top:

- Kraftklub: ich habe jetzt doch auch die ein oder andere Festivalshow der Band gesehen, fand die am Samstag aber besonders gut! Tolle Stimmung vorne, die Band schien mir Spaß zu haben und der Slot als Samstagsabschluss war für mich komplett perfekt Smiley
- Enter Shikari: Wow, was für eine großartige Produktion. Tolles Bühnenbild, viel Ernegie auf der Bühne. Freue mich sehr auf die Tour im Frühjahr!
- Anti Flag: ich war schon auf ein paar Konzerten, aber der Auftritt am Samstag war der Beste den ich von den Jungs gesehen habe. Schien mir sehr spielfreudig.
- Peter Fox: die Setlist hätte noch ein paar Songs von Stadtaffe vertragen, dafür war das Bühnenbild super schön und die Show war auch toll

Luft nach oben:

- DMA's: handwerklich 1a, aber irgendwie unangenehm wie sich der Sänger von der Menge feiern lassen will und dabei nur 200 Leute im riesigen Zelt stehen Smiley
- Madsen: grundsolide, aber so zu 100% ist der Funke nicht übergesprungen. Waren mir auch zu viele Gimmicks. Dennoch sehe ich die immer sehr gerne auf dem 17 Uhr Slot.
- Muse: auch ein solider Auftritt, aber die Setlist hat mich nicht abgeholt. Die Festivalshow hat sich in den letzten Jahren auch nicht groß verändert. Vielleicht habe ich sie aber mittlerweile einfach zu oft gesehen. Außerdem ist es natürlich Jammern auf hohem Niveau. Es war immer noch eine gute Headlinershow und ein gelungener Abschluss.

Zum Drumherum kann ich durch die Übernachtung in einer Unterkunft in der Nähe des Geländes gar nicht so viel sagen. Das Konzept Festivalpendeln funktioniert eigentlich sehr gut und die Region gibt es mit vielen Gaststätten auch her (die Mittagessen bevor es aufs Gelände geht Smiley ). Allerdings sind die Ordnerinnen und Ordner auf dem Gelände derart inkompetent, dass Parken zur Glückssache wird. Am 1. Tag gab's einen Platz, der okay war. Am 2. Tag konnten wir effektiv direkt am Eingang parken. Am 3. Tag wurde man wild ums Gelände geschickt musste erstmal selbst schauen, wo man landet.

Auf dem Kerngelände gibt's aber auch noch größere Verbesserungsmöglichkeiten. Und zwar:

- Sound: der Sound war immer wieder problematisch. In den sozialen Medien heißt es immer, die Tontechniker der Bands seien schuld. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass die alle so inkompetent sind?! Die Green war mir abgesehen vom vorderen Bereich viel zu leise, während man auf der Red selbst dann noch die Blue gehört hat, wenn man ganz am Rand war. Die Red selbst war auch zu leise für ihre Größe. Dazu kamen noch technische Probleme bei einigen Bands.
- Crowd Control: Seitdem ich das Southside besuche, ist das ein riesiges Problem, für das endlich eine Lösung her muss. Der Bühnenwechsel nach großen Bands ist generell übel. Dazu war der Einlass in die vordere Welle auch immer wieder absolutes Chaos. So schlimm wie bei Kraftklub habe ich es noch nie erlebt. Meiner Meinung nach muss man einfach Ordnung schaffen, egal wie. Von mir aus durch eine Art Flatterband-Koridor, der das Anstehen besser ordnet. Außerdem muss unbedingt hinten in den Wellenbrechern ein weg offen gehalten werden, wenn man schon am Einbahnstraßensystem festhält. Während der großen Acts und teilweise deutlich vorher hab es kein Durchkommen zum Ausgang.
- Timetable: die Überschneidungen von Trettmann, Rin, Marteria und Casper sorgen bei mir für ein großes Lachen, weil ich keinen davon unbedingt sehen wollte. Für das Zielpublikum des Festivals war es einfach nur dumm.
- Publikum: Puh, das war ganz schön anstrengend. Abseits des ersten Wellenbrechers hat die Musik gefühlt niemanden mehr interessiert und es wurde fröhlich gelabert wie auf einem Dorffest, auf dem die örtliche Feuerwehrkapelle auftritt. Der schlechte Sound spielt da sicher mit rein.
- Trinkwasser: derart gechlort, dass ich es nicht mehr trinken konnte. Allerdings ist es sehr lobenswert, dass die 0,5l-Tetrapaks für 1 Euro verkauft wurden

Alles in allem bin ich zufrieden mit dem Festival. Das hervorragende Booking und die kurzen Wege sorgen dafür, dass ich am Ende wahrscheinlich eh wieder auf dem Southside lande. Allerdings schaue ich durch die erwähnten Ärgernisse zukünftig deutlicher in Richtung der Alternativen mit ähnlichen Lineups.

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Dan2409
19.06.2023 16:55

Kurze Zusammenfassung zum Sonntag:

Gestartet mit Two door cinema club auf der Blue -> wie immer sehr viel Spass gemacht und perfekt für den Sommer, hat alles gepasst
Ps: stande in der ersten reihe, is definitiv nix für mich da drückt mir der Bass zu sehr das ist sau unangenehm, Respekt an alle die das öfter machen.

Danach wollten wir zu bleiben zu Chvrches, haben wir aber nur von weitem dann gehört beim Essen, war okay und solide.

Weiter gings dann mit Kaffkiez, mir is das alles zu poppig und zu seicht was das Songwriting angeht, erinnert mich an Annenmaykantereit und Provinz. Musikalisch geht da nicht viel….den Leuten hats gefallen, ich fands ok.

Danach zu Alli Neumann für 4-5 Songs noch, schön das Feature mit Trettmann mitgenommen, war cool, gute Stimmung!

Anschließend kamen dann meine Highlights, Casper hat gut abgerissen, er hatte sichtlich Bock auf die Crowd und Publikum sehr textsicher. Nach der Hälfte sind wir rüber dann zum krönenden Abschluss und wurden nicht enttäsucht - Muse ist einfach absolute Champions League was Performance und Livesound angeht. Es war echt laut aner auch derbe brachial was da aus den Boxen kam - richtig fett!!!! Stimmung war ok von hinten, textsicher war da aber ausser mir leider niemand. Meiner Stimmung hats keinen Abbruch getan , hat mich voll abgeholt. Klar , typisches Festivalset, hätten ruhig 1-2 Perlen dabei sein können (Bliss, Stockholm, Map of…)

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Luddddi
Luddddi
19.06.2023 18:40Supporter

Auch mein kurzer Erfahrungsbericht:

War unser 6. Mal auf dem SoSi (2013 das erste Mal) und das vierte Mal in Folge.

Erstmal das Negative:

Bändchenausgabe: Ich bin erst am Freitagnachmittag angekommen und stand mit ca. 500 anderen Menschen in einer ewig langen Schlange, die vor dem Grüner Wohnen Campingplatz standen und von zwei einsamen Mädels abgefrühstückt werden mussten. Kein Plan, ob das überraschend kam, vor einigen Jahren bin ich freitags zur selben Uhrzeit einfach durchmarschiert, aber dass man SO falsch kalkuliert Smiley

Wasserstellen: Auf dem Konzertgelände in ausreichender Menge vorhanden (ernst gemeintes Lob dafür!), auf dem Grüner Wohnen ein Witz. Scheinbar gab es bis Freitagmorgen wohl nur die vier Waschbecken an den Sanistationen (unter die kein Kanister gepasst hat), bevor dann ein (in Zahlen: 1) größerer Schlauch hingelegt wurde (zumindest an der hinteren Stelle, wie es bei der zweiten Sanistation aussah, weiß ich nicht). Ich erinnere mich noch sehr gut an letztes Jahr, als es die mangelhaften Wasserstellen sogar in die Printmedien geschafft hatten. Wie zur Hölle kann man DEN Kritikpunkt aus dem letzten Jahr nicht auf dem Schirm haben und denken "ach wird schon passen"?

Sound: Fand ihn größtenteils für Open Air Verhältnisse gut, das große Problem bleibt die Red Stage. Natürlich ist es cool, dass man dadurch auch verhältnismäßig große Künstler:innen "nur" auf die dritte Bühne packen kann, aber als sie noch im Zelt war, gab es definitiv weniger Soundmatsch. Und für die großen Acts wie Nina Chuba ist sie dann halt doch einfach zu klein.

Crowdcontrol: Volle Zustimmung an Snookdog. Auch wenn man dann vielleicht nicht mehr so viele Topacts vollständig sehen kann: Es würde schon helfen, wenn die beiden Hauptbühnen mehr Überschneidung hätten Smiley

Bodychecks/Security: Heieiei, nachdem ich am Ring fast ausnahmslos positive Erfahrungen gemacht hab, war das hier Chaos pur.

1. Viel zu wenige Ordnerinnen: Wenn Frauen schon nicht selbst entscheiden dürfen, ob sie von einem männlichen Security abgetastet werden wollen, um die Schlangen halbwegs gleich zu verteilen, sollte man eben dafür sorgen, dass genügend weibliche Security vor Ort ist. Es ist einfach nur unverhältnismäßig, sorgt für unnötig viel Unmut und ist einfach nur sinnfrei, wenn auf der einen Seite 15 Frauen warten müssen, während die männlichen Secs faulenzen können.
2. Aggression: Ok, nur einmal erlebt, aber trotzdem total unnötig, wenn ein Security einen Besucher, der tatsächlich einfach nur gelaufen ist, mit zwei Armen und aggressivem Blick wegschubst. Wohl einfach, weil die Wege sich gekreuzt haben? Kein Plan, aber als jemand, der nebenberuflich durchaus viel mit Securities zu tun hat, werfen genau solche Einzelfälle ein schlechtes Licht auf die breite Masse. Genau der Vorfall bleibt dann hängen.
Und vor allem 3. Unzuverlässigkeit: Es war einfach nur nervig, wie sehr es davon abhängt, was mit aufs Gelände darf, vor wem man steht. Es ist ja vollkommen ok und sinnvoll, dass manche Behältnisse nicht mit dürfen, aber wenn man am einen Tag nachfragt und die klare Aussage bekommt, dass XY ok ist, man sich am nächsten Tag danach richtet und dann nicht rein darf, liegt das entweder an schlechter Schulung oder schlechter Information. Teilweise stimmt das dann mit dem überein, was auf der Homepage steht, teilweise darf man mehr, teilweise weniger. Den Spuckschluck Wasser vom letzten Tag muss man noch aus der Faltflasche quetschen, die gefüllte Supersoaker ist ok; heute nur Clearbags und Tetrapaks, morgen alle Turnbeutel und 1,5l PET-Flaschen, übermorgen gar keine großen Taschen, höchstens Bauchtaschen... es ist einfach unfassbar nervig. Dann packt halt wie früher das Plakat mit den Dos und Donts neben den Eingang und da steht es dann für alle verbindlich drauf.

So, das war jetzt viel und ausführlich, aber es war teilweise auch echt nervig.

Trotzdem war es wieder ein richtig tolles Wochenende, was nicht zuletzt an den unfassbar gut gelaunten und spielfreudigen Bands, vor allem aber an den vielen anderen tollen Menschen lag! Ich habe insgesamt 19 Bands gesehen, von denen ich Peter Fox herausheben möchte. Das war einfach von vorne bis hinten Wahnsinn. Visuelle Reizüberflutung mit unfassbar talentierten Menschen auf der Bühne, dicht gedrängte Crowd im B-Bereich, die situationsbedingt voller Hingabe getanzt oder frenetisch abgefeiert hat und - entgegen meiner Erwartung - dann doch die perfekte Uhrzeit.

Ansonsten noch sehr gute Auftritte von den Donots (natürlich), 01099 (jeder Song klingt gleich, aber genau das macht sie für einen Festivalnachmittag sehr gut feierbar) und Bukahara (kannte keinen Song und war sehr sehr angetan!) gesehen. Muse waren auch top, aber die Show hat man eben schon gesehen und die Setlist war für mich einfach meh. Trotzdem unerwartet gute Stimmung! "Enttäuscht" war ich von den Ärzten. Lag vielleicht auch am Umfeld, wir haben 2x den Platz gewechselt und sind trotzdem jedes Mal inmitten von Menschen gewesen, die viel zu laut gelabert haben. Das trübt die Stimmung dann doch sehr. Die erste Hälfte von Kraftklub war leider auch sehr zäh, da hat mir Felix auch ein bisschen zu viel geredet Smiley aber es sei ihm verziehen, die zweite Hälfte fand ich dann richtig gut!
Außerdem noch wirklich viel Liebe für Placebo! Es war schon sehr spät, die Blue war schon ziemlich leer (weit weg von Arcade Fire, aber eben auch weit weg von Kraftklub), aber ich hab's gefühlt und die Leute um mich rum auch. Manchmal sind die besten Konzerte echt die, bei denen man nicht mit rechnet und "nur mal noch paar Lieder gucken will". Und dann auch noch Special Needs Smiley

Zum Schluss ein Shoutout an unser Mini-Forumstreffen! Das war wirklich sehr cool und hat mich total gefreut! Smiley Beim nächsten Mal lassen wir uns dann von unseren Premiumschläfer:innen die regionale Gastronomie zeigen und uns zum Mittagessen einladen. Smiley

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Chris_Toff_90
19.06.2023 21:11Supporter

Ich habe ja die Tage schon bisschen was zu den Konzerten geschrieben und will jetzt noch kurz zum Rest was schreibenSmiley

Die Anreise war relativ entspannt. Wir standen zwar ne kleine Weile im Stau, aber als dann gegen 10:30 die Campingplätze geöffnet wurden ging es auch relativ zügig. Das hat schon gepasst. Beim Grüner Wohnen war auch relativ viel Platz und wir konnten uns noch entspannt einen Platz aussuchen. Beim Southside ist es aber eh relativ egal wo man campt, denn ob man nun zwei oder zehn Minuten zum Eingang braucht ist ja im Vergleich zum Ring nur ein Luxusproblem.

Luddi hat das Problem mit den Wasserstellen (bzw. ja nur einen) Wasserstelle schon beschrieben. Das war wirklich ein Witz. Sonst fand ich die Orga ziemlich gut. Dixis wurden regelmäßig geleert, Festival Shop war ok, Duschen haben auch relativ gut funktionieren usw. Da habe ich insgesamt schon schlimmeres erlebt.

Ein Witz war die Warm Up Party für alle die auf Grüner Wohnen gecampt haben…Ein Shuttle Service ums Gelände rum zum General Camping. Alter, leiht euch doch für den Tag paar Meter mehr Zaun aus und leitet die Leute einfach zur Blue Stage. Das kann nicht wahnsinnig viel mehr kosten als den Shuttle Service anzubieten, kostet aber alle Gäste weniger Nerven! Für Schmutzki hat es sich aber trotzdem gelohnt Smiley

Zu den Konzerten am Freitag/Samstag habe ich ja schon genug geschrieben. Am Sonntag dann mit Two Door Cinema Club gestartet. Die Uhrzeit (14 Uhr) hat mich schon sehr gewundert. Hätte die eigentlich deutlich später erwartet, aber was soll’s. Hat Spaß gemacht und der erste Bereich war auch mit Leuten gefüllt die Bock hatten! Dann zurück ins Camp und was gegessen. Anschließend Madsen geguckt, die ich relativ solide fand. Nicht mehr aber auch nicht weniger. Dann wieder zurück ins Camp (Ich liebe die kurzen Wege beim Southside einfach Smiley ) und erst zu Pascow wieder aufs Gelände. Das war richtig schöner rotziger Punk-Rock! Die alten Herren sind für mich ein Parade Beispiel für Alt-Punks, die einfach Lust hatten und abgeliefert haben. War jetzt nicht die Hölle los, aber da Casper parallel gespielt hat war das eigentlich auch klar. Sind dann nach ner Dreiviertel Stunde rüber zu Muse um einen guten Platz zu bekommen.
Aber das war schon echt nicht witzig in den Gegenverkehr von den Marteria Fans zu Casper zu geraten. Das war ne richtige Völkerwanderung. Den Timetable am Sonntag soll mir eh mal jemand erklären…
Bei Muse standen wir dann mittig vor dem Steg im zweiten Bereich. Den Steg fand ich persönlich aber absolut unnötig. Hat nur die Kapazität im ersten Bereich reduziert und eigentlich keinen großen Mehrwert gehabt. Das Konzert selber war dann schon Wahnsinn. Was die wieder aufgefahren haben, brutal! Die Setlist (Keine einzige Perle gespielt…) war dann aber zusammen mit den Leuten um mich rum (Die kaum ein Lied kannten) ein kleiner runterzieher. Aber trotzdem Top!

Abreise am Montag war dann bei uns auch kein Problem.

Bei passendem Programm vielleicht in den nächsten Jahren wieder dabei. Das Gelände mit den schnellen Bühnenwechseln und den insgesamt kurzen Wegen ist schon genial. Das Line Up schwankt für mich aber immer von Jahr zu Jahr, daher mal abwarten Smiley

PS: Das kleine Forum Treffen hat mir auch gut gefallenSmiley

Lukaaas
Lukaaas
23.06.2023 08:55

Mal ein Bericht von mir, jemandem der es dieses Jahr zu erschreckend wenig Bands geschafft hat, da das Camp einfach zu gut war.

Abfahrt um 5 in Karlsruhe, auf der Raststätte und vor der Bändelausgabe mit den anderen getroffen, so waren wir mit 15 - 20 Leuten gegen 8 dort, ohne Anreisestau, nur etwa 15 Minuten Autoschlange bis zum Parkplatz. Dann gefühlt ewig gewartet bis die Bändelausgabe aufging - wir standen zum Warten etwa am Ende vom Zaun. Westeingang für General Camping übrigens.
Irgendwann endlich Bändel bekommen, zum bereits vorgeschleppten Gepäck und ab Richtung Gepäckkontrolle. Hier waren sie dieses Jahr am Anfang sehr penibel, der ganze Bollerwagen (und das war ein großer) wurde auseinandergenommen und alles, einschließlich Kosmetikbeutel kontrolliert. Gegen Abend war das wohl nicht mehr so streng. Platz auf C4, direkt gegenüber vom Goldeimer bekommen - perfekt.

Nachdem aufgebaut war gings mit dem Tisch Richtung Landebahn zum Knock Out/Rage Cage spielen - das sollte sich wie ein roter Faden durchs Wochenende ziehen, schätze am Freitag und Samstag standen wir über 8 Stunden dort.

Abends dann mit großer Truppe zu Schmutzki. Vor Frittenbude hab ich mich aufgrund leider Kopfschmerzen ins Bett verabschieden müssen. Selbst schuld wer auf Mordor, wenige Meter von der Landebahnbühne entfernt um 11 schlafen geht - es war nicht unbedingt leise und mein Schlaf erst gegen 4 Uhr vorhanden. Nein Green Camping ist keine Option.
Zusammenfassung Freitag - Montag: aufstehen um 8 schlafen gehen um 4-5.
Freitags QotSA und die Ärzte geschaut, anschließend noch zur Landebahnbühne.
QotSA musikalisch überragend, ansonsten fand ich die aber irgendwie... steril. Die Ärzte fand ich stark, hatte sie vorher aber auch noch nie gesehen.
Frank Turner und Wanda hätten mich zwar auch interessiert, aber manchmal muss man eben Prioritäten setzen (Ball und Becher)

Samstag dann etwas früher nach vorne, zu den Donots. Der Tourauftakt dieses Jahr gefiel mir etwas besser, trotzdem wars geil, die haben einfach Spaß an dem was sie da machen. Danach kurze Pause im Camp und ab zu Peter Fox - der Stimmung hätten etwas mehr Stadtaffe Lieder sicherlich gut getan, die Neuen kannte fast keiner. Zum Abschluss des Tages dann noch Billy Talent - zwar mit Verspätung, aber mich holt das einfach immer wieder ab, wenn auch diesmal von weiter hinten als üblich. Im Anschluss wieder Landebahnbühne bis ultimo - diesmal sogar so schlau und vorher Bier im Camp geholt und nicht für teuer Geld kaufen müssen.

Sonntag dann ähnliches Spiel. Zebrahead und Madsen standen zwar eigentlich auf dem Plan, wurden aber leichtfertig links liegen lassen. Kraftklub (einfach überragend), Marteria (mir gefiel die 2018er Show noch besser als die aktuelle, aber trotzdem sau gut) und zum Abschluss Muse, welche ich letztes Jahr am Ring ausgelassen hab. Absolut sehens- und hörenswert was die da abliefern. Im Anschluss... was wohl - Landebahnbühne. Nachts um 4 noch eine ausgiebige Dusche mitgenommen, da haben die auch ordentlich Wasserdruck. Und anschließend ein kleiner Glücksmoment - kurz vor Ladenschluss zwei Handbrote zum Preis von einem - nur fair wenn man bedenkt wie viele ich dort in den letzten Tagen gekauft habe.

Montag früh dann gepackt und gegen 11 den Campingplatz verlassen - Abreisestau gabs nicht. Das Steuer hab ich allerdings lieber anderen überlassen.

Nächstes Jahr sicher wieder dabei, abhängig lediglich von den Mitfahrern. Wobei ich mir dann vornehm etwas mehr zu sehen - ob das klappt lassen wir mal dahingestellt.

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Kukka
Kukka
23.06.2023 09:25·  Bearbeitet

So nun finde ich ein paar Minuten um auch meinen Senf dazuzugeben.

Die Anreise verlief am Freitag Mittag absolut problemlos. Kaum Stau und die Einweisung auf dem Parkplatz ging zügig vonstatten. Die Bändchenausgabe war in wenigen Minuten (keine Schlange und viele Mitarbeiter) beendet und wir konnten in Richtung Gelände maschieren. Dort standen wir dann allerdings mindestens 30 Minuten an bis wir zur Sicherheitskontrolle kamen. Ich würde mal behaupten der Ansturm war eigentlich nicht so riesig, dass die lange Wartezeit irgendwie nachvollziehbar war. Keine Ahnung was da das Problem war, die nächsten Tage kam das dann auch (bei uns zumindest) nicht mehr vor Smiley.

Highlights:
Der Donots Auftritt...was für eine Stimmung Smiley
Bosse...hatte noch kein Konzert von ihm gesehen, aber mich hat er absolut abgeholt. Wird nicht mein letztes Konzert von ihm gewesen sein.
Bukahara...kannte keinen Song. Die haben den Leuten ganz schön eingeheizt und es hat riesen Spaß gemacht.
Frank Turner...ich kann noch 200 Konzerte sehen und es wird nie langweilig. Er weiß wie man das Publikum abholt und man merkt wieviel Spaß er bei den Auftritten hat.

Kraftklub...ein mega Auftritt und würdiger Abschluss für den grandiosen Tag.

Verpflegung: 1 Euro für den Tetrapack Wasser, das fand ich fair (das gechlorte Trinkwasser ging gar nicht). Mega Auswahl was vegetarisches Essen angeht Smiley.

Unser kleines Forumstreffen. Ein Danke an Luddi fürs Organisieren Smiley. Es war richtig schön mal wieder jemanden zu treffen und Gesichter zu den Namen zu haben. Es hat mich sehr gefreut euch persönlich kennenzulernen Smiley

Negativ
Der Auftritt der Ärzte...erstens war es ein riesen Gedränge, ich stand ziemlich weit hinten und konnte nichts sehen (habe bei der Größenverteilung nicht hier geschrien), aber das lag vorallem auch an den beiden Türmen an der Green Stage. Die haben hinten einfach komplett die Sicht genommen und man hatte nicht mal die Chance die Leinwände zu sehen. Ich weiß die Dinger müssen irgendwo hin, es war aber einfach ungünstig. Die Stimmung war auch nicht die beste. Ich weiß wie gesagt nicht, wie es im vorderen Bereich war, aber ich hatte das Gefühl es war überall eher mau. Die Witze fand ich eher daneben und waren ein Stimmungskiller. Andere Bands haben ihre Meinung besser platzieren können und das in einem kurzen Statement gemacht. Hat für mich besser funktioniert, als dieses ständige Lustig machen über Themen die ich an dem Wochenende gerne mal ausgeblendet hätte. Textsicher fand ich das Publikum auch nicht, was der Stimmung meiner Meinung nach geschadet hat.

Billy Talent...naja so richtig negativ nicht. Man hat nur gemerkt dass die technischen Probleme den Auftritt beeinflusst haben. Die Setlist kam mir gekürzt vor (ein paar Titel haben mir gefehlt) und es wurde eher runtergespielt, weil man die Zeit einhalten musste. Ich hatte den Vergleich zur selben Show beim Stuttgart Konzert...der Southside Auftritt war liebloser. Da mache ich der Band keinen Vorwurf, lag wie gesagt wohl eher am Zeitdruck. Ich habe trotzdem gefeiert und hatte nach dem Auftritt etwas Probleme mit der Stimme Smiley.

Zum Camping kann ich nichts sagen, da wir im Hotel geschlafen haben Smiley.

Fazit
Nach 10 Jahren Festival Pause war das der perfekte Einstieg. Wird nicht das letzte Mal Southside gewesen sein. Da es um die Ecke ist und ich das Wochenende als sehr entspannt empfunden habe (was auch der kurzen Wege auf dem Gelände geschuldet ist), kommen wir sicher wieder wenn das LineUp passt. Smiley

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TKraix
TKraix
23.06.2023 16:06·  Bearbeitet

Von meiner Seite nun auch noch eine kleine Zusammenfassung der empfundenen Southside-Erfahrung. Entschuldigt mich, wenn ich ab und an Vergleiche zu Rock im Park 23 herstelle. War dieses Jahr zum 1. mal auf beiden Festivals und führe dabei meine persönliche Pro-und Kontra- Liste für die Festival-Auswahl in der Zukunft.

Anreise:
-Leider sehr träge, obwohl wir sehr früh losgefahren sind. Standen sehr lange im Stau und wurden von dem Personal oft an den falschen Park-slot gelotst. Leider wussten auch viele nicht, wo man genau hin müsse, wodurch wir immer an andere Personen weitergeleitet wurden die ebenfalls keinen wirklichen Plan hatten.
- Am Parkplatz angekommen das typische Anstehen für die Bändchen (Green Camping). Dass man hier nicht nach 5 Minuten reinkommt ist selbsterklärend. Waren dementsprechend durchschnittliche Anstehzeiten und aushaltbar.

Positiv:
- Der Weg zum Konzertgelände: Wir hatten das Glück, dass wir sehr nahe am Green-Camping-Eingang campen konnten und hatten es dementsprechend auch nicht weit bis zum Einlass des Konzertgeländes (ca. 5-7 min).
- Die Toiletten des Campinggeländes waren MEISTENS komplett in Ordnung und man musste nicht befürchten, dass dort ein Berg aus der Schüssel wächst. Man hat gemerkt, dass hier oft kontrolliert wurde und Toilettenpapier war ebenfalls (fast) immer vorhanden.
- Preise waren ebenfalls besser als ich dachte (im Vergleich zu RiP). Auch das Essensangebot war sehr ansprechend und lecker.

Am positivsten waren für mich jedoch die Konzert-Erfahrungen in Bezug auf die Nähe zur Stage. Wir hatten fast immer ohne große Probleme die Möglichkeit, dass wir einen tollen Blick auf die Stage und die dort spielenden Bands hatten. Das betrifft auch "größere" Bands, für die wir uns spontan entschieden hatten, als wir übers Gelände liefen. Bin z.B. auch in die 4. Reihe bei den Ärzten oder in die 2. Reihe vor Muse gekommen, ohne dies im Vorhinein groß beabsichtigt zu haben. Hier punktet das Southside meiner Meinung nach am meisten, war echt eine mega Erfahrung so viele Künstler und Künstlerinnen von solch einer Nähe genießen zu dürfen.

Negativ:
- Kein Cashless: Meiner Meinung nach eher unpraktisch, dass hier noch nicht geupgraded wurde. Bin echt kein Fan davon, andauernd mit meiner EC-Karte übers Gelände laufen zu müssen. Kann immer passieren, dass die mal verloren geht, bzw. auch das Geld, welches man gefühlt für jeden 2. Stand abheben muss. Manche Stände kommunizieren das im Vorhinein durch Schilder, bei anderen ist es ein Glücksspiel, ob Kartenzahlung möglich ist oder nicht. Bisschen nervig, wenn man davor 15 Minuten angestanden ist. Die Gebühren für das Abheben von Geld sind ebenfalls komplett überzogen und eine Frechheit.

- Das "Green-Camping": Sauberhaltung top, Nachtruhe und Rücksicht auf andere eher flop. Es ist mir schon bewusst, dass nicht alles komplett still ist sobald der Zeiger die Nachtruhe anzeigt. Mache privat selber gerne Party und bin dementsprechend eig. echt niemand, der da rummietzt. Jedoch ist es für mich unverständlich, wie man bis 4 Uhr nachts lautstark Party machen kann, dabei komplett auf 90% der umliegenden Camper schei**t und man auch noch lauthals beleidigt wird, wenn man die netten Nachbarn irgendwann nach 3 Stunden Dauerbeschallung auf die Nachtruhe hinweist (Ohrstöpsel haben nicht immer geholfen). Wieso geht man dafür zum Green-Camping, wenn man genauso gut zum General wechseln könnte. Security hat hierbei ebenfalls nichts unternommen, wodurch innerhalb unserer Truppe ein "kleiner" Schlafmangel bemerkbar wurde und unsere Festival-Erfahrung während den Konzerten eingeschränkt war.

- Zu wenige Wasserstellen auf dem Campinggelände

- Der Supermarkt war ein Witz wenn man sich so den Lidl bei RiP anschaut. Für Milchbrötchen und Eiswürfel hatte er immerhin ausgereicht.

Dann noch kurz mein Senf zu den Bands:

Unerwartete Highlights:
- Queens of the Stone Age: Wow, was für ein charismatischer und starker Auftritt der gesamten Band. Kannte zuvor kaum Lieder, jedoch stand ich wie erwähnt in der 4. Reihe (wegen den Ärzten) und es hat mega Laune gemacht. Werde ich mir in Zukunft gerne wieder geben
- Domiziana: Sind nach dem Auftritt von Kasi auf der Red spontan rüber zu ihr, da wir EIN Lied von ihr kannten Smiley Waren aber hin und weg, die Stimmung in der Crowd war Bombe und hatten direkt Party-Laune.
- Kraftklub: Ob man dem ganzen nun Glauben schenken will, dass der nette Herr aus der Menge auf keinen Fall gestaged war (oder eben doch) spielt hierbei keine Rolle. Es war mega wie Felix und er zusammen abgegangen sind und die Menge war direkt angesteckt. Der Moshpit bei Songs für Liam hatte mich auch wieder wach gerüttelt Smiley
- Marteria: War für mich ein "Joa den nehme ich mal nach RIN mit und dann ab zu Muse" aber wow was für eine Partystimmung. Moshpits wohin das Auge gereicht hat, selbst in der Schlange zum 1. Wellenbrecher ging es gut ab.
- Muse: Für viele wahrscheinlich selbstverständlich, dass sie abliefern. Kannte ihre Show jedoch nicht und dazu vlt. 4 bis 5 Lieder. Hinzu kommt der Schlafmangel und der Fakt, dass meine gesamte Truppe nicht so wirklich Bock auf Muse hatte und ich somit alleine war. Hab es nichts desto trotz in die 2. Reihe geschafft und wollte mich selbst von ihnen überzeugen. Und was soll ich sagen, ich hätte mir keinen besseren Abschluss vorstellen können. Wahnsinns Show, tolle Stimme von Matthew Bellamy und eine perfekte Crowd. War komplett geflashed.

(Auftritte mit bitterem Beigeschmack:
- Nina Chuba: Ihre Performance war super, keine Frage. Leider waren die Leute zwischen denen wir standen komplett daneben. Derartig betrunkene Mini-Moshpits erwarte ich mir bei nem spätabendlichen Headliner-Auftritt von ner Band wie Heaven Shall Burn, aber nicht bei Nina Chuba. Irgendwie aber auch eine ziemlich surreale und damit witzige Situation wenn man im Nachhinein so darüber nachdenkt xD
- Peter Fox: Kein Haus am See. Enough said Smiley
- Billy Talent: Hatte uns irgendwie nicht abgeholt, lag aber wrsl auch an den zuvor entstandenen technischen Schwierigkeit und dem inneren Zeitdruck wegen Kraftklub.
- Die Ärzte: Wieder mal nur die Leute und nicht der Auftritt. Andauerndes Vorgedrängel und keine Rücksicht auf andere. Kann mich noch an einen netten Herren erinnern, welcher sich zwei Minuten vor Beginn vor zwei etwas kleinere Damen drängelte, ihnen somit trotz Ansprache die Sicht versperrte, 45 Minuten durchfilmte und dann ohne ein Wort wieder ging.

Das hier steht aber auch nur alles in Klammern, da eig. alle Konzerte gut waren und das hier nur meckern auf sehr hohem Niveau ist. Typisch Deutscher.)

Abreise:
- Verlief flott, unbeschwert und mit kaum Schlaf.

Fazit:
Gut: Großartige Auftritte, Tolle Erreichbarkeit der Stages, gutes Essen, angenehme Toiletten-Situation auf dem Camping-Gelände
Schlecht: Kein Cashless, wenig Wasserstellen, Nachtruhe, der "Supermarkt"

Mal sehen, welche Bands angekündigt werden. Ein erneutes Kommen ist für uns nicht ausgeschlossen. Hoffe auf jeden Fall, dass hier sonst auch alle eine tolle Zeit hatten Smiley

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