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Juicy Beats 2019 - Saftige 38° in Dortmund

Juicy Beats 2019

Wie ich das Juicy Beats 2019erlebt habe und warum es auch bei heißen Temperaturen ein angenehmes Festival bleibt.

Das Juicy Beats hat sich im Laufe der Jahre stark verändert, trotzdem hat mich die Ausgabe 2019 sehr an meine ersten Jahre dort erinnert.
Dieses Jahr wollte ich ganz bewusst mehr den Park genießen und die kleinen Floors entdecken, statt dem großen Treiben auf der Mainstage zu folgen. Zu meiner eigenen Überraschung klappte das auch sehr gut.
Den Freitag startete ich bei einem Freund auf dem Balkon. Er wohnt im obersten Stockwerk eines Hochhauses, das an den Westfalenpark grenzt. Verwunderlich, wie ruhig das Ganze noch von oben wirkte. Nach zwei, drei Weinschorlen ging es dann auf kurzem Weg in Richtung Westfalenpark.
Das Wetter war mit 38° extrem heiß und wäre auf vielen anderen Festivalgeländen wohl kaum aushaltbar gewesen. Das Juicy Beats allerdings findet im Westfalenpark statt und dieser spendet reichlich Schattenplätze, teilweise sogar am Wasser. Es liegt natürlich auch daran, was die Veranstalter daraus machen, aber für mich zählt der Westfalenpark zu den schönsten Festivallocations in Deutschland.

Unser erster Act war Larissa Rieß, die sichtlich gerührt war, dass um 16 Uhr bei diesen Temperaturen so viele Menschen vor ihrer Bühne tanzten. Wir hielten es dort allerdings nicht so lange aus und machten eine kleine Entdeckungstour durch den Park.



Am Freitag ist nur ungefähr die Hälfte des Parks offen. Dadurch gibt es zwar etwas weniger Floors und Bühnen, trotzdem laden viele kleine, mit viel Liebe dekorierte Bühnen, jetzt schon zum Entdecken ein. Da können sich viele Veranstalter mit ihrem Einheitsbrei gerne was abgucken.





Weiter ging es mit der Antilopengang auf der Second Mainstage. Die Bühne war schon sehr gut gefüllt und, trotz der Temperaturen, übertrafen sich Band und Publikum mit den Showeinlagen.



Weiter ging es mit Lgoony. Dieser spielte auf einer sehr kleinen Bühne etwas versteckt am oberen Parkrand. Es wunderte mich im Vorhinein etwas, dass er nicht auf einer der Hauptbühne landete. Für den folgenden „Turnup“ den ich dort erlebte, war es aber sicherlich besser. Eines der stimmungsvollsten Konzerte, die ich bisher auf dem Juicy Beats erleben durfte.

Den Samstag starteten wir erst mal damit den restlichen, jetzt offenen Park, zu erkunden. Besonders schön war der Kittballfloor, der direkt an den Wasserbecken liegt.



Zurück an der Second Mainstage gab es VSK und Leoniden zu genießen. Gerade Leoniden zeigten wieder einmal warum sie gerade zum „heißen Scheiß“ in Deutschland gehören. Eine Band, die ich schon sehr bald, sehr weit oben auf den Festivalplakaten sehe.



Eine kurze Essenspause und ein paar Sponsoringstände überbrückten uns die Zeit bis zu den Drunken Masters. Auch hier zeigt das Juicy Beats, dass Festivalessen weit mehr als Pommes und Pizza Mario sein kann und Sponsoren einen Mehrwert, abgesehen von Regencapes, bringen können.

Drunken Masters machten nun das, was Drunken Masters nun mal machen. Ein starkes, Energie geladenes Set, zu dem man gleich mal K.I.Z. mit auf die Bühne holte.

Über ein, zwei Dancefloors und ein Super Mario Kart Game auf einer riesigen Openair-Kinoleinwand ging es dann nach Hause. Für mich bleibt das Juicy Beats ein gutes Zeichen, dass man im Ruhrpott doch etwas erfolgreich auf die Beine stellen kann (die Toilettensituation mal außen vor gelassen) und damit viele große Veranstalter hinter sich lässt.

Gerne bis nächstes Jahr Juicy Beats, zur Not auch wieder bei 38°!






Ps: Wenn ihr Lust auf noch mehr Eindrücke vom Juicy Beats 2019 habt, dann schaut in unserem Insta-Profil vorbei!
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