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Letzte Beiträge von defpro

  • defpro defpro in Sabaton Tour 2022
    Hab mir mal die letzte Europatour angeschaut. Die Locations in Deutschland sind schon tendenziell die größten, aber in den skandinavischen Ländern haben die logischerweise auch ne große Fanbase. Generell haben die seit 2015, als ich das erste Mal von denen gehört habe, schon große Sprünge nach oben gemacht. Nuclear Blast pusht die richtig krass, die Live-Shows werden auch (soweit ich das von Bekannten oder selbst mitbekomme) auch immer aufwendiger. Ich denke nicht, dass sie die Locations der Tour ausverkaufen, aber die Größe ist schon mal eine ziemliche Ansage. Ich denke, auf den großen Metal-Festivals kann man die langsam auch als Head hinstellen.

    ... und ich finde die Band ebenfalls in allen Belangen komplett fürchterlich


  • defpro defpro in Gojira Tour 2022
    GEEEIIIILLL
    Tickets für Wiesbaden werden besorgt!


  • defpro defpro in Alben des Jahres 2021 - Neuerscheinungen, Diskussionen, Reviews, HYPE!
    Zitat

    MyChemGD1234 schrieb:
    Wie einige britische Bands kratzen Wolf Alice mit ihrer Unterstützung von BDS-Kampagnen aber schon sehr am Antisemitismus (Boykott und Existenzrecht absprechen ist eben nochmal was anderes als Kritik zu üben). Geht mir viel zu häufig unter.

    Nur der Gitarrist unterstützt anscheinend die Kampagne. War mir allerdings vorher auch nicht bekannt

    Anyway richtig tolle Band. Die neue Platte hab ich erst 1x durch, aber die Vorab-Singles waren schon ziemlich stark. In diesem Zuge habe ich dann auch das Debüt in den letzten Wochen wieder häufiger gehört und es ist einfach immer noch soooo unglaublich gut! Für mich eines der stärksten Debüts aller Zeiten und eine der besten Platten der 2010er


  • defpro defpro in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Zitat

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Zusammenfassend zu dem Thema würde ich einfach sagen, dass man schon dafür sorgen muss gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen. Wenn das bisher nicht gegeben ist muss unbedingt nachgebessert werden.

    Was am Ende aber dabei rauskommt (Sei es eine Messung durch Quote oder sonst was) ist vollkommen offen und macht keinen Sinn erzwungen zu werden. Es werden vermutlich nie genauso viele Frauen wie Männerbands existieren, daher macht es auch keinen Sinn hier von einer Gleichverteilung zu träumen.

    Chancengleichheit für alle heißt nicht nur niemanden zu benachteiligen, sondern auch niemanden zu bevorzugen.

    Ich muss aber auch zugeben, dass ich das Gefühl habe andere Länder sind hier schon etwas weiter. Ein Mad Cool hätte 2020 mit Billie Eilish, Taylor Swift, Haim, Wolf Alice und London Grammar (Bei Wolf Alice und London Grammar hat man übrigens immer noch ca. 75% Männer in der Band) mehrere Bands mit Frauenanteil im oberen Drittel des Line Ups gehabt.

    Und das diese Bands nicht bei RIP/RAR auftreten hat glaube ich andere Gründe als das Geschlecht...

    Verstehe deine Argumentation nicht. Es wird keine Gleichverteilung von Frauen und Männern in Bands geben (Wieso eigentlich die Einschränkung auf Bands? Woher kommt diese Vermutung? Wer weiß, was in der Zukunft noch so passiert? ) und deshalb braucht man auch gar nicht weiter darauf hinarbeiten?

    Haim haben 2014 bei RaR gespielt. Wieso sollte man sie nicht nochmal buchen? Wolf Alice spielen einen Mix aus Post-Grunge, Alternative und Indie-Rock. Passt perfekt zu RaR. London Grammar im Vorprogramm zu bspw. Coldplay? Passt doch. Billie Eilish und Taylor Swift? Werden in DE eh auf kein Festival gebucht, weil sich mit Einzelkonzerten mehr verdienen lässt.

    Zitat

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Zeigt mir doch mal Beispiele für Musikerinnen, die aus Eurer Sicht unter Wert verkauft werden obwohl sie geile Riffs, Hymnen oder Hits im Portfolio haben

    Geile Riffs, Hymnen und Hits ist mir zu einschränkend und der Bekanntheitsgrad der genannten unterscheidet sich teilweise ziemlich, aber hier mal eine Aufzählung, was man beispielsweise so buchen könnte:

    070 Shake, 100 gecs, Ace Tee, Agnes Obel, Alabama Shakes, Aldous Harding, Alex the Astronaut, Alma, Altin Gün, Alvvays, Angus & Julia Stone, Anna of the North, Anna von Hausswolff, Archive, Arlo Parks, Ashnikko, ÄTNA, Badmómzjay, BANKS, Bat for Lashes, beabadoobee, Beach Bunny, The Beths, Big Brave, The Big Moon, Big Thief, Black Mountain, Blood Red Shoes, Blues Pills, Celeste, Charli XCX, Chelsea Wolfe, Christine and the Queens, CHVRCHES, Claire, Code Orange, Courtney Barnett, Darkher, Daughter, Desperate Journalist, Dirty Projectors, Emma Ruth Rundle, Empress Of, Eunique, Fazerdaze, First Aid Kit, FKA twigs, Friends of Gas, Georgia, Goat, Grimes, Haiyti, Hinds, Hope, IAMDDB, Jessie Ware, Jenny Hval, Jesca Hoop, Jex Thoth, The Jezabels, Jorja Smith, Juju, Julia Holter, JUNGLEPUSSY, K.Flay, Kali Uchis, KANGA, Khruangbin, The Kills, L7, Låpsley, Laura Marling, LAYLA, Let's Eat Grandma, Lianne La Havas, Little Dragon, Lola Marsh, Lykke Li, Marika Hackman, Marina, Melody's Echo Chamber, Metronomy, Mine, MØ, Mono, MS MR, Myrkur, The Naked and Famous, Nura, Oathbreaker, Pale Waves, Petal, Pixies, Poliça, Poppy, Princess Thailand, Rapsody, Remi Wolf, Rico Nasty, Rina Sawayama, Rolo Tomassi, Schwesta Ewa, Sharon van Etten, Shout Out Louds, Sleater-Kinney, Soccer Mommy, St. Vincent, Syd, Sylvan Esso, Tegan and Sara, Tierra Whack, Tove Lo, TTRRUUCES, Venom Prison, Warpaint, Waxahatchee, The Weather Station, Weyes Blood, Year of the Knife, Young M.A, Youth Code, Zola Jesus


  • defpro defpro in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Mal ein paar Einwürfe von der Seitenlinie:

    Erst einmal verstehe ich nicht, wieso sich hier immer noch an dem Wort "Quote" aufgehalten wird. Klar, Festivals wie Reeperbahn oder Primavera haben sich selbst eine Quote auferlegt, aber das Ganze beruht doch auf Freiwilligkeit. Weder wird es hierzu in absehbarer Zeit eine gesetzliche Quote geben noch sehe ich es als wahrscheinlich an, dass sich RaR einer freiwilligen Quote unterwirft. Wichtig ist, dass das Thema im allgemeinen Bewusstsein ankommt und sich auch im Booking-Prozess niederschlägt. Daher freue ich mich auch über das Statement von RaR und hoffe, dass diesen Worten auch Taten folgen werden und das nicht bloßes Gerede war, um sich aus dem Kreuzfeuer des Shitstorms herauszuziehen. Niemand will sofort eine 50%-Quote. Niemand erwartet, dass die Situation von Jetzt auf Gleich eine andere sein muss. Allen ist bewusst, dass dies ein Jahre bzw. Jahrzehnte andauernder Prozess sein wird. Wenn Bemühungen erkennbar sind, dass sich diesem Thema angenommen wird, dann dürften vermutlich schon die meisten zufrieden sein.

    Hier wurden ja auch schon diverse Vorschläge unterbreitet, wie man eine stärkere weibliche Repräsentation erreichen könnte (Stichwort frühe Nachmittagsbands). In diesem Bereich gibt es dutzende Bands, die diese Slots ausfüllen könnten. Man muss es nur wollen (und Tourpläne sowie Gage müssen natürlich auch passen).

    Mehrmals habe ich hier auch das Argument "Booking nur nach Leistung" sowie Vergleiche mit irgendwelchen Job-Bewerbungen gelesen. Dieses Denken finde ich in diesem Zusammenhang sehr schwierig. In Bewerbungsprozessen werden nicht nur objektiv bewertbare harte Fakten (d. h. Qualifikation) für die Entscheidungsfindung zugrunde gelegt, sondern es fließen auch höchst subjektive Ansätze (Charakter, Persönlichkeit, Ausstrahlung,...) ein. Im Musikbereich sind noch weniger dieser harten Fakten (z. B. Social-Media-Abonnements) zu finden. Die Entscheidungen, welche Band von einem Label unter Vertrag genommen wird oder welche Band einen Festival-Slot abgreift, läuft hier noch stärker auf der subjektiven Ebene. Ich habe schon Festival-Buchungen gesehen, die zum Zeitpunkt der Bestätigung noch kaum jemand kannte, bei denen aber das Label in den darauffolgenden Monaten alle Marketing-Hebel in Bewegung gesetzt, sodass beim eigentlichen Auftritt auf einmal eine ordentliche Crowd vor der Bühne stand. Wenn der Wille da ist, Female-Bands zu pushen, dann schafft man sowas im Regelfall auch. Selbst die Beatles wurden damals von der ersten angefragten Plattenfirma abgelehnt. Die Damen und Herren dort sind auch keine allwissenden Genies

    Zudem habe ich das Gefühl, einige denken, es würden irgendwelche Schüler-Nachwuchsbands auf die große Bühne geschoben, nur um irgendwelche Quoten zu erfüllen. Wir reden hier von kleinen Bands mit noch überschaubarer Fan-Schar, die mit der richtigen Positionierung und entsprechender Promotion definitiv das Zeug zu enormem Wachstum haben.

    Ein letzter Punkt, der mir noch aufgefallen ist: Ständig wird von RaR als Rock-/Metal-Festival gesprochen, in dessen Genre es einfach nicht so viele Female-Bands gibt (was ab einer gewissen Größe korrekt ist, im unteren Bereich aber so nicht stimmt). Das trifft nicht auf meine Vorstellung von diesem Festival zu. Für mich war RaR immer ein Mainstream-Festival, was einen breiten Bereich an diversen Genres abdeckt. Ein gewisser Fokus auf Alternative Rock sowie (modernen) Metal lässt sich natürlich nicht leugnen. Wenn man sich die Line-Ups aber mal genauer anschaut, sieht man diverse Ausreißer in Richtung Indie, Pop, Punk, (deutscher) Hip-Hop, Electro usw. Das Denken in Genres nimmt immer mehr ab. Festivals, die junge Zuschauer:innen erreichen möchten, sollten sich das zu Herzen nehmen. Wer also behauptet, hier gäbe es nur wenig Spielraum zu mehr Diversität, der macht es sich mMn doch etwas zu einfach. Es gibt sicherlich diverse Künstler:innen, die nicht wirklich zur RaR-DNA passen, aber im Vergleich zu wirklichen Sparten-Festivals ist die Auswahl geradezu riesig.
    (Bitte jetzt daraus keine Diskussion zur zukünftigen musikalischen Ausrichtung von RaR machen )