US-Präsidentschaftswahl

eröffnet von everlast am 15.10.2004 17:53 Uhr
843 Kommentare - zuletzt von blubb0r

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Stebbard
10.02.2016 10:26

Ich gehe nach wie vor nicht davon aus, dass Trump bei der GOP gewinnen wird - dafür ist die ablehnende Haltung nach wie vor zu groß, gerade bei denjenigen, die strategischer wählen.

Wichtig wird jetzt zu sehen, wie sich die Wähler verschieben werden, wenn die nächsten Kandidaten aussteigen. Chris Christie und Fiorina dürften jetzt folgen, spannend wird, wer sich als Vertreter des moderaten Establishments etablieren wird - dort steht es ja derzeit ein wenig offen, ob es Kasich, Rubio oder Bush werden wird. Ich vermute auch weiterhin, dass es einer von denen werden wird, da ich zweifel daran habe, dass die Wähler von Cruz/Carson/Trump innerhalb dieser Gruppe bleiben werden, zumal einer der anderen drei - wer es auch immer sein wird - die wohl besseren Chancen haben dürfte.

Etwas für die Geschichtsbücher: Sanders ist übrigens der erste nicht-Christ, der eine Vorwahl gewonnen hat, nachdem Ted Cruz in Iowa der erste Kandidat der hispanic Community war.

roxar
roxar
18.02.2016 19:24

Pope suggests Trump 'is not Christian'

"A person who thinks only about building walls, wherever they may be, and not building bridges, is not Christian. This is not in the gospel," the Pope told journalists who asked his opinion on Trump's proposals to halt illegal immigration.
Trump immediately fired back on Thursday, calling Francis' comments "disgraceful."
(via CNN)

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SaThan
18.02.2016 19:26


roxar schrieb:

Pope suggests Trump 'is not Christian'

"A person who thinks only about building walls, wherever they may be, and not building bridges, is not Christian. This is not in the gospel," the Pope told journalists who asked his opinion on Trump's proposals to halt illegal immigration.
Trump immediately fired back on Thursday, calling Francis' comments "disgraceful."
(via CNN)

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Ich kann mich nur wiederholen, Papst Franziskus gefällt mir.

roxar
roxar
18.02.2016 19:30

Das scheint mir auf den ersten Blick ein ziemlich großes Geschenk für die Gegner von Trump in der GOP zu sein. Ich weiß nicht wie bewusst er sich war, dass das direkt an Trump adressiert ist, aber Trump schaden wird es sicherlich, oder?

SaThan
18.02.2016 19:41

Es wird ihm mMnn zumindest nicht gut tun, aber ob man von Schaden sprechen kann... die meisten Leute in den USA sind doch protestantische Christen, oder?

E: Womit ich natürlich nicht sagen wollte, dass die gegen den Papst seien o.ä. Viele werden sich das sicherlich zu Herzen nehmen.

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Kaan
Kaan
18.02.2016 19:48Supporter

Es schadet ihm ja nicht mal sich hinzustellen und zu sagen er könne auf offener Straße wahllos Leute erschießen, seine Anhänger würden ihn dennoch wählen.

roxar
roxar
18.02.2016 19:52


SaThan schrieb:
Es wird ihm mMnn zumindest nicht gut tun, aber ob man von Schaden sprechen kann... die meisten Leute in den USA sind doch protestantische Christen, oder?

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Jo, aber Katholiken gibts halt auch viele, insb. unter den Hispanics. Davon abgesehen müsste die Argumentation auch ein protestantischer Christ nachvollziehen können. Nächstenliebe etc. sollte ja auch da kein allzu kleines Gut sein.

Ich bin mal gespannt was Trump so die nächsten Tage noch so für Beleidigungen loslässt

sunjb
18.02.2016 20:15


Kaan schrieb:
Es schadet ihm ja nicht mal sich hinzustellen und zu sagen er könne auf offener Straße wahllos Leute erschießen, seine Anhänger würden ihn dennoch wählen.

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das hat er so aber nicht gesagt. Er wurde ja genau das gefragt.

Das Trump nicht zwingend das worst case ist, ist finde ich auch klar auf Basis der Debatten. Braucht sich auch kein Papst so drauf einschießen, wenn die sich eigentlich alle einig sind bei den Republikanern.

Stebbard
19.02.2016 07:36


roxar schrieb:

Jo, aber Katholiken gibts halt auch viele, insb. unter den Lateinamerikanern. Davon abgesehen müsste die Argumentation auch ein protestantischer Christ nachvollziehen können. Nächstenliebe etc. sollte ja auch da kein allzu kleines Gut sein.

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Es stimmt zwar, dass es viele Katholiken in den USA gibt - ungefähr jeder vierte US-Amerikaner -, jedoch nicht "insb. unter den Hispanics", die nur die zweitgrößte Gruppe innerhalb der katholischen Gemeinde stellen. Die weitaus meisten haben Vorfahren aus Europa, allem voran Irland, Italien oder Polen. Entsprechend sind gerade die reicheren Bundesstaaten stärker vom Katholizismus geprägt als die des Südens oder des Mid-West.

Trump hat hingegen eh Probleme mit der Gruppe der Lateinamerikanern, bei denen er stark unterrepräsentiert ist - aber das ist eh ein Problem der gesamten GOP, trotz Rubio und Cruz (wobei die Hispanics/Latinos eine eben so disparate Gruppe sind wie "Europäer" - Kubaner und Mexikaner haben abgesehen von der Sprache ziemlich wenig gemein). Seine stärke hingegen sind die Einkommensschwachen, älteren, "weißen" US-Amerikaner - und da könnten die Katholiken wieder ins Spiel kommen.
Man sollte die Aussage nicht überbewerten, aber dennoch haben Libresco und Silver gerade noch einmal darauf hingewiesen, dass

Pope Francis has a net +53 favorability rating among Americans, while Trump has a net -27 favorability rating. True, Pope Francis is somewhat less popular with Republicans than among Americans overall. But he’s still reasonably well-liked. In a CNN poll in September,3 56 percent of Republicans had a favorable view of Pope Francis as compared to 21 percent with an unfavorable one. Francis had +20 net favorability rating even among self-described tea-party supporters.

via Fivethirtyeight

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Rubio strauchelt zwar ein bisschen, aber ich glaube nach wie vor, dass er der Kandidat der GOP werden wird.

Nikrox
Nikrox
01.03.2016 00:03Supporter



John Oliver mal wieder in Höchstform. Drumpf hat schon große Wellen geschlagen

roxar
roxar
25.05.2016 22:25

Steckt da mehr dahinter als, dass er sich selbst dafür vorgeschlagen hat und dass einige Medien das ganz toll finden?

Ansonsten gerät Clinton sowieso gerade wieder einigermaßen unter Druck wegen ihrer Email Affäre und wegen der Foundation. Bin mal gespannt wie das da weitergeht und wie die Democratic National Convention abläuft, da das Committee ja auch gerade heftige Kritik einstecken muss.

Stebbard
25.05.2016 22:30

Er wurde lediglich gefragt, ob eine Position als VP für ihn infrage käme und meinte sinngemäß: Warum nicht, und das galt aber für beide Parteien und nur dann, wenn sie ihre Positionen anpassen.

Ein Ernsthafter Kandidat wird er nicht sein, dafür gibt es in den Parteien zu viele Personen, die dafür infrage kämen, ehe dort ein Independent integriert wird.

7Dup
7Dup
25.05.2016 22:34

Schauen wir mal was dahinter steckt. Habe mich nun durch ein paar Artikel gelesen, ihr habt schon recht.
Aber mal schauen, für unmöglich halte ich im Moment nichts da drüben.

roxar
roxar
25.05.2016 22:42

Ich halts nichtmal für unmöglich, dass Clinton das noch vergeigt bis zur DNC...
Insbesondere die Email-Affäre scheint gerade wieder hochgekocht zu werden.


State Dept. inspector general report sharply criticizes Clinton’s email practices


The State Department’s independent watchdog has issued a highly critical analysis of Hillary Clinton’s email practices while running the department, concluding that she failed to seek legal approval for her use of a private email server and that department staff would not have given its blessing because of the “security risks in doing so.”


via Washington Post

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Spätestens gegen Trump wird ihr das sehr sehr schaden.


Edit: Artikel geändert.

Nachricht geändert von roxar am 25.05.2016 22:53 Uhr

roxar
roxar
17.06.2016 18:22



Das Titelblatt vom neuen Spiegel... Es steht einfach so perfekt für die gesamte Berichterstattung

roxar
roxar
17.06.2016 18:30

Mag sein, aber dann bräuchte es noch jemanden, der die Welt vor Hillary Clinton bewahrt

Aber ich frag mich im Ernst, was diese ganze pro Hillary Kampagne (seit Monaten) soll. Man erreicht hier kaum amerikanische Wähler, das Zielpublikum ist ja ein Deutsches. Was will man den Lesern vermitteln?
Dass mit Trump die Welt untergeht und mit Hillary alles toll wird? Braucht man inzwischen betreuenden Journalismus, der die eine Seite als das größte Übel der Welt inszeniert und die andere als den Heilsbringer, weil man den Konsumenten nicht zutraut sich selbst ne Meinung dazu zu bilden? Sollte man sich nicht, insbesondere als "außenstehendes" Nachrichtenmedium etwas seriöser mit dem Thema befassen.

Zumal die Welt auch nicht gerettet ist, wenn Hillary die Wahl im November gewinnt. Das grundlegende Problem bleibt doch bestehen und lässt sich doch genauso auf die Situation hier übertragen. Die Leute (oder zumindest ein beachtlicher Teil) haben das Politik-Establishment satt und suchen sich dann "Alternativen" wie Trump, Sanders, oder hier AfD, Hofer usw. Und zudem scheinen (zumindest in den USA) Inhalte vollkommen irrelevant zu sein. Es geht da nur noch um die Performance. Da müssen Politik und Medien usw. mal die tieferliegenden Gründe erkunden und das tut man nicht indem man titelt "Wählt das Establishment, sonst geht die Welt unter"

Nachricht geändert von roxar am 17.06.2016 18:51 Uhr

5Schmiddieund anderen gefällt das
tobiwan42
17.06.2016 19:17


roxar schrieb:
Aber ich frag mich im Ernst, was diese ganze pro Hillary Kampagne (seit Monaten) soll. Man erreicht hier kaum amerikanische Wähler, das Zielpublikum ist ja ein Deutsches. Was will man den Lesern vermitteln?

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Dass Donald Drumpf ein Hurensohn ist vielleicht. Nur so eine Theorie.[addsig]

roxar
roxar
24.06.2016 23:32·  Bearbeitet

Spiegel hat übrigens heute gemeldet:

US-Demokraten: Sanders will Clinton wählen
Der Konkurrenzkampf bei den US-Demokraten ist beendet: Bernie Sanders hat angekündigt, bei der Präsidentschaftswahl für Hillary Clinton zu stimmen.


Klingt nach nem endorsement für Clinton, könnte man meinen... Er hat in einem Interview auf die Frage ob er Clinton im November wählen wird geantwortet "yes". Darin steckt nun aber erstmal implizit die Annahme, dass sie Präsidentschaftskandidatin sein wird.
Er noch am selben Tag dementiert, dass es ein endorsement sei und sogar Gründe dafür genannt, interessiert den Spiegel aber anscheinend nicht.
Spiegel schreibt:


Bei der Präsidentschaftswahl im November werde er für seine parteiinterne Konkurrentin Hillary Clinton stimmen, sagte er jetzt dem Sender MSNBC.

Es war das erste Mal, dass sich Sanders entsprechend äußerte. Er wolle mit Clinton zusammenarbeiten, um den wahrscheinlichen Kandidaten der US-Republikaner, den Immobilienmogul Donald Trump, zu besiegen.


Dumm nur, dass er bereits Anfang April (!) sagte:


Look, as I said a million times, I think the idea of a Donald Trump or a Ted Cruz presidency would be an unmitigated disaster for this country. I will do everything in my power and work as hard as I can to make sure that that does not happen. And if Secretary Clinton is the nominee, I will certainly support her.


Was will der Spiegel mit sowas eigentlich erreichen

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