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US-Präsidentschaftswahl

eröffnet von everlast am 15.10.2004 17:53 Uhr - letzter Kommentar von blubb0r

842 Kommentare (Seite 32)


  • roxar roxar 09.11.2016 13:02 Uhr

    lirumlarum schrieb:
    Imo ist das einzig positive dieses Ergebnisses die nun hoffentlich folgende Neustrukturierung der Demokraten. Nur so wird man 2020 die 4 verlorenen Jahre wieder gutmachen können.


    Wird sich da was ändern? Der corporate democrats Flügel hat 4 Jahre lang Zeit sich als moderate Opposition zu inszenieren um jede Progressivität in der Partei zu ersticken. Mit einer Präsidentin Clinton wäre das so sicher nicht passiert. Ich sehe nicht, dass 2020 eine Elizabeth Warren (Sanders wird zu alt sein) oder so Kandidatin der Demokraten wird.

  • blubb0r blubb0r 09.11.2016 13:04 Uhr Edited

    roxar schrieb:

    lirumlarum schrieb:
    Imo ist das einzig positive dieses Ergebnisses die nun hoffentlich folgende Neustrukturierung der Demokraten. Nur so wird man 2020 die 4 verlorenen Jahre wieder gutmachen können.


    Wird sich da was ändern? Der corporate democrats Flügel hat 4 Jahre lang Zeit sich als moderate Opposition zu inszenieren um jede Progressivität in der Partei zu ersticken. Mit einer Präsidentin Clinton wäre das so sicher nicht passiert. Ich sehe nicht, dass 2020 eine Elizabeth Warren (Sanders wird zu alt sein) oder so Kandidatin der Demokraten wird.

    Man wird nach dieser unglaublichen Schlappe garantiert alles hinterfragen (müssen). Und es werden Köpfe rollen.

    Das ist vielleicht nicht das schlechteste.

    edit:
    Stichwort "Establishment"

  • lirumlarum lirumlarum 09.11.2016 13:23 Uhr
    Ich hab es vielleicht etwas blöd ausgedrückt. Natürlich besteht die Gefahr, dass man auf Nummer sicher geht. Aber wie es blubber sagt, die Opposition ist mMn der bessere Ort für progressive Entwicklungen und neue Gesichter in der Partei. Ich denke dieser Anti-Establishment-Gedanke wird auch bei den Demokraten angekommen sein.


  • roxar roxar 09.11.2016 13:36 Uhr Edited
    Ich bezweifle es noch, es wäre zumindest das einzig positive was der Wahlkampf dann gebracht hätte. Mit dem Verlust des Rust Belts (der ja sowieso schon in der Vorwahl für Sanders war) an die Republikaner hätten sie ja auch parteiintern beste Argumente.


  • Stebbard Stebbard 09.11.2016 13:47 Uhr

    roxar schrieb:
    Ich bezweifle es noch, es wäre zumindest das einzig positive was der Wahlkampf dann gebracht hätte. Mit dem Verlust des Rust Belts (der ja sowieso schon in der Vorwahl für Sanders war) an die Republikaner hätten sie ja auch parteiintern beste Argumente.



    Das letzte stimmt nicht so ganz, da Clinton in Ohio, Pennsylvania, Iowa gewonnen hat. Aber ja, Sanders hat sie gerade im Norden sehr geärgert, allem voran eben Michigan und Wisconsin.

  • Furby104 Furby104 09.11.2016 13:52 Uhr
    Hat jemand schon Informationen zur Wahlbeteiligung gesehen ?

  • Hans-Maulwurf-Rockt Hans-Maulwurf-Rockt 09.11.2016 14:02 Uhr
    Zahlen habe ich keine aber des öfteren gehört das die Beteiligung höher als in den vergangenen Jahren war.

  • roxar roxar 09.11.2016 14:02 Uhr Edited
    Nichts konkretes, nur dass sie allgemein deutlich höher sein soll und das hier:

    Around the country, voter turnout was up 4.7% in the 2,135 counties - more than half of the country - that had reported all their votes by 1 a.m. Wednesday. www.usatoday.com


    Übrigens ne sehr interessante Doku von Markus Lanz, wo er sich auch mal so ein bisschen auf Spurensuche begibt: www.zdf.de

  • 7Dup 7Dup 09.11.2016 16:16 Uhr
    Wenn man den aktuellen Statistiken glauben darf ist es wohl ähnlich wie beim Brexit. Jung wählt vernünftiger und weltoffener als die alte Generation. Das ist einfach traurig, dass die Menschen die innerlich immer noch vor 30 - 40 Jahren leben solche richtungsweisende Wahlen entscheiden.

  • blubb0r blubb0r 09.11.2016 16:19 Uhr Edited

    7Dup schrieb:
    Wenn man den aktuellen Statistiken glauben darf ist es wohl ähnlich wie beim Brexit. Jung wählt vernünftiger und weltoffener als die alte Generation.
    Das ist einfach traurig, dass die Menschen die innerlich immer noch vor 30 - 40 Jahren leben solche richtungsweisende Wahlen entscheiden.

    Beim Brexit galt eher:
    Jung wählt gar nicht. Daher kann man den Vergleich so nicht bringen.



    Quelle

    Vielleicht eine der wenigen positiven Randerscheinungen dieser Wahlen. Das Polit-Bewusstsein könnte wieder mal aufkommen. Viele Jüngere juckt das doch evtl. gar nicht, die setzen sich null mit Politik auseinander. War zumindest bei mir zu Schulzeiten immens so (Oberstufe, Hessen), dass keiner da wirklich ne Ahnung von Programmen und "Werten" einzelner Parteien/Personen hatte.

    Klar, warum auch, uns geht es ja gut. Warum sollte man sich dann mit sowas auch auseinandersetzen - "never change a running system".

  • blubb0r blubb0r 09.11.2016 17:25 Uhr Edited
    Hillary jetzt irgendwann gleich auf n-tv/N24

    Stand 17:40 Uhr


  • WupperMetaler95 WupperMetaler95 09.11.2016 18:19 Uhr
    Clinton hat wohl 170.000 Wählerstimmen mehr als Trump.

  • DiebelsAlt83 DiebelsAlt83 09.11.2016 18:21 Uhr SUPPORTER

    Stebbard schrieb:

    roxar schrieb:
    Ich bezweifle es noch, es wäre zumindest das einzig positive was der Wahlkampf dann gebracht hätte. Mit dem Verlust des Rust Belts (der ja sowieso schon in der Vorwahl für Sanders war) an die Republikaner hätten sie ja auch parteiintern beste Argumente.



    Das letzte stimmt nicht so ganz, da Clinton in Ohio, Pennsylvania, Iowa gewonnen hat. Aber ja, Sanders hat sie gerade im Norden sehr geärgert, allem voran eben Michigan und Wisconsin.

    Da stimmt aber was vorne und hinten nicht. Clinton hat doch nicht PW, IA und OH gewonnen?!

  • roxar roxar 09.11.2016 18:22 Uhr Edited

    DiebelsAlt83 schrieb:

    Stebbard schrieb:

    roxar schrieb:
    Ich bezweifle es noch, es wäre zumindest das einzig positive was der Wahlkampf dann gebracht hätte. Mit dem Verlust des Rust Belts (der ja sowieso schon in der Vorwahl für Sanders war) an die Republikaner hätten sie ja auch parteiintern beste Argumente.



    Das letzte stimmt nicht so ganz, da Clinton in Ohio, Pennsylvania, Iowa gewonnen hat. Aber ja, Sanders hat sie gerade im Norden sehr geärgert, allem voran eben Michigan und Wisconsin.

    Da stimmt aber was vorne und hinten nicht. Clinton hat doch nicht PW PA , IA und OH gewonnen?!

    Doch da hat er Recht, es ging um die demokratischen Primaries.
    Ich habe die Ergebnisse gerade nochmal angeschaut, in PW PA und OH war Sanders auch deutlich schlechter als ich es im Kopf hatte, Iowa war ziemlich knapp.

  • DiebelsAlt83 DiebelsAlt83 09.11.2016 18:25 Uhr SUPPORTER
    Hmm okay falsch gelesen. Müsste bei mir auch PA heißen. Hatte gelesen es ginge um die Wahl jetzt.

  • blubb0r blubb0r 09.11.2016 19:15 Uhr Edited
    Dass ich Buschmann mal zustimme, Wahnsinn
    Man merkt, es geht nicht um Sport




    edit:
    Da sind auch einige gute Aspekte dabei, die für unsere BTW interessant sind und die er anspricht.

  • Zeckchen Zeckchen 09.11.2016 20:49 Uhr

    7Dup schrieb:
    Wenn man den aktuellen Statistiken glauben darf ist es wohl ähnlich wie beim Brexit. Jung wählt vernünftiger und weltoffener als die alte Generation.
    Das ist einfach traurig, dass die Menschen die innerlich immer noch vor 30 - 40 Jahren leben solche richtungsweisende Wahlen entscheiden.

    Also sollen statt gestandenen Menschen mit Lebenserfahrung lieber Teenager wählen (obwohl die Wahlbeteiligung bei jüngeren immer geringer wird)? oder möchtest du generell Populisten und Rentnern das Wahlrecht nehmen?

    Traurig ist, dass eine demokratische Entscheidung nicht einfach hingenommen wir, um das Beste daraus zumachen, sondern lieber weiter die siegreiche Meinung als unvernünftig und der Beschäftigung-nicht-wert abgetan wird.

    Wenn die Mehrheit der Amerikaner aus weißen Rentnern besteht, die Amerika und nicht die Welt lieben, dann sollte die Politik auf diese Mehrheit! ausgerichtet werden. Demokratie ist zumindest theoretisch die Macht der Mehrheit. Daran ist nichts traurig.


  • Stebbard Stebbard 09.11.2016 21:04 Uhr
    im Prinzip hat du Recht, denn puristisch gesehen ist die Demokratie nichts anderes als ein Verfahren zur Entscheidungsfindung, von dem angenommen wird, dass es die besten (da gerechtesten) Ergebnisse bringt.

    Faktisch dürfte man jedoch einwenden, dass sich die Mehrheit nicht für Trump (47,5%), sondern für Clinton (47,7%) ausgesprochen hat, hier also eine Minorität die den Rest der Bevölkerung überstimmt. Wenn du also derartig puristisch argumentierst, dann müsstest du eigentlich ein Problem mit dem Wahlausgang haben (der natürlich legitim ist, weil das System für alle Beteiligten gilt)

  • roxar roxar 09.11.2016 21:12 Uhr Edited

    Zeckchen schrieb:

    7Dup schrieb:
    Wenn man den aktuellen Statistiken glauben darf ist es wohl ähnlich wie beim Brexit. Jung wählt vernünftiger und weltoffener als die alte Generation.
    Das ist einfach traurig, dass die Menschen die innerlich immer noch vor 30 - 40 Jahren leben solche richtungsweisende Wahlen entscheiden.

    Also sollen statt gestandenen Menschen mit Lebenserfahrung lieber Teenager wählen (obwohl die Wahlbeteiligung bei jüngeren immer geringer wird)? oder möchtest du generell Populisten und Rentnern das Wahlrecht nehmen?

    Traurig ist, dass eine demokratische Entscheidung nicht einfach hingenommen wir, um das Beste daraus zumachen, sondern lieber weiter die siegreiche Meinung als unvernünftig und der Beschäftigung-nicht-wert abgetan wird.

    Hat 7dup irgendwo gesagt, dass er die Entscheidung nicht hinnehme? Ich finds eher traurig wie unter dem Vorwand der angeblichen "Nichthinnahme demokratischer Entscheidungen" widerstrebende Befindens(!)äußerungen wegdiskutiert/in Frage gestellt/diskreditiert werden und implizit unterstellt wird, dass antidemokratisch gedacht werde.


    Zeckchen schrieb:
    Wenn die Mehrheit der Amerikaner aus weißen Rentnern besteht, die Amerika und nicht die Welt lieben, dann sollte die Politik auf diese Mehrheit! ausgerichtet werden. Demokratie ist zumindest theoretisch die Macht der Mehrheit. Daran ist nichts traurig.

    Eine Demokratie zeichnet sich meinem Verständnis nach auch dadurch aus, dass nicht nur die Eigeninteressen bzw. kumulierte Interessen einer Mehrheit vertreten werden, sondern das Gemeinwohl, Minderheitenrechte usw. zu berücksichtigen sind.

  • blubb0r blubb0r 09.11.2016 21:17 Uhr

    roxar schrieb:


    Zeckchen schrieb:
    Wenn die Mehrheit der Amerikaner aus weißen Rentnern besteht, die Amerika und nicht die Welt lieben, dann sollte die Politik auf diese Mehrheit! ausgerichtet werden. Demokratie ist zumindest theoretisch die Macht der Mehrheit. Daran ist nichts traurig.

    Eine Demokratie zeichnet sich meinem Verständnis nach auch dadurch aus, dass nicht nur die Eigeninteressen bzw. kumulierte Interessen einer Mehrheit vertreten werden, sondern das Gemeinwohl, Minderheitenrechte usw. zu berücksichtigen sind.


    Wunderbar idealistisch, doch leider fernab jeglicher Realität

  • roxar roxar 09.11.2016 21:20 Uhr Edited

    blubb0r schrieb:

    roxar schrieb:


    Zeckchen schrieb:
    Wenn die Mehrheit der Amerikaner aus weißen Rentnern besteht, die Amerika und nicht die Welt lieben, dann sollte die Politik auf diese Mehrheit! ausgerichtet werden. Demokratie ist zumindest theoretisch die Macht der Mehrheit. Daran ist nichts traurig.

    Eine Demokratie zeichnet sich meinem Verständnis nach auch dadurch aus, dass nicht nur die Eigeninteressen bzw. kumulierte Interessen einer Mehrheit vertreten werden, sondern das Gemeinwohl, Minderheitenrechte usw. zu berücksichtigen sind.


    Wunderbar idealistisch, doch leider fernab jeglicher Realität

    Nö ist sie nicht, dafür haben wir eine Verfassung die grundlegende Rechte gewährt, Gerichte die eben das sicherstellen usw. Das ist weit mehr als das Verfahren der Entscheidungsfindung auf die Stebbard verwiesen hat. Perfekt ist das auch sicher hier nicht umgesetzt, mehr als eine "Macht der Mehrheit" ist es auf jeden Fall.

    Man könnte hier ein Fass aufmachen und mal den Unterschied zwischen einer Ochlokratie und einer Demokratie durchdiskutieren, aber das lassen wir besser

  • Zeckchen Zeckchen 09.11.2016 21:21 Uhr

    Stebbard schrieb:
    im Prinzip hat du Recht, denn puristisch gesehen ist die Demokratie nichts anderes als ein Verfahren zur Entscheidungsfindung, von dem angenommen wird, dass es die besten (da gerechtesten) Ergebnisse bringt.

    Faktisch dürfte man jedoch einwenden, dass sich die Mehrheit nicht für Trump (47,5%), sondern für Clinton (47,7%) ausgesprochen hat, hier also eine Minorität die den Rest der Bevölkerung überstimmt. Wenn du also derartig puristisch argumentierst, dann müsstest du eigentlich ein Problem mit dem Wahlausgang haben (der natürlich legitim ist, weil das System für alle Beteiligten gilt)

    Ob man den Weg zur Ermittlung der Mehrheit durch Wahlmänner begrüßt oder nicht ist eigentlich irrelevant ^^

    So wird in Amerika der Präsident (Wille der Mehrheit) ermittelt ^^

  • Stebbard Stebbard 09.11.2016 21:23 Uhr
    Da vermengt ihr aber den Rechtsstaat mit dem Begriff der Demokratie, die aber häufig Hand in Hand gehen. Die Frage bleibt: Was ist das Gemeinwohl und wer legt es fest? Lässt sich ohne eine vollständig öffentliche Entscheidungsfindung bei derart großen Gesellschaften überhaupt ein Gemeinwohl politisch erkennen? Das ist gar keine ketzerische Frage, sondern eine der Urfragen demokratischer Theorie.

  • blubb0r blubb0r 09.11.2016 21:25 Uhr
    .. geht das jetzt nicht bisschen zu weit @roxar und stebbie

    Thema ist doch US-Präsidentschaftswahl

  • Stebbard Stebbard 09.11.2016 21:25 Uhr Edited

    schrieb:

    Stebbard schrieb:
    im Prinzip hat du Recht, denn puristisch gesehen ist die Demokratie nichts anderes als ein Verfahren zur Entscheidungsfindung, von dem angenommen wird, dass es die besten (da gerechtesten) Ergebnisse bringt.

    Faktisch dürfte man jedoch einwenden, dass sich die Mehrheit nicht für Trump (47,5%), sondern für Clinton (47,7%) ausgesprochen hat, hier also eine Minorität die den Rest der Bevölkerung überstimmt. Wenn du also derartig puristisch argumentierst, dann müsstest du eigentlich ein Problem mit dem Wahlausgang haben (der natürlich legitim ist, weil das System für alle Beteiligten gilt)

    Ob man den Weg zur Ermittlung der Mehrheit durch Wahlmänner begrüßt oder nicht ist eigentlich irrelevant ^^
    So wird in Amerika der Präsident (Wille der Mehrheit) ermittelt ^^

    Wenn du derart argumentierst, ist es eben nicht Irrelevant: Denn tatsächlich muss hier eine Mehrheit das Votum einer Minderheit akzeptieren, also etwas, wogegen du dich explizit ausgesprochen hat.

    Dass das natürlich formalrechtliche Gründe hat, ist ein anderes Thema, aber das Ergebnis untergräbt dennoch deine Argumentation.

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