Hi, ich bin Rhapsode
32 Jahre  (28.07.1990)
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Kommentare von Rhapsode

Rhapsode

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hermes81 schrieb:
www.tagesschau.de

Ich hatte echt wenig Erwartungen an Scholz. Und nach Merkel hätte es wirklich nicht so viel gebraucht um mich zu "begeistern". Aber Scholz ist ein Komplettausfall. Unfassbar.

Zitat


Ich habe vor kurzem im Forum zu diesem

www.spiegel.de

Fischer-Artikel auf Spon eine kleine, interessante Ausführung von Fischer selbst und eine weitere eines anderen Users gelesen, die man beide als Gegendarstellung zu der derzeit etwas überdramatisierten Debatte um Cosco lesen kann:


Zu COSCO, am Rande: Es gibt ungefähr 1000 Beteiligungen von Reedereien an Terminals in Europa. Die Lesart, COSCO wolle sich am Hafen" beteiligen, ist nicht zutreffend. Ebenfalls unzutreffend ist die Behauptung, COSCO (bzw der chinesische Saat) habe dann Zugriff auf sicherheitsrelevante Daten. Das haben sie, soweit ich weiß, nicht, denn die Daten werden extern verwaltet; Gesellschaft von Terminals haben da keinen Zugriff (ich gebe nur Informationen aus einem heutigen DLF-Interview mit Gunther Bonz wieder, dem Präsidenten des Hafenverbandes und der Federation of European Private Port Operators. Nachhören empfohlen.

Die einzige "Hafenbeteiligung" von COSCO liegt übrigens in Piraeus: Dort gehören dem Unternehmen 100 Prozent (!), nicht nur der Terminals, sondern auch des gesamten Grund & Bodens! Grund dafür: Massiver Druck und Bedingung der EU, voran Bundesfinanzminister a. D. Dr. Schäuble, auf Griechenland, alles zum privatisieren. Begeisterung der Bundesregierung!

Zitat




Zumal COSCO über dieses Terminal bereits einen großen Teil seines Handels mit Hamburg abwickelt. COSCO möchte in das Terminal investieren und darum auch daran beteiligt sein. Das ist (im Reedereibetrieb, aber auch anderen Wirtschaftszweigen) so normal wie auch nachvollziehbar.

Die aktuelle Debatte um den Einstieg COSCOs wird unter dem politischen Druck eines panisch anmutenden Aktionismus mit frappierenden Wissenslücken geführt. In der Wirtschaftsbehörde Hamburgs, so versicherte mir ein da in leitender Funktion tätiger Bekannter, hat man sich mit genau den Fragen, über die sich jetzt in der Bundesregierung ausgetauscht wird, längst hinreichend Gedanken gemacht (die sind da nämlich auch gut ausgebildet). Da hat ja auch niemand Interesse an einem Datenabfluss nach China. Steht aber nicht zu befürchten.

Im Übrigen sind historisch gesehen die meisten Terminals, Kontore oder Docs in den Händen von Reedereien gewesen. Das habe die Venezianer, Genueser oder Hanseaten nicht anders gemacht als das moderne Reedereien.

Zitat



Ich bin nicht nur aber vor allem wegen der Cum-Ex-Geschichte kein Fan von Olaf Scholz. Aber mir fallen die Narrative dieses Jahr extrem auf, die auf mich den Eindruck hinterlassen, dass er ohnehin nichts richtig machen kann, egal was er genau tut.

Rhapsode

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Locust schrieb:
Das Line Up ist schon eine deutliche Verjüngung.
Der Altersdurchschnitt der Bands ist sicherlich deutlich gesunken.
Daher passt da Metallica eigentlich auch nur so mittel rein. Was garnicht rein passt ist Pantera.
Metal ist durchaus ordentlich vertreten aber eher jüngere Sachen und kein klassischer Heavy Metal.

Die meisten älteren tun sich damit schwer, merke ich zum Teil auch bei mir in der Gruppe.

Ich finde zwar die 2 Reihe arg mau und das Line up bisher auch absolut nicht dem Preis angemessen.
Die 3. Reihe ist aber sehr interessant. Da sind einige Sachen dabei die ich gerne mal sehen würde und bisher kaum/garnicht kenne.
Allerdings wollen das halt viele nicht, Musik kennenlernen.
Einige bleiben halt mit 25-30 stehen.

Ich bin wirklich gespannt wer noch Head wird. Slipknot halte ich für arg wahrscheinlich. Metallica dazu wäre mmn. zu hart und kann ich mir kaum vorstellen.
Pop oder Indie Acts passen aber auch garnicht rein.
Bin auch gespannt was noch für die 2. Reihe kommt. Beim Nova sind einige Bands die in Deutschland bisher noch garnicht auftauchen und passen würden.

Und extrem gespannt bin ich auf den Kartenverkauf. Man verliert so durchaus Stammkundschaft.
Man braucht daher nen absolute Knaller als Head. Versucht man die alten mit Metallica zu locken????

Zitat


Verjüngung ist ja gut und schön. Nun frage ich mich einerseits, ob es wirklich Sinn ergibt, ein Lineup auf ein jüngeres Publikum zuzuschneiden, wenn sich gerade junge Leute dieses gar nicht mehr leisten können. Ich hätte vor zehn Jahren nicht mal eben 300 Euro (zusätzlich zu den übrigen Kosten des Festivals) locker machen können. Und da wir derzeit ne allgemeine Teuerung haben, wird der Spielraum für solche Events nur noch kleiner.

Auf der anderen Seite weiß ich auch immer nicht, ob die junge Generation Metal nur noch mit Core und Death assoziieren kann. Wenn ich den Astronauten richtig verstehe, stört ihn ja genau diese etwas künstliche Unterscheidung zwischen dieser Ausrichtung und Bands a la Maiden. In den letzten 30 Jahren hat sich da schon noch deutlich mehr entwickelt.

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Rhapsode

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LustigerAstronaut schrieb:
Für uns dürfte es das wohl gewesen sein, selten eine so große Welle bekommen mit so wenig Treffern.

Kein einziger Volltreffer, nur 3-4 "gehen klar" und 1-2 "würd ich mir mal ankucken".

Erste Reihe zwar zu 2/3 unbesetzt, meine Erwartungen liegen da aber bei Slipknot und Prodigy, das wäre meines Erachtens im realistischen Ring-Spektrum.

Die zweite Reihe ist für meine Musikwelt unfassbar schlecht besetzt, abgelutschter Alt-Kram (wer brauch heute noch The D?) oder Genre, mit denen ich so gar nichts am Hut habe.

Und in der dritten Reihe musste ich mich erstmal durchgoogeln, kenne das Meiste nicht, und wenn ich beim Genre ständig bei irgendeiner Form von "Hardcore" lande, weiß ich, dass ich da nicht großartig fündig werde.

Hot Water Music ist allen ernstes mein Line-Up-Highlight.
Boah, iss das mies...

Entweder Rap/HipHop, oder halt voll auf die Nüsse... die Welt dazwischen geht mir irgendwie vollkommen ab.

Zitat


Mir geht es zum allergrößten Teil genauso. Klar würde ich mir The D, Evanescence, KIZ oder Hosen wohl nochmal ansehen, aber hinterm Ofen lockt mich das nicht mehr hervor - schon mal gar nicht für den Preis.

Auch was du bzgl. dem "Dazwischen" sagst, unterschreibe ich voll. Aber das ist ja nun auch schon lange so und deswegen hatte ich da von Anfang an keine Erwartungshaltung. Bin halt nicht mehr Zelgruppe mit meinem Geschmack, ist ja auch okay.

Muss aber sagen, dass ne Buchung wie Devin Townsend dazu im Vergleich wirklich ne tolle Bestätigung letztens war. Weiß aber auch nicht, wie das angenommen wurde. Finde aber eigentlich, dass gerade aus dem Prog-Metal Bereich viele spannende Sachen auf dem Markt sind.

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Rhapsode

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31.08.2022 17:58 Uhr·  Bearbeitet·


MMP schrieb:
Warte ab, bevor du frischgezapftes Jever getrunken hast. Da lobe ich mir Warsteiner.

Zitat



Schlimm, was ich als Ostfriese hier lesen muss.

Rhapsode

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29.08.2022 23:55 Uhr


Locust schrieb:


Ich kann mich an keine Preissteigerung erinnern, die "bessere" Bands zur Folge hatte....

Zitat


Ein starkes Line up wird leider viel zu sehr über Headliner definiert.

Zitat



Ein Satz, den man gar nicht genug unterstreichen kann.

Rhapsode

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26.08.2022 18:43 Uhr·  Bearbeitet·


runnerdo schrieb:
Cashless hat in meinem Umfeld (ca 50Personen) bei allen ohne Probleme funktionert.

Zitat


Das mag ja sein, aber ich kann nur von dem ausgehen, was hier im Forum geschrieben wurde. Demnach schien es kein Einzelfall gewesen zu sein, dass die Chips nicht funktionierten (also die Abbuchungen nicht geklappt haben und man sich diese reparieren/austauschen lassen musste), dass nur Teile des Guthabens einsetzbar waren oder das die Aufladungen vor Ort nicht direkt durch den Chip realisiert wurden. Wegen der Sensibilität des Themas darf sowas grundsätzlich nicht passieren mMn.
Zum Vergleich habe ich per Suche das gesamte Wacken-Forum nach dem Thema durchforstet. Die einzigen beiden Kritikpunkte, die ich fand (und da wird grundsätzlich immer auf hohem Niveau gemeckert): Die schlechte Trinkgeldsituation und dass die Rückzahlung des Restguthabens 8 Tage gedauert hat. Solche Probleme scheinen dort also eher nicht aufgetreten zu sein. Jetzt weiß ich nicht, ob es sich um denselben Anbieter gehalten hat, in dem Fall kann man das den Veranstaltern auch nur schwer zum Vorwurf machen.


runnerdo schrieb:
Die Getränkestände sind überall langsamer als vor Corona. Man merkt das viele das zum ersten mal machen. Das habe ich nicht nur bei RaR sondern auch bei jedem anderen Festival (außer Mad Cool) so empfunden. Auch bei uns im Stadion ist das so. Das ist etwas was nervt aber wo ich erstmal niemanden einen die schuld geben mag.

Zitat



Mal grundsätzlich dazu (auch @kato, @Stoni): Da bin ich höchstens bedingt bei euch. Mir wird es hier ein wenig zu pauschalisierend dargestellt, dass aufgrund dieses Allgemeinproblems die angesprochene Situation die logische Folge sei. Locust erzählt, dass es aufm Taubertal gut geklappt hat, ich hab schon darauf hingewiesen, dass es kaum Warteschlangen bei den Buden beim Wacken gab (und das hat ja auch ne vergleichbare Größe zum Ring). Aufm Rockharz, wo ich dieses Jahr auch wieder war, ist dieses Phänomen auch nicht aufgetreten. Was Letztere aber z.B. gemacht haben: Es wurden Selbstzapfeinlagen eingerichtet, wo man sich am Stand daneben nur nen leeren Becher passender Größe gekauft und diese in den Apparat gesteckt hat, der dir das Ding in 10 Sekunden perfekt aufgefüllt hat.

Es kann sein, dass es Randbedingungen gibt, warum jeweils keine Vergleichbarkeit gegeben ist. Aber das ist halt auch wieder der Unterschied: Bei nem Wacken wird sowas mit der Community kommuniziert und aktiv nach Lösungsmöglichkeiten gesucht (ist ja mit der Bier-Pipeline , die damals ordentlich belächelt wurde, auch ja mit realisiert worden). Vielleicht wäre auch schon mit guten Vorab-Unterweisungen und mit vernünftigen Zapfanlagen ne Menge gewonnen.

Da wir aber alle so wenig Details kennen, kann ich persönlich das nur vom Endergebnis beurteilen. Und das lautet eindeutig: Woanders klappt es, beim Ring nicht. Woanders auch nicht, was aber für die Frage grundsätzlicher Machbarkeit egal ist.

Rhapsode

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26.08.2022 16:05 Uhr


BraveNewWorld schrieb:
Kann mir hier dann gut Pantera vorstellen. Dazu Amon Amarth und Blind Guardian als Headliner. Ansonsten an größeren Bands die nicht da waren/ mit neuem Album: Lamb of God, Sabaton, Heaven Shall Burn, Kreator, Anthrax, Sodom. Hat noch jemand Ideen für Kandidaten?

Zitat


Wenn, dann wäre Sabaton davon inzwischen der Headliner.

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Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

26.08.2022 14:01 Uhr·  Bearbeitet·


gjkillspeople schrieb:
Mit Wacken kann man den Ring kaum vergleichen. Die haben ein viel größeres Stammpublikum und einfach den Kult rund um das Festival. Der Preis erscheint erstmal ziemlich fair und das Camping am Auto ein Vorteil. Allerdings behaupte ich mal, dass dort deutlich weniger Gage für die Bands bezahlt wird. Die Anzahl ist deutlich höher, aber meistens gibt es nur ein oder zwei wirklich teure Acts.

Zitat


Das braucht man gar nicht vermuten, das ist de facto so, was jeder weiß, der nur eine grobe Vorstellung von Gagen wirklich großer Bands hat.

Wobei ich da trotzdem einwenden möchte: Man weiß ja nicht genau, was tatsächlich so an Gagen bezahlt wird aufm Wacken. Man kann ja auch nicht ganz ignorieren, dass da über 200 Bands spielen (ein paar vor allem größere kommen ja nächstes Jahr über den Zusatztag noch hinzu). Nach dem Motto "Kleinvieh macht auch Mist" kann da halt bei so einem horizontalen Lineup auch schon ordentlich was bei herumkommen. Neulich hab ich gehört, dass ne Band wie Mr Hurley und die Pulveraffen bereits knapp sechsstellige Gagen bezieht, das wollte ich gar nicht glauben. Wenn ne Band wie Grave Digger ein ganzes Ensemble mitbringt, wird das z.B. auch nicht billig sein. (Metalbands haben eh schon im Schnitt mehr Musiker auf der Bühne).

Viel wichtiger ist aber, dass die Prioritäten beim Wacken eben ganz andere sind, da geht unfassbar viel in Infrastruktur und Logistik. Ich war dieses Jahr und 2018 da. Jetzt hab ich gestern mal aus Neugier die Erfahrungsberichte von RaR 2022 gelesen und muss ehrlich sagen: Solche Sachen erlebe ich beim Wacken nicht. Kein bis zur Grenze der Massenpanik überfülltes Gelände, keine halbstündigen Bierschlangen, kein Soundausfall in hinteren Bereichen beim Headliner (!) - im Gegenteil selbst bei kleinen Popelbands grundsätzlich überragende Soundquali auf allen Bühnen, was für mich fast schon das alleinige Kaufargument -, Bands, die um 14 Uhr spielen und schon Pyroshow bekommen (z.B. Orden Ogan dieses Jahr), genug Wasserstellen und Toiletten, souveränes Personal (kann aber persönliches Glück sein), Merch 10 Euro günstiger, keine technischen Probleme beim Cashless Payment. Lediglich die Anreise und die Bändchenausgabe war dieses Jahr nervig, Letzteres aber lt. Veranstalter bedingt durch die Situation mit den Zusatztickets, die es nächstes Jahr nicht mehr gibt.

Das Ding mit solchen Sachen: Man nimmt es als gegeben hin, wenn sowas läuft und macht sich nur bemerkbar, wenn es nicht läuft. Damit sowas läuft, muss man aber auch ordentlich Geld reinpumpen.

€: Nicht zu vergessen so Sachen, wie dass die nen eigenen Mitarbeiter haben, der sich um die Kommunikation im Forum kümmert (Jasper) und dass dort ein ganzes Unterforum besteht für die Evaluation des vergangenen Festivals, so dass man davon ausgehen kann, dass sich mit Lob und Kritik wirklich auseinander gesetzt wird. Oder dass da ne fette Erhöhung mitten aufs Gelände extra nur für Rollstuhlfahrer errichtet wird. Oder oder oder...

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

25.08.2022 20:32 Uhr·  Bearbeitet·

Hmm, so ganz leuchtet mir die ganze Logik bzgl. Zweitmarkt noch nicht ein, wie es hier dargestellt wird.

Wenn ein Festival sich sehr gut verkauft, soll konkret heißen, Monate vor Beginn ausverkauft ist, regt das einen bestimmten Dunstkreis an, über der eigenen Nachfrage hinaus zusätzliche Tickets zu kaufen, um sie später mit Gewinnabsicht auf dem Zweitmarkt zu verkaufen. In der Gamingszene nennt man diese Leute Scalper*, man kennt es von der PS5. Nochmal mit Blick auf die Unterschiede zum Wacken: Früher war es üblich, dass man auf Ebay dort haufenweise Tickets zu astronomischen Preisen gefunden hat, gerade weil es diese irre Nachfrage nach Tickets gibt. Das ganze System dort mit der Tauschbörse und der Personalisierung hat aber meinem Eindruck nach dazu beigetragen, dass sich das alles ziemlich beruhigt hat und nur noch vereinzelt auftritt. Da kommen also jetzt die Tickets tatsächlich von Leuten, die es sich in der Zwischenzeit anders überlegt haben, vielleicht wegen des schnellen Ausverkaufs auch nur auf Verdacht erstmal gekauft haben bis zum vollständigen Lineup, oder denen schlichtweg was dazwischen gekommen ist. Das sind natürlich immer so einige.

Wenn aber z.B. RaR sich nicht ausverkauft, aber trotzdem noch ne einigermaßen hohe Anzahl Tickets verkauft hat (z.B. wenn noch 10.000-20.000 oder so am Ende fehlen), dann wird es absolut betrachtet diese Leute genauso geben, die nicht mehr fahren wollen, aber zugleich ihr Ticket unbedingt an den Mann bringen müssen, um nicht auf der Kohle sitzen zu bleiben. Da bietet man dann logischerweise einen niedrigeren Verkaufspreis an (weil sich potenzielle Käufer diese sonst einfach regulär holen), und je näher der Termin rückt, desto geringer dann der Preis. Lieber notfalls auf 50-100 Euro verzichten als auf 300.

Das aber natürlich nur unter der Voraussetzung, dass der Zweitmarkt nicht komplett gestürmt wird, weil plötzlich alle oder zumindest sehr sehr viele wegen der hohen Preise auf diesen spekulieren. Das ist natürlich nicht auszuschließen, halte ich aber auch nicht für besonders wahrscheinlich. Man muss ja berücksichtigen, dass Leute sich auch Urlaub rechtzeitig eintragen müssen etc.

Ich würde deswegen schon darauf spekulieren, zwei Wochen vorher noch ein Ticket zu organisieren, wenn es mit dem Verkauf schleppend läuft und wenn man den Nervenkitzel aushält.


* Kleine Fußnote: Der Begriff ist in Anbetracht seines sonstigen Gebrauchs in der Handelssprache eigentlich irreführend, weil es da eher um Mikrotransaktionen geht, so viel ich weiß.

Rhapsode

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25.08.2022 17:23 Uhr


StonedHammer schrieb:

ja, man durfte keine aggis mehr mitbringen und nein das würde ich jetzt nicht mlk zu ordnen, würde auch nicht die camppreise jetzt nur DH zu schieben! dafür ist die nürburgring gmbh verantwortlich.

Zitat



Ah, verstehe, dann muss man das tatsächlich differenzierter betrachten.

Rhapsode

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25.08.2022 15:49 Uhr

@Stoni:

Aber danke für die Einordnung. Dass das unter diesen Umständen in Mendig statt fand und dann einfach weitergeführt wurde mit Rock'n'Roll, habe ich tatsächlich noch in Erinnerung. Durfte man dann ab 2017 wieder am Ring auch keine Generatoren mehr aufm General Camping mitnehmen? Dann würde ich da MLK nämlich durchaus ne ordentliche Mitschuld zuordnen, weil das Abzocken da offensichtlich losging.

Und diese Neighbourhood-Geschichte ist mir auch ganz suspekt: Ich hab das dieses Jahr aufm Wacken auch gemacht: Wir haben da für ne 48m² Parzelle (also 20% mehr Fläche) insgesamt 130 Euro bezahlt (nicht pro Person!). Das ist doch hier absurd. Man bezahlt im günstigsten Fall bei 5 Personen/Parzelle (was vom Platz her übrigens richtig knapp ist) 60 Euro pro Person mehr als beim Rock'n'Roll. Dafür, dass da ein paar Leutchen ein paar Flatterbändchen anbringen?
Sorry für die Polemik, aber je genauer ich mir das anschaue...

Rhapsode

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25.08.2022 15:28 Uhr

Mich würde anhand des Planes oben z.B. auch interessieren, ob tatsächlich so viel Fläche für das Caravan Camping notwendig ist. Hätte ich so eher nicht damit gerechnet.

-MaC-vonDUTCHgefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

25.08.2022 15:26 Uhr


SauceHollondaise schrieb:
Ich finde es irgendwie schade, dass es hier eher zu einem: Hauptsache negativ thread geworden ist.

Natürlich ist es teuer, aber alles wird teurer. Man muss sehen dass nach 2 Jahren Pause gutes Personal gefunden wird und man lukrative Angebote für die Mitarbeiter schafft. Man kann sich nicht über das Sicherheitspersonal 2022 aufregen aber nicht mehr bezahlen wollen. Man kann nicht erwarten dass die Bands genau kosten wie vor 10 Jahren und man darf auch nicht alles was für das Festival spricht ausblenden.

Klar sind es weite Wege-aber es gibt Shuttelbusse. Natürlich kosten einzelne Caravan, RocknRoll usw. mehr-aber dafür hat man auch Vorteile. Natürlich war „früher immer alles besser“aber Veränderung und vor allem das diverse (ob LineUp oder Leute) sind das was den Ring für mich immer ausgemacht hat…

Und es macht mich traurig dass es hier ALLES negativ geredet wird und nach dem Motto: Hauptsache ich kann mehr schlechtes einwerfen als die anderen bzw. behaupten, dass ich eine noch größe Gruppe kenne die dieses Jahr nicht fährt.

270€ für GA Camping mit Festival geht klar. Und alles drauf ist eigener Luxus den man sich gönnt&somit auch zahlen muss.

Zitat


Alles klar, nächstes Jahr dann 400 Euro für Normalcamper, weil: "alles wird halt teurer". Wer sich darüber dann aufregt, verbreitet nur negative Vibes. Weiterhin wird man sich auf allerlei organisatorische, personelle, kommunikative, logistische und/oder soziale/ökologische Verbesserungen einstellen dürfen. Sagt zumindest SauceHollandaise. Woher eigentlich die Berechtigung zu dieser Annahme? Hätte man damit nicht wohl dann auch geworben? Ich war in 10 Jahren fünfmal bei RaR und hab egal bei welchen Preissteigerungen noch nie erlebt, dass sich irgendwas essenziell gebessert hat seit meinem ersten Mal (2010).

Und so allgemein: Ich persönlich mache weder positive noch negative Kritik davon abhängig, wie viele Leute vor mir diese schon geäußert haben, sondern es handelt sich um meinen unabhängigen Meinungsbeitrag. Die Gefahr, zu irgend einer "Allgemeinstimmung" beizutragen, halte ich vielleicht für gegeben, aber in dem Zusammenhang nicht für relevant, da es inhaltlich nichts zur Sache tut. Wer sich durch sowas seine Vorfreude aufs Festival nehmen lässt, sollte Internetforen und Social Media ohnehin meiden. Und ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht, wie man solche Entwicklungen noch irgendwie schön reden kann.

Spätestes in nem halben Jahr werden die Themen dann wieder gänzlich andere sein und insb. die Kartenbesitzer werden sich hier weder gegenseitig Laune machen. Dass jetzt aber gerade eine Diskussion über die Ticketpreise stattfindet, wo es seit gestern erst mit dem Verkauf los geht, ist natürlich und schlichtweg zu ertragen. Und da sind die Meinungen gerade leider Gottes nun mal recht bezeichnend.

JestersTeargefällt das
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25.08.2022 14:59 Uhr


Locust schrieb:


Rhapsode schrieb:


Locust schrieb:
@Rhapsode


War schon immer so ist auch kein Argument aber 269€ ist mmn. immer noch ok. Was aber pervers ist, ist alles andere.


Zitat


Naja mittlerweile reden wir schon über 300.

An sich würde ich sogar zustimmen, aber dieses "Als normaler Camper bekommst du von uns garantiert einen möglichst weit entfernten Platz" ist für mich ein wenig der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Zitat


ja, stimm ich überein. Die ganzen Zusatzleistungen für Wucherpreise und das damit verbundene vermiesen der General Camper kommt hinzu.

Was DH da abzieht ist ne absolute schweinerrei und da wünscht man sich MLk zurück

Zitat


Da ich die jüngere RaR Historie nicht mehr verfolgt habe, korrigiert mich ggf. aber:

Die ganze Nummer mit diesen Zusatzleistungen und wohl auch die faktische Benaqchteiligung "normaler" Camper hat doch unter MLK bereits angefangen.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

25.08.2022 13:21 Uhr


Locust schrieb:
@Rhapsode


War schon immer so ist auch kein Argument aber 269€ ist mmn. immer noch ok. Was aber pervers ist, ist alles andere.


Zitat


Naja mittlerweile reden wir schon über 300.

An sich würde ich sogar zustimmen, aber dieses "Als normaler Camper bekommst du von uns garantiert einen möglichst weit entfernten Platz" ist für mich ein wenig der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Mambogefällt das
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Rhapsode hat kommentiert

25.08.2022 12:52 Uhr


Locust schrieb:
Die Karte mit 200€ ist mmn. vollkommen ok und sogar eher human, als verglichen mit dem Line up der letzten Jahre.

Zitat



Man kann das halt nicht so rechnen. Zu Zeiten als ich noch zum Ring ging, war Camping immer inkl. beim Ticket, deswegen vergleich ich auch den Gesamtpreis mit denen damaliger Zeiten und mit Ticketpreisen anderer Festivals, wo das auch so ist (was mMn immer noch der Normalfall ist). Also das Camping muss für mich immer mit reingerechnet werden für die Vergleichbarkeit. Und fürs eigene Portemonnaie.


RocktröteAlex schrieb:
klar, sind die Tickets für 2023 teuer, ich würde sogar sagen: sauteuer ! Zu teuer !

Aber - zwischen 2020 (das letzte reguläre RaR im VVK) und jetzt liegen 3 Jahre: Vieles hat sich verändert - gute Mitarbeiter sind teuer, Energie ist drastisch teurer geworden.

Ich fnde, ein Stück weit sind die Preise auch ein Abbild dieser Entwicklung.

Zitat



Ein Stück weit ja. Aber wenn man mal ehrlich ist, scheint es mir doch so, dass das auch ein bisschen als Vorwand genommen wird bei einigen Erhöhungen. Wenn Campingplätze mit Stromanschluss teurer werden, ist das nachvollziehbar (über die Höhe kann man sich dann streiten). Warum z.B. muss aber ein Greencamping teurer werden? Oder ein Caravan-Camping, wo zu Recht schon jemand drauf hingewiesen hat, dass man sich die ganze Infrastruktur ja selbst mitbringt.

Die derzeitige Inflation ist hauptsächlich durch temporäre Effekte und Krisen erzeugt. Wir wissen nicht, was kommt, aber wenn die Energiepreise irgendwann wieder merklich sinken, würde mich interessieren, ob die Preise entsprechend auch sinken würden. Glaube ich nichts von, und deswegen ist das auch mMn hauptsächlich vorgeschoben.


RocktröteAlex schrieb:
Aber ja, wenn man sich die mittlerweile 1000 campingarten anschaut, kann man durchaus zum Eindruck kommen, die Besucher sollen nun endgültig bis zum letzten geschröpft werden.

Zitat



Es gibt inzwischen sieben verschiedene Campingarten (die privaten rausgerechnet), wo es früher mal zwei gab (normal und Nordschleife). Das ist nicht nur kompletter Kommerz, sondern auch noch schädlich fürs Festivalfeeling, weil hier immer mehr Besuchergruppen voneinander abgetrennt werden. Ursprünglich ging es ja mal um gemeinsame Freude an Musik.


RocktröteAlex schrieb:
steht denn schon fest, dass das gewöhnliche camping weit draußen ist?

Zitat



Bin von dem Campingplan ausgegangen, der hier vor kurzem geteilt wurde:
imgur.com


Stuffi_95 schrieb:
Und bei Wacken sind die Duschen auch schon länger im Preis enthalten

Zitat



Ja, deswegen hab ich es nicht aufgezählt, da hier ja ne Vergleichbarkeit herrscht. Hinzu kommen Spülklos und ehemalige Frühanreisegebühr (insofern auch ein Tag länger Camping).


Henning schrieb:
Das Nahe Camping wird in Wacken aber auch immer weniger.

Zitat



Empfand ich dieses Jahr eigentlich nicht so. Richtig weit weg ist man eigentlich nur, wenn man auf A, B oder C ist. Und dass man da landet, ist zumindest nicht von der Brieftasche abhängig.


gjkillspeople schrieb:
Einen langen Weg zum Gelände gab es für einen Großteil der Leute schon immer. Wenn man auf den Plan guckt, ist zu erkennen, dass es in der Nähe des Rings nur wenige kleine Flächen gibt. Früher gingen diese Flächen an die Montagsanreiser, der Großteil der Leute musste schon immer latschen.

Zitat



Ich war 2010 aufm Krebsberg. Danach bin ich immer dienstags angereist und kam da locker (!) auf D5, also Premium. Mein Punkt ist aber ohnehin ein anderer: Damals konnte man das eben durch früher anreisen noch beeinflussen (man hat ja auch was dafür, wenn man auf Campingpartys steht), heute hat man gar keine Wahl, wenn man nicht tief in die Tasche greift.

Jetzt nochmal 30 Euro drauf ohne ne einzige Bandankündigung. Es ist so unglaublich dreist. Bin wirklich gespannt, was die an Tickets verkaufen. Wacken hat ja nur ein paar Stunden gebraucht für seine 75k.

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Rhapsode hat kommentiert

24.08.2022 23:50 Uhr·  Bearbeitet·

Moin! Wollt mich auch mal wieder melden. Also, wenn ich alles richtig überblicke, dann liegt ja Folgendes vor:

Nacktes Festivalticket 200 Euro, wo aber noch kein Camping inkludiert ist. Da gibts dann verschiedene Kategorien:
- General Camping (=normal/standard) für 70 Tacken pro Person. Parken und Campen getrennt. Zugehörige Campingplätze maximal weit vom Gelände entfernt (ca. 30-40 Minuten z.B. vom Krebsberg aus, weiß ich noch aus der Erinnerung).
- Green Camping: Konditionen wie bei General
- Rock'n'Roll Camping (=normal + Stromanschluss) für 130 pro Person. Parken und Campen getrennt. Campingplatz auch arschweit entfernt.
- Carawan-Camping (Wohnmobil/Bulli). Minimale Entfernung zum Gelände. Kostenpunkt 120 Euro fürs Campen pro Person und zusätzlich 100 Euro fürs Parken pro Fahrzeug.
- Car & Tent (wie normal plus Campen beim Auto), 70 Euro pro Person und zusätzlich 100 Euro pro Fahrzeug. Auch sehr weit vom Gelände entfernt.
- Neighbourhood (= Reservierungscamp), 600 Euro pro 40m² Parzelle inkl. Stromanschluss maximal 5 Pers./Parzelle und zus. 70 Euro pro Person. Camping und Parken getrennt. Mittelweite Entfernung (20 Minuten?) zum Gelände würd ich schätzen (obwohl mit "unmittelbarer Entfernung" geworben wird...)
- Experience (eigene Hütte), Kosten weiß ich gerade nicht, aber extrem teuer. Direkt am Gelände. Auch ohne direkte Parkplätze.

Halten wir fest: Mindestens 270 Euro für absolut beschissene Konditionen, für mittelgute Konditionen (Camping am Auto bzw. vernünftige Entfernung und/oder Strom) je nach Personenzahl bei Wagen/Parzelle 300-470 Euro und für gute Konditionen braucht man mindestens nen Bulli und muss dann 370 bzw. 420 (bei zwei bzw. einer Person, die im Fahrzeug pennt) bezahlen. Das alles erst in Preisstufe 1.
Da ja gern mit dem Wacken verglichen wird: Dort 300 Euro, endgültiger Preis, inkl. Parken beim Fahrzeug, 4 statt 3 Festivaltage, Camping bis zu einem vollen Tag länger, Teil des Lineups inkl. Headliner) vor Start des Ticketverkaufs, normale Campingflächen in der Nähe des Geländes. RaR (wahrscheinlich, wie sonst auch) deutlich teureres Lineup, was aber auch in der Vergangenheit stets der Fall war und nicht zu so krassen Differenzen geführt hat (manchmal sogar im Gegenteil).

Fazit für mich: Zu heftig. Werd ich niemals bezahlen bzw. wenn, dann nur in Verbindung mit Müllenbach. Einige Sachen wirken sehr nach Geldmacherei, insb. die Aufteilung der Campingplatzbereiche (vllt. keine Neuerung, hab mich jetzt erst damit beschäftigt): Nahe Campingplätze nur noch für ordentlich Kohle. Gestiegene Campingpreise auch da, wo kein direkter Zusammenhang zur Inflation bemerkbar (anders als bei Strom z.B.). Bei allem Verständnis zum allgemeinen Anstieg der Ticketpreise: Hier wird es mMn übertrieben. In Verbindung mit dem sehr stressigen Festivalgelände ("Schlauch") für mich immer weniger Argumente, nochmal zum Ring zu kommen.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

16.06.2021 13:09 Uhr

Ich will nach drei Jahren nur endlich wieder auf den Acker zurück. Alles andere ist mir egal.

Dass die Besucherzahl bei 20-30K liegt, macht die Sache nicht gerade unangenehmer. Können Sie von mir aus auch gleich für die nächsten Jahre beibehalten, dieses Festival.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

02.06.2021 14:39 Uhr


Stiflers_Mom schrieb:
Falls jemandem der neue Termin nicht passt: ich suche noch ein Ticket

Zitat


Werde ich mir merken, falls ich dazu was mitbekomme oder aus meiner Gruppe noch Leute abspringen. Vielleicht wäre jetzt gerade auch ne gute Gelegenheit, über das WOA-Forum anzufragen, vielleicht wollen ja angesichts des neuen Termins Leute noch was loswerden.

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Rhapsode hat kommentiert

18.05.2021 20:52 Uhr·  Bearbeitet·

Nicht zu vergessen wäre übrigens auch - gerade in Bezug auf RaR - dass auch im Bereich Deutschrap, der ja auch immer gut bedient wird, einige Rapperinnen am Start sind, denen zumindest ich deutlich mehr abgewinnen kann, als dem Großteil der männlichen Konkurrenz.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

18.05.2021 13:08 Uhr·  Bearbeitet·


kato91 schrieb:


Luddddi schrieb:


schrieb:
Ich entschuldige mich für mein gestriges Rumgetrolle, aber ich fand es halt nicht gut, das jemand seine Vergangenheit im Profil ,gecancelt’ hat um hier glaubwürdiger zu wirken. Zumindest wirkte es genau so auf mich aufgrund des Timings.

Back to Topic:
Angenommen Rock am Ring / im Park oder andere vergleichbare gitarrenlastige Festivals wie Download / Reload / Graspop / Wacken buchen wirklich (ungezwungen) mehr Bands mit Frauenanteil: würde das wirklich glaubwürdig wirken oder kämen dann nicht wiederum Vorwürfe, sie würden nur Purplewashing betreiben?

Zitat


Sagen wir's so: Festivals hätten ja durchaus die Möglichkeit das auch ohne viel Trara zu machen. Wenn sich der prozentuale Anteil jährlich um 5% verschieben würde, wären das bei rund 100 Bands (je nach Festival kommt das ja meistens hin so pi mal Daumen) ja dementsprechend auch nur 5 Bands mehr. Verteilt auf drei bis vier Festivaltage und mehrere Bühnen ist das nicht mal eine Band pro Bühne am Tag. Ich glaube, dass man das 3-4 Jahre kontinuierlich machen könnte, ohne dass es, wenn man nicht gezielt darauf achtet, groß auffallen würde und schon wäre man anstelle von ca. 15% bei ca. 30 - 35%, was doch schonmal ziemlich ordentlich wäre (und mEn auch immer noch nicht so weit weg, dass man sagen könnte, der Markt gibt das nicht her).

Klar, wenn man sich das jetzt zack für nächstes Jahr vornimmt und umsetzt, fällt das auf und hätte Statement-Charakter. Ich finde beides legitim, weil es am Ende dafür sorgt, dass mehr Frauen auf Festivalbühnen stehen. In einer Kulturszene, die ein offenes Weltbild von sich selbst hat (vgl. etwa Statement von RaR), kann man nämlich auch durchaus mal davon ausgehen, dass Veranstalter:innen dazu stehen, strukturelle Probleme nicht nur zu erkennen, sondern auch aktiv etwas dagegen zu tun und dafür dann auch angesichts etwaiger Kritik grade stehen.

Ich glaube aber, dass dem allergrößten Teil der potentiellen Besucher:innen eine solche Entwicklung zunächst mal egal ist und wenn überhaupt diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüßen würden, zahlenmäßig größer sind als die, die sich deshalb keine Karte mehr kaufen würden (aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet). Dafür hab ich natürlich keine Zahlen, das ist eine rein subjektive Empfindung. Fände es aber sehr bedenklich, wenn mir jemand ernsthaft sagen würde, dass er aufgrund von 10 Frauen, die zu Zeiten spielen, wo der Großteil sowieso noch auf dem Campingplatz saufen würde, keine Karte mehr kauft - und das obwohl in der Spitze halt immernoch die gleichen, etablierten und bereits jetzt vorhandenen Bands kommen.

Zitat


Wenn ich mir die Idioten ansehe, die vehement gegen eine geschlechterneutrale oder -ausgeglichene Sprache wettern, bin ich mir bei letztgenanntem Punkt gar nicht so sicher.

Das sind dann Menschen, die Angst haben, dass ihnen von einem Doppelpunkt oder Sternchen im geschriebenen oder gesprochenen gleich das Glied abfällt.

Zitat



Edit:
...ach was soll's, ist eh komplett Off-Topic.

Luddddigefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

18.05.2021 13:06 Uhr


Luddddi schrieb:
Ich glaube aber, dass dem allergrößten Teil der potentiellen Besucher:innen eine solche Entwicklung zunächst mal egal ist und wenn überhaupt diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüßen würden, zahlenmäßig größer sind als die, die sich deshalb keine Karte mehr kaufen würden (aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet). Dafür hab ich natürlich keine Zahlen, das ist eine rein subjektive Empfindung. Fände es aber sehr bedenklich, wenn mir jemand ernsthaft sagen würde, dass er aufgrund von 10 Frauen, die zu Zeiten spielen, wo der Großteil sowieso noch auf dem Campingplatz saufen würde, keine Karte mehr kauft - und das obwohl in der Spitze halt immernoch die gleichen, etablierten und bereits jetzt vorhandenen Bands kommen.

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Meine subjektive Empfindung wäre: Es kommt darauf an. Ich glaube, diesbezüglich wäre der von dir gerade eingebrachte Ansatz (kontinuierliche Zunahme des Frauenanteils mit kleiner Steigerung jährlich) hilfreicher, wenn die These stimmt - die ich zumindest für plausibel halte - dass das Publikum der Major-Festivals das Lineup qualitativ als schlecht empfinden, wenn plötzlich 30-50% Frauenanteil vorherrscht (nicht unbedingt, weil Sie die "Frauenbands" schlecht finden, sondern weil sie einfach auf gewisse andere Bands hoffen und auch ne Erwartungshaltung zugrunde legen, man kennt es aus jeder Lineup-Debatte). Bei einer langsameren Entwicklung hat man dagegen eine Eingewöhnungsphase, in der dann "Frauenbands" auch erstmal aufsteigen können und beliebter werden, sodass solche Lineups künftig dann anders bewertet werden vom Publikum.

Das bringt mich noch auf einen Gedanken, der mir beim Lesen des Vorkommentars gekommen ist: Je nachdem, in welcher Kategorie man das "Problem" (unter der Prämisse, dass es eines ist, worüber hier ja viel diskutiert wurde) zu welchen Anteilen lokalisieren würde (strukturell oder personell), kommt man auf unterschiedliche Antworten, jedoch: Ich persönlich finde es nicht angemessen, die "Schuld" - ich würde den Begriff "Verantwortlichkeit" präferieren - vom Konsumenten als Individuum zurückzuweisen und die Verantwortung allein den Unternehmen zuzuordnen, auf dass diese ihre eigenen Kunden richtig erziehen sollen. Das geht einfach gegen meine persönliche Vorstellung von Mündigkeit. Wenn ich selbst ein Problem damit habe, dass Amazon seine Leute schlecht bezahlt, dann sollte ich nicht mehr bei Amazon bestellen. Wenn ich ein Problem damit habe, dass auf den Privatsendern zu viel menschenverachtender Müll produziert wird, dann sollte ich diese nicht mehr einschalten. Wenn ich bei einem Festival der Ansicht wäre, dass der Ticketpreis zu teuer für das Lineup sei und Besucher abgezockt würden, dann kauf ich mir kein Ticket mehr (als Beispiel einer Debatte, die hier im Forum bzgl. des Wackens gefühlt jedes Jahr stattfindet). Und dasselbe gilt, wenn ich der Meinung bin, dass Frauen durch ein Festival systematisch diskriminiert werden. Der Kunde passt durch sein Kaufverhalten das Unternehmen an, umgekehrt funktioniert das nicht.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

17.05.2021 20:38 Uhr

August bis September sollten mindestens alle Impfwillige durch sein. Wir erhalten erst seit Mai wirklich nennenswerte Mengen und das wird sich noch weiter erhöhen (J&J kommt bald hinzu, ebenso Curevac).