Hi, ich bin Rhapsode
31 Jahre  (28.07.1990)
Student - Mathematik/Latein
Aurich/Wuppertal
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Kommentare von Rhapsode

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

16.06.2021 13:09 Uhr

Ich will nach drei Jahren nur endlich wieder auf den Acker zurück. Alles andere ist mir egal.

Dass die Besucherzahl bei 20-30K liegt, macht die Sache nicht gerade unangenehmer. Können Sie von mir aus auch gleich für die nächsten Jahre beibehalten, dieses Festival.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

02.06.2021 14:39 Uhr


Stiflers_Mom schrieb:
Falls jemandem der neue Termin nicht passt: ich suche noch ein Ticket

Zitat


Werde ich mir merken, falls ich dazu was mitbekomme oder aus meiner Gruppe noch Leute abspringen. Vielleicht wäre jetzt gerade auch ne gute Gelegenheit, über das WOA-Forum anzufragen, vielleicht wollen ja angesichts des neuen Termins Leute noch was loswerden.

MisterCracgefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

18.05.2021 20:52 Uhr·  Bearbeitet·

Nicht zu vergessen wäre übrigens auch - gerade in Bezug auf RaR - dass auch im Bereich Deutschrap, der ja auch immer gut bedient wird, einige Rapperinnen am Start sind, denen zumindest ich deutlich mehr abgewinnen kann, als dem Großteil der männlichen Konkurrenz.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

18.05.2021 13:08 Uhr·  Bearbeitet·


kato91 schrieb:


Luddddi schrieb:


schrieb:
Ich entschuldige mich für mein gestriges Rumgetrolle, aber ich fand es halt nicht gut, das jemand seine Vergangenheit im Profil ,gecancelt’ hat um hier glaubwürdiger zu wirken. Zumindest wirkte es genau so auf mich aufgrund des Timings.

Back to Topic:
Angenommen Rock am Ring / im Park oder andere vergleichbare gitarrenlastige Festivals wie Download / Reload / Graspop / Wacken buchen wirklich (ungezwungen) mehr Bands mit Frauenanteil: würde das wirklich glaubwürdig wirken oder kämen dann nicht wiederum Vorwürfe, sie würden nur Purplewashing betreiben?

Zitat


Sagen wir's so: Festivals hätten ja durchaus die Möglichkeit das auch ohne viel Trara zu machen. Wenn sich der prozentuale Anteil jährlich um 5% verschieben würde, wären das bei rund 100 Bands (je nach Festival kommt das ja meistens hin so pi mal Daumen) ja dementsprechend auch nur 5 Bands mehr. Verteilt auf drei bis vier Festivaltage und mehrere Bühnen ist das nicht mal eine Band pro Bühne am Tag. Ich glaube, dass man das 3-4 Jahre kontinuierlich machen könnte, ohne dass es, wenn man nicht gezielt darauf achtet, groß auffallen würde und schon wäre man anstelle von ca. 15% bei ca. 30 - 35%, was doch schonmal ziemlich ordentlich wäre (und mEn auch immer noch nicht so weit weg, dass man sagen könnte, der Markt gibt das nicht her).

Klar, wenn man sich das jetzt zack für nächstes Jahr vornimmt und umsetzt, fällt das auf und hätte Statement-Charakter. Ich finde beides legitim, weil es am Ende dafür sorgt, dass mehr Frauen auf Festivalbühnen stehen. In einer Kulturszene, die ein offenes Weltbild von sich selbst hat (vgl. etwa Statement von RaR), kann man nämlich auch durchaus mal davon ausgehen, dass Veranstalter:innen dazu stehen, strukturelle Probleme nicht nur zu erkennen, sondern auch aktiv etwas dagegen zu tun und dafür dann auch angesichts etwaiger Kritik grade stehen.

Ich glaube aber, dass dem allergrößten Teil der potentiellen Besucher:innen eine solche Entwicklung zunächst mal egal ist und wenn überhaupt diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüßen würden, zahlenmäßig größer sind als die, die sich deshalb keine Karte mehr kaufen würden (aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet). Dafür hab ich natürlich keine Zahlen, das ist eine rein subjektive Empfindung. Fände es aber sehr bedenklich, wenn mir jemand ernsthaft sagen würde, dass er aufgrund von 10 Frauen, die zu Zeiten spielen, wo der Großteil sowieso noch auf dem Campingplatz saufen würde, keine Karte mehr kauft - und das obwohl in der Spitze halt immernoch die gleichen, etablierten und bereits jetzt vorhandenen Bands kommen.

Zitat


Wenn ich mir die Idioten ansehe, die vehement gegen eine geschlechterneutrale oder -ausgeglichene Sprache wettern, bin ich mir bei letztgenanntem Punkt gar nicht so sicher.

Das sind dann Menschen, die Angst haben, dass ihnen von einem Doppelpunkt oder Sternchen im geschriebenen oder gesprochenen gleich das Glied abfällt.

Zitat



Edit:
...ach was soll's, ist eh komplett Off-Topic.

Luddddigefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

18.05.2021 13:06 Uhr


Luddddi schrieb:
Ich glaube aber, dass dem allergrößten Teil der potentiellen Besucher:innen eine solche Entwicklung zunächst mal egal ist und wenn überhaupt diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüßen würden, zahlenmäßig größer sind als die, die sich deshalb keine Karte mehr kaufen würden (aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet). Dafür hab ich natürlich keine Zahlen, das ist eine rein subjektive Empfindung. Fände es aber sehr bedenklich, wenn mir jemand ernsthaft sagen würde, dass er aufgrund von 10 Frauen, die zu Zeiten spielen, wo der Großteil sowieso noch auf dem Campingplatz saufen würde, keine Karte mehr kauft - und das obwohl in der Spitze halt immernoch die gleichen, etablierten und bereits jetzt vorhandenen Bands kommen.

Zitat



Meine subjektive Empfindung wäre: Es kommt darauf an. Ich glaube, diesbezüglich wäre der von dir gerade eingebrachte Ansatz (kontinuierliche Zunahme des Frauenanteils mit kleiner Steigerung jährlich) hilfreicher, wenn die These stimmt - die ich zumindest für plausibel halte - dass das Publikum der Major-Festivals das Lineup qualitativ als schlecht empfinden, wenn plötzlich 30-50% Frauenanteil vorherrscht (nicht unbedingt, weil Sie die "Frauenbands" schlecht finden, sondern weil sie einfach auf gewisse andere Bands hoffen und auch ne Erwartungshaltung zugrunde legen, man kennt es aus jeder Lineup-Debatte). Bei einer langsameren Entwicklung hat man dagegen eine Eingewöhnungsphase, in der dann "Frauenbands" auch erstmal aufsteigen können und beliebter werden, sodass solche Lineups künftig dann anders bewertet werden vom Publikum.

Das bringt mich noch auf einen Gedanken, der mir beim Lesen des Vorkommentars gekommen ist: Je nachdem, in welcher Kategorie man das "Problem" (unter der Prämisse, dass es eines ist, worüber hier ja viel diskutiert wurde) zu welchen Anteilen lokalisieren würde (strukturell oder personell), kommt man auf unterschiedliche Antworten, jedoch: Ich persönlich finde es nicht angemessen, die "Schuld" - ich würde den Begriff "Verantwortlichkeit" präferieren - vom Konsumenten als Individuum zurückzuweisen und die Verantwortung allein den Unternehmen zuzuordnen, auf dass diese ihre eigenen Kunden richtig erziehen sollen. Das geht einfach gegen meine persönliche Vorstellung von Mündigkeit. Wenn ich selbst ein Problem damit habe, dass Amazon seine Leute schlecht bezahlt, dann sollte ich nicht mehr bei Amazon bestellen. Wenn ich ein Problem damit habe, dass auf den Privatsendern zu viel menschenverachtender Müll produziert wird, dann sollte ich diese nicht mehr einschalten. Wenn ich bei einem Festival der Ansicht wäre, dass der Ticketpreis zu teuer für das Lineup sei und Besucher abgezockt würden, dann kauf ich mir kein Ticket mehr (als Beispiel einer Debatte, die hier im Forum bzgl. des Wackens gefühlt jedes Jahr stattfindet). Und dasselbe gilt, wenn ich der Meinung bin, dass Frauen durch ein Festival systematisch diskriminiert werden. Der Kunde passt durch sein Kaufverhalten das Unternehmen an, umgekehrt funktioniert das nicht.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

17.05.2021 20:38 Uhr

August bis September sollten mindestens alle Impfwillige durch sein. Wir erhalten erst seit Mai wirklich nennenswerte Mengen und das wird sich noch weiter erhöhen (J&J kommt bald hinzu, ebenso Curevac).

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

17.05.2021 15:21 Uhr


rockimpott2012 schrieb:


schrieb:


MyChemGD1234 schrieb:


schrieb:


MyChemGD1234 schrieb:


rockimpott2012 schrieb:
@MYCHEMGD1234: Impliziert Chancengleichheit für dich denn auch, dass bereits erfolgreiche Acts auf einem (nehmen wir mal an) gleich groß bleibenden Musikmarkt, der nicht Platz für mehr Acts lässt, zurücktreten müssen, um Platz für mehr Acts einer bestimmten anderen Gruppe (hier: weibliche Acts) zu machen? Oder betrifft das in erster Linie die Integrierung noch junger Acts in den Markt, die erstmalig für Festivals gebucht werden? Wie würdest du da vorgehen?

Zitat


Die Vorstellung, dass es sich dabei generell um ein Nullsummenspiel (sprich: bei zwei Spieler*innen verliert eine*r und eine*r gewinnt) handelt, ist gerade im Streamingzeitalter aus meiner Sicht falsch. Es gibt (prinzipiell) genug Raum für alle.

Was Festivallineups explizit angeht: Mehr Konkurrenz wird für einige Acts natürlich erstmal Nachteile bringen, weil Slots umkämpfter werden. Das betrifft vermutlich gerade mittlere bis kleine Slots. Vor dem Hintergrund, dass Männer lange schon von ihren Privilegien profitieren, ist das aber wohl ein nötiges Übel. Bleiben wir mal bei dieser ökonomischen Sicht und betrachten das alles als einen Markt: Hat sich das alles etabliert und mehr Bands mit weiblicher Beteiligung starten durch, wird die gesteigerte Konkurrenz dafür sorgen, dass die Qualität der Lineups zunimmt, weil mittelmäßige Männer von guten Frauen ersetzt werden. In der Politik sieht man das zum Beispiel in Parlamenten, in denen Frauenquoten eingeführt wurden. Dass Männer da um ihre Position bangen ist zu einem gewissen Grad also nachvollziehbar, letzten Endes ist der "Wettbewerb" aber nur so fair.

Solche Entwicklungen könnten sogar den Vorteil haben, die Ungleichheiten zwischen Gagen zu reduzieren. Gerade für Headliner sind die Gagen in den letzten Jahren ja schon extrem gestiegen. Muse können sicherlich auch überleben, wenn sie "nur" 500.000 pro Abend bekommen statt 1.000.000.

Zum Vorgehen: Ich kann mit einer Quote leben, die nach und nach hochgesetzt wird. Ich kann aber auch ohne Quote leben, wenn der Wille erkennbar ist, dem Trend entgegenwirken und das Problem und die eigene Rolle in diesem Problem anerkennen zu wollen.

Da es tatsächlich in der Tendenz mehr zugkräftige Männer-Headliner gibt, finde ich die Idee gut zu versuchen das Feld schrittweise von unten aufzurollen. Wenn man in Quoten denken möchte, könnte man sogar auf unterster Ebene 50% (oder meinetwegen auch 40% oder 30% erstmal) setzen und diesen Anteil nach und nach – je höher man geht – abschwächen. Wenn man besagte Acts dann noch clever positioniert (Thema Hauptbühne) bin ich mir sicher, dass Festivals wie Rock am Ring oder das Hurricane da langfristig Teil einer progressiven, für Veränderung sorgenden Bewegung sein können.

Zitat


verstehe ich und sehe auch einige gute Argumente.
Denoch sehe ich die Umsetzung schwierig

Zitat


Hast du konkrete Punkte, woran die Umsetzung scheitern könnte?

Zitat


Eine Quote zu definieren die anteilige Eigenschaften festlegen soll die grundsätzlich kein Kriterium sein dürfen ist ein Widerspruch an sich und deshalb mmn. nicht gerecht umsetzbar.

Zitat


Ein Gegenargument zu deiner Aussage könnte sein, dass dies dann doch ein Kriterium sein dürfte, wenn unter bestehenden Verhältnissen eine Gruppe gegenüber einer anderen übermäßig bevorteilt wäre. (Das Argument der "ausgleichenden Gerechtigkeit", das natürlich wiederum daran hinkt, dass man den Vorteil einer Gesamtgruppe vergleicht und nicht den der Individuen, diese fallen mitunter durchs Raster, um ein höheres Ziel zu erreichen. Daher ist es ein sehr streitbares Argument.)

Zitat


Disclaimer: Meine folgenden Ausführungen beziehen sich allein auf rechtlich verordnete Quoten. Wer Quoten als Lösungsinstrument nur in Form freiwillig aufgestellter Quoten (z.B. in Satzungen) betrachtet, braucht sich das also nicht durchzulesen.

Bei dem Argument gehe ich aus einem anderen Grund nicht mit: Angenommen wir können alle darin übereinkommen, dass es eine strukturelle oder sogar personelle Diskriminierung von Frauen beispielsweise auf einem branchenspezifischen Arbeitsmarkt gibt. Dann ist diese aber zumindest nicht von Rechts wegen vorgeschrieben und damit individuell umgehbar (Stichwort: Goodwill), anders als es etwa vor einigen Jahrzehnten noch war, als Frauen nicht ohne Zustimmung ihrer Ehemänner ein Bankkonto eröffnen durften oder Vergewaltigung straffrei blieb, solange sie vom Ehemann ausgeübt wurde.

Würde man jetzt aber eine "Ausgleichsdiskriminierung" für die "unfairen Privilegien" der Männer in den letzten Jahrzehnten rechtlich verankern, so hat man hier doch eine starke Asymmetrie hinsichtlich der Wirkungsmächte der jeweiligen Diskriminierung. Es wäre in dem Fall eben nicht mehr umgehbar (das soll ja auch für Befürworter gerade so sein). Damit unterscheiden sich die jeweiligen Diskriminierungsarten qualitativ jedoch hochgradig.

Ich weiß auch nicht, ob das überhaupt einer rechtlichen Überprüfung durch die Verfassungsgerichte standhalten würde. Da gab es ja in den letzten Jahren schon die ein oder andere Ohrfeige an entsprechenden politischen Bestrebungen. Kürzlich zum Beispiel in Bezug auf die Quote bei Wahllisten ("Paritätsgesetze"). Im Dezember 2020 hat das BVerfG zum Beispiel festgestellt in Bezug auf eine Wahlprüfungsbeschwerde (Thema war: Verwurf des Bundestages einer Anfechtung zur Bundestagswahl 2017 aufgrund nicht paritätischer Wahllisten):


"Demgemäß garantiert der Grundsatz der Gleichheit der Wahl aus Art. 38 Abs. 1 Satz 1 GG jeder Partei und allen Bürgerinnen und Bürgern, die gemäß Art. 38 Abs. 2 GG wählbar sind, als Wahlbewerber ein Recht auf Chancengleichheit (vgl. BVerfGE 41, 399 ). Dieses Recht beinhaltet, dass jeder Partei und jedem Wahlbewerber grundsätzlich die gleichen Möglichkeiten im Wahlkampf und Wahlverfahren und damit gleiche Chancen im Wettbewerb um die Wählerstimmen offenstehen müssen (passives Wahlrecht) (vgl. BVerfGE 21, 196 ; 41, 399 ). Durchbrechungen des Grundsatzes der Wahlgleichheit bedürfen wegen seines formalen Charakters eines besonderen, sachlich zwingenden Grundes (vgl. BVerfGE 51, 222 ), das heißt eines Grundes, der durch die Verfassung legitimiert und von einem Gewicht ist, das dem Grundsatz der Wahlgleichheit die Waage halten kann (vgl. BVerfGE 95, 408 ; 129, 300 ; 130, 212 ; 135, 259 ).

(2) Gewährleistet das passive Wahlrecht allen Staatsbürgerinnen und Staatsbürgern aber die formal gleiche Chance, Mitglied des Parlaments zu werden (vgl. BVerfGE 40, 296 ), könnte das Fehlen von Paritätsvorgaben im Bundestagswahlrecht gerade der Chancengleichheit aller sich um eine Kandidatur Bewerbenden im Sinne von Art. 38 Abs. 1 Satz 1 GG Rechnung tragen, während die Anordnung von Paritätsverpflichtungen diesem Grundsatz widerspräche (vgl. BayVerfGH, Entscheidung vom 26. März 2018 - Vf. 15-VII-16 -, NVwZ-RR 2018, S. 457 ; VerfGBbg, Urteil vom 23. Oktober 2020 - VfGBbg 9/19 -, Rn. 126 f.).

Soweit die Beschwerdeführerinnen dem entgegenhalten, dass ein Eingriff in die passive Wahlgleichheit bei einer paritätischen Aufteilung der Wahlvorschläge deshalb ausscheide, weil beiden Geschlechtern eine gleichgroße Zahl an Nominierungsmöglichkeiten zur Verfügung stehe, haben sie es versäumt, sich damit auseinanderzusetzen, dass es sich bei der passiven Wahlgleichheit um ein auf das Individuum bezogenes Recht handeln könnte. Selbst wenn hinsichtlich einzelner Gruppen eine jeweils gleiche Anzahl an Plätzen zur Verfügung steht, ändert dies nichts an der Tatsache, dass für den einzelnen Bewerber die Möglichkeit, für bestimmte Plätze zu kandidieren, entfällt, wenn diese Plätze Gruppen vorbehalten sind, denen er nicht angehört (vgl. Morlok/Hobusch, NVwZ 2019, S. 1734 )."

Zitat



https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2020/12/cs20201215_2bvc004619.html
Absätze 57-59

dropkick42gefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

17.05.2021 10:00 Uhr·  Bearbeitet·


Ig0oR schrieb:
Ich kann mir beim besten willen nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. 3 Monate Abstand von 1. und 2. Impfung bei AZ. Der Impfschutz soll immer besser werden je länger es dauert bis zu einem Punkt, den die wenigsten Vakzine überhaupt erreichen. Und dann nach dem doppelten der Wartezeit soll der Schutz weg sein?

Zitat



Bei den Vektorimpfstoffen wie AZ wird das Erbgut des Virus über Vektorviren in den menschlichen Körper übertragen. Diese schleusen das Erbgut in körpereigene Zellen, die in Folge die Spike-Proteine des Virus auf ihrer eigenen Oberfläche produzieren. In der darauf folgenden Kette von Immunreaktionen werden anhand dieser Proteine Antikörper entwickelt, die zum Immunisierungszustand führen. Nun gibt es zwei Gründe dafür, eine Zweitimpfung nicht zu früh durchzuführen:

1) Die gebildeten Antikörper sind nicht von Anfang an perfekt gebildet, sondern es braucht dafür eine gewisse Adaptionszeit. Die Zweitimpfung ergibt aber erst Sinn, wenn die Antikörper bereits vollständig gebildet waren.

) Der Körper produziert überdies zusätzliche Antikörper gegen das Vektorvirus selbst, die dieses unbrauchbar machen können. Eine zu frühe Zweitimpfung birgt aber das Risiko, dass diese Antikörper noch ausreichend vorhanden sind, um den Immunisierungsprozess zu stören.

Jetzt zu den Auffrischungen (die inhaltlich zu unterscheiden von Zweitimpfungen sind, da Letztere die Immunantwort nur weiter stimulieren sollen, und die es für sehr viele "einmalige" Impfungen wie bei den typischen Kinderimpfungen auch gibt):

Ob und wann Auffrischungen notwendig sind, ist entscheidend davon abhängig, wie lange die Gedächtniszellen des Körpers den Bauplan für die Antikörper speichern. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich würde auch behaupten, dass man das so genau zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht wissen kann, es wird sich aber in Folge der Massenimpfungen die diesbezüglich notwendige Datenlage rasch ergeben (man denke etwa an Israel und USA, die schon deutlich früher signifikante Teile der Bevölkerung geimpft haben als wir). Ich glaube übrigens nicht, dass man dafür eine Kontrollgruppe von Leuten braucht, die häufigere Auffrischungen erhalten, denn es reicht ja, abzuwarten und zu beobachten, wo wieder signifikant Infektionen unter Geimpften auftreten.

Natürlich spielen auch noch Mutationen des Coronavirus eine mögliche Rolle, aber da wird man sehen müssen, wie gut die bisherigen Impfungen auch gegen diese wirken. Jedenfalls gilt: Je mehr Leute geimpft sind, umso schwieriger macht man dem Virus die Mutation, einfach weil es sich dafür reproduzieren muss. Das ist übrigens ein weiterer Grund, warum Impfen im Grunde nicht nur ne reine Privatsache ist und das ganze Impfskeptikertum brandgefährlich ist.


Ig0oR schrieb:
Ich glaube eher da wollen die Hersteller einfach nur im Spiel bleiben was die gewinnbringenden Absatzzahlen angeht.

Zitat


Was hat denn die STIKO mit den Gewinninteressen der Hersteller zu tun? Bitte nicht in den falschen Hals bekommen, aber: Es wäre der gesamten Debatte wirklich zuträglich, wenn man aufhören würde, derartige Verschwörungstheorien in die Welt zu setzen, denn genug Leute lassen sich davon beeinflussen und verweigern in Folge als aufrechte Kämpfer gegen die böse Pharmalobby die Impfung, was nicht nur für sie selbst, sondern auch für uns alle (s.o.) zum Problem werden kann.

Solche Narrative kann man halt immer weiter spinnen: Der nächste wird behaupten, dass die Impfhersteller absichtlich keine dauerhaft wirksamen Impfstoffe herstellen, damit sie weiter daran verdienen können. Das kann man dann höchstens unter ganz glücklichen Umständen beweisen, wenn es stimmt, aber unmöglich widerlegen, wenn es nicht stimmt. Ab dann wird das Thema Impfen zur Religion.

Zur Debatte im Allgemeinen und zu Kato:
Ich persönlich glaube, das wir in einigen Monaten wieder in einen Normalzustand gelangen werden. Daran wird die Frage, wie oft aufgefrischt werden muss, nichts ändern. Im schlimmsten Fall müssen wir uns halt regelmäßig auffrischen, worin aber kein großes Hindernis liegt. Bis dahin wird genug Impfstoff produzierbar sein und man kann das größtenteils über die Arztpraxen regeln, weil ja nicht mehr alle auf einmal die Auffrischung erhalten müssen. Das Ganze könnte zur Routine ähnlich wie die Urinprobe oder das Messen des Blutdrucks werden. Entscheidend wird da der Goodwill der Bevölkerung sein, hierbei mitzumachen. Wobei ich darauf hoffe, dass die Bereitschaft mit Erkenntnis steigt, dass einem nach der vorigen Impfung kein zweiter Kopf gewachsen ist.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

16.05.2021 22:41 Uhr


Stiflers_Mom schrieb:


MinistryOfDeath schrieb:
Was mich ja mal interessieren würde, gibt es auch hier im Forum betroffene Frauen, also die Rock-/Metalmusik machen bzw. in einer Band spielen? Wie steht ihr zu dem Thema? Wurdet ihr dabei schon mal aufgrund eures Geschlechts benachteiligt?

Ich finde die Diskussion ja sehr sachlich und gesittet, habe nur die Befürchtung, dass die allermeisten das gar nicht nachvollziehen können (mich eingeschlossen). Nicht das es am Ende wie bei Thomas Gottschalk läuft, der darüber philosophiert, wie sich Menschen mit dunkler Hautfarbe fühlen

Zitat


Kleiner Exkurs:
Ich mache keine Musik selbst, aber rezipiere vor allem Livemusik in überdurchschnittlichem Ausmaß.
Was bei Männern als musikverrückt, leidenschaftlich und "das Leben genießen" aufgenommen wird, funktioniert für mich als Frau leider nicht. Mir werden sexuelle Absichten unterstellt, gar Verliebtsein oder ich werde einfach grundsätzlich als "psychisch gestört" abgestempelt. Solche Aussagen sind nicht die Ausnahme, sondern die Regel. Und zwar in allerhand Kreisen.
Da will ich mir überhaupt nicht vorstellen, mit was sich Frauen konfrontiert sehen, die sich auf einer Bühne präsentieren.

"Kann ja wohl nicht normal sein!" Doch, kann es.

Zitat


Heftig, traurig und im worteigensten Sinne bedenklich.

ironmangefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

16.05.2021 22:38 Uhr·  Bearbeitet·


Nikrox schrieb:


Rhapsode schrieb:


Nikrox schrieb:
1. Was soll dieses (sorry) Gequatsche über Genetik?

Zitat


In der gesamten dreiseitigen Diskussion hat nur anfänglich Locust einmal diesen Terminus benutzt und hinterher die Wortwahl angepasst. Insofern gibt es kein "Gequatsche" über Genetik.


Nikrox schrieb:
Rechnen wir jetzt hier aus, wer genetisch bedingt das und das hört und so und so drauf ist?

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben?


Nikrox schrieb:
2. Warum nehmen sich Männer immer raus, die Probleme, die offensichtlich FLINTA* betreffen, am besten bewerten zu können?

Zitat


Das ist ein Forum, wo Leute ihre Meinung zu nem Thema äußern. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Den Rest interpretierst du daraus. Zudem wird hier doch von allen Seiten bislang versucht, sachlich und differenziert an das Thema heranzugehen. Im Übrigen ging es in der ganzen Debatte nicht um FLINTA*, sondern um F.


Nikrox schrieb:
3. Ludddi und Stiflers Mom haben jetzt doch mehrmals gesagt, dass es ihnen nicht pauschal um eine Quote geht, sondern um das Problem allgemein.

Zitat


Ja, ich habe den Eindruck, das hat auch jeder verstanden. Die Thematik wird aber allgemein auch unter Einbeziehung weiterer Positionen diskutiert. Zudem ergibt sich das Thema automatisch im Kontext von möglichen(zumindest strukturellen/politischen) Lösungsvorschlägen.


Nikrox schrieb:
Warum fühlen sich Männer immer direkt angegriffen bei so einer Diskussion? Keiner will euch euren Musikgeschmack wegnehmen.

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben?


Nikrox schrieb:
4. Nur weil ihr persönlich in eurem Umfeld dieses Problem nicht seht, kann es doch trotzdem existieren?

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben/geleugnet?

Ich hab mal ne Gegenfrage: Hier gab es einen ganzen Tag lang einen sachlich geführten Meinungsaustausch mehrerer Beteiligter. Warum nimmst du diesen zum Anlass, Strohmänner aufzubauen und "persönlich" zu werden? (Anführungszeichen, da du ja niemanden direkt angesprochen hast)

Zitat



So jetzt schaffe ich es auch mal hier zu antworten. Ich hoffe das wird kein zu schlimmer Zitate-Salat.
An sich läuft die Diskussion ja auch voll in Ordnung und seit vorgestern sind auch einige gute Posts dazugekommen.
Trotzdem war ich bei einigen Beiträgen sichtlich über den Inhalt erschrocken. Das wollte ich mit meinem Beitrag ausdrücken.

In der gesamten dreiseitigen Diskussion hat nur anfänglich Locust einmal diesen Terminus benutzt und hinterher die Wortwahl angepasst. Insofern gibt es kein "Gequatsche" über Genetik.

Zitat


Nein, es gab auch eine 2. Person, die darüber geschrieben hat - auch wenn das Wort Genetik nicht gefallen ist. Auch die Wortwahl hat jetzt nicht so viel daran geändert. Das geht in meinen Augen einfach garnicht, das Thema mit Genetik zu verbinden - weil man dann eben schnell da ist, das ich überspitzt danach genannt habe.


Nikrox schrieb:
2. Warum nehmen sich Männer immer raus, die Probleme, die offensichtlich FLINTA* betreffen, am besten bewerten zu können?

Zitat


Das ist ein Forum, wo Leute ihre Meinung zu nem Thema äußern. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Den Rest interpretierst du daraus. Zudem wird hier doch von allen Seiten bislang versucht, sachlich und differenziert an das Thema heranzugehen. Im Übrigen ging es in der ganzen Debatte nicht um FLINTA*, sondern um F.

Zitat


Puh, du hast einen ganzen Aufsatz geschrieben, der mit vermeintlichen Argumenten gefüllt ist, warum DU das ja alles als nicht so schlimm siehst usw.
Außerdem kann es keine gender-Debatte geben, ohne auch LINTA* miteinzubeziehen. Und nachdem du ja offensichtlich viele Fremdwörter in deinem Wortschaft hast, kannst du diese ja vielleicht auch noch mit aufnehmen und dich nicht drüber lustig machen. Aber dein Absatz zu gendern zeigt ja schon, was du davon hältst.


Nikrox schrieb:
3. Ludddi und Stiflers Mom haben jetzt doch mehrmals gesagt, dass es ihnen nicht pauschal um eine Quote geht, sondern um das Problem allgemein.

Zitat


Ja, ich habe den Eindruck, das hat auch jeder verstanden. Die Thematik wird aber allgemein auch unter Einbeziehung weiterer Positionen diskutiert. Zudem ergibt sich das Thema automatisch im Kontext von möglichen(zumindest strukturellen/politischen) Lösungsvorschlägen.

Zitat


Ich habe nicht den Eindruck, dass das jeder verstanden hat. Sonst würde es nicht immer noch in jede Menge Beiträgen darüber gehen. Aber das wurde jetzt auch schon von anderen aufgegriffen, dass es ja scheinbar mal die Forderung dieser vermeintlichen "Bewegung" war.


Nikrox schrieb:
Warum fühlen sich Männer immer direkt angegriffen bei so einer Diskussion? Keiner will euch euren Musikgeschmack wegnehmen.

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben?

Zitat


Den Teil finde ich ganz lustig, weil die Reaktionen hier voll davon sind. Es wurde auch einige Male geschrieben, dass sich Personen nicht vorschreiben lassen wollen, was sie zu hören haben bzw. vorgesetzt bekommen wollen, wer auf einem Festival spielt, nur damit die Quote (oder wer auch immer) zufrieden ist. Ich werde dir aber nicht den Gefallen tun, hier jetzt stundenlang Zitate zusammenzukopieren, nur weil du mir jetzt ein paar Mal "hat wer wann wo geschrieben" vor die Nase gehalten hast. Hat BNPRT ja auch schon beantwortet.


Nikrox schrieb:
4. Nur weil ihr persönlich in eurem Umfeld dieses Problem nicht seht, kann es doch trotzdem existieren?

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben/geleugnet?

Zitat


Viele Beiträge waren aus einer persönlichen Sicht mit "in meinem Umfeld ist es so und so". Also auch das lässt sich hier in dem Thread zu Genüge finden. Zum Beispiel dass Personen nicht mal genug Bands kennen, die das Lineup füllen könnten.

Aber das soll jetzt hier auch kein ewiges hin und her werden.
Habe leider grade nicht so viel Zeit. Suche aber nachher noch ein paar Studien und Artikel zu dem Thema raus. Da gibt es durchaus einiges.
Hier z.B. ein Artikel über eine Studie aus Australien, die zeigt, dass Mädchen im Abschlussjahr ihrer Schule sogar mehr musikalische Fächer belegen, als Jungs und der Anteil von Geschlechtern, die Musik an einer Hochschule studieren, bei etwas 50/50 liegen.
Trotzdem verdienen FLINTA* in der Musikindustrie weniger, sind weniger auf Festival Lineups vertreten, sind weniger in Jobs der Musikindustrie vertreten und haben weniger hohe Positionen in Musik-Industrie-Unternehmen.
www.beat.com.au

Aus meiner persönlichen Erfahrung (arbeite für einen größeren deutschen Veranstalter) ist es mir beim Thema "Women in Country Music" oft begegnet. Da gibt es schon seit Jahren eine Debatte, warum Künstlerinnen im Radio in den USA und Kanada so viel weniger gespielt werden.
Dazu hier ein Artikel über eine kanadische Studie zu dem Thema:
www.cbc.ca

Zitat


Nur mal eben ein paar Anmerkungen auf die Schnelle, denn das Meiste habe ich bereits ausführlich genug erklärt:

1) Ich habe eine gewaltige Aversion gegen deinen sich hier - trotz meiner langen erklärenden Antwort an Malte (BNPRT) - wiederholenden Diskussionsstil, der weiterhin darauf basiert, nur zu sagen, woran du dich allgemein in der Debatte hier störst und was du beim Lesen der Kommentare empfindest, ohne wenigstens exemplarisch ein paar entsprechende Stellen konkret zu benennen und "Butter bei die FIsche" zu geben. Damit beraubst du nämlich andere Debattenteilnehmer der Möglichkeit/Chance, auf deinen Vorwurf eingehen zu können und ihr Fehlverhalten entweder zu reflektieren oder klar zu stellen, wie die Aussage tatsächlich gemeint war. Bestes Beispiel dafür ist jetzt die ominöse "2. Person" (unklar wer), die zwar nicht schrieb, was du ursprünglich wörtlich beanstandet hast, aber irgendwas, was auch "gar nicht geht" (unklar was). Besonders frech finde ich, dass du dir nach eigener Aussage auch die Mühe nicht machen willst, obwohl du ja anscheinend gelesen hast, warum mich das stört (und das habe ich auch nicht mit persönlichen Gefühlen, sondern aus rein diskurstheoretischen Zusammenhängen geschlussfolgert). Abgesehen davon, dass eine Auseinandersetzung ja nicht wirklich auf argumentationslogischer Ebene stattfindet (soll heißen: Was ist der Fehlschluss am Argument des Gegenübers? Welches andere Argument wird übersehen? Sind gewisse Fakten falsch dargestellt oder interpretiert? Ist das Argument überhaupt ein sachliches, belegbares? Etc.pp.), sondern plötzlich ein emotionaler Layer darüber geschoben wird, mit dem zumindest ich im Kontext von Sachdiskussionen überhaupt nichts anfangen kann und der mich regelmäßig besonders im Kontext identitätspolitischer Debatten veranlasst, mich auszuklinken. Wobei diese Debatte hier und vor allem auch die Beiträge der Seite, der ich inhaltlich weniger zustimmen würde, wirklich glorreich herausstechen.

2) Mir ist nicht ansatzweise klar, warum jegliches Thema im Zusammenhang mit Diskriminierungen, was jetzt Frauen im Allgemeinen betrifft, per Automatismus auch auf L, I, N, T, A, und * anwendbar sein sollte. Ich würde meinen, wir reden hier von unterschiedlichen Personenkreisen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, Sorgen, Diskriminierungserfahrungen und alltäglichen Problemen, die sich auch bisweilen oder auch häufig überschneiden, aber nicht überall. Im Übrigen muss ich sofort widersprechen, dass ich mich angeblich über den Begriff FLINTA* lustig mache (woher nimmst du diese Behauptung überhaupt?). Gleichwohl sage ich aber ganz ehrlich, dass ich die Kategorisierung von Leuten in Schubladen grundsätzlich nicht sinnvoll finde, und genau das passiert bei solchen Begriffen meiner Meinung nach.

3) Genausowenig habe ich irgendwo dargelegt, dass ICH das Thema "nicht schlimm" finde. Ich habe lediglich eingangs erläutert, dass solche Debatten aus einer erkenntnistheoretischen Sicht unfassbar schwierig sind, weil viele der geäußerten Thesen nicht so leicht beweisbar sind, wie hier bisweilen glauben gemacht wird, indem mal die ein oder andere Studie zitiert wird (die ja doch häufig Korrelationen darstellen, aber nicht zwangsläufig auch die Kausalitäten), und weil ich meine, dass man manchmal noch einen Schritt vorher ansetzen muss (nämlich allein bei der Klärung der Zielsetzung: "Welchen gesellschaftlichen Zustand im allgemeinen oder im konkreten Fallbeispiel wollen wir erreichen, und warum ist dieser sinnvoll?"). Mir ist schon klar, dass manche Leute von Natur aus glauben, das "Richtige" zu wollen, aber ich bin da von Natur aus skeptisch (vielleicht auch Berufskrankheit). Das heißt aber nicht, dass ich es in irgend einer Hinsicht "gut" fände oder bereitwillig akzeptieren würde, wenn mir eindeutig und zweifelsfrei gezeigt wird, dass Frauen oder auch i.A. jede andere beliebige Gruppe im Missverhältnis und ohne sachlich begründbaren Hintergrund benachteiligt wird. Ich muss zum Beispiel im hier konkreten Fall auch sagen, dass ich beim Threadanfang vor 3 Jahren schon heftig und auch wenig plausibel erklärbar fand, dass das HuSo bei ~40 Bands oder so keine Musikerin dabei hatten, denn der Anteil von Frauen in der Musik mag zwar kleiner, aber gewiss nicht in der Größenordnung 2-3% sein. Und n=40 ist ja auch irgendwie schon groß genug, um zufällige Ausreißer noch unplausibler wirken zu lassen (im Gegensatz zu einstelligen n).

Jetzt habe ich doch wieder viel zu viel geschrieben. Naja...

rockimpott2012gefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

15.05.2021 10:46 Uhr·  Bearbeitet·


BNPRT schrieb:
Keine Lust zu zitieren, aber keiner der Männer die sich dran stoßen, würden es hier dann auch so kommunizieren oder es überhaupt als "Problem" wahrnehmen. Also hat wer wann wo geschrieben befindet sich nicht auf Papier. Daher sehe ich das schon auch wie Nikrox.
Für mich klingt es überspitzt gesagt dann immer nach: "ich bin ja nicht rechts, aber..".

Ich bin insgesamt der Auffassung, die Veranstalter können vielleicht was ändern, aber am Ende muss man da einfach als möglicher Besucher konsequent sein.

Zitat


[Metadiskussion]
Wenn ich nicht inhaltlich ein Argument aufstelle, sondern meinen Beitrag darauf basiere, anderen anhand ihrer Argumente Gesinnungen zu unterstellen (und leider passiert das bei solchen Debatten gerade beim geschriebenen Wort im Internet nur allzu häufig), dann ist das erstmal ein Angriff (der ja legitim sein kann), und dann habe ich das nicht bloß zu behaupten, sondern auch zu begründen. Dazu gehört mindestens:

1. Den oder die konkrete(n) Passus zu zitieren, auf die man sich inhaltlich bezieht, damit sich in Folge nicht irgendwie jeder und gleichzeitig keiner angesprochen fühlt,
2. In der zitierten Passage die eigene Behauptung konkret aufzuzeigen oder - wenn das nicht geht -
3. zumindest herzuleiten bzw. zu begründen, warum die eigene Behauptung aus der zitierten Passage folgt oder so verstanden werden kann.

Wenn man das alles unterlässt, dann ist man beim bloßen Argumentum ad hominem, das zwar ein beliebtes rhetorisches Stilmittel aber kein Ersatz für eine sachlich gehaltvolle Aussage in einer Sachdiskussion ist, die bislang (vielleicht mit wenigen Ausnahmen, die ich gerade nicht präsent habe) von allen Beteiligten und Seiten geführt wurde, was angesichts der Thematik und des Mediums meiner bisherigen Erfahrung nach vorbildlich hier funktioniert hat und mir in Erinnerung ruft, warum ich die Leute in diesem Forum sehr respektiere und schätze.

Auch das, was man im ersten Moment subjektiv "fühlt", wenn man das geschriebene (!) Wort anderer Diskussionsteilnehmer liest, muss nicht per se falsch sein, gehört aber auch selbstreflektierend auf den Prüfstand anhand objektiver Kriterien. Ich kann da persönlich den Ratschlag geben, und zwar ganz unabhängig von dieser Thematik, einfach nicht immer das Schlechte im Menschen zu vermuten, sondern ernsthaft zu überprüfen, ob der eigene Eindruck zwangsläufig ist, oder es auch andere plausible Interpretationsmöglichkeiten gibt. Dazu gehört auch zu hinterfragen, ob der Sender einer Botschaft überhaupt einen Inhalt jenseits der Sachebene übermitteln möchte (Stichwort: Selbstoffenbarung/Appell/Beziehung). Nicht dass mir das selbst immer gelingt, aber ich versuche es häufig.

Wenn man das alles nicht tut, und dem ersten Impuls freien Lauf lässt, können sich andere (zurecht oder auch nicht) unfair attackiert fühlen und ihrerseits unsachlich werden. In der Folge wird die Debatte "toxisch" und es geht plötzlich um alles, aber nicht mehr wirklich um das eigentliche Thema. Wie jetzt in den letzten 5 Posts, diesen mitgerechnet. Edit: Und den von jestertear rausgerechnet (sorry )
[/Metadiskussion]

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Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

14.05.2021 23:27 Uhr


Nikrox schrieb:
1. Was soll dieses (sorry) Gequatsche über Genetik?

Zitat


In der gesamten dreiseitigen Diskussion hat nur anfänglich Locust einmal diesen Terminus benutzt und hinterher die Wortwahl angepasst. Insofern gibt es kein "Gequatsche" über Genetik.


Nikrox schrieb:
Rechnen wir jetzt hier aus, wer genetisch bedingt das und das hört und so und so drauf ist?

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben?


Nikrox schrieb:
2. Warum nehmen sich Männer immer raus, die Probleme, die offensichtlich FLINTA* betreffen, am besten bewerten zu können?

Zitat


Das ist ein Forum, wo Leute ihre Meinung zu nem Thema äußern. Nicht weniger, aber auch nicht mehr. Den Rest interpretierst du daraus. Zudem wird hier doch von allen Seiten bislang versucht, sachlich und differenziert an das Thema heranzugehen. Im Übrigen ging es in der ganzen Debatte nicht um FLINTA*, sondern um F.


Nikrox schrieb:
3. Ludddi und Stiflers Mom haben jetzt doch mehrmals gesagt, dass es ihnen nicht pauschal um eine Quote geht, sondern um das Problem allgemein.

Zitat


Ja, ich habe den Eindruck, das hat auch jeder verstanden. Die Thematik wird aber allgemein auch unter Einbeziehung weiterer Positionen diskutiert. Zudem ergibt sich das Thema automatisch im Kontext von möglichen(zumindest strukturellen/politischen) Lösungsvorschlägen.


Nikrox schrieb:
Warum fühlen sich Männer immer direkt angegriffen bei so einer Diskussion? Keiner will euch euren Musikgeschmack wegnehmen.

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben?


Nikrox schrieb:
4. Nur weil ihr persönlich in eurem Umfeld dieses Problem nicht seht, kann es doch trotzdem existieren?

Zitat


Hat wer wann wo geschrieben/geleugnet?

Ich hab mal ne Gegenfrage: Hier gab es einen ganzen Tag lang einen sachlich geführten Meinungsaustausch mehrerer Beteiligter. Warum nimmst du diesen zum Anlass, Strohmänner aufzubauen und "persönlich" zu werden? (Anführungszeichen, da du ja niemanden direkt angesprochen hast)

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

14.05.2021 21:17 Uhr


schrieb:


Rhapsode schrieb:
...weil sich Führungskräfte in der Regel nicht durch Geschlechtszugehörigkeit, sondern durch Charaktereigenschaften auszeichnen, die nunmal häufiger bei Männern anzutreffen sind, und das sind nicht gerade überwiegend "gute".

Zitat



Das wird jetzt vielleicht ein bisschen OT, aber da sagst du tatsächlich eine sehr wichtige Sache, die glaube ich vielen Leuten überhaupt nicht so bewusst ist. Viele scheinen zu denken, dass die Fähigkeit eine Führungsposition zu übernehmen, allein von der fachlichen Qualifikation abhinge.

Um in eine Führungspositionen kommen zu können muss man aber 1. ein nahezu krankhafter Workaholic und 2. in der Lage sein seine Konkurrenten (und das sind nicht gerade wenige) absolut eiskalt auszuschalten.

Ob das nun positive oder negative Charaktereigenschaften sind sei mal dahingestellt, aber der Anteil aller Menschen, die diese Eigenschaften aufweisen, ist ohnehin schon nicht gerade groß und bei Frauen halt noch kleiner als bei Männern.....

Zitat


Ja, genau darauf wollte ich hinaus.

Locustgefällt das
Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

14.05.2021 19:49 Uhr


kato91 schrieb:
Es ist doch so bei Musik wie Kunst: Entweder sie gefällt mir oder nicht. Am Ende stimmen die Gäste mit den Füßen ab, wenn man auf Krampf versucht, eine Frauenquote bei großen deutschen Rockfestivals zu etablieren, und bleiben weg, oder bei der Buchung von Pink heißt es dann: "Es ist doch Rock am Ring"...

Man muss hier echt differenzieren. Gerade im Bereich Pop kannst du dich wunderbar bei weiblichen Künstlerinnen austoben. Headliner-Set vom Lolla: Billie Eilish und beispielsweise Kings of Leon. Hat man in der Headzeile eine super ausgeglichene quote. Klappt so bei Wacken oder Rock am Ring in meinen Augen nicht. Jeder weiß, wie schwer es gerade generell für den Markt schon ist, neue Headliner nachzuziehen. Da noch Geschlechter mit in den Blick zu nehmen klappt IMO nicht. Ich möchte schlussendlich auch die Musik hören dürfen, die mir gefällt, und nicht die, die moralisch gerecht und geschlechtlich ausgeglichen ist. Mir ist es bei Mucke, die mir gefällt, auch egal, ob da Schwarze, Weiße, Frauen, Männer und was weiß ich nicht involviert sind. Wusste lange Zeit auch nicht, dass der Sänger von Bloc Party ein Farbiger oder die singende Person in Arch Enemy eine Frau ist. Finde aber beide Gruppen total super. Und zwar nicht wegen Quoten, sondern der Musik. Und stand heute, was der Rockmarkt hergibt, sind Rise Against, Korn, Metallica, Green Day etc. Männergruppen, ist halt einfach so.

Festivals mit mehr musikalischer Vielfalt: Kein Problem, hier Quoten zu berücksichtigen.

Bei RaR, Wacken etc: in meinen Augen utopisch. Und da sollte man feministische Wünsche, die in meinen Augen hier in ein absurdes extrem abdriften, als Utopie stehen lassen. Jede Frau kann Musik machen, daran wird man nicht von großen Festivals gehindert. Wenn die Musik gut ist, wird man gebucht. Ich denke aber nicht, dass Bands aufgrund von Geschlechtern oder Nationalitäten (was bei internationalen Line Ups ohnehin absurd ist ) nicht gebucht werden. Dass Paramore so lange nicht bei RaR gespielt hat dürfte weniger an sexistischen Haltungen von den Veranstaltern liegen.

Viiiiieeel wichtiger finde ich da eine gendergerechte Sprache, mehr Frauen in Führungspositionen und gerechte Gehälter in der freien Wirtschaft!

Zitat


Auf die Gefahr hin, mich unbeliebt zu machen:

Meiner persönlichen Meinung nach zerbrechen die Leute sich bei solchen identitätspolitischen Debatten den Kopf über Zusammenhänge, deren Wechselwirkungen so komplex sind, dass nach mehrfacher Ausdifferenzierung nur noch Ratlosigkeit übrig bleibt: Es wird ein "Gerechtigkeitsproblem" gesehen (in diesem Fall: Zu wenig Musikerinnen auf (bestimmten) Festivals), aber wo genau das anfängt und aufhört und erst recht welche Maßnahmen dagegen sinnvoll wären, ob es überhaupt geeignete Maßnahmen geben kann, und ob das entsprechende Gerechtigkeitsproblem bei Betrachtung aller Faktoren tatsächlich im subjektiv wahrgenommenen Maß existiert, das alles kann keiner wirklich beantworten.

Und das ist bei all den Debatten so, wo es um "potenzielle" aber nicht wirklich erwiesene Diskriminierung geht (dann wäre die "Schuldfrage" nämlich geklärt). Ich bin der Meinung seit langem und bleibe auch dabei, dass man keine Negativ-Diskriminierung durch entsprechende Positiv-Diskrimierung ausgleichen sollte. Das ist nicht mein Gerechtigkeitsempfinden. Wenn sich beispielsweise auf 20 Stellen (oder etwa einen Festivalslots) 100 Personen (oder etwa Bands) bewerben und darunter sind jetzt beispielsweise 10 weibliche (mit Frauenanteil), dann kann es nicht sein, dass am Ende des reinen "Vorbildcharakters" wegen alle Frauen genommen werden, um eine 50% Quote zu erfüllen (weil dann undifferenziert der Anteil in der Gesamtbevölkerung statt des im Sachzusammenhang relevanten Anteils in Betrachtung gezogen wird). Das hier Quoten bei vielen Leuten nichtmal als Lösung gesehen wird, ist mir dabei bewusst, es gibt aber genug einflussreiche Personen und Institutionen, die jedes Problem mit solchen unterkomplexen Lösungen erschlagen wollen.

Das führt im Endeffekt zu einer unfassbar unübersichtlichen "Bürokratie". Persönliche Anekdote zur Verdeutlichung: Als ich mal in ner Berufungskommission war, haben sich bei 50-100 Bewerbern nur 6 Frauen beworben. All diese hatten gemeinsam, für die ausgeschriebene Professur von ihrem Forschungsprofil her nicht in Frage zu kommen. Trotzdem musste am Ende lang und breit (in Protokoll und Berichten) begründet werden, warum keine Frau in die nähere Auswahl kam, die Gleichstellungsbeauftragte musste dazu angehört werden, sie musste selbst noch was dazu verfassen etc. pp. Mir ist schon klar, warum das alles so ist, wie es ist, ich finde persönlich aber den immanenten Vorwurf, dass weibliche Kandidaten aus Lust und Laune abgelehnt werden, häufig und gerade in der heutigen Zeit etwas konstruiert und aus meiner Sicht wissenschaftlich unzureichend untermauert.

Was für mich wichtig ist: Dass jeder ohne große Beeinflussung und Hindernissen und mit fairer Beurteilung den Weg einschlagen kann, den er oder sie für richtig hält. Wo solche Hindernisse aufgestellt werden, muss man das im Einzelfall aufarbeiten, aber nicht so tun, als könnte man irgendeine pauschale Lösungsschablone - etwa in Form von Quoten - anwenden, um damit Gerechtigkeit zu schaffen, wo es im Einzelfall doch nur wieder ungerecht wird. Im Fall der Festivals heißt das für mich: Ich höre die Bands, die da sind und wenn sie mir gefallen. Wenn es Männer sind, ist es in Ordnung, wenn es Frauen sind, ist es in Ordnung, wenn es Diverse sind, ist es in Ordnung. Sollte ein Festivalveranstalter dadurch auffallen, eine Band nur (!) aus dem Grund des falschen Geschlechts nicht einzuladen, werde ich dieses Festival nicht (mehr) besuchen.

Im Übrigen glaube ich überm Daumen gepeilt, dass das Wacken mit seinen vielen Powermetal-, Synphonic-Metal, Gothic- und Mittelalter-Acts wahrscheinlich ne bessere Quote als das (hinsichtlich Metal) monokulturelle RaR hinbekommt. Das ist aber jetzt nur aus der hohlen Hand geraten. Ich habe auch das Gefühl, da schießen seit Jahren gerade in solchen Bereichen einige weibliche Talente aus dem Boden (mir fällt da z.B. sofort die gottgleiche Sängerin Ylva Erikson von Brothers of Metal ein), auch wenn das alles kein Mainstream ist. Aber der interessiert mich ja ohnehin nicht.

Zu guter Letzt, und hier werde ich jetzt richtig polemisch, aber nur als Denkanstoß:

"Viiiiieeel wichtiger finde ich da eine gendergerechte Sprache, mehr Frauen in Führungspositionen und gerechte Gehälter in der freien Wirtschaft!"

Gendergerechte Sprache: Erstens einmal ist das ein "Problem" der urbanisierten Akademikerschicht, die Zeit und Lust hat, sich darüber Gedanken zu machen, wie andere Leute miteinander zu reden haben. Als jemand, der auf dem Land aufwuchs, weiß ich genau, welche Beachtung solchen Debatten dort geschenkt wird. Gleiches gilt für viele Leute, die täglich 8-10 Stunden hart körperlich arbeiten, dabei noch lächerlich wenig verdienen, und zufrieden sind, wenn sie nach Feierabend den Kopf ausschalten und zur Ruhe kommen können, anstatt sich darüber den Kopf zu zerbrechen und sich belehren zu lassen, welches der Sonderzeichen : * _ / oder welche unaussprechbare grammatikalische Neuerfindung gewisser Profs sie jetzt zu verwenden haben, um möglichst wenig Leuten auf den Schlips zu treten. Ich selbst habe mittlerweile genug dieser akademischen Debatten an der Quelle beobachtet, um einzuschätzen, wohin die Reise gehen soll. Mir persönlich war schon immer wichtiger, was jemand tut statt redet. Denn reden kann man viel. Beim Anpacken wird es meistens schwieriger. Meiner Meinung nach wird die Welt jedenfalls nicht dadurch besser, dass wir immer sprachsensibler werden, ich vertrete sogar die gegenläufige These (was ich theoretisch sauber begründen müsste, aber der Post wird eh schon viel zu lang).

Frauen in Führungspositionen: Die permanenten Debatten um Frauen in Führungspositionen und um entsprechende Quoten (wo wir wieder am Anfang des meines Beitrags wären), sind aus meiner Sicht reine Rosinenpickerei, von der im Endeffekt nur wenig Frauen profitieren würden (die These, dass Frauen in Führungspositionen nämlich besser Wirkung hinsichtlich Frauen im Betrieb haben, ist nicht unbedingt valide, weil sich Führungskräfte in der Regel nicht durch Geschlechtszugehörigkeit, sondern durch Charaktereigenschaften auszeichnen, die nunmal häufiger bei Männern anzutreffen sind, und das sind nicht gerade überwiegend "gute".) Ich wäre viel eher dafür, dass Berufe, in denen ein Großteil der Frauen gern und teilweise auch körperlich hart arbeitet (Alten-/Krankenpflege) endlich dem gesellschaftlichen Wert angemessen bezahlt werden. Dafür braucht es aber ordentlich Moneten, im Gegensatz dazu, Quoten zu fordern, was nichts kostet.

Gerechte Gehälter: Reden wir jetzt über den unbereinigten >20% Gender Pay Gap oder über den bereinigten ~4-5% GPG oder den so richtig bereinigten (siehe Ifo-Institut) ~2% GPG? Das wäre zur Beurteilung der Forderung wichtig.

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Rhapsode hat kommentiert

12.05.2021 22:07 Uhr

Ein paar (absichtlich provozierende/polarisierende) Anmerkungen zur Impfdebatte auf den vorigen Seiten:

Ich kann auf der einen Seite zwar nachvollziehen, wieso angesichts der medialen Dauerbeschallung gegen AZ (Lieferverträge angeblich gebrochen, Thrombosenebenwirkungen) die Leute verunsichert sind und sich lieber den "Goldstandard" spritzen lassen wollen.

Rational betrachtet ist das aber für die Füß: Die Liefermenge und die mangelnde Fähigkeit führender EU-Vertreter, wasserdichte Verträge abzuschließen, hat schon mal gar nichts mit der Qualität des Stoffes zu tun.

Weiterhin kann ich Leute nicht ernst nehmen, die bei den berichteten Nebenwirkungen im Kontext der AZ-Impfungen, die in Größenbereichen von Zehntel bis Hundertstel Promillbereichen liegen, feuchte Hosen bekommen, während sie sich gleichzeitig bei jeder lapidaren Gelegenheit Ibus und Paras reindonnern, die nen meterlangen Beipackzettel mit möglichen Nebenwirkungen aufweisen. Dass Männer bei dem Phänomen nahezu gar nicht betroffen sind, und man hier bereits leicht differenzieren könnte, kommt erschwerend hinzu.

Nach heutigen Maßstäben scheint es mir nicht mehr möglich, so ne Aktion wie in den 50-70er Jahren durchzuziehen, wo man das gefährliche Pockenvirus mit ner weltweiten Impfpflicht ausgerottet hat (bis auf zwei Labore). Und das war auch nicht billig erkauft worden, denn es gab Fälle von tödlicher Enzephalitis als Impffolge in ähnlicher Größenordnung wie jetzt bei AZ.

Insgesamt haben wir beim Thema AZ eine komplette Überdramatisierung in der gesellschaftlichen Debatte vorliegen, die Verschwörungstheoretikern und Impfgegnern in die Karten spielt. Es ist schlichtweg unfassbar, wie viele Leute derzeit nicht bereit sind, sich impfen zu lassen und lieber auf die "natürliche Immunisierung" setzen. Diese Wissenschaftsfeindleichkeit wird dann auch noch als Mündigkeit und Aufgeklärtheit ver-klärt. Ich habe mit einem meiner Mitbewohner nach meiner eigenen Impfung (ohne Nebenwirkungen/Unwohlsein btw.) vorgestern stundenlang (!) ne Debatte geführt, weil er mit irgendnem Biologen, der auf YT gegen die Corona Impfung argumentiert hat, um die Ecke kam. Der ist fachlich mehrfach kritisiert worden und die Fachmeinung zur Corona-Impfung ist klar positiv, ebenso wie die Wirkungseinschätzung. Hat alles nichts gebracht, am Ende glauben die Leute eh, was sie wollen.

Und dass Ü60er sich den Impfstoff, wo gerade AZ für diese ungleich risikoärmer ist, aussuchen wollen, ist asozial und sonst gar nix. Wobei man da auch nicht Einzelfälle auf die ganze Generation projizieren sollte.

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Rhapsode hat kommentiert

20.04.2021 12:46 Uhr


kato91 schrieb:
Wir haben doch hier nie so gravierende Einschränkungen wie in anderen Ländern erlebt. Ausländische Korrespondenten lachen über den deutschen "Lockdown". Wie man sich hier an der nächtlichen Ausgangssperre aufzieht...

Haben wir nicht gerade andere Sorgen? Hohe Inzidenzzahlen zum Beispiel? Die Tatsache, dass ein nicht unerheblicher Teil von Menschen, die eine Infektion durchgemacht haben, unter Umständen für den Rest ihres Lebens mit Beeinträchtigungen zu kämpfen hat? Aber nein, stattdessen wird über Sinn und Unsinn nächtlicher Ausgangssperren, 21 oder 22 Uhr und was weiß ich nicht was diskutiert.

Wir können von Glück reden, dass die angekündigten möglichen 100.000 Infizierten pro Tag ausgeblieben sind. Vielleicht sehen wir hier schon einen kleinen Fortschritt der Impfungen, u.a. dass auch die Todeszahlen nicht das Winter-Niveau erreicht haben. Ein Beispiel: Eine Bekannte von mir saß auf der Arbeit während des Frühstücks neben einer Kollegin, wo sich im Nachhinein herausstellte, dass die Corona hatte. Meine Bekannte erhielt wenige Wochen zuvor ihre erste Impfung. Sämtliche Tests blieben negativ, sie war auch asymptomatisch. Vielleicht hat sie sich nicht angesteckt, vielleicht hat ihr die Impfung geholfen.

Mit der ganzen politischen Diskutiererei haben wir diese Einschränkungen dann vielleicht auch bald ausgesessen, Impffortschritt und die wärmere Jahreszeit tun dann ihr Übriges. Mein Mitleid gilt an der Stelle denen, die sich in dieser Zeit ungewollt infiziert haben und nicht so glimpflich davongekommen sind.

Und bevor hier wieder die Diskussion über Sinn und Unsinn von nächtlichen Ausgangssperren diskutiert wird: Lasst es mal 5% der Bevölkerung sein, für die es diese Einschränkungen braucht. Das sind so unvernünftig 5%, dass die sich das Virus eher einfangen wie der Rest. Die schleppen es in ihre Familien, zu Freunden, auf die Arbeit. Wenn man da eine Einschränkung rechtzeitig (!) hinbekommt (bzw. hinbekommen hätte), wäre anderen Menschen damit vielleicht geholfen. Aber nein, lass mal lieber abends um 9 noch joggen gehen, ist ja wichtiger.

Mich macht diese Diskussion mürbe... Hoffentlich ist es bald soweit, dass wir über diesen Wahnsinn nicht.mehr diskutieren oder streiten müssen ich möchte im Grunde auch nur wieder im Restaurant sitzen, mich mit Freunden treffen und Dinge unternehmen können. Und um das zu erreichen, würde ich halt auch übergangsweise die ganz blöden Einschränkungen in Kauf nehmen. Wobei ich derzeit ohnehin nur arbeite, essen einkaufe, koche und meine Freundin treffe. Hin und wieder auch mal jemand bekanntes sehen, vorher mit negativem Schnelltest. Könnte schlimmer sein. ich bin tagsüber keinem officer Rechenschaft per Nachweis schuldig, was ich draußen mache, wenn ich einkaufen oder zur Arbeit gehe wie anderswo.

Zitat


Ich fühle mich einfach mal mit angesprochen und möchte Folgendes gegenhalten (manche Sachen sind nicht direkt auf deine Meinung bezogen, sondern auf allgemeine Tendenzen, die ich wahrnehme; daher bitte nicht persönlich angegriffen fühlen):

Selbstverständlich habe ich noch "andere" Sorgen. Haufenweise davon sogar. Zu diesen gehören durchaus auch die schweren Corona-Verläufe und -Toten (weniger die Inzidenzen, weil sich deren Bedeutung mit der fortschreitenden Impfquote auch mit verändert).

Nur: Hier so zu tun, als wenn das eine Problem (Ausgangssperre) nichts mit dem anderen (Gesundheitsgefährdung) zu tun hat, bzw. in diskursinhaltlicher Konkurrenz dazu steht, geht doch komplett fehl. Das liegt allein schon auf primärer Ebene daran, dass die Ausgangssperre als Alleinmaßnahme ohne zusätzliche Einschränkung im Arbeitsleben bestenfalls keinen oder nur einen geringen Effekt hat, schlimmstenfalls sogar kontraproduktiv ist aufgrund größerer Menschenansammlungen tagsüber. In Frankreich hat man das gesehen, es gibt aber auch Kreise innerhalb Deutschlands mit ähnlichen Erfahrungen. Wenn also Ausgangssperre, dann auch endlich einen RICHTIGEN Lockdown und ALLES dicht machen, wo es nur geht. Das traut sich die Politik seit nunmehr 6 Monaten aber nicht. Und das ist es, was Menschenleben kostet, nicht die Tatsache, dass man keine Ausgangssperre hat. Schlimmstenfalls fördert diese die Zahl der schweren Verläufe sogar noch.

Auf sekundärer Ebene kommt erschwerend die Psychologie des Menschen hinzu: Dieser halbjährige Kuddelmuddel-Lockdown hat viele Leute komplett zermürbt (wie man ja auch hier etwa an den Berichten sehen kann). Die Tatsache, dass einem jetzt nichts Anderes mehr einfällt, als noch weiter an der Stellschraube Privatleben zu drehen mit einer Maßnahme, die empirisch (s.o.), wissenschaftlich (Links mit Quellen bei Bedarf) und juristisch/verfassungsrechtlich (vgl. OVG Hannover und wissenschaftlicher Dienst des Bundestages) höchst umstritten ist, wird aus meiner Sicht dazu führen, dass Misstrauen nicht nur gegen diese Maßnahme, sondern gegen alle Maßnahmen wachsen wird. Das wiederum wird dazu führen, dass weniger Leute bereit sind, sich an die Regeln zu halten, womit auch die Gefährdung steigt. Unsinnige Maßnahmen erhöhen somit auch indirekt das Infektionsgeschehen (man kann das mit Recht doof finden, dass der Mensch nicht immer rational agiert, aber das Klagen darüber bringt auch niemandem was). Wir reden jetzt dabei noch gar nicht von der psychischen Gesundheit der Leute, die durch solche Art der Lockdown-Gestaltung angegriffen wird. Ich las vor Wochen einen Artikel, dass in Österreich jeder sechste Jugendliche Suizidgedanken hat. Es gibt nicht nur Tote durch Corona, auch wenn die derzeitige Debatte das manchmal glauben macht.

Dann gibt es noch eine tertiäre Ebene: Unser Grundgesetz und unser Umgang damit. Wenn man tief in die Grundrechte eingreift (ich weiß nicht, wem hier klar ist, wie viele Grundrechte auf einmal durch diese Maßnahme eingeschränkt werden) mit einer Maßnahme, deren Wirkung extrem zweifelhaft ist, dann ist das verfassungswidrig. Und ich kann mittlerweile nicht mehr annehmen, dass das dem Gesetzgeber nicht bewusst ist. Er ist ja von seinem eigenen wissenschaftlichen Dienst darauf hingewiesen worden. Die Tatsache, dass man es aber trotz aller Argumente machen will, macht mir Sorgen. Denn dieses Verhalten zeigt einen ganz merkwürdigen, sehr unrespektvollen Umgang der derzeitigen politischen Klasse mit dem GG, der seinen Ursprung bereits vor Corona nahm (in den 2010er Jahren wurden vergleichsweise viele Gesetze vom BVerfG kassiert). Das Gleiche gilt aber meines Erachtens auch für die unzähligen Leute, die am liebsten das GG komplett aussetzen würden, wenn es nur einen Corona-Toten verhindert oder wenn es Ihnen nur ein subjektives Gefühl von Sicherheit verschafft. Dazu passt die dümmliche Personifizierung des Virus', die man ständig lesen muss ("Das Virus interessiert sich nicht für...", "Das Virus kennt kein ....", "Das Virus will ....") und die damit verbundene Kriegsrhetorik.
Ich sag es für mich klipp und klar: Ich bin nicht einmal im Ansatz bereit, wegen Corona unseren Staat zu einem Hochsicherheitstrakt umzubauen und eine Diktatur wie in China einzurichten, die Wohnungstüren zuschweißt. Auch dann nicht, wenn dann keiner mehr an Corona versterben würde. Und deswegen versuche ich bereits den Anfängen zu wehren. Und deswegen diskutiere ich über die Ausgangssperre. Und deswegen werde ich das auch dann tun, wenn manch einer findet, es gäbe Wichtigeres.

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Rhapsode hat kommentiert

19.04.2021 15:20 Uhr·  Bearbeitet·


blubb0r schrieb:
Mir geht es gar nicht um Hubertus Heil. Die Bundesregierung und die MPK versagt hier kollektiv. Es liest sich hier bei einigen so, als sei es die "böse CDU" und die "arme SPD", das akzeptiere ich nicht. Jede Partei, die hier in diesem Land in Regierungsverantwortung ist, insbesondere die beiden großen in der GroKo, sind gescheitert. Die Akteure werden als die größten Versager der Nachkriegszeit in die Geschichte eingehen, manche mehr, manche weniger, aber das miserable, erbärmliche Corona-Management wird immer mit ihnen in Verbindung gebracht werden.

Zitat



So gesehen kann ich weitestgehend zustimmen. Diese meine Beobachtung war nur auf den konkreten Fall bzw. die konkrete Maßnahme beschränkt, worüber ja ursprünglich gesprochen wurde.



blubb0r schrieb:
edit:
Geil auch jetzt wieder die Geschichte mit der Ausgangssperre. Die ist damit doch quasi total für die Füße. Wenn ich mich abends zum Fußball gucken mit 3 anderen bei nem Kumpel treffe und danach um 23:30 Uhr nach Hause gehe, kann ich immer sagen "ich gehe eine Runde spazieren". Die anderen beiden gehen dann einfach 5 Minuten vor mir und 5 Minuten nach mir aus dem Haus.
Was ein Käse!

Zitat


Die war auch schon vorher für die Füße. Die Leute und Verhaltensweisen, die hierdurch angepeilt werden sollten, hätten es so oder so umgehen können. Geh ich halt um 20:55 Uhr zur Corona-Party im Privatkeller und bleib da einfach bis 5 Uhr oder penn beim Kollegen zu Hause. Getroffen von der Maßnahme wären als Kollateralschäden Leute, die sich eh schon eingeschränkt haben. Hinzu kommt, dass im Zweifel sich mehr Leute in der nicht gesperrten Zeit ballen und Übertragungen dadurch wahrscheinlicher werden. Es gibt genug Beispiele, wo Ausgangssperren nicht mit Senkungen, sondern mit Steigerungen der Inzidenzen korrelieren. Die Maßnahme ist damit nicht angemessen (im juristischen Sinne). Sie ist auch nicht notwendig, weil wirksamere Effekte durch einen richtigen Lockdown erreicht würden, der nicht nur den Privatbereich, sondern auch den Bereich Arbeit verpflichtet. Auch das zeigen mittlerweile genug Erfahrungen andernorts. Erst wenn das gewährleistet ist, könnte die Notwendigkeit einer Ausgangssperre sauberer begründet werden. Und verhältnismäßig ist sie auch nicht, weil der Grundrechtseingriff im Vergleich zur erwartbaren Wirkung zu stark ist. All das hat z.B. das Verwaltungsgericht Hannover geltend gemacht, weswegen dort die Ausgangssperre aufgehoben werden musste.
Die allgemeine Ausgangssperre ist ein Fall für das BVerfG und sonst nichts.

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Rhapsode hat kommentiert

19.04.2021 14:32 Uhr


schrieb:


DiebelsAlt83 schrieb:


DapperDan schrieb:
Die Amis haben sich ja auch schon mal gedacht, jemanden ohne weitreichende politische Erfahrung zum Präsidenten zu wählen wäre eine gute Idee.

Zitat


Das kann als Vergleich Baerbock vs. Trump ja niemals erst gemeint sein....

Zitat


Hätte die CDU sich für Merz entschieden, der ja auch keinerlei Regierungserfahrung hat, wäre das Argument nicht ständig gefallen. Warum bei Baerbock?

Zitat


Bei Fidi Merz wäre das Argument nicht gefallen, weil man zuvorderst 20 andere Gegenargumente auszuführen hätte.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

19.04.2021 14:27 Uhr


blubb0r schrieb:


Rhapsode schrieb:


blubb0r schrieb:
Passend dazu schreibst du allerdings "typisch CDU". Meines Wissens nach ist Hubertus Heil, Minister für Arbeit und Soziales, bei der SPD. Warum drückt er es dann nicht durch, dass es eine Testpflicht und eine HO Pflicht gibt.

Zitat



Weil er sich gegen die stärkere Union erstmal durchsetzen muss. Wer den Prozess verfolgt hat, weiß, was für ein Krampf allein schon die reine Pflicht zum Testangebot für ihn gewesen ist.

Zitat


Wenn er das nicht schafft, ist er nicht der richtige Mann für den Job. Für seinen Job. Ich hab hier kein Mitleid mehr mit den handelnden Personen. Dafür versagt man hier seit über einem halben Jahr zu kollektiv. Parteiübergreifend kollektiv.

Zitat


Leicht gesagt, aber Politik funktioniert nun mal nicht mit der Brechstange, wenn man koaliert (ich weiß das auch aus eigener Erfahrung). Sie funktioniert auch nicht nach der Kraft, Plausibilität und Rationalität des Arguments. Sondern sie funktioniert nach den Mehrheits- und den daraus folgenden Machtverhältnissen. Und aus Einflussverhältnissen (d.h. Lobbyismus).

Du hättest da jeden anderen an Heils Position setzen können, im Zweifel hätte die Person noch weniger erreicht. Mit Wollen hat das in seinem Fall wenig zu tun. Ihm hier den schwarzen Peter zuzuschieben, ist verkürzt. Die Machtverhältnisse sind vom Volk genauso gewollt, sonst würde man die Union endlich abwählen. Stattdessen ist es die SPD, die mit jeder GroKo eingebüßt hat.

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Rhapsode hat kommentiert

19.04.2021 12:53 Uhr

Ich habe weder irgendwelche Hoffnungen in Baerbock als Person noch in die Grünen insgesamt für eine Politik, die meiner Ansicht nach dringend überfällig wäre und ein paar elementare Paradigmenwechsel erfordern würde. Wahlprogramme haben sich schon immer ganz gut gelesen. Schwarz-Grün würde meiner Einschätzung nach im Wesentlichen die Politik der GroKo fortsetzen, vor allem dann, wenn die Union wieder die Mehrheit bekommen sollte.

Nur: Schlechter als einer der beiden Konkurrenten von der Union kann Baerbock nahezu unmöglich sein. Dafür müsste sie sich erstmal noch eine gewaltige Portion Opportunismus aneignen.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

19.04.2021 10:38 Uhr


blubb0r schrieb:
Passend dazu schreibst du allerdings "typisch CDU". Meines Wissens nach ist Hubertus Heil, Minister für Arbeit und Soziales, bei der SPD. Warum drückt er es dann nicht durch, dass es eine Testpflicht und eine HO Pflicht gibt.

Zitat



Weil er sich gegen die stärkere Union erstmal durchsetzen muss. Wer den Prozess verfolgt hat, weiß, was für ein Krampf allein schon die reine Pflicht zum Testangebot für ihn gewesen ist.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

24.12.2019 02:22 Uhr


Bob Kelso schrieb:

Ich hoffe noch auf schönes Zelt-Headliner Material wie Marduk oder sowas wie Perturbator fürs Wasteland.

Zitat



Und als Weihnachtsgeschenk gibt's dann einfach mal gleich beide.

Die 4. Advent- Welle war für mich ultimativ, sogar noch besser als die vom 2. Advent. Freu mich, meine Namensgeber nach 9 Jahren wieder auf dem Wacken zu sehen.

Jetzt nach der letzten Welle kommt langsam der Moment, wo ich mir ernsthafte Sorgen bzgl. der Running Order mache. Gerade so Sachen wie Disillusion möchte ich eigentlich gern mal sehen.

Rhapsode

Rhapsode hat kommentiert

02.12.2019 11:23 Uhr


schrieb:
Jetzt erst richtig realisiert: Geil, Heavy Devy! Der hat mehr musikalisches Können in seinem kleinen Finger als manche Festivals im ganzen Lineup.

Zitat


Legendär für mich allein schon die Gesangsrolle des "Rage" auf Ayreons "The human equation".