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Rhapsode

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Letzte Beiträge von Rhapsode

  • Rhapsode Rhapsode in Bullhead City Festival 2021
    Ich will nach drei Jahren nur endlich wieder auf den Acker zurück. Alles andere ist mir egal.

    Dass die Besucherzahl bei 20-30K liegt, macht die Sache nicht gerade unangenehmer. Können Sie von mir aus auch gleich für die nächsten Jahre beibehalten, dieses Festival.


  • Rhapsode Rhapsode in Wacken Open Air 2022
    Zitat

    Stiflers_Mom schrieb:
    Falls jemandem der neue Termin nicht passt: ich suche noch ein Ticket

    Werde ich mir merken, falls ich dazu was mitbekomme oder aus meiner Gruppe noch Leute abspringen. Vielleicht wäre jetzt gerade auch ne gute Gelegenheit, über das WOA-Forum anzufragen, vielleicht wollen ja angesichts des neuen Termins Leute noch was loswerden.


  • Rhapsode Rhapsode in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Nicht zu vergessen wäre übrigens auch - gerade in Bezug auf RaR - dass auch im Bereich Deutschrap, der ja auch immer gut bedient wird, einige Rapperinnen am Start sind, denen zumindest ich deutlich mehr abgewinnen kann, als dem Großteil der männlichen Konkurrenz.



  • Rhapsode Rhapsode in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Zitat

    kato91 schrieb:
    Zitat

    Luddddi schrieb:
    Zitat

    schrieb:
    Ich entschuldige mich für mein gestriges Rumgetrolle, aber ich fand es halt nicht gut, das jemand seine Vergangenheit im Profil ,gecancelt’ hat um hier glaubwürdiger zu wirken. Zumindest wirkte es genau so auf mich aufgrund des Timings.

    Back to Topic:
    Angenommen Rock am Ring / im Park oder andere vergleichbare gitarrenlastige Festivals wie Download / Reload / Graspop / Wacken buchen wirklich (ungezwungen) mehr Bands mit Frauenanteil: würde das wirklich glaubwürdig wirken oder kämen dann nicht wiederum Vorwürfe, sie würden nur Purplewashing betreiben?

    Sagen wir's so: Festivals hätten ja durchaus die Möglichkeit das auch ohne viel Trara zu machen. Wenn sich der prozentuale Anteil jährlich um 5% verschieben würde, wären das bei rund 100 Bands (je nach Festival kommt das ja meistens hin so pi mal Daumen) ja dementsprechend auch nur 5 Bands mehr. Verteilt auf drei bis vier Festivaltage und mehrere Bühnen ist das nicht mal eine Band pro Bühne am Tag. Ich glaube, dass man das 3-4 Jahre kontinuierlich machen könnte, ohne dass es, wenn man nicht gezielt darauf achtet, groß auffallen würde und schon wäre man anstelle von ca. 15% bei ca. 30 - 35%, was doch schonmal ziemlich ordentlich wäre (und mEn auch immer noch nicht so weit weg, dass man sagen könnte, der Markt gibt das nicht her).

    Klar, wenn man sich das jetzt zack für nächstes Jahr vornimmt und umsetzt, fällt das auf und hätte Statement-Charakter. Ich finde beides legitim, weil es am Ende dafür sorgt, dass mehr Frauen auf Festivalbühnen stehen. In einer Kulturszene, die ein offenes Weltbild von sich selbst hat (vgl. etwa Statement von RaR), kann man nämlich auch durchaus mal davon ausgehen, dass Veranstalter:innen dazu stehen, strukturelle Probleme nicht nur zu erkennen, sondern auch aktiv etwas dagegen zu tun und dafür dann auch angesichts etwaiger Kritik grade stehen.

    Ich glaube aber, dass dem allergrößten Teil der potentiellen Besucher:innen eine solche Entwicklung zunächst mal egal ist und wenn überhaupt diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüßen würden, zahlenmäßig größer sind als die, die sich deshalb keine Karte mehr kaufen würden (aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet). Dafür hab ich natürlich keine Zahlen, das ist eine rein subjektive Empfindung. Fände es aber sehr bedenklich, wenn mir jemand ernsthaft sagen würde, dass er aufgrund von 10 Frauen, die zu Zeiten spielen, wo der Großteil sowieso noch auf dem Campingplatz saufen würde, keine Karte mehr kauft - und das obwohl in der Spitze halt immernoch die gleichen, etablierten und bereits jetzt vorhandenen Bands kommen.

    Wenn ich mir die Idioten ansehe, die vehement gegen eine geschlechterneutrale oder -ausgeglichene Sprache wettern, bin ich mir bei letztgenanntem Punkt gar nicht so sicher.

    Das sind dann Menschen, die Angst haben, dass ihnen von einem Doppelpunkt oder Sternchen im geschriebenen oder gesprochenen gleich das Glied abfällt.


    Edit:
    ...ach was soll's, ist eh komplett Off-Topic.



  • Rhapsode Rhapsode in Keychange: Mehr Frauen auf Festivalbühnen
    Zitat

    Luddddi schrieb:
    Ich glaube aber, dass dem allergrößten Teil der potentiellen Besucher:innen eine solche Entwicklung zunächst mal egal ist und wenn überhaupt diejenigen, die eine solche Entwicklung begrüßen würden, zahlenmäßig größer sind als die, die sich deshalb keine Karte mehr kaufen würden (aus marktwirtschaftlicher Sicht betrachtet). Dafür hab ich natürlich keine Zahlen, das ist eine rein subjektive Empfindung. Fände es aber sehr bedenklich, wenn mir jemand ernsthaft sagen würde, dass er aufgrund von 10 Frauen, die zu Zeiten spielen, wo der Großteil sowieso noch auf dem Campingplatz saufen würde, keine Karte mehr kauft - und das obwohl in der Spitze halt immernoch die gleichen, etablierten und bereits jetzt vorhandenen Bands kommen.


    Meine subjektive Empfindung wäre: Es kommt darauf an. Ich glaube, diesbezüglich wäre der von dir gerade eingebrachte Ansatz (kontinuierliche Zunahme des Frauenanteils mit kleiner Steigerung jährlich) hilfreicher, wenn die These stimmt - die ich zumindest für plausibel halte - dass das Publikum der Major-Festivals das Lineup qualitativ als schlecht empfinden, wenn plötzlich 30-50% Frauenanteil vorherrscht (nicht unbedingt, weil Sie die "Frauenbands" schlecht finden, sondern weil sie einfach auf gewisse andere Bands hoffen und auch ne Erwartungshaltung zugrunde legen, man kennt es aus jeder Lineup-Debatte). Bei einer langsameren Entwicklung hat man dagegen eine Eingewöhnungsphase, in der dann "Frauenbands" auch erstmal aufsteigen können und beliebter werden, sodass solche Lineups künftig dann anders bewertet werden vom Publikum.

    Das bringt mich noch auf einen Gedanken, der mir beim Lesen des Vorkommentars gekommen ist: Je nachdem, in welcher Kategorie man das "Problem" (unter der Prämisse, dass es eines ist, worüber hier ja viel diskutiert wurde) zu welchen Anteilen lokalisieren würde (strukturell oder personell), kommt man auf unterschiedliche Antworten, jedoch: Ich persönlich finde es nicht angemessen, die "Schuld" - ich würde den Begriff "Verantwortlichkeit" präferieren - vom Konsumenten als Individuum zurückzuweisen und die Verantwortung allein den Unternehmen zuzuordnen, auf dass diese ihre eigenen Kunden richtig erziehen sollen. Das geht einfach gegen meine persönliche Vorstellung von Mündigkeit. Wenn ich selbst ein Problem damit habe, dass Amazon seine Leute schlecht bezahlt, dann sollte ich nicht mehr bei Amazon bestellen. Wenn ich ein Problem damit habe, dass auf den Privatsendern zu viel menschenverachtender Müll produziert wird, dann sollte ich diese nicht mehr einschalten. Wenn ich bei einem Festival der Ansicht wäre, dass der Ticketpreis zu teuer für das Lineup sei und Besucher abgezockt würden, dann kauf ich mir kein Ticket mehr (als Beispiel einer Debatte, die hier im Forum bzgl. des Wackens gefühlt jedes Jahr stattfindet). Und dasselbe gilt, wenn ich der Meinung bin, dass Frauen durch ein Festival systematisch diskriminiert werden. Der Kunde passt durch sein Kaufverhalten das Unternehmen an, umgekehrt funktioniert das nicht.