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  • BraveNewWorld BraveNewWorld in Coronavirus
    Mir scheint jetzt ist die Stimmung endgültig gekippt. Dass nach einem halben Jahr Lockdown jetzt Regeln kommen die inzidenabhängig zu einem Dauerlockdown und dauerhafter Einschränkungen der Grundrechte führen können macht jetzt scheinbar selbst den bisher sehr wohlwollenden Angst?

    Warum kann man die Regeln denn nicht zusätzlich zur Meldeinzidenz an die Quote der Geimpften koppeln? Die steigt hoffentlich immer, oder fällt zumindest nicht und so könnten langsam und kontinuierlich Freiheitsrechte wie Berufsrecht für einzelne Gruppen oder Bewegungsfreiheit wieder eingeführt werden. Je höher die Quote der Geimpften, desto geringer die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems, desto mehr Leute darf man zB treffen, ob geimpft oder nicht, wäre doch nur logisch. Aber einer gewissen Impfquote machen Restaurants wieder verpflichtend auf, meinetwegen mit Schnelltest, usw.

    Und psychologisch enorm wichtig aus meiner Sicht, weil die Situation so automatisch immer besser wird und man eine sich positiv entwickelnde Zahl verfolgen kann.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld in Coronavirus
    Zitat

    The_Game schrieb:
    Was wird denn mit den UK Daten wiederlegt? Die zeigen sehr "schön", wie es die Mutante schafft bei nem mittelmäßigen Lockdown auf den wir gerade mit den Lockerungen zusteuern in ein starkes exponentielles Wachstum zu kommen und dass sich die Mutante durch strenge Kontaktbeschränkungen ebenso eindämmen lässt, wie das "normale" Virus. Also genau das, was die Experten sagen, die bisher meistens recht hatten.

    Außer natürlich man schneidet den Teil der Statistik ab, die zeigt, dass sich die Inzidenz in UK innerhalb eines Monats mal eben vervierfacht hat, also besser mal auf die vollen Graphen gucken.

    coronavirus.data.gov.uk

    Das macht doch Klaus Stöhr in seinem Post gerade. Und als Virologe und ehemaliger Leiter des globalen Influenzaprogrammes der WHO muss man ihn durchaus als sehr renommierten Experten bezeichnen. Es gibt in der Wissenschaft immer verschiedene Ansichten und es ist aus meiner Sicht nicht ratsam immer nur auf die selben Wissenschaftler zu hören und so zu tun als gäbe es die eine in Stein gemeisselte Expertenmeinung. Wissenschaft lebt genau vom Diskurs, nur so kommt man vorran. Und er ist ja, wie im Post weiter oben verlinkt, bei weitem nicht der einzige renommierte Wissenschaftler mit der Position.www.berliner-zeitung.de


  • BraveNewWorld BraveNewWorld in Coronavirus
    Zitat

    Ig0oR schrieb:
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    Ig0oR schrieb:
    Ich hab mir mal die Mühe gemacht und nachgerechnet. Um den Anstieg der Verbreitung der britischen Variante zu erklären benötigt die Variante einen R-Wert von 1,3. Krass, dass dieser Wert momentan erreicht wird, wo wir uns doch im Lockdown befinden. Dann haben wir grob überschlagen ganz Deutschland vor August durchinfiziert. Die Wildvariante liegt demnach bei etwa 0,85, was die britische Variante etwa 53% ansteckender macht.

    Dass der Anteil der Mutation zunimmt muss doch nicht bedeuten, dass die Ausbreitung des Virus insgesamt zunimmt, so wie ich verstehe ist eher eine Verdrängung zu beobachten? U.a. in Baden-Württemberg, Südafrika, Dänemark, Irland und UK ist ein Anstieg der Mutationen bei gleichzeitigem Rückgang der Gesamtausbreitung des Virus und gleichbleibenden Maßnahmen zu beobachten. Das widerspricht doch der These und lässt die Angst vor den Mutationen Fragwürdig erscheinen? twitter.com
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    Edit: Auch interessant in dem Zusammenhang: Weltweit ist ein deutlicher Rückgang der Ausbreitung zu beobachten. Das passt auch überhaupt nicht dazu, dass Mutationen sich stärker ausbreiten und diese angeblich zu einer höheren Gesamtausbreitung führen sollen: www.n-tv.de

    Zumindest mit den deutschen Zahlen sind wir gerade kurz vorm Minimum. Das was kontinuierlich runter geht ist der Wildtyp, das was kontinuierlich hoch geht die britische Variante und das was den Schwenker macht die gesamten Fallzahlen. Als Datengrundlage habe ich die gemeldeten Fallzahlen von heute genommen und an Punkt 0 gesetzt. 22% der britischen Variante zugeschustert und den Rest dem Wildtyp. Das ganze dann für vor 20 Tagen bis in 20 Tagen berechnet mit den R-Werten, die ich angegeben habe, geteilt durch 4, da 4 Tage die Generationsdauer für die Berechnung des R-Wertes ist.



    Wenn reale Daten den Modellierungen widersprechen, müssten die aber gegebenfalls angepasst werden vielleicht.

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  • BraveNewWorld BraveNewWorld 17.02.2021 19:01 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    Ig0oR schrieb:
    Ich hab mir mal die Mühe gemacht und nachgerechnet. Um den Anstieg der Verbreitung der britischen Variante zu erklären benötigt die Variante einen R-Wert von 1,3. Krass, dass dieser Wert momentan erreicht wird, wo wir uns doch im Lockdown befinden. Dann haben wir grob überschlagen ganz Deutschland vor August durchinfiziert. Die Wildvariante liegt demnach bei etwa 0,85, was die britische Variante etwa 53% ansteckender macht.

    Dass der Anteil der Mutation zunimmt muss doch nicht bedeuten, dass die Ausbreitung des Virus insgesamt zunimmt, so wie ich verstehe ist eher eine Verdrängung zu beobachten? U.a. in Baden-Württemberg, Südafrika, Dänemark, Irland und UK ist ein Anstieg der Mutationen bei gleichzeitigem Rückgang der Gesamtausbreitung des Virus und gleichbleibenden Maßnahmen zu beobachten. Das widerspricht doch der These und lässt die Angst vor den Mutationen Fragwürdig erscheinen?

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    Edit: Auch interessant in dem Zusammenhang: Weltweit ist ein deutlicher Rückgang der Ausbreitung zu beobachten. Das passt auch überhaupt nicht dazu, dass Mutationen sich stärker ausbreiten und diese angeblich zu einer höheren Gesamtausbreitung führen sollen: www.n-tv.de


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 11.02.2021 11:57 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    Karpferito schrieb:
    Zitat

    Ig0oR schrieb:
    Zitat

    JackD schrieb:
    Zitat

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Ich war gestern auch gefrustet und mir geht es mittlerweile wie allen Anderen auch.

    Dennoch möchte ich auch etwas positives aus den Maßnahmen gestern mitnehmen. Man committet sich auf Öffnungen bei Inzidenz 35. Ob diese erreichbar sind bei dem steigenden Anteil der Mutationen ist eine andere Geschichte, aber es ist immerhin ein verbindlicher Wert.

    Öffnung der Friseure ist auf der einen Seite total unnötig, da nicht systemrelevant und kleiner Wirtschaftsfaktor. Auf der anderen Seite passiert da wohl sowieso immer mehr schwarz.

    Wenn ich aber noch einmal in einer MK in der Beschlusslage "Ausarbeitung einer Öffnungsstragie" lese kotze ich

    Und folgende Nachricht klingt doch auch sehr vielversprechend
    https://www.spiegel.de/wirtschaft/corona-impfungen-bundesregierung-rechnet-bis-jahresende-mit-323-millionen-dosen-a-db6a5531-b46a-4f91-9a77-250ac64d88c2


    Ja nur ist 35 aus meiner Sicht völlig unrealistisch. Erst recht bis Mitte März.

    @JACKD

    Bis zum 7. März haben wir noch 24 Tage, das sind 6 Virusgenerationen. Bei einem aktuellen R-Wert von 0,9 und einer aktuellen Inzidenz von 64 kommt man auf eine Inzidenz von 34 zum Stichtag. Tada, passt

    Die Frage ist halt nur was passiert danach? Das würde im Umkehrschluss ja genauso schnell wieder nach oben gehen und da ist der Einfluss der neuen Mutationen ja noch gar nicht drin.

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass wir mit einigermaßen großzügigen Öffnungen nicht wieder mehr Infektionen haben werden.

    Ich würde in den ganzen Berichterstattungen auch einfach mal gerne ein paar positive Zahlen lesen.
    Diese ständige Wiederholung der täglichen Todes- und Infektionszahlen macht einen ja auch irgendwann dröge in der Birne.

    Warum kann man nicht im gleichen Atemzug mal erwähnen wie viele Impfungen an diesem Tag gemacht wurden (ok wird teilweise gemacht) oder wie viel Prozent der ersten Priorisierungsgruppe mittlerweile dran war? Ich hatte zwischenzeitlich mal was gelesen von 80% der Heimbewohner haben zumindest die erste Impfung bekommen. Gebt den Leuten doch auch mal positives an die Hand.

    Die Todeszahlen müssten doch eigentlich in näherer Zukunft deutlich sinken, wenn die 80+ Generation demnächst durchgeimpft ist.

    Der Hacken ist: Die aktuell gemeldeten Verstorbenen sind möglicherweise schon vor Wochen gestorben.

    https://www.aerztezeitung.de/Politik/Deutschland-im-Corona-Blindflug-416280.html

    Hatte ich schon vor einer Weile zitiert. Ich fürchte an der Problematik hat sich nichts geändert leider.

    Das zentrale Kriterium ist für mich eher die Intensivbelegung, weil es dort den Meldeverzug nicht gibt, so wie ich verstehe. Und die geht seit Anfang des Jahres kontinuierlich zurück und ist schon um über 1/3 gesunken.

    https://www.divi.de/register/tagesreport

    Eine Vermeidung der Überlastung des Gesundheitssystems war ja auch ursprünglich das, für alle einleuchtende Argument für Grundrechtseinschränkunken. Die Infektionszahl ansich muss nicht unbedingt aussagekräftig sein, siehe den Ausbruch im Altenheim wo die geimpften Bewohner aber scheinbar keine oder nur leichte Symptome entwickeln:

    https://www.rnd.de/gesundheit/infektion-im-altenheim-trotz-corona-impfung-wie-konnte-es-zum-b117-ausbruch-kommen-3O3KZ7EINNAJ5MH3XRDZUKKPAM.html

    Die gegenwärtigen Verlängerungen der Lockdown Maßnahmen werden mit der Angst vor der Mutation begründet. Ob die gerechtfertigt ist darf zumindest angezweifelt und diskutiert werden, u.a. Diskussion der Virologen Schmidt-Chasanit und Stöhr:

    https://mobile.twitter.com/KaiSchulze_/status/1359147680790904837
    https://mobile.twitter.com/stohr_klaus/status/1359034890436685828

    Was mir persönlich zu kurz kommt in der Debatte ist das Thema Grundrechte und Demokratie mit möglichen Langzeitfolgen. Es dominiert die, natürlich sehr wichtige naturwissenschaftliche Perspektive. Hierzu der frühere Politikchef der SZ und Jurist Heribert Prantl:

    https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/heribert-prantl-ich-hoffe-dass-die-gesellschaft-aufwacht-li.136339


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 18.01.2021 09:54 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Seh ich ähnlich, dass ist eigentlich schon ne Farce aber bei einige Politiker meint man dass sie komplexe bekommen sobald mal 5 Tage nichts von ihnen in der Zeitung stand.

    Bin mal gespannt was die Politk morgen beschließt und was den Ländern übermorgen wieder am Arsch vorbeigeht davon.

    Die merken nichtmal dass sie durch ihre Kommunikation schon ein entscheidenden Teil der Bevölkerung verloren haben und meinen wohl auch dass ist so alles ideal, gibt ja kein Grund was zu ändern......

    Der Knüller ist aber , dass in. Bayern (was ja als vorbild diskutiert wird) jetzt FFP2 Maskenpflicht herrscht in ÖPNV und beim Einkaufen. Gleichzeitig gibt es am Arbeitsplatz immer noch garkeine Maskenpflicht nur wenn man weniger als 1,5 m abstand hat, was dann auch nicht wirklich funktioniert. Das ist ein witz zumal dann viele mehr wohl freiwillig ins home office würden.

    Ein noch größerer "Knüller" meiner Meinung nach:
    https://www.aerztezeitung.de/Politik/Deutschland-im-Corona-Blindflug-416280.html

    "Binnen 24 Stunden wurden 1244 weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert Koch-Institut unter Berufung auf die Gesundheitsämter mitteilte.“ Was aber, wenn sich die zitierten 1244 Todesfälle gar nicht in den vergangenen 24 Stunden ereignet haben? Was aber, wenn diese Zahlen rund vier Wochen alt sind und jetzt erst beim RKI „aktenkundig“ werden?

    Leider ist es genau so: Zwischen dem Zeitpunkt, an dem sich die Todesfälle ereignen, und dem Meldetag vergehen etwa vier Wochen. Das zeigt eine Analyse des IGES Pandemie Monitors. Danach sind zwischen dem 1. November und dem 14. Dezember die täglichen Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich hinter den tatsächlich eingetretenen Todesfällen zurückgeblieben. Der Meldeverzug erreichte damals eine Größe von über 7000 Todesfällen. "

    "Hinzu kommt, dass sich das deutsche Gesundheitswesen in Bezug auf die Meldung der Corona-Zahlen seit dem 24. Dezember eine wirklich lange Pause gegönnt hat. Sogar noch am 8. Januar musste das RKI darauf hinweisen, dass seinen tagesbezogenen Angaben nicht zu trauen ist. Dadurch sind schätzungsweise 60.000 Fälle nicht gemeldet worden."

    Möglicherweise werden aktuelle Entscheidungen mit Daten als Grundlage getroffen die schon veraltet sind, wegen riesigem Meldeverzug? Ich will das eigentlich nicht glauben, aber Ärztezeitung und IGES wirken schon wie verlässliche Quellen.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 12.01.2021 21:14 Uhr in Coronavirus
    https://m.faz.net/aktuell/politik/inland/corona-lockdown-lage-auf-den-intensivstationen-entspannt-sich-17141939.html

    Entwicklung schon vor den neuerlichen Verschärfungen. Damit nicht immer nur schlechte Nachrichten Erwähnung finden.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 11.01.2021 11:04 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    Ig0oR schrieb:
    Festivals könnten stattfinden. Risikogruppen impfen und feststellen, dass das Infektionsgeschehen, draußen im Sommer fast nicht existent ist und dass Corona für Nicht-Risikogruppen wie eine Grippe, wenn nicht sogar noch ungefährlicher, ist. Dass das nicht passieren wird, ist mir aber klar.

    ich bitte um quellen zu diesen „Bahnbrechenden“ erkenntnissen.

    https://www.ndr.de/nachrichten/info/Drosten-im-Corona-Podcast-Das-Alter-ist-entscheidend,coronavirusupdate118.html

    ""Die Sterblichkeit geht mit zunehmendem Alter rapide nach oben", macht Drosten klar. Demnach gilt für die Altersgruppe von 35 bis 44 Jahren im Mittel: Eine Corona-Infektion ist in diesem Alter ungefähr so gefährlich wie eine Influenza. Bei der Altersgruppe zwischen 45 und 54 Jahren liege die Infektionssterblichkeit dann schon höher - bei 0,2 Prozent. Und für die Gruppe von 55 und 64 Jahren beträgt der Wert laut der Studie schon 0,7 Prozent"

    Wobei das mit der Gefährlichkeit so eine Sache ist. Die hängt ja nicht nur davon ab wie gefährlich es ist wenn man es erstmal hat, sondern auch wie wahrscheinlich es ist, dass man es bekommt. Und das ist bei Corona nunmal höher, weil deutlich infektiöser. Aber man sollte auch nie den Fehler machen die Influenza zu verharmlosen. Bin ich schon 2x 2 Wochen wirklich böse flach mit gelegen .


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 07.01.2021 09:55 Uhr in Coronavirus
    Seh ich auch so, dass man die Zahlen wahrscheinlich nicht recht viel weiter drücken kann. Andere Länder mit starkem Rückgang kamen von einem viel höherem Niveau. In Deutschland waren, wenn ich es mit anderen europäischen Ländern vergleiche, die sozialen Kontakte ja selbst im Sommer extrem reduziert und zum Beispiel Diskos zu. Recht viel weniger soziale Kontakte könnt ich jetzt momentan nicht haben. Und wenn ich kein anderes Paar mehr treffen darf, sondern nur noch eine einzelne Person, ist das für mich ein Musterbeispiel für Sinnlosigkeit und Unverhältnismäßigkeit. Wenn die eine Partnerin den Virus hat, hat ihn die andere ohnehin.

    Man hätte einfach mal warten können wie sich bestimmte Maßnahmen auswirken anstatt permanent nach noch mehr Einschränkungen zu rufen und die Bevölkerung zu verunsichern. Eine akute Überlastung des Gesundheitssystems droht momentan nicht. Die Intensivbelegung stagniert oder geht sogar leicht zurück. Also ich finde diesen Aktionismus wirklich nicht gut.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 05.01.2021 15:13 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    Nikrox schrieb:
    „Mutti“ verliert also die Nerven, weil sie die Maßnahmen die offensichtlich bis jetzt nichts gebracht haben


    Die Anzahl der Neuinfektionen liegt bei knapp einem Drittel von dem wo wir noch vor ein paar Wochen waren. Der R-Faktor liegt deutlich unter 1. Wie kann man da behaupten, dass die Maßnahmen nichts gebracht hätten?

    Ja, zum jetzigen Zeitpunkt über weitere Verschärfungen der Maßnahmen zu diskutieren ist in der Tat blinder Aktionismus.

    Seh ich auch so. Außerdem sollen bis Ende Januar die Alten-und Pflegeheime geimpft sein. Bei je nach Bundesland 80-90% Verstorbenen an und mit Corona in Alten- und Pflegeheimen dürfte es doch eher in die Richtung gehen, dass man Maßnahmen Stück für Stück runterfährt, vorausgesetzt die Impfung funktioniert so wie wir alle hoffen. Zumindest wird die Akzeptanz der Maßnahmen dann sicher noch mehr abnehmen und die Fragen der Verhältsmäßigkeit immer lauter werden. Wenn bis Ende Januar keine akute Überlastung des Gesundheitssystems droht, was bei der aktuellen Entwicklung nicht der Fall ist (Anstieg der Krankemhausbelegung flacht ab und wirkt kontrolliert), versteh ich ehrlich gesagt auch nicht warum schon wieder über neue Maßnahmen geredet wird.
    Aber für die Politik natürlich ein wichtiges Thema um sich zu profilieren.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 03.12.2020 15:35 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    Roggan29 schrieb:
    Geht es nur mir so oder kommen heute plötzlich alle möglichen "Studien" die von möglichen negativen Impffolgen bei Corona berichten (AIDS Risiko höher, Fruchtbarkeit geringer, Erbgut geschädigt)

    Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

    Wo findest du die? Finde gerade nichts. Und warum soll man Böses denken wenn auch über Nebenwirkungen berichtet wird? Fände es andersherum schlimmer


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 25.09.2020 18:50 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    snookdog schrieb:
    Ich bin der Meinung, dass unsere Bundesregierung und die Landesregierungen bessere Berater hat als einen Psychologen mit einer klaren Kampagne.

    Und auch wenn ich es eben auch gemacht habe, wäre es an der Zeit, mal anders über die Corona-Toten nachzudenken als nur in Zahlen. Hinter den täglich gut 700 Verstorbenen in den USA stecken nämlich auch Familienväter, Freunde, Geschwister oder Großeltern.

    Einem Wissenschaftler, der kritische Überlegungen anstellt, eine Kampagne zu unterstellen, finde ich nicht fair. Genau das sollte Wissenschaft und Diskurs sein. Nur so kommt man zu einem besseren Verständnis der Realität. Er wird in sehr vielem angreifbar sein und auch Fehler machen, klar. Aber genau auf die kann ihn dann jemand mit einem anderen Blickwinkel wiederum aufmerksam machen!

    Ja natürlich, hinter jeder Zahl steht ein Mensch. Das darf man nie vergessen. Und es sind traurige Schicksale. Aber wenn es in Deutschland keine Übersterblichkeit gibt sterben nicht mehr Menschen als statistisch in jedem Jahr momentan. Das ist zwar traurig, aber leider sterben immer Menschen. Die Frage ist wie man das gesamte Leid einer Gesellschaft minimiert? So dass möglichst frei gelebt werden kann und trotzdem möglichst wenige krank sind und sterben. Zumindest nicht mehr als statistisch normalerweise der Fall


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 25.09.2020 18:41 Uhr in Nova Rock Festival 2021 (AT)
    Bands gab's auch: Sabaton, Puscifer, Code Orange, Hans Söllner, Airborne, From Ashes to New, Immenence


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 25.09.2020 18:26 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    snookdog schrieb:
    Vom selben Autor:

    25. April: Von der fehlenden wissenschaftlichen Begründung der Corona-Maßnahmen
    26. April: Die Überschätzung des tatsächlichen Anstiegs der Coronavirus-Neuinfektionen
    01. Mai: Die eigenartige Verlaufskurve der Coronavirus-Todesfälle
    02. Mai: Die Überschätzung des tatsächlichen Anstiegs der Coronavirus-Neuinfektionen
    ----Sommerurlaub-----
    21. September: Coronavirus: Das Aufrechterhalten der Maßnahmen trotz einer dramatisch gesunkenen Sterberate



    Abgesehen davon. Können wir mal Aussagen wie "Eine Analyse eines Regensburger Professors" lassen, ohne das Fachgebiet des guten zu erwähnen? Das wäre in dem Fall nämlich Psychologie.

    E: Der Blick über den Tellerrand wäre auch ganz spannend übrigens. Wir haben ja ein Land, in dem das Virus ganz gut Anklang findet. In den USA gab es in den letzten 7 Tagen durchschnittlich 738 Todesfälle pro Tag bei 40285 Neuinfektionen. Das macht eine Sterblichkeit von 1,83%.

    Stimmt! Darum argumentiert er ja auch mit Zahlen und Statistiken und lässt den medizinischen Aspekt, der nicht seinem Fach entspricht, raus. Ist natürlich ein ganz anderer Blickwinkel auf die Zusammenhänge, mit vielen potentiellen Vor- und Nachteilen. Aber die Zahlen lassen sich ja alle nachprüfen, und warum die Sterbewahrscheinlichkeit momentan in Deutschland so niedrig ist und, wie Du richtig schreibst, woanders nicht, ist auch eine sehr spannende Frage. Stimmt, er analysiert rein aus der deutschen Perspektive und stellt keine Vergleiche an. Aber für die Frage welche Restriktionen in Deutschland gerade nötig sind muss man wahrscheinlich schon diskutieren wie gefährlich die Situation gerade in Deutschland ist?

    E: und klar, birgt gewisse Gefahren eine Situation auf Grundlage momentaner lokaler Daten zu analysieren. Andererseits ist die Sterblichkeit in Deutschland schon seit Monaten sehr niedrig. Man muss aus meiner Sicht auch immer wieder hinterfragen was gerade Sachstand ist. Und klar besteht die Gefahr, dass es bald wieder hoch geht. Allerdings wird das auch schon seit Wochen gesagt.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 25.09.2020 17:30 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    sadfad schrieb:
    Sehe ich auch so, falls wie angenommen das Virus wirklick harmloser geworden ist, und die Sterblichkeit auf niedrigem Niveau bleibt, dann gibt es meiner Meinung nach keinen Grund mehr für die vielen Restriktionen. Dann haben wir das Thema wie bei der Grippe, wo sich vielleicht viele infizieren und leider auch Menschen sterben werden aber das ist dann wie mit jeder anderen Krankheit. Nicht falsch verstehen, ich war voll für die eingeführten Restriktionen und bin der Meinung, dass wir nur deswegen so gut dadurch gekommen sind. Sollte es sich aber wirklich abschwächen muss man auch irgendwann wieder zum "Normalzustand" zurückkehren.


    https://www.heise.de/tp/features/Coronavirus-Das-Aufrechterhalten-der-Massnahmen-trotz-einer-dramatisch-gesunkenen-Sterberate-4906401.html

    Eine Analyse eines Regensburger Professors warum die Sterblichkeit mittlerweile in Deutschland so niedrig sein könnte. Momentan wohl gerade niedriger als bei einer normalen Grippe. Das war im Frühjahr noch ganz anders.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 23.09.2020 08:24 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    runnerdo schrieb:
    Zitat

    JackD schrieb:
    Zitat

    runnerdo schrieb:
    Ist den belegt, dass die Schnelltests zuverlässig sind?
    Bei einem "normalen" Test ist ja teilweiße schon schwierig, wenn der Patient nur sehr geringe Anzahl an Viren in sich hat.

    Genau dann ist der Patient ja auch nicht ansteckend. Habe verstanden Schnelltests sind ungenauer, aber für den Zweck eine Situation über 3-4h infektionsfrei zu halten, perfekt, weil er nur „relevante“ Infektionen anzeigt.

    Gilt natürlich nur für Konzerte bzw. kurze Events, nicht für Festivals.

    Weniger ansteckend zumindest. Da kommt es dan wirklich darauf an, wann die anschlagen.

    Aber schon richtig, für einen kurzen Zeitraum sollte das funktionieren.
    Weiterer Vorteil man entlastet damit die Labore.



    Wäre natürlich ein Traum wenn sowas klappen würde!

    Halte ich auch für gut denkbar, aber nur als open air.
    Ein Hallenkonzert ist so ziemlich das schwierigste/gefährlichste überhaupt

    Wird doch auch auf die Belüftung ankommen? Und vielleicht geben die Studienergebnisse von dem Testkonzert ja auch mehr Aufschluss?


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 22.09.2020 18:21 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    runnerdo schrieb:
    Zitat

    JackD schrieb:
    Zitat

    runnerdo schrieb:
    Ist den belegt, dass die Schnelltests zuverlässig sind?
    Bei einem "normalen" Test ist ja teilweiße schon schwierig, wenn der Patient nur sehr geringe Anzahl an Viren in sich hat.

    Genau dann ist der Patient ja auch nicht ansteckend. Habe verstanden Schnelltests sind ungenauer, aber für den Zweck eine Situation über 3-4h infektionsfrei zu halten, perfekt, weil er nur „relevante“ Infektionen anzeigt.

    Gilt natürlich nur für Konzerte bzw. kurze Events, nicht für Festivals.

    Weniger ansteckend zumindest. Da kommt es dan wirklich darauf an, wann die anschlagen.

    Aber schon richtig, für einen kurzen Zeitraum sollte das funktionieren.
    Weiterer Vorteil man entlastet damit die Labore.



    Wäre natürlich ein Traum wenn sowas klappen würde!


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 22.09.2020 09:31 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    rockimpott2012 schrieb:
    Wenn die Lage noch sehr lange anhalten sollte, bin ich mir fast sicher, dass man gewisse Regeln mit und mit auflockern oder "aufweichen" wird, auch wenn das Kollateralschäden bedeuten würde (gewisse Mehrzahl an Coronakranken, einige Todesfälle mehr). Irgendwann (wann genau ist noch nicht absehbar) kommt der Punkt, an dem man andere Schäden, die aus den Corona-Maßnahmen resultieren, anders gewichten wird und für dauerhaft unzumutbar einstufen wird. Das muss nicht alle betroffenen Lebens- und Wirtschaftsbereiche einschließen, aber sicherlich einige.

    Ja, aber Kollataralschäden hat man durch Maßnahmen auch. Wenn es auf Grundlage der gegenwärtigen Maßnahmen keine Übersterblichkeit gibt, wie wahrscheinlich seit Mai der Fall, und keine Überlastungen des Gesundheitssystems drohen, kann man aus meiner Sicht aufweichen? Was ist denn sonst noch eine Begründung?


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 22.09.2020 08:34 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Union Berlin plant im Oktober ein ausverkauftes Testspiel ohne jegliche Corona Regeln dafür soll jeder vor Ort ein schnelltest machen.

    Ist natürlich bei nem festival nochmal schwieriger weil msn sich ständig testen lassen müsste wenn man das gelände betritt.

    Nach und nach wird alles aufgeweicht und normalisiert, scheint mir? Auf die hypothetische Existenz eines Impfstoffes kann niemand warten. Solange weiter nur ca 250 Personen in ganz Deutschland wegen Covid in intensivmedizinischer Behandlung sind, wie seit Monaten, scheint ja auch keine Überlastung von irgendwas zu drohen?


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 10.09.2020 08:09 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    blubb0r schrieb:
    Zitat

    snookdog schrieb:
    Na wenn Sebastian Kurz das sagt, wird das schon so sein. Er ist ja kein riesiger Populist oder so.

    Oh Moment.

    Bei denen fängt die kacke gerade eh zu dampfen. Das Wachstum nimmt wieder zu, recht unkontrolliert und im Gegensatz zu hier füllen sich die Krankenhäuser wieder.


    Noch zur allgemeinen Impfgeschichte und was passiert, wenn Impfstoffe da sind:

    Ich sehe da im Wesentlichen 3,5 Steps:
    1) Ich lass mich impfen und nehme die Risiko (Nebenwirkungen) in Kauf
    2) Ich lass mich nicht impfen und nehme das Risiko einer Corona Erkrankung mit etwaigen Spätfolgen in Kauf
    3) Ich halte weiter Abstand, meide Großveranstaltungen und schränke mich in meinem normalen Leben ein

    Hinsichtlich Risiko und möglicher Krankheitsverläufe sehe ich 1 und 2 aktuell als gleich "gefährlich" an. Daher wird es bei mir ein Mix aus 3) und 1). Der zeitliche Versatz ist das entscheidende - das sagen ja auch hier die meisten: Impfen ja, aber nicht sofort.

    Wir haben rund 50 Kandidaten für mögliche Impfstoffe - warum? Weil jeder weiß, dass ein gut funktionierender Impfstoff die Lizenz zum Gelddrucken ist. Apropos Druck, da wird sicherlich ziemlicher Druck in der Branche herrschen, der erste zu sein, der was releasen kann.
    So etwas führt immer zu Schlampigkeiten, bewusst und unbewusst.

    Dieser Gefahr möchte ich mich nicht aussetzen.

    Naja, ob man bei knapp 200 Patienten im Spital und 36 auf intensiv in ganz Österreich, von sich füllenden Krankenhäusern sprechen kann, ich weiß nicht.

    Aber stimmt natürlich, die Zahlen nehmen zu und es darf nicht ausser Kontrolle geraten. Jetzt ist man noch lange in einem Bereich wo irgendwelche Wechselwirkungen durch die Corona Politik stärkere Auswirkungen auf das Gesundheitssystem haben als Corona selber. In gewissem Bereich wird es sicher in Kauf genommen werden, dass die Zahlen steigen, um andere negative Folgewirkungen zu verkleinern. Und bis zu irgendwelchen Überlastungen könnten die Zahlen wahrscheinlich noch um ein vielfaches steigen, wenn man sieht wo sie schon waren und dass es da auch keine Überlastung des Gesundheitssystems in Österreich gab. Klar muss man das kontrollieren, wenn anstatt 200 plötzlich 2000 und dann 20000 im Spital sind, sähe es schon anders aus...


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 09.09.2020 10:35 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    snookdog schrieb:
    Na wenn Sebastian Kurz das sagt, wird das schon so sein. Er ist ja kein riesiger Populist oder so.

    Oh Moment.

    Stimmt natürlich! Aber ein Populist mit zumindest gewissem Einfluss darauf was erlaubt ist und was nicht.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 09.09.2020 10:13 Uhr in Coronavirus
    In Österreich, beim Nova Rock, beruft man sich auf Kanzler Kurz und ist sich sicher es wird stattfinden:

    Good News für den Festival & Konzertsommer 2021!

    Zitat
    Bundeskanzler Sebastian Kurz hat vergangenen Freitag verkündet, dass die Verbreitung des Virus im Laufe des Jahres 2021 „nachhaltig“ eingedämmt werden kann. Nach dem derzeitigen Wissensstand werde Österreich bis zum Sommer 2021 „zur Normalität zurückkehren“ können. „Wir stehen vor einem schwierigen Herbst und Winter. Allerdings ist damit zu rechnen, dass es nächstes Jahr eine starke Entlastung durch mögliche Impfstoffe und Medikamente geben wird, sodass wir im Laufe des Jahres voraussichtlich wieder unser normales Leben führen werden können“.

    Wir haben alle Vorkehrungen getroffen und freuen uns mit Euch auf einen „normalen“ Festivalsommer 2021. Stay safe!



  • BraveNewWorld BraveNewWorld 06.09.2020 10:27 Uhr in Corona: Diese (kleinen) Festivals finden statt
    Das Wolfszeit Festival vom 25.-26.9. findet weiter statt. Man zieht jetzt nach Torgau. Bin ich gespannt wie das gemacht wird!


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 28.08.2020 15:48 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    Cody schrieb:
    Das nicht wenige Personen langsam aber sicher die Schnauze voll haben kann ich verstehen. Die Politiker und das RKI sind wie ein Fähnchen im Wind. Da werden Zahlen genannt, die dann kurz darauf wieder einkassiert werden.


    Als bisher stiller Mitleser, habe ich mich schon gefragt, wann es endlich mal jemand ansprechen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt MUSS man wirklich zu der Erkenntnis kommen, dass RKI und Politik das Virus künstlich schlimmer reden als es wirklich ist.

    So nachvollziehbar die Maßnahmen ursprünglich auch waren (neuer Virus, entsprechend kaum Wissen über seine Gefährlichkeit), das erklärte Ziel - eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden - hat man nicht nur erreicht, man ist in einem riesigen Bogen darüber hinausgeschossen. Jetzt kann man das Gefühl nicht loswerden, dass RKI und Politik Angst hätten zuzugeben, dass die ursprünglichen Maßnahmen massiv überzogen waren.

    Wieso werden sowohl die Fall-, wie auch die Todeszahlen vom RKI, durch eine mehr als fragwürdige Zählweise, künstlich aufgebauscht? Wieso scheint es noch niemandem aufgefallen zu sein, dass es bei den Zahlreichen Demos in den letzten Monaten (Anti-Corona, BLM), mit jeweils mehreren tausend Teilnehmern und einem kollektiven Ignorieren von Abstand und Maskenpflicht, zu nicht einem einzigen Super-Spreader-Event gekommen ist? Wieso scheint die Tübinger Studie niemanden zu interessieren, die nahelegt, dass bei einem Großteil der Menschen bereits eine Kreuzimmunität gegen Sars-Cov-2 vorliegt? Die Liste könnte man noch eine ganze Weile fortsetzen.....

    Nein, ich will damit nicht sagen, dass wir sämtliche Einschränkungen sofort aufheben sollten (was ein ZU entspannter Umgang mit dem Virus auslösen kann, haben uns bereits genügend andere Länder vorgemacht), aber inzwischen SCHREIT wirklich alles danach, dass wir es uns problemlos erlauben könnten, mindestens für Veranstaltungen/Versammlungen/..... im Freien, die Maßnahmen deutlich zu lockern.

    Würde ich so zustimmen. Die Zahl der Positiven pro Test ist seit etwa der 22. Kalenderwoche statistischen Schwankungen unterworfen. Ein klarer positiver Trend ist nicht erkennbar. In allen representativen Studien kam raus, dass es eine sehr große Dunkelziffer an Positiven gibt. Man wird noch sehr lange die Zahl der Tests erhöhen können und damit mehr Positive finden. Gleichzeitig geht die Zahl der stationär behandelten, intensiv behandelten und Todesfällen zurück. Solange diese Zahlen und die Positivenquote nicht steigen, kann man nicht davon ausgehen, dass die Zahl der Positiven in der Grundgesamtheit steigt. Vorallem weil der Auswahl -Bias, dass nur Leute mit Symptomen getestet werden, abnimmt.

    Studien von Hotspots? Die Dunkelziffer in Deutschland dürfte sehr gering sein zumal es so ganz symptomfreie kaum gibt und ja nicht willkürlich getestet wird.

    Das die Todesrate sinkt hat mehre Gründe v.a. das sinkende Durchschnittsalter der infizierten. Das größere Problem sind Folgeschäden.

    Deutschland hat v.a. mit vergleichsweise milden maßnahmen das zu gut gemacht? Ist auch grotesk., Es gibt kaum länder die milder gehandelt haben. Abgesehen von denen es ausser Kontrolle geriet. Das größte Problem ist einfach das wir auf den Herbst zu gehen und das man infektionen nachvollziehen muss. Das kann so schnrll ausser kontrolle geraten und zur gleichen Situation wie im April führen. Deshalb lieber den Statis Quo halten und nicht alles öffnen um damit in paar Wochen in lockdown zu müssen. wäre mit dieser Situation jetzt Mai könnte man darüber reden.
    V.a. darf man nicht vergessen es gibt ein ganz große lockerung bei Schulen und Kitas die man auch erstmal beobachten muss und wichtiger ist als Veranstaltungen.

    Man darf halt nicht die Verantwortung der Politiker vergessen und ein vermutlich viel größerer Teil der Bevölkerung ist klar dagegen.

    So sehr ich mich über Konzerte freuen würde aber ich versteh es und ich seh auch nicht wirklich ne Möglichkeit die mir Spaß machen würde. Die heilige Kuh Bundesliga muss ja auch warten

    Es gibt in Deutschland ca 9360 Tote auf ca 245000 gemeldete Positive. Das würde eine Fallsterblichkeit von ca 3,8 % bedeuten. Es gibt mittlerweile einen breiten Konsens darüber, dass das viel zu hoch ist. Die WHO hat offiziell die Fallsterblichkeit auf 0,6% taxiert. In der Hainsberg-Studie kam man auf ca 0,4%. Wenn man die Zahl der Positiven anhand der Zahl der Toten hochrechnen würde, käme man in Deutschland auf ca 1,55 Millionen Positive. Das nenne ich schon eine hohe Dunkelziffer. In representativen Flächen-Studien in Kalifornien und Italien z. B. kam man ja auch auf eine sehr hohe Dunkelziffer. Sind natürlich sehr viele unbekannte Variablen drin.

    Aber warum sollten sich früher hauptsächlich alte Leute angesteckt haben und heute hauptsächlich junge? Zum Beispiel die Ischgl Rückkehrer waren ja eher junge. Die hatten sicher mehr Kontakt zu gleichaltrigen als zu alten. Das leuchtet mir nicht ein. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass schon immer viele junge Leute positiv waren, nur seltener getestet wurden, weil sie nicht krank wurden /kaum Symptome hatten.

    Und nein, es werden sehr viele "willkürlich", sprich ohne Symptome, getestet momentan. Reiseruckkehrer, Menschen die aus anderen Gründen in medizinische Einrichtungen kommen, in Bayern zB nicht sogar jeder der will?

    So nährt man sich der Dunkelziffer immer mehr an und findet immer mehr mit keinen oder leichten Symptomen. Es wäre natürlich gut eine Statistik zu haben wie viele Menschen Symptome haben, die getestet werden und wie viele Symptome haben die positiv getestet werden. Die Zahl der Menschen, die krank sind geht jedenfalls zurück, laut intensivregister.de.

    Dass das Virus mutiert ist und /oder es irgendwelche Kreuzimmunitäten gibt, wie die Studie aus Tübingen nahelegt, ist natürlich auch möglich.


  • BraveNewWorld BraveNewWorld 28.08.2020 09:01 Uhr in Coronavirus
    Zitat

    schrieb:
    Zitat

    Cody schrieb:
    Das nicht wenige Personen langsam aber sicher die Schnauze voll haben kann ich verstehen. Die Politiker und das RKI sind wie ein Fähnchen im Wind. Da werden Zahlen genannt, die dann kurz darauf wieder einkassiert werden.


    Als bisher stiller Mitleser, habe ich mich schon gefragt, wann es endlich mal jemand ansprechen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt MUSS man wirklich zu der Erkenntnis kommen, dass RKI und Politik das Virus künstlich schlimmer reden als es wirklich ist.

    So nachvollziehbar die Maßnahmen ursprünglich auch waren (neuer Virus, entsprechend kaum Wissen über seine Gefährlichkeit), das erklärte Ziel - eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden - hat man nicht nur erreicht, man ist in einem riesigen Bogen darüber hinausgeschossen. Jetzt kann man das Gefühl nicht loswerden, dass RKI und Politik Angst hätten zuzugeben, dass die ursprünglichen Maßnahmen massiv überzogen waren.

    Wieso werden sowohl die Fall-, wie auch die Todeszahlen vom RKI, durch eine mehr als fragwürdige Zählweise, künstlich aufgebauscht? Wieso scheint es noch niemandem aufgefallen zu sein, dass es bei den Zahlreichen Demos in den letzten Monaten (Anti-Corona, BLM), mit jeweils mehreren tausend Teilnehmern und einem kollektiven Ignorieren von Abstand und Maskenpflicht, zu nicht einem einzigen Super-Spreader-Event gekommen ist? Wieso scheint die Tübinger Studie niemanden zu interessieren, die nahelegt, dass bei einem Großteil der Menschen bereits eine Kreuzimmunität gegen Sars-Cov-2 vorliegt? Die Liste könnte man noch eine ganze Weile fortsetzen.....

    Nein, ich will damit nicht sagen, dass wir sämtliche Einschränkungen sofort aufheben sollten (was ein ZU entspannter Umgang mit dem Virus auslösen kann, haben uns bereits genügend andere Länder vorgemacht), aber inzwischen SCHREIT wirklich alles danach, dass wir es uns problemlos erlauben könnten, mindestens für Veranstaltungen/Versammlungen/..... im Freien, die Maßnahmen deutlich zu lockern.

    Würde ich so zustimmen. Die Zahl der Positiven pro Test ist seit etwa der 22. Kalenderwoche statistischen Schwankungen unterworfen. Ein klarer positiver Trend ist nicht erkennbar. In allen representativen Studien kam raus, dass es eine sehr große Dunkelziffer an Positiven gibt. Man wird noch sehr lange die Zahl der Tests erhöhen können und damit mehr Positive finden. Gleichzeitig geht die Zahl der stationär behandelten, intensiv behandelten und Todesfällen zurück. Solange diese Zahlen und die Positivenquote nicht steigen, kann man nicht davon ausgehen, dass die Zahl der Positiven in der Grundgesamtheit steigt. Vorallem weil der Auswahl -Bias, dass nur Leute mit Symptomen getestet werden, abnimmt.