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Trauer-Thread

eröffnet von Brian86 am 10.03.2006 14:19 Uhr - letzter Kommentar von Chefpeterpaul



  • Brian86 Brian86 10.03.2006 14:19 Uhr

    Da wir hier sowas noch nicht haben und ich finde dass man auch seine Trauer ausdrücken kann, eröffne ich diesen Fred. Er kann natürlich für alle Arten von Trauer verwendet werden

    Letzte Nacht ist im Alter von 80 Jahren und schwerer Krankheit mein Opa gestorben
    Die letzten Wochen waren verdammt schwer für ihn und uns als Familie, weil er körperlich und geistig rapide abgebaut hat.
    Mein Opa war für mich ein ganz besonderer Mensch. Dieses Gefühl hatte ich in dieser Form nur bei ihm. Er war immer mein "Lieblingsopa". Er hat mir in den letzten 19 Jahren so unglaublich viel gezeigt und für mich gemacht, dass ich es nicht in Worte fassen kann.
    Für mich persönlich ist es der erste Trauerfall, den ich so nah miterlebe. Ich würde gern weinen, aber im Moment geht es einfach nicht. Das wird aber sicherlich noch kommen.
    An dieser Stelle möcht ich auch nochmal dem lieben Gott danken, dass er ihn von seinen Leiden erlöst hat.

    In diesem Sinne:

    R.I.P. lieber Opa, ich hab dich lieb!!!

880 Kommentare


  • Junior Junior 10.03.2006 14:33 Uhr
    Mein Beileid!

  • Chainz Chainz 10.03.2006 14:37 Uhr
    Das tut mir leid für dich, Marc!

  • NoelGallagher NoelGallagher 10.03.2006 14:38 Uhr SUPPORTER
    Mein Beileid. Ich kenne sowas leider auch schon. So etwas gehört leider auch zum Leben.


  • 10.03.2006 14:39 Uhr
    Auch mein herzlichstes Beileid.

    Auf das du ihn aus besseren Tagen in Gedanken hälst. Es ist immer sehr schwer Menschen nach langer Krankheit zu verlieren die mehr oder weniger dominant über die letzten Monate, gar Jahre präsent war. Die Erinnerung an die besseren Tage zuvor zu erhalten ... gerade das ist ein besonderer Ausdruck der Trauer.

    Mein Opa ist zum Glück noch quietschfedel mit 88 Jahren. Okay, nen bischen senil und nimmer so gut zu Fuss... sogar eher ziemlich schlecht und er nuschelt wie verrückt - aber er ist mein Großvater.

    Ich weiß nicht wie lange mein Großvater uns noch erhalten bleibt, aber wie für jeden anderen Mitmenschen hoffe ich etwas kurzes und schmerzloses, friedliches.

    Ich habe schon zu viele Menschen in meinem Umfeld mit schweren, längerfristigen Leiden sterben sehen...

  • Seblightning Seblightning 10.03.2006 14:40 Uhr
    Auch mein Beileid für Dich und Deine Familie! Aber das Positive ist ja wirklich, dass Dein Opa nun von seinen Scherzen erlöst ist und seinen Frieden gefunden hat,

  • Yokoho Yokoho 10.03.2006 14:43 Uhr
    Mein herzliches Beleid!




  • 10.03.2006 14:53 Uhr
    Ich spreche dir auch mein Beileid aus, sowas ist furchtbar.
    Ich habe noch nie jemanden an den Tod verloren aus meinem Leben, und habe riesige Angst davor.

  • guitar-fish guitar-fish 10.03.2006 14:57 Uhr
    mein herzliches beleid..habe auch nur noch ne oma und nen opa... kopf hoch, die ringrocker gemeinde denkt an dich

  • nima nima 10.03.2006 15:44 Uhr SUPPORTER ADMIN
    mein herzlichstes beileid marc

  • Brian86 Brian86 10.03.2006 16:19 Uhr
    Danke an alle.

    @FF: Sehr schöner Text!

  • Sichel Sichel 10.03.2006 18:11 Uhr
    Auch von mir mein herzlichtes Beileid
    Weis noch als meine Oma gestorben ist... ist schon längere Zeit her.....


  • connection2sun connection2sun 10.03.2006 19:57 Uhr
    Von mir auch herzliches Beileid!

    Meine Oma starb vor ca. drei Jahre an Demenz. Da war sie 73. Sie hat 18 Jahre mit uns unter einem Dach gewohnt und mich praktisch mit erzogen. Ging auch ziemlich schnell, innerhalb von drei Monaten. Mach dir keine Gedanken, wenn du grad nich weinen kannst, das ist von Mensch zu Mensch verschieden und kommt meistens erst bei der Beisetzung.
    Mir hat der Gedanke geholfen, dass sie jetzt irgendwo wieder mit meinem Opa zusammen und sehr glücklich ist.

    Also Kopf hoch, so blöd das auch klingt, aber das scheint wohl echt dazu zu gehören

  • Gerry Gerry 10.03.2006 20:44 Uhr
    auch von mir herzliches beileid.

    ich weiß, wie das ist. hab von dezember 2004 bis april 2005 die restlichen 3/4 von meinen großeltern verloren. eigentlich eine selbstverständlichkeit, das sie da waren und jetzt sind sie auf einmal weg. das ist schrecklich. desweiteren im juli 2005 unsere hauskatze verloren. das war besonders schlimm auch. auch wenn es nur ein tier war, hat sie mich/uns knapp 19 jahre begleitet und jetzt auf einmal ist sie nicht mehr da. das merk man halt schon, das irgendwas fehlt.

  • mariii mariii 10.03.2006 20:46 Uhr
    Mein Beileid....
    Ich weiß genau wie´s dir geht. Am 19.Januar ist meine Oma an Lymphdrüsenkrebs gestorben. Sie war für mich eine der wichtigsten Bezugspersonen da ich so ziemlich meine ganze Kindheit bei ihr verbracht hab. Bei ihr ging das ganze allerdings nur ca. 8 Wochen. Weihnachten haben wir noch zusammen verbracht und 4 Wochen später war sie tot. Sowas ist echt schrecklich und mir kommen immernoch die Tränen wenn ich dran denk. Ich vermisse sie total. Irgendwie ist es schwer da die richtigen worte zu finden. Hab damals nur nen Spruch gefunden den ich ihr mit in den Sarg gelegt hab:

    Dein Leben ist dahin geschieden,
    durch des Todes starke Hand.
    Wir werden ewig daran denken,
    was gemeinsam uns verband.
    In tiefer Trauer stehn wir hier
    voll Tränen vor dein Grab
    und tief im innern denken wir:
    Schön dass es dich gab!

    Sorry wenn ich soviel schreibe aber in mir kommt´s grad wieder hoch.

  • Onkel_Joseph Onkel_Joseph 10.03.2006 22:11 Uhr
    mein beileid marc
    ich hab auch vor fast 3 jahren meinen opa verloren

    Ich bin nur in das Zimmer nebenan gegangen.
    Ich bin ich, ihr seid ihr.
    Das, was ich für dich war, bin ich immer noch.
    Gib mir den Namen, den du mir immer gegeben hast.
    Sprich mit mir, wie du es immer getan hast.
    Gebrauche nicht eine andere Lebensweise.
    Sei nicht feierlich oder traurig.
    Lache weiterhin über das,
    worüber wir gemeinsam gelacht haben.
    Ich bin nicht weit weg,
    ich bin nur auf der anderen Seite des Weges.

  • Davis Davis 10.03.2006 22:30 Uhr
    Mein Beileid Marc.
    Das tut mir sehr leid für dich und deine Familie.Auch wenn es blöd und evtl abgedroschen klingt - dein Opa hat jetzt wahrscheinlich das für ihn schwerste hinter sich.Manchmal hilft dieser Gedanke etwas, mir hat er jedenfalls damals sehr geholfen.
    Ich wünsche dir und deiner Familie das ihr die vor euch liegende schwere Zeit so gut es geht meistert.


  • 10.03.2006 22:43 Uhr
    Ich hab heute so ganz nebenbei beim Abendessen erfahren das meine Großmutter seid letzten Dienstag sich kaum noch schmerzfrei bewegen kann. Diagnose : neue Hüfte. Aber sie lehnt eine OP ab, hat wohl vielmehr Angst die OP nicht zu überstehen, lieber auf Schmerzmittel ...

    Es ist schon erschreckend. Meine Großmutter baut stärker ab als mein Großvater. Zumindest körperlich. Sie ist 83, er 88. Wird es bei meinem Großvater in Punkto Mobilität etwas schimmer, desto schlimmer wird es bei meiner Großmutter. Sie ist auch sehr verhalten und ergibt sich ihrem Schicksal mehr als sie müsste - Nachdem Motto wir sind alt, wir machen es nimmer lange und gut zu Fuss sind wir auch nimmer. Man kann sich leider auch mehr als nötig einreden und resignieren.

    Und dabei war es irgendwie mit der Geburt meines jüngsten Cousins (2 1/2) ein völlig frischer Wind der in die Bude gekommen war bei meinen Großeltern... man hat richtig gemerkt wie da etwas mehr Leben in das Haus gekommen ist.

    Im Bezug Verluste habe ich hingegen leider schon viel zu früh Erfahrungen machen dürfen. Als ich 5 war starb ein Onkel an Krebs.

    Mit 13 meine Mutter an einer Zyste, also einem gutartigen Wassergerinsel in der Hirnrinde. Also nicht am Krebs direkt sondern an dem zunehmenden Druck den das Wassergerinsel auf das umliegende Hirngewebe ausübte bis die Lebensfunktionen davon beeinflusst wurden, irroperabel.

    Mit 16 starb ein Cousin an Leberkrebs, mit 21 meine Patentante an einem Hirntumor. Mit 22 meine Stiefoma an Metastasen eines Darmkrebes. Und letztes Jahr eine Tante nach langen Lungenkrebs Leiden.

    Man kann quasi sagen das ich zu einer Risikogruppe gehöre, ja.

    Und ich wünsche es meinem ärgsten Feind nicht mitzuerleben wie Menschen vom Krebs, teilweise über Jahre hinweg immer mehr abbauen.

    Okay, bei meinen Großeltern ist es derzeitig nur das Alter, keine akuten Erkrankungen. Aber ein angeheirateter Onkel leidet seid zwei jahren zunehmend an Alzheimer... das auch net nett anzuschauen.

    Das schlimmst daran ist mitzuerleben wie Teile der Gesellschaft des ehemaligen gesellschaftlichen Umganges dieser Familienmitglieder den Kontakt verwehren oder sich Einzelne gar mit ihrerem Leiden eingraben... man die Thematik meidet. Man schaut halt nicht gerne hin. Das ist das Grausamste an sich.

    Ich habe selber im Bezug meiner Patentante einen Moment erlebt der derartig intensiv war das es mich teilweise wieder rührt wenn ich daran zurückdenke. Ich hatte sie besucht. Ich wußte nichts von ihrer Krankheit. Sie hat es mir nie gesagt, aber dennoch habe ich es nach 5min gewußt. Das ist eine Art von Moment die man sein Leben lang nicht vergisst.


  • Davis Davis 10.03.2006 22:58 Uhr
    Respekt, Friese! dieser Post ging mir echt nahe. Ich zieh den Hut vor dir. Soetwas hätte nicht jeder gebracht. Nochmal RESPEKT!

  • mariii mariii 10.03.2006 23:03 Uhr
    Wow! Ich bin auch grad baff.... Ist schon krass was man so im leben alles mitmachen muss. Wie krank und ungerecht ist diese welt eigentlich? Hab heut erfahren dass von einer ehemaligen Klassenkameradin von mir der Vater vor 2 Tagen gestorben ist. Vor 4 Jahren oder so starb ihre mutter, mann, die ist so alt wie ich und hat keine Eltern mehr. Wenn ich da an meine Eltern denk.... Puh, will ich überhaupt net dran denken. Sterben ist nix schönes - zumindest nicht für die Hinterbliebenen!

  • 10.03.2006 23:18 Uhr
    Um mit dieser Thematik derart umgehen zu können hat mich auch "nur" ca. 8 Jahre meines Lebens gekostet.

    Irgendwann kommt man zu dem Punkt an dem man merkt das andere Menschen sich viel zu sehr hinter diesem oder ähnlichen Schicksalen verstecken. Und dafür missbrauchen es quasi als Lebensentschuldigung zu gebrauchen. " Nach dem Motto ich bin Halbwaise meine Mutter ist bei meiner Geburt gestorben... " ... quasi nach dem Motto das man deswegen eine besondere Rolle im Leben hätte... klar ... man wird anders behandelt, aber irgendwann ist man es echt leid ... ändern kann ich an der Situation nun wirklich nichts sondern muss mir selber mal den Risikofaktoren meiner Gesundheit bewußt werden ... nen normalen Umgang damit finden.

    Ich kann mich ja nicht mit 35 dahinstellen wenn mich evtl. ein Arbeitgeber entlassen muss wegen finanzieller Misswirtschaft oder weil ich selber scheiße gebaut habe " Tschuldigung... ich bin Halbwaise ... " oder auch " Entschuldigung meine Eltern haben sich geschieden als ich fünf wahr".

    Das ist infantil und spricht nicht gerade von persönlicher Reife.

    Es geht weiter und Kopp in Sand stecken ist nicht. Es gibt im Leben noch ganz andere Herausforderungen und weil man einmal gebeutelt ist heißt das noch lange nicht das man auf dem Konto ne Gutschrift bekommt ...

  • Brian86 Brian86 10.03.2006 23:40 Uhr


    Boah Jan das alles hört sich ja unglaublich an. Da wird mir selbst klar, wie "gut" es mir bis jetzt noch ergangen ist. Und wie connection2sun schon geschrieben hat, bin ich genauso froh darüber, denn ich weiß dass mein Opa jetzt bei seinem Sohn ist, der mit 21 Jahren tödlich verunglückt ist.

  • mariii mariii 10.03.2006 23:49 Uhr
    Dieser Fred gefällt mir nicht.... der stimmt mich total sentimental. Da gibt´s soviel dazu zu schreiben aber irgendwie fehlen einem auch die worte und ich denk die meisetn haben sowas in der richtung schonmal erlebt dass jemand sehr nahestehendes gestorben ist und immer ist es auf seine art und weiße schlimm, weil die person nie wieder kommt und man sie nie mehr sieht oder sie nie wieder umarmen oder mit ihr reden kann und man sagt auch immer dass es da besser ist oder nach krankheit die erlösung und trallala aber macht es die situation für die hinterbliebenen besser? Nein! Man soll ja auch trauern und weinen das hilft beim verarbeiten. Man kann echt sagen was man will, lebendig wird dadurch niemand mehr- so weh es auch tut. Aber wenn es stimmt was man so sagt und hört dann sieht man die person nach dem eingenen Tod wieder und ich glaub bis dahin kann man warten.... Da muss ja dann echt ne riesen "Wiedersehens-Party" sein im Himmel und man ist ja auch nicht fremd weil schon jemand da ist den man kennt.
    Ich weiß ich schreib grad komische Sachen, aber so geht es mir auch - beschissen! Wie gesagt, das hier macht mich alles so traurig!

  • 10.03.2006 23:50 Uhr
    Ehm - um die Relation meines familiären Umfeld deutlich zu machen. Ich habe 9 cousinen, 1 Cousin. 4 Onkel und 1 Tante. zzgl. Ehepartner usw...

    Und das ist nur die kleinere Hälfte der Verwandtschaft ...

    Auf der anderen Seite sind wir so 23? Cousinen und Cousins, meine Mutter hatte 8 Geschwister ... also es ist jetzt nicht so das bei mir schon die Halbe Sippe verstorben ist ... ich kenn die noch nichtmal alle.

    Der Cousin von mir zum Beispiel der verstorben ist an Leberkrebs, den hab ich vielleicht 3mal im Leben gesehen und war auch nen gutes Stück älter als ich. so ca. 13 Jahre.

  • mariii mariii 10.03.2006 23:54 Uhr
    Ja, aber was bringen dann cousinen etc wenn du keine mum mehr hast? Das ist jemand sehr wichtiges und ich find´s so traurig. Tut mir echt voll leid. Ich hab auch ne riesen Familie und meine Oma fehlt mir trotzdem so sehr weil sie niemand erstezen kann.

  • 11.03.2006 00:05 Uhr
    Zitat:

    mariii schrieb:
    Ja, aber was bringen dann cousinen etc wenn du keine mum mehr hast? Das ist jemand sehr wichtiges und ich find´s so traurig. Tut mir echt voll leid. Ich hab auch ne riesen Familie und meine Oma fehlt mir trotzdem so sehr weil sie niemand erstezen kann.


    Mariii, dir braucht es nicht leid zu tun ... sich mit solchen Umständen abzufinden kann sehr schwer sein, ja. Aber egal wohin ich schaue in meiner Umwelt. Viele haben ein viel schlimmeres Schicksal erlitten ...

    Hab irgendwann mal eine Reportage bzgl. Intensivmedizin gesehen und da war die Sprache von einem Mann mit Speiseröhrenkrebs -nicht behandelbar. Dem wurde dort eine Magensonde gesetzt damit er überhaupt Nahrung zu sich nehmen kann. Die Sache dabei war - der Kerl hatte in der Woche zuvor seinen Bruder und im Jahr davor seine Schwester an den Krebs verloren und hat trotzdem noch die Kraft gehabt weiter leben zu wollen mit der Krankheit.

    Also das finde ich von meinem Standpunkt aus gesehen noch um einiges härter.

    Wie gesagt ... in dem Aspekt gibt es eigentlich kaum Extreme. Man muss sich nur verschiedene Standpunkte erarbeiten.

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