Politik-Thread

eröffnet von FBG am 13.02.2006 14:16 Uhr
5.756 Kommentare - zuletzt von Locust

5.756 Kommentare
« Seite 229 von 231 »
Locust
27.02.2022 10:10


hermes81 schrieb:


schrieb:


hermes81 schrieb:


MinistryOfDeath schrieb:
Nur weil die Ukraine nicht am anderen Ende der Welt liegt, sollen wir jetzt militärisch intervenieren? Was ist mit Syrien, Afghanistan, Mali, Myanmar, usw. Sollen wir da auch (weiterhin) Truppen entsenden, auf sogenannten "Friedensmissionen"?

Es ist aller Ehren Wert was die ukrainischen Soldaten zurzeit leisten und davor habe ich auch höchsten Respekt. Ich muss aber zugestehen, ich persönlich würde das für Deutschland nicht machen, geschweige denn für irgendein anderes Land dieser Welt. Gewalt lässt Situationen immer eskalieren und sorgt für Gegengewalt. Es mag vielleicht für kurzfristigen Frieden sorgen, aber langfristig ist es absolut kontraproduktiv, das lehrt uns die Historie.

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Ich weiß noch immer nicht, ob Menschen die so etwas schreiben, die Tragweite der momentanen Situation überhaupt bewusst ist.
Russland führt einen A N G R I F F S K R I E G gegen ein europäisches Land, 2 Flugstunden von uns entfernt,
Und in Dtld. gibt es noch immer Fantasten die lieber den Namen tanzen als der Realität ins Auge zu sehen.

Klar kannst du diese Haltung vertreten. Das funktioniert immer gut, wenn es andere gibt die für einen die Drecksarbeit erledigen von der man nichts wissen will. Könnte ja die Bubble zerstören in der man es sich jahrzehntelang bequem eingerichtet hat.
Was wäre denn passiert wenn die Ukrainer das Land kampflos überlassen hätten?
Putin hätte es in Russland so verkauft, dass die Ukrainer diesen Einmarsch ja gewollt hätten. Er hätte seine Legitimation dazu gehabt.
Und dann?
Hätten wir Ihm Kuchen gebacken wenn er an der Oder steht? Oder ihn höflich gebeten es doch sein zu lassen?
Sorry, aber da kann man nur mehr mit Zynismus antworten.
2 Flugstunden von uns wird gerade das verteidigt woran wir glauben, wofür wir angeblich stehen.
Nein, Krieg ist niemals toll. Niemand will diesen Scheiss haben. Niemand,
Aber es gibt eben leider Momente in denen es nicht anders geht.

Die direkte Waffenlieferung der BRD an die Ukraine markiert eine Zeitenwende in diesem Land.
Zeigt aber auch eindeutlich, dass die "Blumenkinder" in diesem Land sich endlich mal mit den Realitäten auseinandersetzen sollten die
wir nun einmal auf diesem Planeten, auf diesem Kontinent und in direkter Nachbarschaft haben.

Die Historie lehrt uns, dass aus solchen Konflikten auch Völker entstsehen. Die Ukraine markiert Putins Anfang vom Ende. Mit etwas Glück
erleben wir eine Revolution in Russland, Dementsprechend, und so bizarr es ist, kann dieser Krieg auch etwas erschaffen was wir langfristig
wollen und was unseren Werten entspricht. Demokratie, Freiheit und Frieden!
Das sind aber Dinge die nicht vom Baum fallen, sondern für die man oftmals einen hohen Preis zahlen muss.
Und den Preis den wir zahlen, der ist doch ein Fliegenschiss gegen jenen die momentan die Ukraine zahlt,

Zitat anzeigen


Das ist deine legitime meinung. Du solltest aber auch akzeptieren, dass es andere Meinungrn gibt und für eine sachliche Diskussion wäre hier weniger aggressivität
und Polemik sicherlich nicht schädlich.

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Wo respektiere ich denn nicht die Meinung anderer Leute?
Wenn jmd. die Realität dieser Welt nicht veträgt dann ist das mitnichten meine Schuld.
Die Fakten liegen auf dem Tisch: wenn du das für polemisch hälst...OK.
Geh doch lieber mal auf die Fragen ein statt sie als polemisch abzutun.
Was wäre denn der Weg den bspw. die Ukraine hätte gehen sollen?

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Ließ dein Post nochmal, wenn du darin keine Polemik und Aggressivität findest haben wir ein anderes Verständnis davon….
Ich wollte dich auch nicht angreifen sondern einfach nur darauf hinweisen ein Gang runter zu schalten. Vielleicht denkst du mal drüber nach.

Ich habe meine Meinung ausgeführt, dass ich nicht für einen Militärischen Einsatz der Nato bin. Du siehst das anders, was auch dein gutes recht ist. Genauso wie es mein/unser gutes recht ist das anders zu sehen. Nicht mehr und nicht weniger

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MinistryOfDeath
MinistryOfDeath
27.02.2022 10:18


hermes81 schrieb:


MinistryOfDeath schrieb:
Nur weil die Ukraine nicht am anderen Ende der Welt liegt, sollen wir jetzt militärisch intervenieren? Was ist mit Syrien, Afghanistan, Mali, Myanmar, usw. Sollen wir da auch (weiterhin) Truppen entsenden, auf sogenannten "Friedensmissionen"?

Es ist aller Ehren Wert was die ukrainischen Soldaten zurzeit leisten und davor habe ich auch höchsten Respekt. Ich muss aber zugestehen, ich persönlich würde das für Deutschland nicht machen, geschweige denn für irgendein anderes Land dieser Welt. Gewalt lässt Situationen immer eskalieren und sorgt für Gegengewalt. Es mag vielleicht für kurzfristigen Frieden sorgen, aber langfristig ist es absolut kontraproduktiv, das lehrt uns die Historie.

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Ich weiß noch immer nicht, ob Menschen die so etwas schreiben, die Tragweite der momentanen Situation überhaupt bewusst ist.
Russland führt einen A N G R I F F S K R I E G gegen ein europäisches Land, 2 Flugstunden von uns entfernt,
Und in Dtld. gibt es noch immer Fantasten die lieber den Namen tanzen als der Realität ins Auge zu sehen.

Klar kannst du diese Haltung vertreten. Das funktioniert immer gut, wenn es andere gibt die für einen die Drecksarbeit erledigen von der man nichts wissen will. Könnte ja die Bubble zerstören in der man es sich jahrzehntelang bequem eingerichtet hat.
Was wäre denn passiert wenn die Ukrainer das Land kampflos überlassen hätten?
Putin hätte es in Russland so verkauft, dass die Ukrainer diesen Einmarsch ja gewollt hätten. Er hätte seine Legitimation dazu gehabt.
Und dann?
Hätten wir Ihm Kuchen gebacken wenn er an der Oder steht? Oder ihn höflich gebeten es doch sein zu lassen?
Sorry, aber da kann man nur mehr mit Zynismus antworten.
2 Flugstunden von uns wird gerade das verteidigt woran wir glauben, wofür wir angeblich stehen.
Nein, Krieg ist niemals toll. Niemand will diesen Scheiss haben. Niemand,
Aber es gibt eben leider Momente in denen es nicht anders geht.

Die direkte Waffenlieferung der BRD an die Ukraine markiert eine Zeitenwende in diesem Land.
Zeigt aber auch eindeutlich, dass die "Blumenkinder" in diesem Land sich endlich mal mit den Realitäten auseinandersetzen sollten die
wir nun einmal auf diesem Planeten, auf diesem Kontinent und in direkter Nachbarschaft haben.

Die Historie lehrt uns, dass aus solchen Konflikten auch Völker entstsehen. Die Ukraine markiert Putins Anfang vom Ende. Mit etwas Glück
erleben wir eine Revolution in Russland, Dementsprechend, und so bizarr es ist, kann dieser Krieg auch etwas erschaffen was wir langfristig wollen und was unseren Werten entspricht. Demokratie, Freiheit und Frieden!
Das sind aber Dinge die nicht vom Baum fallen, sondern für die man oftmals einen hohen Preis zahlen muss.
Und den Preis den wir zahlen, der ist doch ein Fliegenschiss gegen jenen die momentan die Ukraine zahlt,

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Also ich muss ehrlich sagen, wenn meine Bubble bedeutet, dass ich in einer Gemeinschaft lebe, die seid knapp 80 Jahren friedlich koexistiert, ja dann richte ich mich dort gerne ein. Mir ist die Tragweite der aktuellen Situation durchaus bewusst, nur liegen die Fehler, die diese Situation überhaupt erst herbeigeführt haben, schon weiter zurück.

Mag jetzt auf die Ukraine nicht zutreffen, aber ein Großteil der Waffen mit denen Menschen z.B. im nahen Osten unterdrückt und erschossen werden, stammen aus den USA und Russland. Wo hat dort militärische Intervention für nachhaltigen Frieden und Freiheit gesorgt? Warum gibt es an der polnischen Grenze immer noch atomare Sprengköpfe, wo doch mittlerweile jeder weiß, dass ein nuklearer Krieg das Ende der Welt wie wir sie kennen bedeutet? Es ist natürlich einfach Leute, die sich für Entmilitarisierung stark machen, als Träumer oder Blumenkinder zu verunglimpfen. Aber wenn man mich fragt, ist das der einzige Weg, wie man auf dieser Welt nachhaltigen Frieden schafft.

Der Ukraine hilft das jetzt freilich nicht mehr weiter. Aber soll sich deswegen die NATO dort militärisch einmischen, um die Lage weiter eskalieren zu lassen? Dort sterben junge russische Soldaten völlig desillusioniert, weil sie Opfer einer landesweiten Desinformationskampagne geworden sind. Wieso investiert Deutschland seit Jahren Unmengen an Summen in Kampfhubschrauber, die nicht fliegen können, anstatt das Geld in die Abwehr von Cyberangriffen und Desinformation zu stecken? Wo soll denn das Ende dieser Gewaltspirale sein?

Wir müssen endlich aufhören, in Kategorien wie wir und die da zu denken. Am Ende sind wir alle nur Menschen die friedlich zusammenleben, auf Festivals gehen oder sich irgendwie anderweitig verwirklichen wollen. Anstatt Waffen in Krisengebiete zu liefern, um weiterhin Hass und Verderben zu schüren, sollten wir diplomatische und wirtschaftliche Verflechtungen weiter vorantreiben und aller Welt zeigen, dass Gewalt immer die schlechteste aller Optionen ist. Darf natürlich jeder anders sehen, aber das ist meine ganz persönliche Meinung zu diesem Thema.

hermes81
27.02.2022 10:22·  Bearbeitet

@Locust:
Nein, ich sehe darin keinerlei Aggressivität.
Es geht in meinem letzten Beitrag überhaupt nicht um den Einsatz der NATO, sondern ich beziehe mich auf die Aussage eines Users der meinte, dass Krieg generell keine Lösung sei, er Deutschland auch nicht verteidigen würde (sinngemäß).

Daraufhin wollte ich gerne mal wissen, wie man diesen Konflikt denn lösen sollte.
Was genau sollte die Ukraine denn machen?'
Was genau würden wir denn machen wenn Putin an unserer Türe klopft.

Geb doch einfach mal eine konkrete Antwort auf diese Fragen.
Wirtschaftliche Sanktionen können nur beschlossen werden, so lange ein Land handlungsfähig ist!

Wäre Dtld. handlungsfähig wenn es sich kampflos ergibt?
Würde in Russland ein Umdenken stattfinden wenn die Ukraine sich kampflos seinem Schicksal ergeben würde?

Aber wie gesagt, kann auch verstehen wenn jmd. zu viele Realität noch Angst macht.

Locust
27.02.2022 10:45


hermes81 schrieb:
@Locust:
Nein, ich sehe darin keinerlei Aggressivität.
Es geht in meinem letzten Beitrag überhaupt nicht um den Einsatz der NATO, sondern ich beziehe mich auf die Aussage eines Users der meinte, dass Krieg generell keine Lösung sei, er Deutschland auch nicht verteidigen würde (sinngemäß).

Daraufhin wollte ich gerne mal wissen, wie man diesen Konflikt denn lösen sollte.
Was genau sollte die Ukraine denn machen?'
Was genau würden wir denn machen wenn Putin an unserer Türe klopft.

Geb doch einfach mal eine konkrete Antwort auf diese Fragen.
Wirtschaftliche Sanktionen können nur beschlossen werden, so lange ein Land handlungsfähig ist!

Wäre Dtld. handlungsfähig wenn es sich kampflos ergibt?
Würde in Russland ein Umdenken stattfinden wenn die Ukraine sich kampflos seinem Schicksal ergeben würde?

Aber wie gesagt, kann auch verstehen wenn jmd. zu viele Realität noch Angst macht.




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Dann habe ich den Kontext falls verstanden.
Ich bezog das auf ein Militärischen Einsatz der Nato.
Dann haben wir ein Stück weit aneinander vorbei geredet.
Das die Ukraine jetzt deshalb das Land kampflos überlassen soll habe ich garnicht gesagt und auch nicht suggerieren wollen.

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blubb0r
27.02.2022 11:30

Finally, (mind.) 2% des BIP gehen in den Militäretat. Scholz hat es gerade in seiner (generell starken) Rede angekündigt.

DiebelsAlt83
DiebelsAlt83
27.02.2022 12:53Supporter

Habe ich gerade auch verfolgt. Alle Reden inkl. leider auch der von der Weidel (natürlich Grütze) gehört. Jetzt müssen halt auch Taten folgen.

Yertle-the-Turtle
27.02.2022 13:03

Generell bleibt abzuwarten wie Putin bzw. Russland auf die historischen Sanktionen und politischen Entwicklungen reagiert.

Falls er jemals vorhatte uns anzugreifen (was ich nicht glaube), sollte er den zeitlichen Vorteil nutzen und es zeitnah machen. Die 100 Mrd. für den Wehretat wird man ja auch erst in Monaten oder Jahren spürbar merken.

DiebelsAlt83
DiebelsAlt83
27.02.2022 13:25Supporter

Gibt es Informationen, wie eine Reaktion aussehen könnte? Zutrauen muss man ihm ja nach seinen Tiraden nun alles, ohne Ängste vor Doomsday zu schüren.

Das nun das Marionetten-Regime aus Belarus der Ukraine noch den Krieg erklären wird, ist in meinen Augen eher nur eine Randnotiz wert. Die entscheiden ja ohnehin nichts mehr alleine und niemals gegen den Willen von Putin. De facto ist das ja auch Putin. So traurig es ist für die Menschen dort.

Locust
27.02.2022 13:44


Yertle-the-Turtle schrieb:
Generell bleibt abzuwarten wie Putin bzw. Russland auf die historischen Sanktionen und politischen Entwicklungen reagiert.

Falls er jemals vorhatte uns anzugreifen (was ich nicht glaube), sollte er den zeitlichen Vorteil nutzen und es zeitnah machen. Die 100 Mrd. für den Wehretat wird man ja auch erst in Monaten oder Jahren spürbar merken.

Zitat anzeigen


Naja Gefechte in Deutschland sind äußerst unwahrscheinlich trotzdem begrüße ich Investitionen in vielen Bereichen auch wenn ich hier die Einzelheiten nicht kenne.
Ist halt immer blöd wenn erst was einschneidendes passieten muss. Wenn es überhaupt was bewirkt

Yertle-the-Turtle
27.02.2022 14:08

Jetzt kommen die Ratten aus ihren Löchern, Nord-Korea zündelt mit Test Raketen:
https://edition.cnn.com/2022/02/26/asia/north-korea-missile-launch-intl-hnk/index.html

Das momentane Ziel dieser ganzen Despoten, Autokraten und Schurkenstaaten dürfte sicher Verunsicherung und Destabilisierung heißen.

sckofelng
27.02.2022 14:24·  Bearbeitet

Unter dem Motto "Stoppt den Krieg. Frieden für die Ukraine und ganz Europa" demonstrieren in Berlin heute mehrere Zehntausend Menschen gegen den Krieg in der Ukraine. Der Andrang ist größer als erwartet. Ein Sprecher der Berliner Polizei gab die Zahl der Teilnehmenden bereits eine halbe Stunde nach offiziellem Beginn der Kundgebung mit rund 100.000 an, wie der Tagesspiegel berichtet.

Für die offizielle Veranstaltungsfläche auf der Straße des 17. Juni, zwischen Großem Stern und Brandenburger Tor, sprach er von einer "nahezu hundertprozentigen Auslastung" unter Pandemiebedingungen. Wegen des starken Zustroms werde man die Veranstaltungsfläche erweitern müssen – womöglich bis zum Alexanderplatz, sagte der Sprecher.

Nach Polizeiangaben begleiten rund 400 Einsatzkräfte die Demo. Bisher verlaufe allerdings alles friedlich. Das gilt auch für die ukrainische Demo, die am Neptunbrunnen gestartet ist. Hier geht die Polizei von rund 10.000 Teilnehmenden aus.

Zitat anzeigen



Schon jetzt mehr als 100000 - Respekt nach Berlin:

DiebelsAlt83
DiebelsAlt83
27.02.2022 14:24Supporter

MOSCOW (AP) — President Vladimir Putin has ordered Russian nuclear deterrent forces on alert amid tensions with the West over Ukraine.

PlugInBaby
27.02.2022 14:36


Yertle-the-Turtle schrieb:
Jetzt kommen die Ratten aus ihren Löchern, Nord-Korea zündelt mit Test Raketen:
https://edition.cnn.com/2022/02/26/asia/north-korea-missile-launch-intl-hnk/index.html

Das momentane Ziel dieser ganzen Despoten, Autokraten und Schurkenstaaten dürfte sicher Verunsicherung und Destabilisierung heißen.

Zitat anzeigen


Das ist nicht die erste Rakete von ihm dieses Jahr. Wegen Putin wurde er aber die ganze Zeit nicht beachtet, was ihn sicherlich tierisch aufregt

PlugInBaby
27.02.2022 14:37


DiebelsAlt83 schrieb:
MOSCOW (AP) — President Vladimir Putin has ordered Russian nuclear deterrent forces on alert amid tensions with the West over Ukraine.

Zitat anzeigen


Das macht schon mehr Sorgen. Der verliert doch langsam seinen Verstand und fühlt sich auch noch immer weiter in die Ecke gedrängt.

2StonedHammerund anderen gefällt das
MinistryOfDeath
MinistryOfDeath
27.02.2022 14:48


blubb0r schrieb:
Finally, (mind.) 2% des BIP gehen in den Militäretat. Scholz hat es gerade in seiner (generell starken) Rede angekündigt.

Zitat anzeigen


2%, die uns im Kampf gegen den Klimawandel und die soziale Ungleichheit fehlen werden... Wenn schon Verteidigungsetat, dann investieren sie hoffentlich auch mal in gescheite Cyberabwehr.

Um auf hermes81 Frage nach konkreten Handlungen zu antworten: Prävention. Jetzt wo die Russen vor Kiew stehen, ist es natürlich viel zu spät dafür. Man hatte nach der Wende die Gelegenheit, eine gemeinsame europäische Sicherheitspolitik unter Einschluss von Russland zu vereinbaren. Diese Chance hat man vertan. Auch 20 Jahre danach hat man sich lieber an billigem russischen Erdgas erfreut, als die eigene Energiewende voranzutreiben, und Putin freie Hand gelassen. Unsere heutigen westlichen Systeme sind deshalb so stabil (verglichen mit anderen Ländern), weil es viele Menschen teilhaben lässt, anstatt den Wohlstand nur unter einigen wenigen aufzuteilen.

Die Frage ist also nicht, wie können wir Putin stoppen, sondern eher, wie können wir verhindern, dass solche Dinge in Zukunft wieder passieren, insbesondere in Hinblick auf China. Ein Patentrezept habe ich dafür leider auch nicht, aber Lieferkettengesetze, fairer Handel und wirtschaftliche Beziehungen an Menschenrechte zu koppeln wäre schon mal ein guter Anfang. Kein Land der Welt hat ein Interesse daran, andere Länder anzugreifen, wenn ihnen das mehr schadet als nützt. Und das so etwas langfristig funktionieren kann, zeigt uns die EU als ehemaliger Schmelztiegel vergangener Aggressoren doch relativ deutlich.

Ich vermute leider, dass wir uns in 20 Jahren ähnliche Fragen stellen werden, wenn es dann heißt: "Und was machen wir jetzt gegen den Klimawandel?"

Locust
27.02.2022 14:57

Nachhaltigkeit ist halt in den Köpfen nur gering ausgeprägt und auch wenig dominant in der Politik. Diese ist bei uns halt breit gefächert und muss sich auch konstant Wahlen stellen.
Nachhaltigkeit setzt aber auch einen entsprechenden Lebensstandard voraus. Der ist im Schnitt weltweit zu gering und unterm Strich ist die Gier halt dann doch auch stark verankert.

Locust
27.02.2022 14:58


schrieb:


DiebelsAlt83 schrieb:
MOSCOW (AP) — President Vladimir Putin has ordered Russian nuclear deterrent forces on alert amid tensions with the West over Ukraine.

Zitat anzeigen


Das macht schon mehr Sorgen. Der verliert doch langsam seinen Verstand und fühlt sich auch noch immer weiter in die Ecke gedrängt.

Zitat anzeigen


Will er zum Märtyrer werden…..
Wenn ich es richtig weiß war diese Angst zu vielen Zeiten im kalten Krieg allgegenwärtigen?

zell
27.02.2022 15:34

Die Ukraine hat offenbar Friedensverhandlungen mit Russland zugestimmt.

Eine russische und eine ukrainische Delegation würden sich an der ukrainisch-belarussischen Grenze treffen, teilte das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Sonntag mit. Es gebe keine Bedingungen.

The_Game
27.02.2022 17:15


MinistryOfDeath schrieb:

Die Frage ist also nicht, wie können wir Putin stoppen, sondern eher, wie können wir verhindern, dass solche Dinge in Zukunft wieder passieren, insbesondere in Hinblick auf China. Ein Patentrezept habe ich dafür leider auch nicht, aber Lieferkettengesetze, fairer Handel und wirtschaftliche Beziehungen an Menschenrechte zu koppeln wäre schon mal ein guter Anfang. Kein Land der Welt hat ein Interesse daran, andere Länder anzugreifen, wenn ihnen das mehr schadet als nützt. Und das so etwas langfristig funktionieren kann, zeigt uns die EU als ehemaliger Schmelztiegel vergangener Aggressoren doch relativ deutlich.

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Die Frage ist halt, was das bringt, wenn du jemanden hast, der es nach und nach relativ geschickt schafft seinen Einfluss auszuweiten und irgendwann die Möglichkeit haben jede Sanktion als Angriff auf die demokratische Freiheit zu verkaufen und als Grund für was auch immer er für eine angemessene Reaktion hält.

Außerdem ist halt die Frage, ob jemanden wie Putin ein wirtschaftlicher Nachteil davon abbringt seine Blut und Boden-Theorie zu folgen und sich Gebiet "zurück zu holen". Dem eigenen Volk verkauft man das dann mit dem in der Ukraine stattfindenden Völkermord. Nach dem Angriff in 2014 hat man es ja sehr sehr diplomatisch versucht. Aber da hat Russland ja nichtmal die ersten Schritte der getroffenen Absprachen eingehalten. Wie willst du an so einer Stelle denn dann sinnvoll verhandeln?

MinistryOfDeath
MinistryOfDeath
28.02.2022 00:25


The_Game schrieb:


MinistryOfDeath schrieb:

Die Frage ist also nicht, wie können wir Putin stoppen, sondern eher, wie können wir verhindern, dass solche Dinge in Zukunft wieder passieren, insbesondere in Hinblick auf China. Ein Patentrezept habe ich dafür leider auch nicht, aber Lieferkettengesetze, fairer Handel und wirtschaftliche Beziehungen an Menschenrechte zu koppeln wäre schon mal ein guter Anfang. Kein Land der Welt hat ein Interesse daran, andere Länder anzugreifen, wenn ihnen das mehr schadet als nützt. Und das so etwas langfristig funktionieren kann, zeigt uns die EU als ehemaliger Schmelztiegel vergangener Aggressoren doch relativ deutlich.

Zitat anzeigen



Die Frage ist halt, was das bringt, wenn du jemanden hast, der es nach und nach relativ geschickt schafft seinen Einfluss auszuweiten und irgendwann die Möglichkeit haben jede Sanktion als Angriff auf die demokratische Freiheit zu verkaufen und als Grund für was auch immer er für eine angemessene Reaktion hält.

Außerdem ist halt die Frage, ob jemanden wie Putin ein wirtschaftlicher Nachteil davon abbringt seine Blut und Boden-Theorie zu folgen und sich Gebiet "zurück zu holen". Dem eigenen Volk verkauft man das dann mit dem in der Ukraine stattfindenden Völkermord. Nach dem Angriff in 2014 hat man es ja sehr sehr diplomatisch versucht. Aber da hat Russland ja nichtmal die ersten Schritte der getroffenen Absprachen eingehalten. Wie willst du an so einer Stelle denn dann sinnvoll verhandeln?

Zitat anzeigen


Guter Punkt, aber macht es jetzt mehr Sinn, stattdessen Waffen an die Ukraine zu liefern? Damit hält die ukrainische Armee vielleicht 1 bis 2 Wochen länger durch, während in dieser Zeit tausende weitere Menschen sinnlos ihr Leben lassen. Und im worst case fallen diese Waffen dann am Ende auch noch den Russen in die Hände. Oder soll die NATO jetzt Truppen ins Krisengebiet entsenden und damit u.U. einen Atomkrieg auslösen (was ich für sehr unwahrscheinlich halte, aber ganz ausschließen kann mans nie)? Das Ganze ist einfach ein einziges Dilemma, an dessen Ende alle Beteiligten als Verlierer dastehen.

Gerry
28.02.2022 07:49


blubb0r schrieb:
@Mambo:
Ich hatte Gerry eher so gelesen, dass wir eine gewisse "Grundsicherung" bei allem im eigenen Land produzieren/halten sollten, ehe wir Exportieren/Importieren. Um die eigene Bevölkerung immer schützen zu können.

------------------------

Hier ein recht guter Twitter Feed mit einer Erklärung, was Swift-Ban heißt, was es für Russland und für uns bedeutet: twitter.com

Zitat anzeigen


Danke. Das meinte ich. Man sollte sein eigenes Land stabilisieren, bevor man in der Lage ist, andere Länder zu unterstützen. Macht man ja privat auch nicht. Ich würde auch gern Gott und die Welt unterstützen, aber wenn ich das mache, bin ich selbst ein Fall fürs Sozialamt, weil ich selbst nicht mehr über die Runden komme.

Und das was Gloesinger (oder wer auch immer das war) vor paar Tagen mit dem Brand im Nonnenkloster in Thailand und Verstärkung der Brandvorschriften in Deutschland geschrieben hat, kann man genauso gut auf Fukushima in Japan und unsere AKWs übertragen. Am anderen Ende der Welt passiert tragischerweise ein Unglück, wir schalten ohne Not und Verstand unsere AKWs ab, ohne das man überhaupt eine eigenständige gesicherte Versorgung hat. Dann macht sich Deutschland und/oder auch die EU abhängig vom russischen Öl, Kohl, Erdgas. Und jetzt haben wir die Kacke am Dampfen, wenn sowieso alles was dier Energiepreise betrifft noch mehr durch die Decke geht. Und wer ist der leidtragende? Das sind wieder mal wir.

Und das ärgert mich. Man ist echt so dermaßen im Blindflug unterwegs. Deutschland wird immer als Zugmaschine der EU gesehen und dann wird es von kleineren Länderen mit den Nasenring durch die Manege gezogen ("Sorry Deutschland, das ist ein Witz"). Man reagiert anstatt das man mal wirklich agiert.

Aber die EU ist ja selbst schuld, wenn sie solche Leute wie Putin, Erdogan oder Xi Jinping hofieren, während woanders mehr mit den Säbel gerasselt wird als gegenüber solchen Leuten.

Locust
28.02.2022 07:53

Krieg ist immer ein Dilemma, aber klar ist dass die Ukraine widerstand leisten muss und umso heftiger der ausfällt umso besser. Was ist denn die Alternative?
Also jetzt aktuell nicht präventiv.

Klar ich bin prinzipiell bei dir aber auch sehr skeptisch ob es überhaupt realistisch ist eine friedliche Welt zu schaffen?
Dafür ist die Gier und skrupellosigkeit viel zu ausgeprägt bei mächtigen Männern. Das dpiegelt sich ja nicht nur in kriegen wieder. Wieviel leute lässt man jährlich verhungern damit
wenige ihren protz ausleben können. …..



Locust
28.02.2022 08:06

www.tagesschau.de

Weiß garnicht was ich davon halten soll.
Von der Fifa halte ich wenig, wo wir wieder bei profitgierigen
Männern wären die über leichen gehen.
Ich sehe auch die Entscheidung rein egoistisch was auch die
Aussagen oder fehlenden Aussagen untermauern.

Denoch frage ich mich ob es richtig ist russische Sportler auszuschließen? Ich finde es ganz wichtig nicht Russland komplett und insbesondere die Bevölkerung dafür zu verurteilen

Yertle-the-Turtle
28.02.2022 08:21·  Bearbeitet


schrieb:
www.tagesschau.de

Weiß garnicht was ich davon halten soll.
Von der Fifa halte ich wenig, wo wir wieder bei profitgierigen
Männern wären die über leichen gehen.
Ich sehe auch die Entscheidung rein egoistisch was auch die
Aussagen oder fehlenden Aussagen untermauern.

Denoch frage ich mich ob es richtig ist russische Sportler auszuschließen? Ich finde es ganz wichtig nicht Russland komplett und insbesondere die Bevölkerung dafür zu verurteilen

Zitat anzeigen


Ernsthaft?
Du weißt schon, dass in 4 Wochen Polen gegen Russland spielen soll? Also ein Land, welches gerade 100.000 Flüchtlinge über die Grenzen lässt gegen ein Land, was dafür verantwortlich ist.

Polen wird dieses Spiel zurecht nicht antreten. Will die FIFA dann Russland den Sieg am grünen Tisch geben? Dann wird die WM Teilnahme der NATO Länder wackeln, das garantiere ich Dir. Das ist logistisch doch auch gar nicht mehr möglich wenn der Flugverkehr mit Russland ausgesetzt ist.

Man muss jetzt auch hier klare Kante zeigen, sollte aber auch klarmachen, dass die Sportler sobald sich die Lage beruhigen würde (erfolgreiche Verhandlungen) wieder teilnehmen dürfen.

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