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Politik-Thread

eröffnet von FBG am 13.02.2006 14:16 Uhr - letzter Kommentar von Locust

4.697 Kommentare (Seite 178)


  • DapperDan DapperDan 06.05.2021 07:52 Uhr
    Naja, ich sehe es schon auch so wie S. Wagenknecht und gerade weil sie mit ihrer eigenen Partei nicht mehr so "grün" ist, habe ich auch nicht das Gefühl, dass es um "Angst um die Wählerschaft" geht. Hätte auch ein CDUler, SPDler, Streek, Drosten, Farin Urlaub oder sonstwer schreiben können, es ist genau meine Wahrnehmung. Grün ist IN, Schwächen, Gefahren und Unmöglichkeiten des Wahlprogramms werden einfach ausgeblendet.

    Nur weil man grüne Fantastereien nicht mit anderen, genauso unrealistischen Gegenvorschlägen beantwortet, muss trotzdem die Kritik daran nicht falsch sein.

  • MinistryOfDeath MinistryOfDeath 06.05.2021 08:15 Uhr

    DapperDan schrieb:
    Naja, ich sehe es schon auch so wie S. Wagenknecht und gerade weil sie mit ihrer eigenen Partei nicht mehr so "grün" ist, habe ich auch nicht das Gefühl, dass es um "Angst um die Wählerschaft" geht. Hätte auch ein CDUler, SPDler, Streek, Drosten, Farin Urlaub oder sonstwer schreiben können, es ist genau meine Wahrnehmung. Grün ist IN, Schwächen, Gefahren und Unmöglichkeiten des Wahlprogramms werden einfach ausgeblendet.

    Nur weil man grüne Fantastereien nicht mit anderen, genauso unrealistischen Gegenvorschlägen beantwortet, muss trotzdem die Kritik daran nicht falsch sein.

    Ich überlege zurzeit auch, ob ich die Grünen wählen soll und hab mir deshalb mal die Mühe gemacht und mir ihr Wahlprogramm zu Gemüte geführt. Deine Kritik kann ich nicht so bestätigen. Klar gibt es ein paar Diskussionspunkte wie das von Frau Wagenknecht angesprochene Nord Stream 2, aber im Großen und Ganzen finde ich sehr sinnvoll was drin steht.

    Eine CO2-Bepreisung von 60 € als Unmöglichkeit anzuprangern, während Schweden schon heute 120 € verlangt, wirkt auf mich doch arg lächerlich. Es reicht halt nicht wenn nur die reichsten 5% ihr Umweltverhalten ändern, die restlichen 95% müssen auch mitmachen. Es ist wie mit dem Virus, die Natur verhandelt nicht. Leider habe ich den Eindruck, dass das viele nicht verstehen wollen.

  • hermes81 hermes81 06.05.2021 08:47 Uhr
    Also ich hab lieber 20x einen Grün "Hype" als noch einen Tag weiter diesen CDU Filz ertragen zu müssen.
    Diese Partei steht für mich mittlerweile wie keine Zweite für absoluten Stillstand und Zukunftsverweigerung.



  • DapperDan DapperDan 06.05.2021 08:56 Uhr
    Das ist doch vollkommen klar, dass es nicht so weiter gehen kann. Aber mit dem Holzhammer geht's eben auch nicht.
    Ein Freund von mir ist auch sehr angetan vom Programm der Grünen, kennt und bewirbt es. Er sagt aber auch, ihm ist bewusst, dass es ihn persönlich finanziell ziemlich treffen wird, wenn das Programm auch nur ansatzweise so durchgeht. Er kann sich nämlich auch nicht vorstellen, dass der Klimawandel den Grünen einen Geldregen bringt. Er nimmt das gerne in kauf, die Umwelt ist ihm das wert. Kann man aber auch leicht sagen und hinnehmen, wenn man sich in seiner Gehaltsstufe bewegt und der Job sicher ist.

  • Locust Locust 06.05.2021 08:59 Uhr Edited

    DapperDan schrieb:
    Naja, ich sehe es schon auch so wie S. Wagenknecht und gerade weil sie mit ihrer eigenen Partei nicht mehr so "grün" ist, habe ich auch nicht das Gefühl, dass es um "Angst um die Wählerschaft" geht. Hätte auch ein CDUler, SPDler, Streek, Drosten, Farin Urlaub oder sonstwer schreiben können, es ist genau meine Wahrnehmung. Grün ist IN, Schwächen, Gefahren und Unmöglichkeiten des Wahlprogramms werden einfach ausgeblendet.

    Nur weil man grüne Fantastereien nicht mit anderen, genauso unrealistischen Gegenvorschlägen beantwortet, muss trotzdem die Kritik daran nicht falsch sein.

    Heißt “Schwächen werden ausgeblendet” dass man sie wählen würde obwohl man nicht alles super findet?

    Wenn das der Anspruch sein sollte kann man garkeinen wählen.

    Und natürlich stellt sich bei der Option die Grünen zu wählen auch die Frage ob man einen Regierungswechsel möchte oder ob man die Stimme lieber an ne Minipartei „verschwendet”.
    deren Schwächen sind ja oft garnicht klar weil sie meist nur ein oder wenige Themen haben. Die AfD ist auch als Anti Euro
    Partei gestartet.

    Wir können aber nur Parteien wählen und nicht pro Themengebiet.

    Und gerade von den Gegnern der Grünen , insbesondere der Union kommt nur Panikmache dass die Grünen an den heiligen Geldbeutel wollen. Selbst tragen sie nichts Konstruktives bei. Wollen dann mit 2,5 € steuererleichterungen wählerstimmennkaufen und ihre korrupte Vetternwirtschaft weiterführen.

    Das Problem ist halt wie beim Virus auch bei einer Nachhaltigeren Welt, dass dies kostet und zwar nicht nur Geld
    sondern auch Bequemlichkeiten als Verhaltensweisen aufzugeben. Geld ist ja grundsätzlich da die Frage ist nur woraus man das finanziert, natürlich darf man es nicht den schwächsten nehmen. Andererseits werden so viel Steuergelder verschwedet dass das gut reichen würde

    Individuell ist es ja heute schon so das Nachhaltigkeit kostet.
    Fangen wir bei Lebensmittel an. Meist ist es doch keine Frage ob man sich das leisten kann sondern ob man sich das leisten will. Aber wenn einem halt das Auto wichtiger ist als die Ernährung wird es halt schwierig....


    Ich bin auch nicht überzeugt dass es mit den Grünen besser wird, aber ich tendiere stark dazu ihnen eine Chance zu geben
    weil es anderrnfalls genau so toll weitergeht.


  • mattkru mattkru 06.05.2021 09:08 Uhr Edited
    Solange Länder wie Russland, Indonesien, USA, Australien, China, Brasilien, Indien oder Nigeria nicht vernünftig mitmachen, würde selbst das das komplette und sofortige Nichtvorhandensein von Deutschland und seiner konsumierenden Bevölkerung sich quasi nicht auf den Fortschritt des Klimawandels auswirken.

    Wenn wir keine Autos mehr bauen oder verkaufen, dann tun es halt die anderen Länder.
    Insofern wähle ich keine Partei, die auf Verzicht und Verbote setzt. Das ist zwar nett für das Gewissen, aber im globalen Maßstab bringt das nichts.

    Ein ‚Zurück zur Natur‘ klappt mit 7 Milliarden Menschen nicht mehr. Das einzige was uns den Arsch retten kann, ist Technologie. Und darin sind wir hier in diesem Land (noch) gut.

  • Kenny82 Kenny82 06.05.2021 09:13 Uhr
    Die Grünen werden wohl kaum die absolute Mehrheit holen, da wird es also zwangsläufig Kompromisse geben. Nur weil etwas in einem Wahlprogramm drinsteht, heißt das noch lange nicht, dass man das auch durchsetzen kann. Aber es geht um eine Richtungsentscheidung, das spürt man. Auch das Gerücht, dass mit einer grünen Regierung alles teurer wird, halte ich für eine Nebelkerze. Vielleicht wird sich unser Konsumverhalten ändern, wahrscheinlich muss es das sogar. Dass das zu mehr Armut führen wird, kann ich allerdings nicht erkennen.


  • hermes81 hermes81 06.05.2021 09:14 Uhr
    Also ich kann diese "Grün wird teuer" Hysterie der CDU auch nicht richtig greifen.

    Ich bin ja jetzt schon ein paar Jährchen auf der Welt und seit x Jahren Steuerzahler. In den letzten 16 Jahren unter schwarzer Federführung wurde das Leben jährlich (!) deutlich teurer.

    Mieten explodieren, Nebenkosten explodieren, Benzin wird auch unter CDU Führung jedes Jahr teurer und und und. Die Schere zwischen Arm und reich geht jedes Jahr (gewollt) weiter auf.

    Dazu noch ein Skandal nach dem anderen innerhalb der Partei. Ich kann wirklich schon überhaupt nicht mehr zählen, wie oft sich Minister/innen öffentlich durch komplette Ahnungslosigkeit blamiert haben.

    Ich sehe die Grünen ganz sicher nicht als neue Heilsbringer, dazu sind sie mir stellenweise tatsächlich etwas zu "weltfremd". In der Summe aber machen sie (für mich) momentan den seriösesten Eindruck aller Parteien. Ja, sie müssen gerade nicht viel machen, aber sie verhalten sich erwachsen und legen Pläne vor, wohingegen die anderen nur motzen und sich in Personalkämpfe verstricken.

    Dazu noch diesen Maaßen direkt aufstellen. Das ist der Gipfel der Geschmacklosigkeit.

    Wir werden uns in den nächsten Jahren umstellen müssen. Wohin der Weg geht, zeigt Frankreich mit dem Verbot kurzer Inlandsflüge. Wird für viele (mich auch) unbequem werden, aber da man die letzten Jahrzehnte komplett verpennt hat, wirds leider nur so gehen.

  • Cody Cody 06.05.2021 09:18 Uhr

    schrieb:
    Solange Länder wie Russland, Indonesien, USA, Australien, China, Brasilien, Indien oder Nigeria nicht vernünftig mitmachen, würde selbst das das komplette und sofortige Nichtvorhandensein von Deutschland und seiner konsumierenden Bevölkerung sich quasi nicht auf den Fortschritt des Klimawandels auswirken.

    Wenn wir keine Autos mehr bauen oder verkaufen, dann tun es halt die anderen Länder.
    Insofern wähle ich keine Partei, die auf Verzicht und Verbote setzt. Das ist zwar nett für das Gewissen, aber im globalen Maßstab bringt das nichts.

    Ein ‚Zurück zur Natur‘ klappt mit 7 Milliarden Menschen nicht mehr. Das einzige was uns den Arsch retten kann, ist Technologie. Und darin sind wir hier in diesem Land (noch) gut.


    Kann ich so unterschreiben, bis auf die Technologie-Sache. Denn da wird Deutschland langsam aber sicher abgehangen.

    Und wenn Anna Lena auf den Tisch haut verstummen Putin, Bolsonaro und co. ganz bestimmt

    Der deutsche Staat zieht dem Bürger schon genug Kohle aus der Tasche. Wer zahlt die CO2-Steuer am Ende wieder? Der Bürger. Und da geht es nicht nur um Benzin. Wer glaubt, dass nur den "gutbetuchten Deutschen" ins Portmonee gegriffen wird, der glaubt auch an den Weihnachtsmann.

  • DapperDan DapperDan 06.05.2021 09:27 Uhr

    Locust schrieb:

    Individuell ist es ja heute schon so das Nachhaltigkeit kostet.
    Fangen wir bei Lebensmittel an. Meist ist es doch keine Frage ob man sich das leisten kann sondern ob man sich das leisten will. Aber wenn einem halt das Auto wichtiger ist als die Ernährung wird es halt schwierig....

    Ich verstehe einfach nicht, wie man zu solchen Äußerungen kommt? Eine Frage des Willens, ob man lieber Auto fährt oder gesund isst? Also ich esse gern gesund, kaufe bio, nachhaltig, hochwertig wo es nur geht, aber um mir das auch nur ansatzweise leisten zu können, ist ein Auto unverzichtbar! Nämlich, um zu dem Job zu kommen, der das finanziert. Hab's gerade mal in maps eingegeben: zu ÖPNV kommen GAR KEINE Vorschläge, mit dem Fahrrad würde ich zwei Stunden für EINEN Weg brauchen.

  • Locust Locust 06.05.2021 09:44 Uhr Edited

    DapperDan schrieb:

    Locust schrieb:

    Individuell ist es ja heute schon so das Nachhaltigkeit kostet.
    Fangen wir bei Lebensmittel an. Meist ist es doch keine Frage ob man sich das leisten kann sondern ob man sich das leisten will. Aber wenn einem halt das Auto wichtiger ist als die Ernährung wird es halt schwierig....


    Ich verstehe einfach nicht, wie man zu solchen Äußerungen kommt? Eine Frage des Willens, ob man lieber Auto fährt oder gesund isst? Also ich esse gern gesund, kaufe bio, nachhaltig, hochwertig wo es nur geht, aber um mir das auch nur ansatzweise leisten zu können, ist ein Auto unverzichtbar! Nämlich, um zu dem Job zu kommen, der das finanziert. Hab's gerade mal in maps eingegeben: zu ÖPNV kommen GAR KEINE Vorschläge, mit dem Fahrrad würde ich zwei Stunden für EINEN Weg brauchen.

    Es ging doch nicht darum ob man ein Auto hat sondern um die Preisklasse dessen. Ich verstehe nicht wie man zu der interpretation kommen kann...

    In Frankreich fährt man mit dem rostigen Renault zum reformhaus und in Deutschland mit dem Porsche zum discounter um es mal übertrieben auszudrücken


  • Mambo Mambo 06.05.2021 09:46 Uhr Edited

    DapperDan schrieb:
    (...)
    Nur weil man grüne Fantastereien nicht mit anderen, genauso unrealistischen Gegenvorschlägen beantwortet, muss trotzdem die Kritik daran nicht falsch sein.


    Nicht falsch, aber auch nicht ernst zu nehmen. Das ist doch die Taktik der Union: Die unbequeme Wahrheit leugnen.

    Fakt ist: Wir werden dem KLimawandel begegnen müssen. Wir könnens noch 10 Jahre verpennen und dann wirds umso härter oder wir gehens an. Das wird nicht schön und niemanden freut es. Aber es muss sein und jetzt kann es nur noch um das "wie" gehen und da will ich in der größten Zukunftsfrage der aktuellen Zeit eine Diskussion zwischen den Parteien sehen.

    Und solange die Union meint, ihren Wählern immer noch vormachen zu können, dass das alles nicht wirklich nötig sei, ist sie für mich einfach kein ernstzunehmender Teilnehmer an dieser Diskussion. Ebenso wie übrigens die FDP. Wer nur von außen reinruft "Maßnahme XY nicht", ohne ein eigenes Gesamtkonzept vorzulegen, mit dem sich das 1,5-Grad-Ziel einhalten lässt, hat sich für mich disqualifiziert.

    Der muss sich eben hinstellen und offen sagen, dass der das einfach nicht will, dieses Ziel einfach nicht verfolgt und den Schaden eben den Kindern auflasten will. Kann man ja auch vertreten. Aber dann ehrlich. Aber wenn Klimaschutz ein Ziel ist, dann bringt was konstruktives ein.

  • Kenny82 Kenny82 06.05.2021 10:17 Uhr

    schrieb:

    DapperDan schrieb:

    Locust schrieb:

    Individuell ist es ja heute schon so das Nachhaltigkeit kostet.
    Fangen wir bei Lebensmittel an. Meist ist es doch keine Frage ob man sich das leisten kann sondern ob man sich das leisten will. Aber wenn einem halt das Auto wichtiger ist als die Ernährung wird es halt schwierig....


    Ich verstehe einfach nicht, wie man zu solchen Äußerungen kommt? Eine Frage des Willens, ob man lieber Auto fährt oder gesund isst? Also ich esse gern gesund, kaufe bio, nachhaltig, hochwertig wo es nur geht, aber um mir das auch nur ansatzweise leisten zu können, ist ein Auto unverzichtbar! Nämlich, um zu dem Job zu kommen, der das finanziert. Hab's gerade mal in maps eingegeben: zu ÖPNV kommen GAR KEINE Vorschläge, mit dem Fahrrad würde ich zwei Stunden für EINEN Weg brauchen.

    Es ging doch nicht darum ob man ein Auto hat sondern um die Preisklasse dessen. Ich verstehe nicht wie man zu der interpretation kommen kann...

    In Frankreich fährt man mit dem rostigen Renault zum reformhaus und in Deutschland mit dem Porsche zum discounter um es mal übertrieben auszudrücken

    Außerdem gibt es auch noch sowas wie Pendlerpauschale, Dienstwagen usw, dh dass gerade beim Arbeitsweg das Argument, man könne sich das Autofahren nicht mehr leisten, nicht greift.

  • DapperDan DapperDan 06.05.2021 10:28 Uhr

    Außerdem gibt es auch noch sowas wie Pendlerpauschale, Dienstwagen usw, dh dass gerade beim Arbeitsweg das Argument, man könne sich das Autofahren nicht mehr leisten, nicht greift.


    Achso ja, dann ist das ja schnell gelöst. Dienstwagen bekommt ja jeder, der den gerne haben möchte und die Pendlerpauschale ergibt ja einen wahren Geldsegen. Macht das Autofahren sogar richtig attraktiv, kann man noch Geld dabei verdienen. Muss ich mir vom Robert mal noch mal genauer erklären lassen

  • Locust Locust 06.05.2021 11:01 Uhr Edited
    jetzt reden wir immer noch über die Grünen und irgendwelche peinlichen Auftritte von Habeck.

    Aber wie wäre es mal wenn diejenigen die von den Grünen abraten mit Alternativen kommen und deren stàrken hervorheben.
    Ich bin da grundsätzlich offen und an keine Partei gebunden,
    allerdings will ich schon schlüssige Gründe dafür hören

  • mattkru mattkru 06.05.2021 11:10 Uhr
    Ich finde die Grünen (mittlerweile) nicht mehr gut. Aber die anderen 5-6 relevanten Parteien kann man auch in die Tonne treten. Ich hab absolut keine Ahnung, wo ich im September mein Kreuz setzen soll.

  • mokiloki mokiloki 06.05.2021 11:13 Uhr
    Ich sehe das ganze eher als globales / europäisches Problem und daran natürlich gekoppelt die Politik in Deutschland. Wir können einen Change nur global erreichen und nicht aus einem Land heraus. Wie oben schon gesagt wurde, „z.B. bauen wir keine Autos mehr, bauen wir dies und das nicht - macht es ein anderes Land und freut sich


  • Mambo Mambo 06.05.2021 11:18 Uhr Edited
    Ist es ja auch - aber dann bitte konstruktive Vorschläge, wie wir das international hinkriegen.

    Und auch das wird sicher eher gefördert als geschädigt, wenn Deutschland national vorangeht und vormacht, was möglich ist. Und diese Position eben auch in der EU einbringt.

    Ich bin es einfach leid, dieses ewige "Was wir machen nützt ja nix weil China..." zu hören, was letztlich immer zu der Position führt, selbst nix tun zu müssen. Wenn es eine Argumentationsweise erlaubt, die Verwantwortung einmal rund um die Welt zu reichen bis niemand mehr was tun muss, dann ist mir das einfach zu wenig. Wir müssen das Problem lösen und das geht nur mit konstruktiven Vorschlägen.

    Ich finde auch nicht alles an den Grünen toll, noch nicht mal annähernd. Aber sie sind die einzige Partei, die ich sehe, die überhaupt versucht, ein klimataugliches Gesamtkonzept aufzustellen statt irgendwelche Einzelinteressen zu bedienen.

  • StonedHammer StonedHammer 06.05.2021 11:23 Uhr Edited ADMIN

    schrieb:

    DapperDan schrieb:

    Locust schrieb:

    Individuell ist es ja heute schon so das Nachhaltigkeit kostet.
    Fangen wir bei Lebensmittel an. Meist ist es doch keine Frage ob man sich das leisten kann sondern ob man sich das leisten will. Aber wenn einem halt das Auto wichtiger ist als die Ernährung wird es halt schwierig....


    Ich verstehe einfach nicht, wie man zu solchen Äußerungen kommt? Eine Frage des Willens, ob man lieber Auto fährt oder gesund isst? Also ich esse gern gesund, kaufe bio, nachhaltig, hochwertig wo es nur geht, aber um mir das auch nur ansatzweise leisten zu können, ist ein Auto unverzichtbar! Nämlich, um zu dem Job zu kommen, der das finanziert. Hab's gerade mal in maps eingegeben: zu ÖPNV kommen GAR KEINE Vorschläge, mit dem Fahrrad würde ich zwei Stunden für EINEN Weg brauchen.

    Es ging doch nicht darum ob man ein Auto hat sondern um die Preisklasse dessen. Ich verstehe nicht wie man zu der interpretation kommen kann...

    In Frankreich fährt man mit dem rostigen Renault zum reformhaus und in Deutschland mit dem Porsche zum discounter um es mal übertrieben auszudrücken

    und was ist wenn der rostige renault noch bleizusatz bekommt

    der ansatz ist definitiv richtig, man sollte eher darüber nachdenken wie normal ist es mehr als ein auto zu benötigen, da könnte man viel besser ansetzen.

    z.b. In Frankreich fährt die ganze familie mit diesen einem rostigen Renault (unverbleit) zum reformhaus, zur arbeit, usw., und in Deutschland die selbe familie jeweils mit dem SommerPorsche zum discounter, alle mit dem suv in den urlaub, der sohn mit dem cabrio zum spaziergang im wald und mit dem jeep zum hundegassigang, um es mal übertrieben auszudrücken. und natürlich fahren vater und tochter zur selben schicht der firma mit getrennten autos. und das ist halt normal, weil wir es nimmer anders kennen, sinnvoll ist es aber alle male nicht!

    man sollte viel mehr darüber nachdenken, wie kann man das verhältnis weniger auto ist mehr fördern kann, statt immer nur alles teurer zu machen oder verbote zu erteilen. weil am ende bluten dafür doch eh immer die falschen und es ändert nichts.

    zu dem sollte man auch in der wirtschaft viel besser ansetzten, wenn ich mitkriege wieviele sinnlose pakete quer durch deutschland verschickt werden und wieder zurück, über getrennte lieferung in übergroßen kartons fang ich erst garnicht an. auch hier gab es mal ne zeit da wurden teillieferungen extra berechnet und ein "ich probiers mal eben aus" kauf, war nicht für lau, weder retoure noch zulieferung. aber jetzt ist das völlig normal und anders garnicht vorstellbar, das man dinge aus kostengründen eher im geschäft getestet hat, bevor man das 20cent produkt einfach online aus china bestellt und wieder zurück schließlich bekommt man seine 20cent für den schrott ja wieder zurück gezahlt.

  • DapperDan DapperDan 06.05.2021 11:30 Uhr
    Kurz und knapp: Ich sage ja nicht, dass es bessere Alternativen zu den Grünen gibt, ich sage nur, dass sie für mich genauso unwählbar sind, wie alle anderen. Hoffnungen und Träume kann sich jeder ins Wahlprogramm schreiben, mich persönlich überzeugen sie nicht und ich verstehe im Allgemeinen nicht, wo die Begeisterung her kommt.

    Letztlich sind es auch Politiker, die noch in keinem "normalen" Job gearbeitet haben und nicht mit einem Durchschnittsgehalt (oder gar weniger) auskommen müssen.

    Jemand der evtl. Einblick hat, wie ein mittelständisches Unternehmen jetzt schon von vorn bis hinten gef*ckt wird, mit Steuern, Abgaben, Vorschriften, Bürokratie, der kann nicht ernsthaft der Meinung sein, das müsste sich alles noch verschärfen über CO2 und was weiß ich.
    Die Unternehmen, denen man gern das Geld für den Klimaschutz abknöpfen möchte, die werden schon wissen, wie sie sich aus der Affäre ziehen und in Länder abwandern, die jetzt schon weit weit weit weniger Wert auf "Umwelt und Klima" legen, als Deutschland. Also gefühlt alle anderen.

  • Locust Locust 06.05.2021 11:40 Uhr

    StonedHammer schrieb:

    schrieb:

    DapperDan schrieb:

    Locust schrieb:

    Individuell ist es ja heute schon so das Nachhaltigkeit kostet.
    Fangen wir bei Lebensmittel an. Meist ist es doch keine Frage ob man sich das leisten kann sondern ob man sich das leisten will. Aber wenn einem halt das Auto wichtiger ist als die Ernährung wird es halt schwierig....


    Ich verstehe einfach nicht, wie man zu solchen Äußerungen kommt? Eine Frage des Willens, ob man lieber Auto fährt oder gesund isst? Also ich esse gern gesund, kaufe bio, nachhaltig, hochwertig wo es nur geht, aber um mir das auch nur ansatzweise leisten zu können, ist ein Auto unverzichtbar! Nämlich, um zu dem Job zu kommen, der das finanziert. Hab's gerade mal in maps eingegeben: zu ÖPNV kommen GAR KEINE Vorschläge, mit dem Fahrrad würde ich zwei Stunden für EINEN Weg brauchen.

    Es ging doch nicht darum ob man ein Auto hat sondern um die Preisklasse dessen. Ich verstehe nicht wie man zu der interpretation kommen kann...

    In Frankreich fährt man mit dem rostigen Renault zum reformhaus und in Deutschland mit dem Porsche zum discounter um es mal übertrieben auszudrücken

    und was ist wenn der rostige renault noch bleizusatz bekommt

    der ansatz ist definitiv richtig, man sollte eher darüber nachdenken wie normal ist es mehr als ein auto zu benötigen, da könnte man viel besser ansetzen.

    z.b. In Frankreich fährt die ganze familie mit diesen einem rostigen Renault (unverbleit) zum reformhaus, zur arbeit, usw., und in Deutschland die selbe familie jeweils mit dem SommerPorsche zum discounter, alle mit dem suv in den urlaub, der sohn mit dem cabrio zum spaziergang im wald und mit dem jeep zum hundegassigang, um es mal übertrieben auszudrücken. und natürlich fahren vater und tochter zur selben schicht der firma mit getrennten autos. und das ist halt normal, weil wir es nimmer anders kennen, sinnvoll ist es aber alle male nicht!

    man sollte viel mehr darüber nachdenken, wie kann man das verhältnis weniger auto ist mehr fördern kann, statt immer nur alles teurer zu machen oder verbote zu erteilen. weil am ende bluten dafür doch eh immer die falschen und es ändert nichts.

    zu dem sollte man auch in der wirtschaft viel besser ansetzten, wenn ich mitkriege wieviele sinnlose pakete quer durch deutschland verschickt werden und wieder zurück, über getrennte lieferung in übergroßen kartons fang ich erst garnicht an. auch hier gab es mal ne zeit da wurden teillieferungen extra berechnet und ein "ich probiers mal eben aus" kauf, war nicht für lau, weder retoure noch zulieferung. aber jetzt ist das völlig normal und anders garnicht vorstellbar, das man dinge aus kostengründen eher im geschäft getestet hat, bevor man das 20cent produkt einfach online aus china bestellt und wieder zurück schließlich bekommt man seine 20cent für den schrott ja wieder zurück gezahlt.

    Voll bei dir. Ich sage schon lang der Ansatz muss sein die gesamt gefahren Kilometer zu reduzieren bevor man über Antriebe spricht.


  • Locust Locust 06.05.2021 11:44 Uhr

    DapperDan schrieb:
    Kurz und knapp: Ich sage ja nicht, dass es bessere Alternativen zu den Grünen gibt, ich sage nur, dass sie für mich genauso unwählbar sind, wie alle anderen. Hoffnungen und Träume kann sich jeder ins Wahlprogramm schreiben, mich persönlich überzeugen sie nicht und ich verstehe im Allgemeinen nicht, wo die Begeisterung her kommt.


    Wer redet den von Begeisterung?
    Man redet vom möglichst geringsten übel.
    Der Unterschied ist gewaltig.


    Die Alternative deinerseits ist halt garnicht zu wählen, aber ist
    dass sinnvoll?


  • StonedHammer StonedHammer 06.05.2021 11:50 Uhr Edited ADMIN

    DapperDan schrieb:
    Kurz und knapp: Ich sage ja nicht, dass es bessere Alternativen zu den Grünen gibt, ich sage nur, dass sie für mich genauso unwählbar sind, wie alle anderen. Hoffnungen und Träume kann sich jeder ins Wahlprogramm schreiben, mich persönlich überzeugen sie nicht und ich verstehe im Allgemeinen nicht, wo die Begeisterung her kommt.

    Letztlich sind es auch Politiker, die noch in keinem "normalen" Job gearbeitet haben und nicht mit einem Durchschnittsgehalt (oder gar weniger) auskommen müssen.

    Jemand der evtl. Einblick hat, wie ein mittelständisches Unternehmen jetzt schon von vorn bis hinten gef*ckt wird, mit Steuern, Abgaben, Vorschriften, Bürokratie, der kann nicht ernsthaft der Meinung sein, das müsste sich alles noch verschärfen über CO2 und was weiß ich.
    Die Unternehmen, denen man gern das Geld für den Klimaschutz abknöpfen möchte, die werden schon wissen, wie sie sich aus der Affäre ziehen und in Länder abwandern, die jetzt schon weit weit weit weniger Wert auf "Umwelt und Klima" legen, als Deutschland. Also gefühlt alle anderen.

    dann sollen firmen doch zu menschenunwürdigen dingen im ausland produzieren und dafür dann die co2 steuer einfach bei einfuhr vom unternehmen ins "inland" bezahlen, um so weiter weg um so höher die gebühr, wäre ganz einfach.

    wir könnten eh mal die regel (wie manch anderes länder einführen), wer in deutschland produkte verkaufen will, muss mindestens x% direkt im inland herstellen/produzieren oder halt eine passende gebühren dafür zahlen.


    Locust schrieb:

    Wer redet den von Begeisterung?
    Man redet vom möglichst geringsten übel.
    Der Unterschied ist gewaltig.

    dito und es wäre DIE chance für alle politiker mal endlich landespolitik zu machen und nicht nur eigenwirtschaft zu betreiben, mit dem großen blick auf folgende generation, stell dir mal vor cdu/csu müssten nicht ihr wahlprogramm braunlastiger gestalten, damit die wähler nicht blaulastig werden, sondern kommen nicht drum rum politik für die kinder und kindeskinder dieser erde zu erstellen!

  • DapperDan DapperDan 06.05.2021 11:57 Uhr
    Gar nicht wählen ist auch sch...lecht, ganz klar.

    Keine Ahnung was ich raten sollte, ich bin ja selbst zur Zeit ratlos, aber "das geringste Übel" seh ich in den Grünen eben gar nicht.
    Ich rede auch nicht von deiner Begeisterung, sondern von der Begeisterung, die, wie es Wagenknecht passend ausdrückt, momentan herbeigeschrieben wird.

    Ich meine auch nicht, man sollte sich auf dem "aber China..." ausruhen und nichts tun, aber mal die Nerven behalten und evtl. mal zusehen, was man machen kann, dass solche Länder auch nur mal ANSATZWEISE dahin kommen, wo wir JETZT schon (ohne die Grünen) sind. Die Weichen sind ja schon gestellt, der Handlungsbedarf erkannt, eine Beschleunigung wie es die Grünen verlangen aber einfach nur unrealistisch.

  • Locust Locust 06.05.2021 12:06 Uhr Edited
    Dann bleibt aber die Frage was ich sonst wählen soll und warum, also nach deinen geringsten übel?

    Einfach alles ist scheiße zu schreien ist destruktiv und macht keinen Sinn, aber man macht es sich einfach....

    Ich werde meine Stimme nicht verschwenden an ne Mini Partei und da bleibt nicht viel übrig.

    Es ist damit auch Hoffnung verbunden und ich verstehe die skeptische Art allgemein (hab ich auch) nur muss man denoch pragmatisch damit umgehen und Stand heute sehe ich keine bessere Alternative . Ich sehe die Grünen als Chance und zwar als einzige mit realistischen Chancen was noch lange nicht heißt dass ich von ihnen überzeugt bin und alles gut finde.

    Wenn aber im September keine “wünsch dir was” Partei auf dem Wahlzettel auftaucht werde ich ihnen die Chance voraussichtlich mal geben.

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