Festivals United

Coronavirus

eröffnet von Yertle-the-Turtle am 27.02.2020 10:02 Uhr - letzter Kommentar von Ig0oR

2.722 Kommentare (Seite 105)


  • Ig0oR Ig0oR Edited

    schrieb:

    Ig0oR schrieb:
    Festivals könnten stattfinden. Risikogruppen impfen und feststellen, dass das Infektionsgeschehen, draußen im Sommer fast nicht existent ist und dass Corona für Nicht-Risikogruppen wie eine Grippe, wenn nicht sogar noch ungefährlicher, ist. Dass das nicht passieren wird, ist mir aber klar.

    ich bitte um quellen zu diesen „Bahnbrechenden“ erkenntnissen.

    Bevor man sich alles durchliest, hier nochmal meine Behauptung: Es wäre möglich nach der Impfung der Risikogruppen Festivals im Sommer stattfinden zu lassen.

    Dazu hier erstmal die Quellen für meine Behauptungen. Ja, da sind KEINE Schwurbelquellen dabei, nur das RKI, Statista, Destatis, MDR, Google und die Seite meiner Stadt, in der ich wohne:

    Q1.: de.statista.com
    Q2.: de.statista.com
    Q3.: www.google.com
    Q4.: www.mdr.de
    Q5.: www.google.com
    Q6.: www.google.com
    Q7.: www.rki.de
    Q8.: de.statista.com
    Q9.: www.destatis.de
    Q10.: www.bochum.de
    Q11.: www.google.com

    Setzt man die Zahlen aus Q1 und Q2 in Verhältnis so erhält man eine Fallsterblichkeit von knapp unter 7% für über 60-Jährige und 0,09% bei unter 60-Jährigen. (Tode: Stand 05.01.2021 und Infektionen: Stand 08.01.2021) Abgesehen davon, dass milde Verläufe (vorwiegend bei unter 60-Jährigen) zu einer höheren Dunkelziffer führen und dadurch niedrigeren Sterberaten in diesem Bereich führen, dürfte das Verhältnis im Allgemeinen auch durch die zeitliche Verschiebung von Infektion und Tod also noch besser für uns Alle aussehen aber das ignorieren wir einmal für das kommende Rechenbeispiel. Kurze Erinnerung: Für ein Stattfinden von Festivals habe ich die Impfung von über 60-Jährigen vorausgesetzt, nicht dass jemand behaupte ich würde einen Senizid befürworten.

    Mithilfe von Q4, in der gesagt wird, dass die Grippe eine Fallsterblichkeit von 0,5% hat, lässt sich also schlussfolgern, dass Corona für unter 60-Jährige (Hier muss ich ein minimales Eingeständnis machen: Ich habe in meinem Kommentar von Risikogruppen gesprochen. Gemeint war die altersbedingte Risikogruppe [Die anderen Risikogruppen dürften aber anhand der gegebenen Zahlen von Statista kaum nennenswert sein]) weniger schlimm ist als die durchschnittliche(!) Grippeerkrankung. Ja, hier ist bewusst die ältere Bevölkerungsschicht ausgenommen, da ich diese ja bis zum Sommer geimpft haben sehen will.

    Zu meiner 2. Behauptung, dass es fast kein Infektionsgeschehen im Sommer gab: Q3 ist zwar (sowie Q5, Q6 & Q11) nur eine einfache Google Suche zeigt aber eine einen r-Wert von etwa 1 für den Sommer in dem kaum Beschränkungen durchgesetzt wurden. Es handelt sich hierbei zwar nur um anekdotische Evidenz (was Besseres wird hier von einigen anderen auch nicht hervorgebracht) aber in meiner Stadt fand das normale Leben uneingeschränkt und das Nachtleben fast uneingeschränkt statt. Die einzige Einschränkung: Normaler Partybetrieb wurde alibimäßig an Geburtstage der Gäste geknüpft, um diese Feiern stattfinden zu lassen. Die Fallzahlen meiner Stadt (Q10) lassen sich auch nahezu uneingeschränkt mit denen für Deutschland im Sommer vergleichen. Meine Folgerung: Fast keine Einschränkungen im Sommer: r-Wert = 1 und immer härter werden Lockdowns im Winter: einen r-Wert um 1 herum. Also entweder bringen die Einschränkungen nichts und können abgeschafft werden oder es liegt eindeutig an der Jahreszeit.

    Aber schieben wir das mal beiseite, um uns einem anschaulichen Rechenbeispiel zu widmen:

    Laut Q3 (Stand: 11.01.) haben wir in Deutschland aktuell:
    Fälle insgesamt: 1.929.410
    Genesen: 1.566.907
    Akut infiziert: 321.567
    Todesfälle: 40.936

    Auf Rock am Ring gerechnet macht das von den jetzigen allgemeinen deutschen Zahlen her und den Besucherzahlen von 2019: (Dreisatz auf Grundlage von Q3 / Q5 * Q6, [Google Quellen Stand: 11.01.2021], Altersgruppen nicht berücksichtigt)
    Besucher insgesamt: 85.000
    Fälle insgesamt: 1.975
    Genesen: 1.604
    Akut infiziert: 329
    Todesfälle: 42

    Unter der Annahme, dass der r-Wert durch Maßnahmen (i.e.: Lockdown im Winter, wie jetzt, mit einem fließenden Übergang von Lockerungen bis zum Sommer) auf 1 gehalten wird (Annahme: Die Steuerung der Politik erfolgt auf Basis des aktuellen r-Wertes und lässt dabei graduell mehr zu, da immer mehr Menschen genesen bzw. geimpft werden) bleibt die Anzahl der akut Infizierten gleich.
    Eigentlich müsste (im Vergleich zum Sommer 2020) der R-Wert unabhängig der Maßnahmen aber schon um etwa 28,5% gesunken sein, da 28,5% der Leute (alle über 60 [Q8]) mittlerweile geimpft worden sind. Aber das lasse ich mal aus, da diese Personen eh nicht auf entsprechende Festivals gehen. Dafür lasse ich diese aber auch weg was die Berücksichtigung der Folgen der erhöhten Inzidenz vom Festival angeht.

    Man kann also davon ausgehen, dass etwa 329 Personen mit Corona bei RaR aufschlagen würden. Ohne weitere Schätzungen würde man also bisher von einem r-Wert von 1 (Ist ja Sommer und draußen) und einer Generationsdauer von 4 Tagen (Q7) ausgehen. Das macht unter der Annahme, dass auf dem Festival 2 Generationen stattfinden: (329 * 2 ^ 2) - 329 = 987 neue Ansteckungen in der Altersgruppe unter 60, was statistisch nicht einmal einen Todesfall zur Folge hätte. Ich denke, dass ab solch einem Niveau, keine Grundlage mehr besteht, einer ganzen Branche ihr Recht auf freie Arbeitsausübung zu entziehen, weil womöglich eine Person sterben könnte, die sich bewusst & eigenständig diesem Risiko ausgesetzt hat. Nennt mich Zyniker oder Ähnliches, weil ich tatsächlich ein Menschenleben in die Waagschale werfe aber zum Vergleich werfe ich dann eben Nutzen und Risiko des Straßenverkehrs in den Ring. Es sterben an den 5 Festivaltagen (An- & Abfahrt = 1/2 Tag) durchschnittlich 41 Personen im Straßenverkehr. (Q9) Ja, das Leben ist tödlich, so traurig es nun mal ist. Und von der Eigenverantwortung der Besucher mal ganz abgesehen, niemand ist gezwungen sich diesem Risiko auszusetzen.

    Was die Folgen der erhöhten Inzidenz angeht würde ich folgende Worst-Case Überschlagsrechnung durchführen: 28,5% sind geimpft, ~70% bedarf es für die Herdenimmunität. Gehen wir davon aus, dass die erhöhte Inzidenz im Festivalzeitraum dafür sorgt, dass alle verbleibenden 70% - 28,5% = 41,5% innerhalb eines Jahres angesteckt werden erhalten wir: 0,09% (Sind ja nur noch unter 60-Jährige übrig) * 41,5% * 83.020.000 (Q5) = 31.007 Tote. Das klingt erstmal nach sehr viel ist aber selbst in diesem Extremfall, in dem keine weiteren Impfungen und eine komplette Durchseuchung bis zur Herdenimmunität stattfindet, nur eine Übersterblichkeit von 3,3% für das ganze Jahr (Q11). Nach den aktuellen Zahlen hätte man diese 31.007 Toten (Insgesamt, nicht zusätzlich, also auch nicht mehr durch weitere Festivals!) sogar schon nach 31007 Tote / ((957 + 1.009 + 1.078 + 1.152 + 1.035 + 575 + 339) Tote / 7 Tage) = 35 Tagen erreicht, nur weil so viele Personen aus der altersbedingten Risikogruppe infiziert werden. Die 987 durch das Festival Infizierten würden sogar nach aktueller Lage nur ein erhöhtes Infektionsgeschehen von ((987 Neuinfektionen / 5 Tage) / ((12.320 + 18.349 + 26.663 + 45.333 + 19.077 + 22.824 + 948) Neuinfektionen / 7 Tage)) = 0,949% für die 5 Tage Festival ausmachen. (Q3: Statistiken für Neuinfektionen und Tode der letzten 7 Tage für 04.01.2021 - 10.01.2021)

    Man kann davon jetzt halten was man will, aber irgendwo muss abgewogen werden was die Einschnitte durch die Maßnahmen angeht und den Nutzen, den sie haben. Außer man stellt seine politischen Forderungen nach immer härteren Maßnahmen und Strafen in etwa so: www.youtube.com

    PS: Ja es gibt schwere Verläufe, die keinen Tod darstellen, aber diese dürften mit der Anzahl der Tode in den Altersgruppen korrelieren (Keine Quelle). Und die Studien, die es zu den Spätfolgen gibt, sind meines Erachtens nach lächerlich aufgebauscht worden. Schwere Symptome, die seltener auftreten, wurden medial einfach mit der Zahl für leichte Symptome zusammengerechnet und methodisch finde ich es auch äußerst fragwürdig, dass das Fortbestehen von Symptomen (i.e. Spätfolgen) wie ein eingeschränktes Fitnessgefühl durch Befragungen subjektiv festgestellt wurde.

    PPS: Mir fällt gerade auf, dass das ganze sehr auf Festivals gemünzt ist, deshalb möchte ich hier nochmal klarstellen, dass ich potentielle Todesfälle nicht mit dem egoistischen Vergnügen auf ein Festival zu gehen relativieren will, sondern die Erfordernis der Maßnahmen im ganzen betrachtet sehen will, mit allen zerstörten Existenzen, psychischen Problemen und der Beschränkung der Grundrechte (Nein, nicht das Maske tragen, das ist das kleinste Übel von allen, was ich persönlich sogar gut finde und nicht mal als Übel bezeichnen würde).

  • Locust Locust Edited

    schrieb:
    Die Stimmen dass der Lockdown einfach nix gebracht hat werden von Institutionen und Experten immer lauter. Was machen wir denn nun?

    www.focus.de

    finde diesen Kommentar ziemlich gut auf den Punkt gebracht. Sei mal dahin gestellt von wem der erstellt wurde.

    Naja, die Behauptung der Lockdown würde nichts bringen ist natürlich quatsch und das isolieren von Risikogruppen ist schwierig.

    Heißt jetzt nicht, dass man nicht hätte mehr machen können. Es ist aber auch immer so, dass man im Nachhinein Dinge findet die man besser hätte machen können.

    Die Problematik ist durchaus die Kommunikation der Politik und das ausgeben von Zielen die sie so nicht erreicht werden können, was sie auch wissen dürften. Die ständigen Änderungen sind schwierig und wenn man natürlich Maßnahmen ins Verhältnis setzt wird das schnell unverständlich.

    Es ist ja nicht so, dass es kein Sinn macht Schulen zu schließen "nur" weil man im Großraumbüro arbeitet.

    Alles reduziert Kontakte und Infektionsrisiko. Wenn aber die Politik ehrlich wäre müssten sie sagen, dass die Großraumbüros Priorität haben im Vergleich zu den Schulen. Aber zu sagen der Lockdown hätte nichts gebracht suggeriert, dass wir ohne Maßnahmen die gleichen Zahlen hätten.

    Es ist ein Eiertanz der Politik mit vielen Meinungen und viele (Wie hier Frau Wagenknecht) darüberhinaus und Politiker (oder ehemalige) sind leider vorwiegend Kritiker.

    Die "Problematik" ist die Moderation der Gesellschaft in unserem Land und dass man die Leute bei Laune halten will/muss. Ich will mal hören was los wäre wenn man Paketdienste auch noch schließt.

    Deshalb eiert die Politik so rum und versucht Zugeständnisse zu machen auch in Hinblick auf Wählerstimmen.

    Die Alternative und zwar konsequente Alternative wäre gewesen im Sommer noch länger die Lockdown durchzuhalten und nicht das Ziel 25 oder 50 sondern 0 zu verfolgen. In wie weit das Möglich gewesen wäre und was dazu nötig gewesen wäre ist die andere Frage. Man hätte sich aber isolieren müssen und Ein und Ausreisen stark kontrollieren. Das führt dann temporär immer wieder zu strengen Maßnahmen zumindest regional. So lange man mehr oder weniger quer durch die Gegend Reisen darf wird das schwierig v.a. im Winter. Sobald aber die Zahlen sinken werde ja bei uns auch sofort Öffnungen gefordert.

    Die riesen Herausforderung an der Pandemie ist viel mehr das Volk und da ist das Virus einigen halt auch egal oder relativ egal, ganz zu schweigen von den Querdenkern. Im Grunde entscheidet zum Großteil, dass Volk durch das eigene Verhalten wie sich das Virus verbreitet. Daher müsste eigentlich jeder an die eigene Nase sich erstmal fassen. Man sucht immer nen Schuldigen hier v.a. im der Politik, aber fragt man ob man sich selbst immer vorbildlich verhalten hat und die Vorgaben erfüllt? Sie werden doch ständig in Frage gestellt und Ausflüchte gesucht.

    Es entscheidet viel mehr das Volk über den Verlauf als die Politik.

  • Locust Locust

    Ig0oR schrieb:
    Die ersten 2 Absätze gehen etwas ins leere, da ich niemals behauptet habe, dass Lockdowns nichts bringen. Leseverständnis und so.

    Und alter... Dein Problem sind Kritiker und das Volk mit seinen Bedürfnissen?

    Dir ist schon klar, dass das nicht auf deine selbsgebastelte Doktorarbeit bezogen war alter.,.... Zitate beachten und so.


  • mattkru mattkru
    Können wir bitte zukünftig statt ‚das Volk‘ lieber ‚die Bevölkerung‘ benutzen.

  • StonedHammer StonedHammer Edited ADMIN
    @locust und @ig0or

    bitte auf den wortlaut achten! sonst endet es nur weiter unnötig im gegenseitigen annfeinden, obwohl es sich nur um ein "zitat fehler" handelte.

  • Locust Locust Edited
    Genau so ist es Dr. IG0OR hab schon den ganzen Tag drauf gewartet so richtig Pöbeln zu können und da du schon in Frontalangriff mit Beleidigungen gehst bevor ich mir das überhaupt angeschaut habe sagt einiges. Zumindest hast du mir damit ein haufen Zeit erspart, ich hatte mir tatsächlich überlegt ob ich mir das genau anschauen soll auch wenn der erste Eindruck schon ein gewisses Schema vermuten lässt. .

    Ich hab aber weder Lust noch Interesse an Streiterreien die nur viel Zeit verschwenden und zu nichts führen.

    In diesem Sinne einen schönen Tag noch


    @Stonedhammer

    Ist ok und damit von meiner Seite ja eh auch erledigt.
    Sorry ich wollte keinen verärgern.

  • enforcer1337 enforcer1337 Edited

    Nikrox schrieb:
    @blubb0r: Sexarbeiterinnen

    Schwenkow hat sich im Rahmen eines Interviews zum Delisting der DEAG von der Börse zur Rückkehr der Konzerte geäußert. Da hat er auch direkt Impfausweis und/oder Anitkörperbestätigung in den Raum geworfen. Es wird also durchaus auch in Deutschland bei den Veranstaltern schon besprochen:

    Nun müssten nur noch die Konzerte zurückkommen. Wie ist Ihre Einschätzung dazu?

    Vor Mai/Juni sehe ich ehrlich gesagt gar keine Veranstaltungen, bis zum Herbst könnten dann kleine, nationale Veranstaltungen folgen. Im Oktober, November und Dezember sind dann vielleicht erste Arenenkonzerte wieder möglich. 2022 kommen dann die großen Open Airs zurück. Und wenn die Zusagen von Herrn Spahn Wirklichkeit werden, dass alle, die das möchten, bis Ende des zweiten Quartals durchgeimpft werden können, und wenn gleichzeitig die derzeitige Initiative der Bundesregierung zu Impfpässen wirkt, dann können wir mit einem Impfausweis oder einer Bestätigung über vorhandene Antikörper etwa zwischen Deutschland und Mallorca hin und her fliegen - oder eben auf Konzerte gehen. Die Bundesregierung geht also vorweg und wir folgen ihr. Wir werden also den Leuten sagen: Wenn Ihr einen Impfpass oder einen Antikörper-Nachweis habt, kommt Ihr ins Konzert, die anderen müssen zum Schnelltest. Wir sehen und spüren es doch, die Leute wollen zurück in die Konzerte, weswegen sie ja auch alle ihre Karten behalten haben. Konzerte und Musik sind Brot für die Seele - und wir hungern seit zehn Monaten.

    www.mediabiz.de

    Da hat Schwenkow Spahn aber falsch verstanden/ will ihn falsch verstehen.
    Spahn redet von Impfangebot, nicht dass alle durchgeimpft sind.

  • Ig0oR Ig0oR
    Ja, StonedHammer hat Recht. Entschuldige bitte den Ausfall meinerseits. Meine lange Ausführung kannst du dir ruhig gerne durchlesen, ich habe nur so reagiert, weil ich mir dafür viel Mühe gegeben habe.

  • MisterCrac MisterCrac
    Ich frage mich freilich auch, ob die Maßnahmen in die richtige Richtung gehen. Baumärkte müssen geschlossen haben - warum? Wie viele Leute haben sich denn in einem Baumarkt angesteckt, wo die Decken hoch und die Gänge breit sind? Das dürfte doch wohl gegen fast null gehen.

    Vielleicht wäre es sinnvoller,

    -für Besucher von Seniorenheimen und Krankenhäusern zwingend einen Schnelltest vorzuschreiben (dann braucht man freilich auch Personal, das so so einen Test durchführen kann)

    -Firmen gesetzlich dazu verpflichten, allen Mitarbeitern Home Office anzubieten die nicht zwingend vor Ort arbeiten müssen

    -die Schulen endlich mal sowohl mit Hardware, als auch mit Software, als auch mit genügend Personal auszustatten um Fernunterricht sinnvoll zu ermöglichen.

  • mokiloki mokiloki Edited

    MisterCrac schrieb:
    Ich frage mich freilich auch, ob die Maßnahmen in die richtige Richtung gehen. Baumärkte müssen geschlossen haben - warum? Wie viele Leute haben sich denn in einem Baumarkt angesteckt, wo die Decken hoch und die Gänge breit sind? Das dürfte doch wohl gegen fast null gehen.

    Vielleicht wäre es sinnvoller,
    -für Besucher von Seniorenheimen und Krankenhäusern zwingend einen Schnelltest vorzuschreiben (dann braucht man freilich auch Personal, das so so einen Test durchführen kann)
    -Firmen gesetzlich dazu verpflichten, allen Mitarbeitern Home Office anzubieten die nicht zwingend vor Ort arbeiten müssen
    -die Schulen endlich mal sowohl mit Hardware, als auch mit Software, als auch mit genügend Personal auszustatten um Fernunterricht sinnvoll zu ermöglichen.

    Da bin ich absolut bei dir.
    Es wird sich lieber stellenweise darum gekümmert irgendwelche Wintergebiete zu überwachen, als das Personal in Pflegeheimen bei Schnelltests zu unterstützen. Wie gesagt 86% der Menschen die leider in Hessen verstorben sind, kamen aus Pflegeeinrichtungen. Wie kann das sein ??? Und in ganz Deutschland gesehen sind es ca. 1/3 der Verstorbenen.

    Hieß es nicht mal, Draußen ist es am sichersten?

    Die Fehler werden einfach nicht zugegeben. Andere Maßnahmen werden nicht ergriffen, weil dadurch ja die Glaubwürdigkeit sinken würde.
    Herzlich Willkommen im Wahljahr.

    Kleiner Funfact am Rande:

    VG #Münster hat entschieden: Hunde dürfen weiterhin frisiert werden!
    Die Ausübung der beruflichen Tätigkeit als Hundefrisörin in einem Hundesalon ist nicht durch die Coronaschutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen vom 7. Januar 2021 verboten

    Dachte Tiere könnten auch Corona bekommen.

  • HansMufff HansMufff SUPPORTER
    Wow, ich bin sehr beeindruckt
    Ich möchte dir deine grundsätzliche Aussage nicht absprechen oder sagen, dass es Quatsch ist was du schreibst. Ich glaube, ich bin da auch grundsätzlich bei dir, nur aus einer etwas anderen Motivation. Ich möchte trotzdem einen Kommentar da lassen auf dieses hier:

    Ig0oR schrieb:
    Zu meiner 2. Behauptung, dass es fast kein Infektionsgeschehen im Sommer gab: Q3 ist zwar (sowie Q5, Q6 & Q11) nur eine einfache Google Suche zeigt aber eine einen r-Wert von etwa 1 für den Sommer in dem kaum Beschränkungen durchgesetzt wurden. Es handelt sich hierbei zwar nur um anekdotische Evidenz (was Besseres wird hier von einigen anderen auch nicht hervorgebracht) aber in meiner Stadt fand das normale Leben uneingeschränkt und das Nachtleben fast uneingeschränkt statt.

    Das kann ich nämlich aus meiner Blase gar nicht bestätigen: Ich würde in meiner Stadt (ca. 250.000 Einwohner) nicht behaupten, dass es bis auf das Nachtleben uneingeschränkt lief. Vielleicht sind hier alle zu ordentlich, aber es war ein allgemeines Klima von AHA-Regeln. Selbstverständlich kein Vergleich zu jetzt grade, aber z.B. Bilder aus Funk und Fernsehen aus Köln waren eine komplett andere Welt.

    Außerdem war in meinem "freundschaftlichen/privaten/freizeitlichen" Umfeld (das vor allem außerhalb meiner Stadt stattfindet) sehr viel gestrichen. Ich schätze, dass ich im Laufe des Sommers so Einblick in die Handhabung mit Regelungen und der Freizeitgestaltung von ca. 500 Leuten hatte, wovon schätzungsweise 450 deutlich merkbare Einschränkungen gemacht haben (zusätzlich zu dem was man durfte). Das gilt auch für Jugendfreizeiten, die entweder ganz gestrichen wurden oder auf ein Minimum gekürzt wurden mit 2x 4-7er Bezugsgruppen.

    Daraus schließe ich, dass ich entweder in einer Superblase lebe (oder hinterm Mond) oder dass der r-Wert so nicht ganz realistisch ist für einen "uneingeschränkten Sommer".

    [Ich weiß, dass du auf "anekdotische Evidenz" hingewiesen hast, aber deswegen wollte ich mein Beispiel aufführen.]


  • StonedHammer StonedHammer Edited ADMIN

    MisterCrac schrieb:
    Ich frage mich freilich auch, ob die Maßnahmen in die richtige Richtung gehen. Baumärkte müssen geschlossen haben - warum? Wie viele Leute haben sich denn in einem Baumarkt angesteckt, wo die Decken hoch und die Gänge breit sind? Das dürfte doch wohl gegen fast null gehen.

    Vielleicht wäre es sinnvoller,
    -für Besucher von Seniorenheimen und Krankenhäusern zwingend einen Schnelltest vorzuschreiben (dann braucht man freilich auch Personal, das so so einen Test durchführen kann)
    -Firmen gesetzlich dazu verpflichten, allen Mitarbeitern Home Office anzubieten die nicht zwingend vor Ort arbeiten müssen
    -die Schulen endlich mal sowohl mit Hardware, als auch mit Software, als auch mit genügend Personal auszustatten um Fernunterricht sinnvoll zu ermöglichen.

    warst du mal in einem baumarkt bei dem ersten lockdown? die decke kann 50 meter hoch sein, die schlangen vorm eingang, wo keine abstände eingehalten werden und teils noch auf maske verzichtet wird. das drängeln in den wichtigsten reihen, das war alles andere als corona tauglich, bzw. in jedem restaurant war unter coronahygienevorschriften mehr sicherheit wie in nem baumarkt (trotz normaler deckenhöhe). und im sommer war des ja noch ein wenig anderes oder wieviele haben sich auf einem der freiluft-konzerte wirklich angesteckt? dennoch kommt doch jetzt (ein glück) keiner auf die idee, jetzt zu behaupten die freiluft konzerte waren doch nie eine ansteckungsquelle, warum wird das untersagt.

    und was soll jetzt plötzlich überall diese aussage "ein schnelltest im alterheim und alles wäre gut", hat jemand die oma im altersheim und was wurde bis jetzt gemacht außer auf den schnelltest zu warten, richtig die oma wurde bei vielen einfach besucht (ohne das es ansatzweise darum ging wo man und wie man sich überall noch erst aufgehalten hat). und solche leute jetzt durch schnelltest doch erst recht vorher auf den rodelberg fahren würden, mit x leuten treffen, weil man meint "werd ja vorher getestet - dann ist doch alles save". unabhängig davon das nunmal nicht alle älteren oder risiko patienten in einem altersheim leben, nicht mal die meisten.

    ps. das war nicht auf dich bezogen, mistercrac. ich hab heute jetzt mehrfach diese aussage im bezug auf das altersheim gelesen (vorallem dieser sinnfreie focusbericht) und sie ist einfach sowas von nicht zu ende gedacht.

    bei dem rest stimm ich dir zu, kontakte sollen reduziert werden, aber in vielen firmen merkt man davon nichts, vorallem auch das dort eher "corona blabla" im umlauf ist. auch das ausnutzen von gewissen schlupflöchern, die es am ende noch unkontrolliert gefährlicher machen, führt zu der lage die wir gerade haben. das neue gesetz von bayern wird gut zeigen das es nichts bringt leuten eine ffp maske aufzuzwingen, wenn überall da wo keiner hin schaut, weder masken noch abstandsgebote eingehalten werden.

  • Locust Locust
    Ergänzend sei dazu bemerkt, dass man ja Infektionsketten schon lange nicht mehr richtig nachvollziehen kann. Daher ist die Aussage "Wieviele haben sich an Ort XY angesteckt nicht nachvollziehbar". Hinzukommt dass man das Infektionsgeschehen zu dem Zeitpunkt betrachten muss und auch den Weg zum Baumarkt. Also die gesamte Mobilität.
    Das wäre für mich ohnehin der erste Schritt Mobilität Einschränken und ggf. sogar lokal lockern.

    Aber ich stimme auch zu, dass die Regeln im Berufsalltag hinterher hinken. Ich sage aber nicht "der Baumarkt sollte öffnen weil das Großraumbüro erlaubt ist sondern, dass Großraumbüro sollte verboten werden weil der Baumarkt auch zu hat" um mal bei er Abhängigkeit zu bleiben.

    Ich stimme auch zu, dass man zuerst die Regelungen im geschlossenen Raum (gerade Home Office) priorisieren müsste bevor man Ausflugsziele im freien ins Visier nimmt.

  • MisterCrac MisterCrac

    StonedHammer schrieb:

    warst du mal in einem baumarkt bei dem ersten lockdown?


    Ja, mit Maske. Die Geschäfte waren hier in der Gegend (Mannheim) eigentlich auch recht fix dabei, Plexiglasscheiben an den Kassen zu montieren und im Kassenbereich solche Abstandsmarkierungen anzubringen. Solange man solche Maßnahmen einhält und Masken trägt, sehe ich da keine wirklich relevante Infektionsgefahr.

  • MisterCrac MisterCrac

    Locust schrieb:

    Aber ich stimme auch zu, dass die Regeln im Berufsalltag hinterher hinken. Ich sage aber nicht "der Baumarkt sollte öffnen weil das Großraumbüro erlaubt ist sondern, dass Großraumbüro sollte verboten werden weil der Baumarkt auch zu hat" um mal bei er Abhängigkeit zu bleiben.


    Noch besser: Home Office gesetzlich verankern und die Baumärkte wieder öffnen.

  • umiker umiker Edited
    Update aus der Schweiz. Die Zahlen sind gaaaanz leicht gesunken, die letzten zwei Tage waren es um die 3000 Fälle täglich, Hospitalisierungen und Todesfälle auch leicht rückläufig. Jetzt werden neue Massnahmen eingeführt, da die Mutation sich weiter verbreitet:


  • Yertle-the-Turtle Yertle-the-Turtle Edited
    Ich glaube - wirklich nicht böse gemeint - dem ein oder anderen würde es helfen weniger Zeit und Energie in das Thema zu stecken. Das ist doch auch nicht mehr gesund sich ständig Gedanken zu machen wer sich wie verhält und was wo falschläuft. Macht Eure Hausaufgaben (AHA und so), alles andere können wir nicht wirklich beeinflussen.

    Bis März wird sich da nicht viel entspannen. Aktuell hilft nur abwarten, ffp2 Maske kaufen und Tee trinken. Streichelt Eure Haustiere, geht Spazieren, ruft Freunde an, legt eine LP auf, massiert Eure Partner oder lest Bücher.

    Trommelts im Bekanntenkreis für die Impfung und betet für Konzerte und ein normaleres Leben ab Sommer (bitte aber nicht in der Kirche).


  • MisterCrac MisterCrac
    Ich würde mich gerne impfen lassen. Aber das wird wohl noch ein paar Monate dauern, bis ich dran bin

  • Roggan29 Roggan29 Edited
    Mit Glück kann man auch vorher schon dran kommen.
    Bei uns im Kreis sind 40 Impfdosen übrig geblieben nachdem die Pflegeheime durch waren. Da die Kühlkette schon unterbrochen war, hat man Fix noch Angehörige spontan geimpft bzw. Anwohner in der Nähe vom Heim, obwohl diese nicht zur ersten Prio-Gruppe gehörten.
    Finde ich eine gute Sache bevor der Impfstoff einfach im Müll landet.

  • ralf321 ralf321

    umiker schrieb:
    Update aus der Schweiz. Die Zahlen sind gaaaanz leicht gesunken, die letzten zwei Tage waren es um die 3000 Fälle täglich, Hospitalisierungen und Todesfälle auch leicht rückläufig. Jetzt werden neue Massnahmen eingeführt, da die Mutation sich weiter verbreitet:



    Es liegt also nicht am Skifahren.

  • Locust Locust

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Ich glaube - wirklich nicht böse gemeint - dem ein oder anderen würde es helfen weniger Zeit und Energie in das Thema zu stecken. Das ist doch auch nicht mehr gesund sich ständig Gedanken zu machen wer sich wie verhält und was wo falschläuft. Macht Eure Hausaufgaben (AHA und so), alles andere können wir nicht wirklich beeinflussen.

    Bis März wird sich da nicht viel entspannen. Aktuell hilft nur abwarten, ffp2 Maske kaufen und Tee trinken. Streichelt Eure Haustiere, geht Spazieren, ruft Freunde an, legt eine LP auf, massiert Eure Partner oder lest Bücher.

    Trommelts im Bekanntenkreis für die Impfung und betet für Konzerte und ein normaleres Leben ab Sommer (bitte aber nicht in der Kirche).

    Das stimmt durchaus. Das Problem ist nur, dass die meisten (ich auch) zu viel Zeit grade haben.

  • MinistryOfDeath MinistryOfDeath
    Ich glaube ein Hauptproblem der aktuellen Coronapolitik ist, dass bei steigenden Fallzahlen immer nur verschärft wird. Maßnahmen, die sich nachweislich als unwirksam herausgestellt haben, werden im Gegenzug aber nicht wieder aufgehoben. Ich glaube, dass es sich durchaus positiv auf die Psyche der Leute (und damit auch auf die Akzeptanz der wirksamen Maßnahmen) auswirken kann, wenn wir Freiheiten wiedererlangen, die für das Infektionsgeschehen irrelevant sind.

  • PlugInBaby PlugInBaby

    umiker schrieb:
    Update aus der Schweiz. Die Zahlen sind gaaaanz leicht gesunken, die letzten zwei Tage waren es um die 3000 Fälle täglich, Hospitalisierungen und Todesfälle auch leicht rückläufig. Jetzt werden neue Massnahmen eingeführt, da die Mutation sich weiter verbreitet:



    Wow, selbst die eher lockere Schweiz bekommt die Home-Office Pflicht hin.

  • Locust Locust Edited

    MinistryOfDeath schrieb:
    Ich glaube ein Hauptproblem der aktuellen Coronapolitik ist, dass bei steigenden Fallzahlen immer nur verschärft wird. Maßnahmen, die sich nachweislich als unwirksam herausgestellt haben, werden im Gegenzug aber nicht wieder aufgehoben. Ich glaube, dass es sich durchaus positiv auf die Psyche der Leute (und damit auch auf die Akzeptanz der wirksamen Maßnahmen) auswirken kann, wenn wir Freiheiten wiedererlangen, die für das Infektionsgeschehen irrelevant sind.

    An was denkst du da genau?


    Die Kommunikation ist ein großes Problem: zu viel, zu oft und zu wechselhaft mit utopischen Zielen.

  • Locust Locust

    schrieb:

    umiker schrieb:
    Update aus der Schweiz. Die Zahlen sind gaaaanz leicht gesunken, die letzten zwei Tage waren es um die 3000 Fälle täglich, Hospitalisierungen und Todesfälle auch leicht rückläufig. Jetzt werden neue Massnahmen eingeführt, da die Mutation sich weiter verbreitet:



    Wow, selbst die eher lockere Schweiz bekommt die Home-Office Pflicht hin.

    Selbst Schweden hatte immer die Regel maximal 50 personen, bei uns waren es bis 500. Es gibt durchaus sinnvolle Maßnahmen der lockeren Staaten.

    Noch erschreckender ist aber, dass bei und am Arbeitsplatz nichtmal Maskenpflicht herrscht.

    Söder will jetzt Home Office mit Steueranreizen förden und privat knebelt er das Volk unfassbar

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