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Coronavirus

eröffnet von Yertle-the-Turtle am 27.02.2020 10:02 Uhr - letzter Kommentar von BraveNewWorld

1.678 Kommentare (Seite 64)


  • SimBa123 SimBa123 SUPPORTER

    GuitarPunk94 schrieb:
    wie jetzt? demo verbot für samstag in berlin ist durchs verwaltungsgericht wohl gekippt

    die demo darf unter auflagen stattfinden, dazu gehört zb einhaltung des mindestabstands .. aber eine maskenpflicht ist wohl NICHT NOTWENDIG bzw zählt nicht zu den auflagen ?!?! wtf ..

    Also rein theoretisch muss man ja bei 1,5m Abstand an freier Luft keine Maske tragen. Wie das in der Praxis morgen aber aussehen wird, können wir uns aber glaube ich ziemlich gut vorstellen. Meiner Meinung nach ist das ein Schlag ins Gesicht für jeden der sich in letzter Zeit wirklich an die Regeln gehalten hat.

  • blubb0r blubb0r
    Ist halt schwierig, infektionsschutz mit Grundrechten zu Vereinen.

    Ich mein, die Demo wird dann halt einfach nach 10min aufgelöst...

  • ryback ryback

    kato91 schrieb:
    www.tagesschau.de

    Eine ganze gute Stellungnahme zu den aktuellen Neuinfektionen.

    Ich denke nicht, dass sich Großveranstaltungen noch pauschal bis spät 2021 verbieten lassen. Man merkt jetzt schon, dass den Leuten das Feiern fehlt. Ohne es gutzuheißen: aber in Grossstädten, so auch Kassel, gibt es ja regelmäßig größere menschenversammlungen. Man muss eher gucken, wie man es möglich macht. Raus aus dem Verbot.

    In Kassel ist ja auch noch gar nix



  • Madpad77 Madpad77
    Hoffentlich begrüßen dich dann morgen in Berlin auch noch alle mit einer innigen Ummarmung und Küsschen !!

  • counterdog counterdog

    SimBa123 schrieb:

    GuitarPunk94 schrieb:
    wie jetzt? demo verbot für samstag in berlin ist durchs verwaltungsgericht wohl gekippt

    die demo darf unter auflagen stattfinden, dazu gehört zb einhaltung des mindestabstands .. aber eine maskenpflicht ist wohl NICHT NOTWENDIG bzw zählt nicht zu den auflagen ?!?! wtf ..

    Also rein theoretisch muss man ja bei 1,5m Abstand an freier Luft keine Maske tragen. Wie das in der Praxis morgen aber aussehen wird, können wir uns aber glaube ich ziemlich gut vorstellen. Meiner Meinung nach ist das ein Schlag ins Gesicht für jeden der sich in letzter Zeit wirklich an die Regeln gehalten hat.


    Hier fällt es mir auch als liberaler Mensch zu sagen, dass das irgendwie ansatzweise in Ordnung ist.

    Es war klar, dass die Gerichte den Bums wieder aufheben werden, weil die Grundrechte einfach so weit oben stehen, aber wenn ich sehe das Menschen aktiv versuchen andere Menschen zu verletzten (ob ideologisch verstrahlt oder nicht) wird mir echt nur noch übel.

    Und das schlimmste? Das Verwaltungsgericht sagt: "Ja komm, ihr dürft schon" (Ist natürlich kein direktes Zitat) und trotzdem werden die morgen etwas von staatlicher Meinungsunterdrückung, Maulkorb und Diktatur faseln.

  • BraveNewWorld BraveNewWorld

    schrieb:

    schrieb:

    schrieb:

    Cody schrieb:
    Das nicht wenige Personen langsam aber sicher die Schnauze voll haben kann ich verstehen. Die Politiker und das RKI sind wie ein Fähnchen im Wind. Da werden Zahlen genannt, die dann kurz darauf wieder einkassiert werden.


    Als bisher stiller Mitleser, habe ich mich schon gefragt, wann es endlich mal jemand ansprechen würde. Zum jetzigen Zeitpunkt MUSS man wirklich zu der Erkenntnis kommen, dass RKI und Politik das Virus künstlich schlimmer reden als es wirklich ist.

    So nachvollziehbar die Maßnahmen ursprünglich auch waren (neuer Virus, entsprechend kaum Wissen über seine Gefährlichkeit), das erklärte Ziel - eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden - hat man nicht nur erreicht, man ist in einem riesigen Bogen darüber hinausgeschossen. Jetzt kann man das Gefühl nicht loswerden, dass RKI und Politik Angst hätten zuzugeben, dass die ursprünglichen Maßnahmen massiv überzogen waren.

    Wieso werden sowohl die Fall-, wie auch die Todeszahlen vom RKI, durch eine mehr als fragwürdige Zählweise, künstlich aufgebauscht? Wieso scheint es noch niemandem aufgefallen zu sein, dass es bei den Zahlreichen Demos in den letzten Monaten (Anti-Corona, BLM), mit jeweils mehreren tausend Teilnehmern und einem kollektiven Ignorieren von Abstand und Maskenpflicht, zu nicht einem einzigen Super-Spreader-Event gekommen ist? Wieso scheint die Tübinger Studie niemanden zu interessieren, die nahelegt, dass bei einem Großteil der Menschen bereits eine Kreuzimmunität gegen Sars-Cov-2 vorliegt? Die Liste könnte man noch eine ganze Weile fortsetzen.....

    Nein, ich will damit nicht sagen, dass wir sämtliche Einschränkungen sofort aufheben sollten (was ein ZU entspannter Umgang mit dem Virus auslösen kann, haben uns bereits genügend andere Länder vorgemacht), aber inzwischen SCHREIT wirklich alles danach, dass wir es uns problemlos erlauben könnten, mindestens für Veranstaltungen/Versammlungen/..... im Freien, die Maßnahmen deutlich zu lockern.

    Würde ich so zustimmen. Die Zahl der Positiven pro Test ist seit etwa der 22. Kalenderwoche statistischen Schwankungen unterworfen. Ein klarer positiver Trend ist nicht erkennbar. In allen representativen Studien kam raus, dass es eine sehr große Dunkelziffer an Positiven gibt. Man wird noch sehr lange die Zahl der Tests erhöhen können und damit mehr Positive finden. Gleichzeitig geht die Zahl der stationär behandelten, intensiv behandelten und Todesfällen zurück. Solange diese Zahlen und die Positivenquote nicht steigen, kann man nicht davon ausgehen, dass die Zahl der Positiven in der Grundgesamtheit steigt. Vorallem weil der Auswahl -Bias, dass nur Leute mit Symptomen getestet werden, abnimmt.

    Studien von Hotspots? Die Dunkelziffer in Deutschland dürfte sehr gering sein zumal es so ganz symptomfreie kaum gibt und ja nicht willkürlich getestet wird.

    Das die Todesrate sinkt hat mehre Gründe v.a. das sinkende Durchschnittsalter der infizierten. Das größere Problem sind Folgeschäden.

    Deutschland hat v.a. mit vergleichsweise milden maßnahmen das zu gut gemacht? Ist auch grotesk., Es gibt kaum länder die milder gehandelt haben. Abgesehen von denen es ausser Kontrolle geriet. Das größte Problem ist einfach das wir auf den Herbst zu gehen und das man infektionen nachvollziehen muss. Das kann so schnrll ausser kontrolle geraten und zur gleichen Situation wie im April führen. Deshalb lieber den Statis Quo halten und nicht alles öffnen um damit in paar Wochen in lockdown zu müssen. wäre mit dieser Situation jetzt Mai könnte man darüber reden.
    V.a. darf man nicht vergessen es gibt ein ganz große lockerung bei Schulen und Kitas die man auch erstmal beobachten muss und wichtiger ist als Veranstaltungen.

    Man darf halt nicht die Verantwortung der Politiker vergessen und ein vermutlich viel größerer Teil der Bevölkerung ist klar dagegen.

    So sehr ich mich über Konzerte freuen würde aber ich versteh es und ich seh auch nicht wirklich ne Möglichkeit die mir Spaß machen würde. Die heilige Kuh Bundesliga muss ja auch warten

    Es gibt in Deutschland ca 9360 Tote auf ca 245000 gemeldete Positive. Das würde eine Fallsterblichkeit von ca 3,8 % bedeuten. Es gibt mittlerweile einen breiten Konsens darüber, dass das viel zu hoch ist. Die WHO hat offiziell die Fallsterblichkeit auf 0,6% taxiert. In der Hainsberg-Studie kam man auf ca 0,4%. Wenn man die Zahl der Positiven anhand der Zahl der Toten hochrechnen würde, käme man in Deutschland auf ca 1,55 Millionen Positive. Das nenne ich schon eine hohe Dunkelziffer. In representativen Flächen-Studien in Kalifornien und Italien z. B. kam man ja auch auf eine sehr hohe Dunkelziffer. Sind natürlich sehr viele unbekannte Variablen drin.

    Aber warum sollten sich früher hauptsächlich alte Leute angesteckt haben und heute hauptsächlich junge? Zum Beispiel die Ischgl Rückkehrer waren ja eher junge. Die hatten sicher mehr Kontakt zu gleichaltrigen als zu alten. Das leuchtet mir nicht ein. Viel wahrscheinlicher ist doch, dass schon immer viele junge Leute positiv waren, nur seltener getestet wurden, weil sie nicht krank wurden /kaum Symptome hatten.

    Und nein, es werden sehr viele "willkürlich", sprich ohne Symptome, getestet momentan. Reiseruckkehrer, Menschen die aus anderen Gründen in medizinische Einrichtungen kommen, in Bayern zB nicht sogar jeder der will?

    So nährt man sich der Dunkelziffer immer mehr an und findet immer mehr mit keinen oder leichten Symptomen. Es wäre natürlich gut eine Statistik zu haben wie viele Menschen Symptome haben, die getestet werden und wie viele Symptome haben die positiv getestet werden. Die Zahl der Menschen, die krank sind geht jedenfalls zurück, laut intensivregister.de.

    Dass das Virus mutiert ist und /oder es irgendwelche Kreuzimmunitäten gibt, wie die Studie aus Tübingen nahelegt, ist natürlich auch möglich.

  • Locust Locust
    Ich meinte aktive Dunkelziffer. Nicht gesamte.
    Hoch ist relativ, es ging dabei oft um Herdenimmunität sber das hat nichtmal Stockholm, New York, Bergamo oder Ischgl.

    Kreuzimmunität ist eine Möglichkeit. Andererseits gibts die „Befürchtung“ nach leichten symptomen garnicht immun zu sein. Lt. RKI haben 85% symptome.

    Mehr Junge gibts inzwischen weil die halt leichtsinniger sind und mehr Kontakte haben. Aber Ja die Sterblichkeit liegt unter 1.

  • Calaway65 Calaway65

    Locust schrieb:
    Kreuzimmunität ist eine Möglichkeit. Andererseits gibts die
    „Befürchtung“ nach leichten symptomen garnicht immun zu sein.


    Das ist z.B. auch schon wieder so ein Punkt. Woher kommt diese "Befürchtung" denn? Daher, dass man festgestellt hat, dass sich bei Menschen wenige Monate nach einer durchgestandenen Infektion mit nur leichten Symptomen, kaum noch Antikörper nachweisen lassen.

    Dass das aber komplett normal ist und für die Immunität langfristig gesehen viel interessanter ist, wie die T-Lymphozyten mit dem Virus umgehen, scheint plötzlich auch jeder vergessen zu haben. Gerade in der Hinsicht sind die Ergebnisse der Tübinger Studie ja so interessant.

  • Locust Locust

    schrieb:

    Locust schrieb:
    Kreuzimmunität ist eine Möglichkeit. Andererseits gibts die
    „Befürchtung“ nach leichten symptomen garnicht immun zu sein.


    Das ist z.B. auch schon wieder so ein Punkt. Woher kommt diese "Befürchtung" denn? Daher, dass man festgestellt hat, dass sich bei Menschen wenige Monate nach einer durchgestandenen Infektion mit nur leichten Symptomen, kaum noch Antikörper nachweisen lassen.

    Dass das aber komplett normal ist und für die Immunität langfristig gesehen viel interessanter ist, wie die T-Lymphozyten mit dem Virus umgehen, scheint plötzlich auch jeder vergessen zu haben. Gerade in der Hinsicht sind die Ergebnisse der Tübinger Studie ja so interessant.

    Nein das kommt daher dass es wohl Menschen gibt die zum 2. mal Corona haben.

  • Madpad77 Madpad77
    Das ging ja fix in Berlin !! Zu dumm um in einem gewissen Abstand nebeneinander her zugehen ..

  • Locust Locust
    Das war ja garnicht deren Absicht. Wenn man sich da teilweise Bilder anschaut fällt einem zu diesem Menschen nichts mehr ein. Eine Plattform für rechtes Nazis obendrein


  • Locust Locust

    schrieb:

    schrieb:

    Locust schrieb:
    Kreuzimmunität ist eine Möglichkeit. Andererseits gibts die
    „Befürchtung“ nach leichten symptomen garnicht immun zu sein.


    Das ist z.B. auch schon wieder so ein Punkt. Woher kommt diese "Befürchtung" denn? Daher, dass man festgestellt hat, dass sich bei Menschen wenige Monate nach einer durchgestandenen Infektion mit nur leichten Symptomen, kaum noch Antikörper nachweisen lassen.

    Dass das aber komplett normal ist und für die Immunität langfristig gesehen viel interessanter ist, wie die T-Lymphozyten mit dem Virus umgehen, scheint plötzlich auch jeder vergessen zu haben. Gerade in der Hinsicht sind die Ergebnisse der Tübinger Studie ja so interessant.

    Nein das kommt daher dass es wohl Menschen gibt die zum 2. mal Corona haben.

    Hier ein interessanter Bericht:

    Demnach bringt es schon was wenn man schonmal infiziert war nur ist nicht zwingend immun .............

    https://www.tagesschau.de/investigativ/ndr-wdr/corona-reinfektionen-101.html

  • Yertle-the-Turtle Yertle-the-Turtle Edited
    Gestern ist Roland Kaiser auf der Waldbühne aufgetreten.
    Scheint alles gut funktioniert zu haben. 3.500 Leute waren da und Roland Kaiser hat auf seine Gage verzichtet, damit Roadies und Crew ein Einkommen haben nach der Dürrezeit.

    Sicher kein tragfähiges Zukunftsmodell für die Branche in den nächsten Monaten, aber um einiges bodenständiger als sich mit großem Medienecho und einem überdimensioniertem Event als Heilsbringer der Branche zu verkaufen.

  • rockimpott2012 rockimpott2012 Edited
    Es ist lobenswert, wenn auch größere Künstler jetzt vor verhältnismäßig kleinem Publikum auftreten, da dies durchaus wichtige Einnahmen in die Kassen kleinerer Veranstalter spülen kann oder, wenn der Veranstalter trotzdem keinen großen Gewinn damit einfährt, immerhin einigem Personal Beschäftigung und Einkommen bietet.

    So spielt etwa auch Helge Schneider, der übermorgen ein Konzert in der Waldbühne gibt, viele Konzerte vor wenigen hundert Leuten. In einem Interview sprach er auch von kleinerer Gage bzw. in einem Fall, wo nur 150 Leute kommen konnten, auch von Gagenverzicht (nur Fahrtkosten etc.). Bei einer Konzertreihe in Baden-Württemberg mit etwa 500 Plätzen war er so ziemlich der einzige Act, der die Fläche ausverkauft hat. Viele kleinere Künstler füllten nur einen Bruchteil der Plätze. Es ist gut, wenn kleinere Künstler auftreten - diese sollten nach Möglichkeit auch eine Gage erhalten -, aber wenn ein bekannterer dann ausverkauft und für ordentliche Einnahmen sorgt, kann das für den kleinen Veranstalter auch Defizite aus schlechter laufenden Abenden etwas wieder auffangen.

  • JackD JackD

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Gestern ist Roland Kaiser auf der Waldbühne aufgetreten.
    Scheint alles gut funktioniert zu haben. 3.500 Leute waren da und Roland Kaiser hat auf seine Gage verzichtet, damit Roadies und Crew ein Einkommen haben nach der Dürrezeit.

    Sicher kein tragfähiges Zukunftsmodell für die Branche in den nächsten Monaten, aber um einiges bodenständiger als sich mit großem Medienecho und einem überdimensioniertem Event als Heilsbringer der Branche zu verkaufen.

    Warum eigentlich nicht? Könnten doch auch viel mehr kleinere Künstler in den großen Outdoorvenues auftreten. Dann müssen die Vermieter und die Städte halt mal weniger Miete / Steuern akzeptieren. Immer besser als gar keine Einnahmen.

  • ryback ryback Edited

    schrieb:
    Hoffentlich begrüßen dich dann morgen in Berlin auch noch alle mit einer innigen Ummarmung und Küsschen !!

    Öhm gerade gesehen, will nur kurz klarstellen ich find einfach dieses Video so unfassbar witzig und zugleich dumm und immer wenn ich Kassel lese muss ich daran denken.

    Mit diesen ganzen verrückten will ich absolut gar nix zu tun haben.

    Ich zitiere dazu nur kurz ZM

    Doch plötzlich Flugzeuglärm
    Und eine Bombe, die direkt in die Fanmeile kracht
    Übrig bleibt nur Schweinehack

  • dropkick42 dropkick42
    Generell bleibt einem hier nur optimistisch zu bleiben und zu hoffen - auch als Veranstalter. Ganz nüchtern betrachtet geht man jedoch derzeit nicht von einer ernstzunehmenden Impftstoff-Zulassung vor Frühjahr bzw. Frühsommer 2021 aus. Dieser wäre dann auch im ersten Schritt sicherlich erst einmal Risikogruppen und medizinischem Personal vorenthalten.

    Anders ausgedrückt: Im Juni nächsten Jahres ist nun wirklich nicht mir einer "Herdenimmunität", die Großveranstaltungen erlauben wird zu rechnen. Auch wenn man sich so im direkten Umfeld umhört , z.B. bei befreundeten Veranstaltungstechnikern glaubt keiner an eine "normale" Festivalsaison 2021. Frage mich weshalb etliche Veranstalter jedoch den Sommer 2021 als safe sehen und so tun als gäbe es Corona bis dahin nicht mehr? Woher nehmen die den Optimismus? Akt der Verzweiflung? Macht ja aus betriebswirtschaflticher Sicht keinerlei Sinn jetzt wieder extrem viele Ressourcen zu bündeln, die im Endeffekt (Stand jetzt) für die Katz' sein werden... (Vielleicht passt das ja auch besser in den Corona-Fred, bei Bedarf einfach verschieben)


  • blubb0r blubb0r Edited
    Tourmanager von u.a. PUR, der ganz gute Insights in die Branche hat, sagt bei Lanz gerade, dass MLK für das Event in Düsseldorf nicht mal die Hälfte der Karten verkauft hat.


    Die Konzertbranche ist tot. Das wird auch 2021 nichts werden. Ich bin froh, dass ich fast alles mitgenommen habe, was ging... aber ich glaube nicht, dass sich die Branche jemals vollständig hiervon erholen wird

  • zell zell

    blubb0r schrieb:
    Tourmanager von u.a. PUR, der ganz gute Insights in die Branche hat, sagt bei Lanz gerade, dass MLK für das Event in Düsseldorf nicht mal die Hälfte der Karten verkauft hat.


    Die Konzertbranche ist tot. Das wird auch 2021 nichts werden. Ich bin froh, dass ich fast alles mitgenommen habe, was ging... aber ich glaube nicht, dass sich die Branche jemals vollständig hiervon erholen wird

    Tot trifft es schon genau.

    Würde mich mal interessieren, wieviele Menschen aktuell Karten für Veranstaltungen in 2021 kaufen?
    Kann mir aktuell beim besten Willen nicht vorstellen, das 2021
    Alles wieder normal läuft .

    Denke auch, das sie die Künstler, Veranstaltunger, Hallen betreiber usw in Zukunft Gedanken über die Gagen, Eintritts Preise bzw Miete machen müssen.

    Schaut nur mal über die Grenzen.
    Zb. Frankreich.
    Da explodieren die Zahlen ja fast.

    Zb die laiterie in straßburg will ab Oktober Konzerte mit mundschutz veranstalten.
    Da aktuell Straßburg zur Risiko Region gehört, wird das wahrscheinlich nichts werden.
    So schnell kann das gehen



  • JackD JackD
    Warum sollte sich das mit Impfung nicht normalisieren? Sicherlich wird es leider Insolvenzen geben, aber warum sollten die entstandenen Lücken nicht wieder gefüllt werden?

    Wenn die Leute wieder ein Sicherheitsgefühl haben (gesundheitlich und was mögliche Absagen angeht) werden sie schon wieder auf Konzerte gehen. Waldbühne und Wuhlheide funktionieren mit ihren Konzepten doch gerade ganz gut.

  • MMP MMP
    Rock Werchter entscheidet im Januar, ob sie das Festival weiter planen und durchführen - je nach Aussicht auf Impfstoff.

    Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet übrigens mit einem Antrag auf Zulassung des Impfstoffes im Oktober, wenn die klinischen Tests erfolgreich sind.
    Vielleicht helfen auch die von Spahn angekündigten Schnelltests, die ein Ergebnis innerhalb von 15 Minuten möglich machen und in der Masse verfügbar sein sollen.

    Es bleibt spannend. Wenn 2021 so wird wie 2020, dann wird es wirklich für die Gastro-/Eventszene katastrophal. Sowas kommt auch nicht auf Knopfdruck wieder in die Gänge.

    Fazit: Eine Glaskugel hat hier keiner. Da hilft nur abwarten.

  • blubb0r blubb0r Edited

    JackD schrieb:
    Warum sollte sich das mit Impfung nicht normalisieren? Sicherlich wird es leider Insolvenzen geben, aber warum sollten die entstandenen Lücken nicht wieder gefüllt werden?

    Wenn die Leute wieder ein Sicherheitsgefühl haben (gesundheitlich und was mögliche Absagen angeht) werden sie schon wieder auf Konzerte gehen. Waldbühne und Wuhlheide funktionieren mit ihren Konzepten doch gerade ganz gut.

    Weil so viele Leute mittelfristig Geldprobleme bekommen werden aufgrund kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, etc., gepaart mit der allgemeinen Unruhe um die verfrühten Impfstoffe, dass die Vergnügungssparte Konzerte in der prio Liste ganz weit unten stehen wird.

    Dazu kommt noch, dass clubs und veranstalter gerade auch reihenweise pleite gehen und dann schlichtweg nicht mehr bespielt werden können.
    Die Clubs/Caterer/Veranstalter, die überleben, werden versuchen, die Einnahmen wieder reinzuholen, was aber aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage nur wenige Leute zahlen können und wollen.



  • JackD JackD Edited

    blubb0r schrieb:

    JackD schrieb:
    Warum sollte sich das mit Impfung nicht normalisieren? Sicherlich wird es leider Insolvenzen geben, aber warum sollten die entstandenen Lücken nicht wieder gefüllt werden?

    Wenn die Leute wieder ein Sicherheitsgefühl haben (gesundheitlich und was mögliche Absagen angeht) werden sie schon wieder auf Konzerte gehen. Waldbühne und Wuhlheide funktionieren mit ihren Konzepten doch gerade ganz gut.

    Weil so viele Leute mittelfristig Geldprobleme bekommen werden aufgrund kurzarbeit, Arbeitslosigkeit, etc., gepaart mit der allgemeinen Unruhe um die verfrühten Impfstoffe, dass die Vergnügungssparte Konzerte in der prio Liste ganz weit unten stehen wird.

    Dazu kommt noch, dass clubs und veranstalter gerade auch reihenweise pleite gehen und dann schlichtweg nicht mehr bespielt werden können.
    Die Clubs/Caterer/Veranstalter, die überleben, werden versuchen, die Einnahmen wieder reinzuholen, was aber aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage nur wenige Leute zahlen können und wollen.




    Ich sehe die Effekte auch, aber bei weitem nicht so stark und pessimistisch. Die wirtschaftliche Lage ist ja nicht so in Schieflage, dass plötzlich keine Nachfrage mehr da ist. Erst recht in einem zuvor stark und überproportional gewachsenen Markt.

    Ich kann das zumindest nicht an einem Event ablesen, welches mit mittelmäßigem Line-Up und schlechter Kommunikationsstrategie bzgl. Genehmigung und Hygienekonzept schlecht verkauft wurde. Ich hätte mir selbst bei gutem Line-Up keine Karte gekauft, wenn unklar ist, ob man wieder nur mit Gutscheinen abgespeist wird.

    Ich glaube, das wird sehr schnell wieder anlaufen, wenn die Leute ein Sicherheitsgefühl haben. Kinos kommen langsam auf die Beine, Lokale sind auch wieder im Innenraum gefüllt. Ich nehme zumindest um mich herum wahr (jede Altersstufe), dass da wenig Angst vorherrscht. Was erlaubt ist und offziell als „sicher“ gilt, wird auch wieder gemacht.

  • kato91 kato91

    schrieb:
    Rock Werchter entscheidet im Januar, ob sie das Festival weiter planen und durchführen - je nach Aussicht auf Impfstoff.

    Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet übrigens mit einem Antrag auf Zulassung des Impfstoffes im Oktober, wenn die klinischen Tests erfolgreich sind.
    Vielleicht helfen auch die von Spahn angekündigten Schnelltests, die ein Ergebnis innerhalb von 15 Minuten möglich machen und in der Masse verfügbar sein sollen.

    Es bleibt spannend. Wenn 2021 so wird wie 2020, dann wird es wirklich für die Gastro-/Eventszene katastrophal. Sowas kommt auch nicht auf Knopfdruck wieder in die Gänge.

    Fazit: Eine Glaskugel hat hier keiner. Da hilft nur abwarten.

    Wer sagt eigentlich, dass vergleichbar mit dem Werchter nicht auch deutsche Festivals im Januar entscheiden?

  • BraveNewWorld BraveNewWorld Edited
    In Österreich, beim Nova Rock, beruft man sich auf Kanzler Kurz und ist sich sicher es wird stattfinden:


    Good News für den Festival & Konzertsommer 2021!
    Bundeskanzler Sebastian Kurz hat vergangenen Freitag verkündet, dass die Verbreitung des Virus im Laufe des Jahres 2021 „nachhaltig“ eingedämmt werden kann. Nach dem derzeitigen Wissensstand werde Österreich bis zum Sommer 2021 „zur Normalität zurückkehren“ können. „Wir stehen vor einem schwierigen Herbst und Winter. Allerdings ist damit zu rechnen, dass es nächstes Jahr eine starke Entlastung durch mögliche Impfstoffe und Medikamente geben wird, sodass wir im Laufe des Jahres voraussichtlich wieder unser normales Leben führen werden können“.
    Wir haben alle Vorkehrungen getroffen und freuen uns mit Euch auf einen „normalen“ Festivalsommer 2021. Stay safe!

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