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Bon Iver Tour 2019

Folk, Eau Claire  Eau Claire (US)

31 Kommentare (Seite 2)


  • frusciantefan frusciantefan 27.11.2018 13:16 Uhr
    Also nur einzige Soloshow. Mist, das Melt ist natürlich super in der Nähe, aber hin fahr ich da nicht.

  • RosaBaer RosaBaer 17.06.2019 07:38 Uhr
    Fantastisches Konzert letzten Freitag in Malmö!

    Schöne Location im Schlosspark, wahnsinnig entspanntes (und bei den leisen Songs auch dankenswert leises) Publikum und eine toll aufgelegte Band. Könnte glatt nochmal!

  • defpro defpro Edited
    Hier noch mein Bericht zum Gig im Kulturpark Wiesbaden. Dem Schlachthof-Team ist mit dieser exklusiven Buchung in diesem Jahr ein ziemlicher Coup gelungen. Dadurch war es etwas leichter zu verschmerzen, dass es im Gegensatz zu den 5 Konzerten im letzten Jahr diesmal nur für 2 Open-Air-Konzerte gelangt hat. Das zweite Konzert war übrigens Frank Turner/Muff Potter, das sich mit nur 3.000 Besuchern wohl ziemlich miserabel verkauft hat, was bei einer Exklusivität von 0,0% aber auch eigentlich niemanden wundern sollte. Bei Bon Iver lief es dagegen besser: Es wurde von 9.000 Besuchern gesprochen (bei einer Kapazität von 10.000), ein paar Leute weniger dürften es in der Realität wohl dennoch gewesen sein, da auf FB und vor Ort noch viele Leute ihr Ticket loswerden wollten. Am letzten Samstag haben Die Toten Hosen anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Wiesbadener Biker-Clubs Black Devils (die eng mit der Band befreundet sind) im Schlachthof gespielt. Verstehe ich nicht, wieso man die Bühne nicht noch eine Woche länger hat stehen lassen und daraus ein Open-Air-Event gemacht hat.

    Die Organisation war ein Traum. Die riesige Schlange, die sich bis 18.30 Uhr vor dem Gelände gebildet hatte, war pünktlich zu Einlassbeginn in nullkommanix aufgelöst. Für den großzügig bemessenen FOS-Bereich konnte man sich auch ganz entspannt Bändchen abholen und danach das weitläufige Gelände erkunden. Gastronomisch gab es hier eigentlich alles, was das Herz begehrt, genügend Sitzgelegenheiten waren auch vorhanden, Viva con Agua und Amnesty International waren mit Infoständen vor Ort. Das Wetter war ebenfalls bestens, alle Leute super entspannt und ein paar Forums-Leute durfte ich ebenfalls noch persönlich kennenlernen

    Auf das Konzert selbst habe ich mich natürlich sehr gefreut, schließlich sieht man die Herren nicht gerade häufig in Deutschland, wenn man nicht unbedingt eine Berlinreise auf sich nehmen will. Nach der Tour-Absage 2017 hatten Justin & Co. also nun die Gelegenheit, wieder Boden gut zu machen. Es gab keine Vorband, sondern 2 Sets, die durch eine Pause von (was auch sonst) exakt 22 Minuten getrennt wurden. Den Beginn machten 3 Songs der letzten Platte und ich muss zugeben, dass ich anfangs ein wenig Probleme hatte, in das Konzert hineinzufinden, auch wenn die Stimmverfremdungsakrobatik auf "715 - CREEKS" live schon beeindruckend war. Ab "Towers" und dem immer weiter fortschreitenden Sonnenuntergang hatten mich Bon Iver jedoch fest im Griff. Mit der stärkeren Dunkelheit kamen auch vermehrt Lichteffekte zum Einsatz, die allesamt großartig aussahen. Zu den Highlights der ersten Hälfte gehörten neben dem rührenden "Hey, Ma" als einzigem neuen Stück auch "Blood Bank" sowie der Abschluss-Song "Perth", welcher eh schon zu meinen Lieblingsstücken der Band zählt, auch wenn ich die fehlenden Horn-Parts schon ein klein wenig vermisst habe (die Bläser-Fraktion ist bei der diesjährigen Tour nicht mit dabei). Als Ausgleich gab es dafür bei vielen Liedern jedoch ausgiebige Saxophon-Parts, die stellenweise fast schon Jam-Charakter hatten und voll und ganz überzeugen konnten.

    Die zweite Hälfte begann direkt mit dem großartigen "Skinny Love", das einzige Stück, welches nur von Justin solo performt wurde. Die anderen Songs des Debüts wurden alle mal mehr, mal weniger stark an den Bandkontext angepasst, was mir besonders gut bei "Creature Fear" gefallen hat, was zum Ende in fast schon Shoegaze-artige Klangwände kulminierte. "Holocene" sowie der in meinen Augen live am besten funktionierende 22-Song "33 "GOD"" gehörten zu den weiteren Highlights. Generell ließ die Setlist eigentlich kaum Wünsche offen. Auch die "For Emma..."-Fraktion, die ja in den letzten Jahren live öfters vernachlässigt wurde, kam voll auf ihre Kosten. Ein großes Lob muss ich auch an das (FOS-)Publikum aussprechen. Ich hatte gerade bei den "22, A Million"-Songs schon Zustände befürchtet, wie sie hier von aktuellen Ben Howard-Konzerten berichtet wurden, aber es gab wirklich kaum Gequatsche. Der einzige Negativpunkt, der mir einfällt, ist Amnesty Internation, die es für eine gute Idee hielten, einen Luftballon mit ihrem Logo in die Menge zu schmeißen, was bei so einer Band natürlich überhaupt nicht passt. Ein genervter Zuschauer hat auch den Ballon irgendwann aus der Luft gerissen.

    Mit "For Emma" und "22 (OVER SOON)" wurde dieser tolle Konzertabend beschlossen und man merkte der Band an, wie der enorme Publikumszuspruch sie doch auch emotional mitgenommen hat. Ich benutze das Attribut in letzter Zeit zwar häufiger, aber auch hier: eines DER Konzerthighlights 2019! Ich hoffe, dass der Open-Air-Sommer 2020 eine ähnlich hohe Qualität beibehalten kann (und quantitativ wieder etwas zulegt).


  • concertfreak concertfreak
    Du hast den Abend gut zusammengefasst. Für mich persönlich war es die beste Bon Iver Show, die ich bisher gesehen habe, was vor allem an der Setlist und am Sound lag.

    Das Schlachthof Team hat diesen Coup wohl dem Konzertbüro Schoneberg zu verdanken. Die scheinen wohl gerne miteinander zu arbeiten....

    Ich rechne übrigens mit den 2020er Tourdates schon sehr bald.

  • Nikrox Nikrox
    Die Setlist ist wirklich Premium gewesen. Bin ganz schön neidisch. Das war in London deutlich kürzer und weniger an alten Songs.
    Mal gespannt wie sein neues Album wird. Die neuen Songs haben mich noch nicht so begeistert. Aber das wird dann sowieso erst als Gesamtwerk deutlich.
    Dann geht die Tour auch hoffentlich weiter. Er ist mir noch paar Songs schuldig

  • Emperor Emperor
    Ich fand das Konzert auch rundum gelungen. Wir wollten eigentlich, nach dem für uns völlig enttäuschenden Konzert in Berlin nicht hingehen, haben uns dann aber doch Karten geholt und haben damit alles richtig gemacht.
    Die Setlist war toll, auch wenn man natürlich immer ein, zwei Songs noch gerne drin gehabt hätte. Die Band schien richtig Bock zu haben und auch das Gelände am Schlachter und das Wetter haben super gepasst.

    Von den neuen Songs sind für mich übrigens 3/4 schon mal Volltreffer, bin also sehr optimistisch

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