Festivals United

Primavera Sound Festival 2013 (ES)

22.05.2013 - 26.05.2013, Barcelona  Spanien
Blur, Nick Cave & The Bad Seeds, PhoenixUVM

152 Kommentare (Seite 6)


  • sunjb sunjb 20.05.2013 17:15 Uhr
    Grundsätzlich kann einem die Sponsorendichte auf dem Primavera ja auch auf die Nerven gehen, aber hier rauf bin ich mal sehr gespannt:

    Heineken introduces CONNECT for the first time at Primavera Sound, an application for mobile phones that will allow you to stay connected to your friends at all moments thanks to their WI FI network, without being connected to 3G.


    Wenn das auf dem Gelände tatsächlich funktioniert ist das ziemlich cool. Die App unterstützt Messaging (mit Freunden, die die App auch nutzen), Ortung (ich sehe also, dass Hermannson grade heimlich Bier kauft und mir keins mitbringt), interaktive Karten (mit einem click die Position von Bars, Toiletten, Bussen, Merchständen usw. finden).

    Grade für die vielen ausländischen Besucher eine hübsche Möglichkeit keine horrenden Gebühren für SMS mit Inhalten wie "in 10 min am grünen Würfel" auszugeben.

    Bin gespannt, wie das funktioniert!

  • Stebbard Stebbard 20.05.2013 17:19 Uhr
    Für die Besucher, die nicht aus Spanien kommen, ist es schon super praktisch. Auf der anderen Seite könnte das natürlich den exzessiven Gebrauch des Handys oder der sozialen Netzwerke fördern. Wobei die Leute, die das tun würden, vermutlich eh schon eine Internetflat haben und dafür kaum das kostenlose WiFi brauchen.

  • LiamGallagher LiamGallagher 20.05.2013 17:42 Uhr
    Ich glaub das Wifi funktioniert da auch nur über die App, da kann man wahrscheinlich nicht facebook und Co. drüber laufen lassen.

    Das interessanteste ist allerdings das Special Edition Primavera-Bier, dass die ersten 1.500 Leute an deren Stand bekommen sollen oder so

    /Edit: Die ersten 1.500 Connecter pro Tag des Festivals erhalten einen Gutschein für 6 Flaschen. David, ich weiß wie wir unseren Bierkonsum finanzieren...


  • sunjb sunjb 20.05.2013 21:08 Uhr

    LiamGallagher schrieb:

    /Edit: Die ersten 1.500 Connecter pro Tag des Festivals erhalten einen Gutschein für 6 Flaschen. David, ich weiß wie wir unseren Bierkonsum finanzieren...


    Neuer Lieblingssponsor: 'eineken!

  • 20.05.2013 21:12 Uhr

    sunjb schrieb:

    LiamGallagher schrieb:

    /Edit: Die ersten 1.500 Connecter pro Tag des Festivals erhalten einen Gutschein für 6 Flaschen. David, ich weiß wie wir unseren Bierkonsum finanzieren...


    Neuer Lieblingssponsor: 'eineken!



  • sunjb sunjb 28.05.2013 22:29 Uhr
    Das muss ich nun so ganz und gar zurücknehmen!

    Ausführlicher Bericht folgt. Aber Heineken ist definitiv der beschissenste Bierausstatter, den man sich vorstellen kann.

  • halfjesus halfjesus 28.05.2013 22:31 Uhr

  • Phanthomas Phanthomas 29.05.2013 09:53 Uhr
    Die Drecksplörre kann ja auch keiner trinken.
    Wie wars denn so?

  • sunjb sunjb 29.05.2013 14:04 Uhr
    Ja nun.
    Ein bisschen enttäuschend wars. Auf einigen Ebenen. Vielleicht bin ich teilweise etwas unfair, oder habe zu oft die falschen Entscheidungen getroffen, aber insgesamt kams nicht an das doch sehr schöne 2012er Primavera heran für mich.

    Ich geh am besten chronologisch vor.

    Mittwoch:
    Erste, tragische Änderung zwischen den beiden Jahren ist für mich die Umplatzierung des Programms am Mittwoch vom Arc de Triomf: hin ins reguläre Festivalgelände. Der Sinn und Zweck des Mittwochs, nämlich für das Festival in der Stadt zu werben und den Spaniern, die keine 150€ für ein Festival ausgeben können, einen netten Abend zu ermöglichen, ist somit nämlich verschwunden. Das schöne am Arc de Triomf war neben der tollen Atmosphäre die Möglichkeit eigene Getränke mitzubringen oder bei den überall präsenten Bierverkäufern für nen Euro zu erstehen. Entsprechend war dort die Stimmung.

    Nun ist das seit diesem Jahr also auf dem Gelände mit folgender Preisliste an den Heineken-Ständen:
    Bier (0,3) - 3.50€, Bier (0,5) - 5,00€, Longdrink (0,3) - 7,00€ (usw. usf.).
    Nicht das ich es völlig abwegig finde auf einem Festival etwas mehr für ein Bier auszugeben, als in meiner Stammkneipe - ABER, und dieses aber möchte ich bitte so dick verstanden wissen, wie es nur geht - dann will ich verdammt nochmal ein vernünftiges Bier!
    Wir waren uns in der Gruppe ab spätestens dem 2. Abend einig, dass man es einfach völlig vergessen kann, hiervon in irgendeiner Art und Weise auch nur annähernd betrunken zu werden (selbst mit erheblichem Kapitaleinsatz). Ich möchte das nicht falsch verstanden wissen: mir gehts auf dem Primavera nicht um den Vollsuff meines Lebens. Dann würde ich tatsächlich eher nach Mallorca fliegen. Aber so ein bisschen?

    Ich bin mir nicht ganz sicher ob sie es verdünnt haben? Obs ein krasses Lightbier war? Ich unterstelle auf jeden Fall Absicht! Bei den Longdrinks wurde das dann auch sehr deutlich. 2cl Gin, einen Eiswürfel, mit dem man die Titanic versenken könnte und dann schön Tonic Water aus dem Automaten. Yummie.

    Wir haben Mittwoch aber auch Bands gesehen. Nämlich Guards, die ich überaus nervig fand, The Vaccines, die es schafften die niedrigen Erwartungen noch zu unterbieten und Delorean, die ich vorher überhaupt nicht kannte, die aber dann doch ganz feine Musik darboten.

    Was wir am Mittwoch noch nicht wussten, da es bei den Guards gegen 9 noch circa so voll war: , war, dass man den AUSVERKAUF am Donnerstag sehr merken würde.


    Donnerstag:

    Wir schafften es zu Wild Nothing auf das Gelände, die ich auf Platte sehr sehr gerne mag und unbedingt sehen wollte. Leider spielte die Band auf der Heineken Stage, die natürlich viel viel zu groß ist für diese Art von Musik. Aus irgendeinem Grund war es auch direkt vor den sehr sehr großen Boxen so derart leise, dass man sich problemlos in Normallautstärke unterhalten konnte. Was natürlich auch einige der anwesenden Zuschauer taten. Sehr verschenktes Konzert, da hier die äußeren Umstände alles zunichte machten, was die Musik ausmacht.

    Wir sind dann zu den Savages, bei denen es dann so voll war, dass wir nur noch sehr schlechte Plätze bekamen, und folglich in einem undifferenzierten Brei aus Sound irgendeine Struktur erraten mussten. Ich muss wirklich sagen, dass ich schockiert war, dass bereits um 19:30 ein derart riesiges Festivalgelände so nervig voll sein kann. Da 19:30 beim Primavera ungefähr Redstage/Southside um 12 entspricht, machten wir uns ernsthafte Sorgen um den weiteren Verlauf des Abends.


    Hier mal ein Video der Menschenmenge, die sich von Vice/Pitchfork (die kleinsten Bühnen) richtung Tame Impala bewegt.



    Uns dem Pulk anzuschließen war uns dann irgendwie erstmal zu doof und wir haben eine Pause vor dem Gelände gemacht.
    Die Nächste Band, die ich schaute war Dinosaur Jr.. Konzert hat mir gefallen, wobei ich auch hier vom Sound sehr enttäuscht war.
    Ein bisschen den Glauben ans Primavera fand ich dann beim fantastischen Bob Mould (BOAH!) und den ebenso großartigen Grizzly Bear zurück.

    Den Rest des Abends dann mit reinschauen bei Simian Mobile Disco und John Talabot verbracht. Zu mehr war ich nicht mehr in der Lage (verweis auf Heineken!).


    Freitag:


    Mit Kurt Vile & The Violators einen sehr hübschen Start gewählt. Blauester Himmel, Tolles Set! So muss das sein. Merchandise haben im Anschluss ebenfalls ganz gut gefallen. Ganz im Gegensatz zu Django Django, deren albernes Getue mir ab dem zweiten Song so dermaßen auf den Magen schlug, dass ich mich erstmal weiter hinten setzen musste. Während Django Django zog sich der Himmel immer mehr zu und es sah ziemlich nach einem üblen Gewitter aus.

    Mit Blick auf das anstehende Shellac Konzert wünschte ich mir den Regen auch ziemlich herbei. Leider kam der nicht und LEIDER waren auch Shellac viel zu leise, viel zu kurz und insgesamt bei weitem nicht so gut wie zu späterer Stunde im vergangenen Jahr. Komisch, dass man so eine Band, die seit x Jahren jedes Jahr auftritt mit einem so kurzen Slot abspeist.

    The Jesus and Mary Chain waren klasse und Blur wären es sicher auch gewesen, wenn es nicht so verdammt eng gewesen wäre, das wir nach (edit 8 Songs das Handtuch warfen. Auch keine schlechte Entscheidung, da die in der Gruppe, die noch bis nach Blur blieben dann 3 Stunden an der Ubahn ausharren durften (Taxis völlig überbelegt, Nachtbusschlange bis nach Valencia).


    Samstag:

    Im Auditorium (wirklich einfach ein Erlebnis dieser Saal) schauten wir Nils Frahm und Apparat an. Beide waren ganz arg toll.
    Durch die traurige Band of Horses Absage (Mit mein einziges Must-see dieses Jahr) hatten wir dann eine etwas längere Pause mit Bier vor dem Gelände und der letzten viertel Stunde des CL Finales. Zu Nick Cave dann leider wieder den Moment verpasst, in den man vorne reindrängen/quetschen/kratzen/beißen muss und trotz äußerst energischen Versuchen noch etwas besser zu stehen sehr am Rand geblieben. Trotzdem das beste Konzert am Wochenende. Was mich allerdings richtig ankotzte, war die Tatsache, dass ein nicht kleiner Teil des Publikums nach circa einem Song den Wellenbrecher wieder verlassen hat. Von Nick Cave mit "Goodbye" kommentiert, wunderte mich das dann auch nicht, dass er ohne Zugabe, nach knappen 70 Minuten und 11 Songs das Weite suchte.

    Und in dem Moment macht dieses Festival keinen Sinn mehr. Wenn das Publikum nicht mehr weiß, was sie da schauen. Wenn sie nicht den Anstand haben ein Konzert zuende zu kucken, wenn jeder einfach von Bühne zu Bühne rennt um seine seen-live Liste anzufüllen, wenn ein Großteil der Zuschauer einfach nur zum Sehen&Gesehen Werden anreißt, dann habe ich keine Lust mehr. Ich will nicht sagen, dass hier ein 4 Stunden Set ala The Cure möglich gewesen wäre. Aber ich hatte einfach total den Eindruck, dass es eben KEINEN Unterschied mehr macht, ob man Nick Cave am Greenville, am Schlacko oder am ach so musikbegeisterten Primavera schaut. Und das ist irgendwie sehr schade.

    Los Planetas haben mir dann noch sehr gut gefallen (wenn auch nur von hinten), My Bloody Valentine war denke ich ein Reinfall, außer man sieht einer Band, die eigentlich davon lebt LAUT zu sein nach, dass sie einfach überhaupt keine Lautstärke mitbringen (wobei das wohl besser wurde im Laufe des Konzerts, wurde mir gesagt).

    Wir sind dann lieber zu Omar Souleyman, der mit seinem sehr witzigen, aber trotzdem auch schwachsinnigen Auftritt (ich kann zumindest nicht sagen, was er da "singt") einen ganz guten Schlussstrich unter das diesjährige "irgendwie blöde" Primavera zog.

    Nicht falsch verstehen: Meckern auf hohem Niveau natürlich. Aber für 2014 such ich mir wohl was neues. Wobei natürlich auch niemand was für das kalte, windige Wetter kann. Im Sonnenschein würde das Fazit vielleicht ein bisschen anders ausfallen

  • Stebbard Stebbard 29.05.2013 14:59 Uhr
    Danke für diesen Bericht! Von dem was ich so gelesen hab, kann ich mir gut vorstellen, dass mein Fazit vermutlich ähnlich ausgesehen hätte.

    Erinnerte mich vll auch ein wenig an gewisse Jahre beim Haldern Pop oder Melt!, nachdem die Festivals vll. zu sehr mit Lob und Erfolg überschuttet wurden, was ja beim Primavera ähnlich gewesen ist - zumal dieses Jahr beim Booking ja scheinbar noch alles geklappt hat. Vielleicht verliert man da ein wenig den Fokus aufs wesentliche. Aber das Publikum ist dann sicherlich noch ein Problem für sich.

  • frusciantefan frusciantefan 29.05.2013 15:04 Uhr
    Ich hab fast das Gefühl wir hätten ein anderes Festival gesehen - ich hatte eine superentspannte Zeit die ganze Zeit. Allerdings war ich auch immer bis mindestens 5 auf dem Gelände wo man locker wieder Metros bekommt. Ich hab grad keine Zeit, wenn ich welche finde werd ich auch nochmal ausführlicher berichten.

    Arc de Triomf letztes Jahr fand ich schön, aber auch schon nicht optimal - die wirklich doofe Änderung war von 2011 auf 2012, 2011 waren der erste und der letzte Abend nämlich im wunderschönen Poble Espanyol, und das ist wirklich kaum zu überbieten.

    Schade, dass du es nicht so genießen konntest. Der riesigen Menschenmenge konnte man z.B. ziemlich einfach ausweichen in dem man einfach alternative Wege wählte, ich hab das vor Tame Impala auch gesehen und bin obenrum gegangen was ziemlich locker ging. Schade dass du dann Tame Impala verpasst hast, das Konzert war absolut großartig und auch gar nicht so voll (da hatte ich dann nämlich relativ früh schon meinen Primavera-Aha-Moment, nachdem ich anfangs auch genervt davon war wie voll es überall ist. So voll wie am Anfang an der Vice und Pitchfork hab ich es allerdings auch nie wieder erlebt, keine Ahnung was da am Anfang los war, allgemeine Konzertgeilheit zum Primaverastart wahrscheinlich). Wenn man linksrum an die Heineken-Bühne geht kriegt man eigentlich immer ganz gute Plätze.

    Nick Cave hatte übrigens von Anfang an nur 75 Minuten Spielzeit erbeten (von ihm aus), es war zwar kurz, aber so geplant. Dennoch schade. Zu My Bloody Valentine gibt es nichts zu sagen - viel zu leise. Am Ende zwar besser, aber ich war auch ganz vorne drin, keine Ahnung, wie es dahinter aussah, da war es wohl aber auch recht leer.


  • Indielaus Indielaus 29.05.2013 15:08 Uhr
    Davids Beitrag kann ich nichts hinzufügen und nur bekräftigen, dass die Hälfte der Leute und die doppelte Menge Sonne und Alkohol im Bier dem ganz verdammt gut getan hätte.
    Mir wars zu voll, und irgendwie auch zu affig
    Barcelona hat mir dafür deutlich besser gefallen als letztes Jahr, da wir einfach auf blödes SightSeeing verzichtet haben und dafür mehr (interessante Dinge) von der Stadt gesehen haben (Xampanyeria!).
    Wohnung war übrigens spitzenmäßig, da gabs bis auf sehr spanische Betten, gar nix zu bemängeln und im Nachhinein bin ich auch fast schon ein bisschen froh, dass wir nicht in der ursprünglichen Wohnung direkt am Forum sondern mitten in der Stadt gelandet sind. Das Preisleistungsverhältnis hat also auf jedenfall gestimmt
    Schlecht fand ichs nicht, aber nächstes Jahr kommt wohl mal was anderes.

  • Indielaus Indielaus 29.05.2013 15:28 Uhr

    frusciantefan schrieb:
    Allerdings war ich auch immer bis mindestens 5 auf dem Gelände wo man locker wieder Metros bekommt.

    Das haben wir dieses Jahr (teilweise) auch gemacht und ich fands trotzdem einfach unendlich nervig. Klar, man kriegt dann irgendwann wieder relativ flüssig ne Metro, aber wenn man halt auch schon einigermaßen früh auf dem Gelände war, hat man irgendwann keinen Nerv mehr auf uuuh-John-Talabot-uuuuuuh und im Anschluss U-Bahn-Geschiebe...


    frusciantefan schrieb:
    Der riesigen Menschenmenge konnte man z.B. ziemlich einfach ausweichen in dem man einfach alternative Wege wählte, ich hab das vor Tame Impala auch gesehen und bin obenrum gegangen was ziemlich locker ging.

    Für mich hat sich das Primavera leider letztes Jahr zu großen Teilen dadurch hervorgetan, dass es einfach entspannt war und davon kann nunmal keine Rede sein, wenn man ständig überlegen muss, welchen Alternativweg (den es ja glüüücklicherweise durch das Umstellen der ATP gab) man denn nun nimmt um den Massen zu entgehen.


    frusciantefan schrieb:
    Wenn man linksrum an die Heineken-Bühne geht kriegt man eigentlich immer ganz gute Plätze.

    Das ist uns auch aufgefallen. Ich frage mich, warum man die Heineken nicht einfach schräg ins Eck gestellt hat (die ATP dann natürlich entsprechend auch ein bisschen schräger), dann wäre das irgendwie gleichmäßiger verteilt gewesen.


  • frusciantefan frusciantefan 29.05.2013 15:55 Uhr
    Ist doch gut, so kommt man entspannt dran wenn man eine Sekunde lang denkt und nicht stumpf gerade aus an die Buehne dranlaeuft (genau dasselbe mit den Alternativwegen). Sound fand ich an der Heineken dieses Jahr uebrigens nicht perfekt, aber um einiges besser als im Vorjahr.

    Tipp fuer die Metro: Anderen Eingang nehmen. Es gibt zwei, einen 100m weiter die Strasse runter, da konnte man immer, auch zu absoluten Stosszeiten, locker durchspazieren. Dann ist man ganz hinten am Gleis und da ist es auch nicht so voll. Ich frag mich sonst, was man da aendern kann. Mehr als alle drei Minuten Metro um 5 Uhr morgens geht ja eigentlich nicht.

    Mein bestes Primavera wird glaube ich immer das vor zwei Jahren bleiben, das war wirklich absolut superentspannt, man konnte immer locker hin und herlaufen, hat alles ganz gesehen, kam immer noch nach vorne auch wenn man 5 Minuten vorher nur da war.

  • Phyl Phyl 29.05.2013 20:29 Uhr
    Paar Gedanken von mir:
    * Zudem hat das Publikum meistens kaum getanzt, war aber wiederum genervt vom Getanze und Geschiebe bei tollen Konzerten - wirkte irgendwie so als wären die meisten da noch nie auf 'nem Festival gewesen...
    -> bei Phoenix in den ersten Reihen wollte keiner tanzen?!?!


    * An den omnipräsenten Gras-Geruch gewöhnte man sich ja teilweise übers Wochenende, aber das kann halt auch als Grund für den ersten Punkt gelten

    * Sound hat ja einfach mal auf jeder Bühne verkackt, entweder zu leise (!), zu laut, Aussetzer, etc.

    Naja, natürlich zähle ich gerade nur die negativen Aspekte auf, jedoch ist mir auf diesem Festival, wie noch nie zuvor, bewusst geworden wie sehr doch die Besucher ein Festival ausmachen!!!

    P.S.: Hat noch einer den Typen der scheinbar überall war mitbekommen? Blonde Locken, tausend Festivalbändchen, immer gleiche Tanzmasche - komischer Kauz

  • 29.05.2013 21:44 Uhr
    + Tame Impala
    + Blur
    + Nick Cave
    +++!!! Deerhunter am Donnerstag auf der Ray Ban.
    Wohnung in der Innenstadt war auch Super.

    - Grizzly Bear
    - My Bloody Valentine (viel zu leise)
    - Zu volles Gelände und natürlich:
    - essenstechnisch immernoch ein absoluter Reinfall.
    Zu der Heinekenplörre wurde Auch schon alles gesagt.

    Ich Fahr nächstes Jahr wieder hin. Seh das alles entspannter und dann wird das. So viele Kritikpunkte hab ich auch nicht gesehen. The Knife waren übrigens mehr als gruselig.

  • Stebbard Stebbard 29.05.2013 21:59 Uhr
    In welcher Hinsicht waren sie 'gruselig'? Lässt sich ja durchaus in verschiedene Richtungen deuten


  • eleonora eleonora 29.05.2013 22:07 Uhr

    hermannsson schrieb:
    + Tame Impala
    + Blur
    + Nick Cave
    +++!!! Deerhunter am Donnerstag auf der Ray Ban.
    Wohnung in der Innenstadt war auch Super.

    - Grizzly Bear
    - My Bloody Valentine (viel zu leise)
    - Zu volles Gelände und natürlich:
    - essenstechnisch immernoch ein absoluter Reinfall.
    Zu der Heinekenplörre wurde Auch schon alles gesagt.

    Ich Fahr nächstes Jahr wieder hin. Seh das alles entspannter und dann wird das. So viele Kritikpunkte hab ich auch nicht gesehen. The Knife waren übrigens mehr als gruselig.

    Teilt größtenteils meine Meinungen. Deerhunter waren überragend. Neben Glass Candy für mich der Act der Wochenendes.
    The Knife waren erbärmlich mit ihrer Playbackgymnastikshow.

  • sunjb sunjb 30.05.2013 00:12 Uhr

    hermannsson schrieb:

    - essenstechnisch immernoch ein absoluter Reinfall


    Burger ♥

  • frusciantefan frusciantefan 30.05.2013 00:46 Uhr
    Klar hab ich "Samson" gesehen Phyl, der war letztes Jahr auch schon immer und überall und er geht megasteil. Das hat mir das extrem schlechte Merchandise-Konzert im Apolo am Sonntag erhellt.

    Ich sehe die Kritik auch nicht so scharf, aber sie betrifft mich auch von vornherein größtenteils nicht, da ich sie umgehe. Da ich Heineken weder mag noch einsehe so viel Geld für Bier zu bezahlen, schmuggel ich mir jeden Tag mindestens 5 Dosen Bier rein, bisher wurde ich nicht einmal erwischt. Zwei in die hinteren Hosentaschen, zwei in die Kapuze, eins in die Jacke im Beutel einwickeln. Überhaupt kein Problem. Das hat dann auch die entsprechenden Prozente. Essen für den Preis zu bezahlen und mich auch noch ewig dafür anzustellen seh ich auch nicht ein, zumal da auch noch Zeit verloren geht in der es eigentlich immer interessante Bands zu sehen gibt. Also hatte ich jeden Tag zwei fette morgens selbstgemachte Bocadillos dabei. Ich hab auf dem Gelände in drei Tagen genau 2 Euro ausgegeben - für das Festivalbuch. Für Wasser gibts ja Trinkstellen, einmal hatte ich auch eine Wasserflasche dabei, im Socken. Essenstechnisch ist ja wirklich fast jedes größere Festival ein absoluter Reinfall. Dass hier viel gekifft wird, meine Güte, das ist eben so. Ich finde Zigarettenrauch noch eher ätzend.

    So voll wie am Donnerstag am Anfang habe ich es auch eigentlich wirklich nie wieder wahrgenommen, keine Ahnung, was da los war.

  • Phyl Phyl 30.05.2013 05:37 Uhr
    Ja, bei Merchandise bin ich auch gegangen - waren die langweilig. Aber ich hoffe doch du hast vorher die großartigen Allah-Las gesehen? Echt 'ne besondere Bandkonstellation, musikalisch super und machen echt Spaß!

    Um den Kiffgeruch ging es mir ja nicht per se, sondern eher um die anscheinende Auswirkung auf die Besucher des Festivals, nämlich langweilig, tanzfaul und einfach blöd zu sein.

    Das mit dem Reinschmuggeln habe ich auch nach dem ersten Tag überlegt, nur konnte ich die Lage nicht ganz so gut einschätzen, inwiefern die Mossos/Securitys/wie auch immer darauf reagieren, wenn sie etwas finden? Bändchen abschneiden, für den Tag das Festival vorbei, etc. - auf jedem Festival wird das anders und manchmal auch sehr streng gehandhabt. Deshalb habe ichs dieses Jahr für die Bands nicht gewagt und somit auch knapp 100€ da gelassen in den drei Tagen. Was ist das Festivalbuch für 2€? Hört sich nett an.

    Was mir grad noch einfällt (in Bezug auf "Samson" und andere komische Dinge), findet noch jemand, dass Ben Gibbard einen bei Postal Service sehr stark an Michael J. Fox erinnerte?

    Und war jemand bei Chris Cohen und kann mir bitte sagen, dass es nicht großartig war?

  • Phanthomas Phanthomas 30.05.2013 06:27 Uhr
    Liest sich ja alles ganz interessant wieder. Besonders, dass beim geheiligten Primavera auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen ist.

    Was war denn am Auftritt von The Knife nun so grauenhaft? Und hat jemand Titus Andronicus gesehen?

  • 30.05.2013 09:03 Uhr
    Natürlich ist da auch nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ist halt immernoch ein Festival mit ca. 45.000 Leuten. Ist ja auch nicht pingelig gemeint mit der Kritik. Wobei man auch den Verdacht haben könnte das es auch weiterhin gerade bei den Tagestickets keine Begrenzung gibt. Am Blur-Tag kam es mit z.B. Noch voller vor als sonst. Und ist ja schön wenn einige nen ganzen Supermarkt mit auf ein Gelände nehmen können. Mir persönlich ist das ein wesentlicher Kritikpunkt wenn ich dort noch nicht einmal was leckeres essen gehen kann. Muss ja kein 5- Gänge Menü sein mit anschließend Espresso. Ist halt auch in Jahren mit besseren Wetter auch nicht so einfach 5 Dosen reinzuschmuggeln inkl. Essen. Oder steht man dann als einzelner mit Kapuzenpulli und Jacke da?

  • frusciantefan frusciantefan 30.05.2013 13:08 Uhr
    Sie nehmen einem das Bier nur ab, ist mir aber auch noch nie passiert. Das Festivalbuch gibts jedes Jahr, da ist das ganze Lineup drin mit Texten zu den Bands, gibts am Merchandise.
    Wenn das Wetter schön ist, halt nicht im Kapuzenpulli, gibt ja auch noch andere Möglichkeiten. Von nem ganzen Supermarkt war nie die Rede, du musst nicht gleich pampig werden, man muss sich eben nur zu helfen wissen.

  • LiamGallagher LiamGallagher 30.05.2013 13:54 Uhr
    Die Bands, die ich gesehen habe, waren großartig. Blur, Tame Impala, Jesus & The Mary Chain sowie Deerhunter waren spitzenklasse.

    Mich stört jetzt auch gar nicht groß die Überfüllung oder so, das macht mir nichts aus.
    Mich haben nur die Besucher gelangweilt ohne Ende. Viele Bands haben schon auch etwas verschnupft (zurecht) auf den regungslos herumstehenden Haufen von zigtausenden Zuschauern reagiert. Deswegen war auch die Atmosphäre bei den meisten Konzerten wirklich kaum vorhanden, gerade bei Bands, die vor allem tanzbare Musik machen. Übersteifes und leicht arrogant wirkendes Publikum stand da einfach wie ne Wand davor. Selbst beim Applaus wurde stark gespart. Eingestreute kleine Auflockerungen der Bands wie kurze Basseinlagen zum Mitklatschen wurden gekonnt ignoriert.

    Kein Wunder, dass das Primavera noch nie bei irgendwelchen Awards als das Lieblingsfestival der Künstler gewählt wurde. Das Programm ist spitzenmäßig, aber die Besucher doch eher drittklassig.

Bitte logge dich ein um einen Kommentar zu schreiben