Festivals United

Primavera Sound Festival 2012 (ES)

30.05.2012 - 03.06.2012, Barcelona  Spanien
Björk, Franz Ferdinand, The Cure, WilcoUVM

556 Kommentare (Seite 22)


  • AngryJohnny AngryJohnny 31.05.2012 22:39 Uhr
    Afghan Whigs waren stark.
    Mazzy Star sind gerade der reine Hammer. Was für eine Stimme die Frau hat.

  • Stebbard Stebbard 31.05.2012 22:44 Uhr
    Jap, wirklich großartig. Hab eben auch festgestellt, dass die am 5. August in der Voxhall in Aarhus spielen ...

    Aber gleich Wilco

  • Stebbard Stebbard 31.05.2012 23:48 Uhr
    Nach 4 Songs dachte ich, dass mich hier eine ganz übliche Setlist erwartet.

    Aber danach gings ja los, neue akkustische Version von Spiders (Kidsmoke), Not for the Season (welches ich ernsthaft nicht kannte) und nun noch How to fight loneliness


  • 01.06.2012 05:16 Uhr
    Mit hundert Verrückten Kleenex Girl Wonder feiern, während parallel dazu Wilco umd Beirut vor Zehntausenden spielen, unbezahlbar!

    Guter erster Tag, hab heute 13 und gestern 5 Bands gesehen. Highlights neben Kleenex auf jeden Fall White Denim und John Talabot.

  • 03.06.2012 13:37 Uhr
    Wieder zurück. Einen Bericht spar ich mir, gibt ja genug Leute, die das erste mal da waren und eventuell etwas ausführlicher berichten wollen.

    Habe mehr als vierzig Bands gesehen, die Highlights waren John Talabot, White Denim, The Cure, Girls, Real Estate, M83, Neon Indian, Father John Misty und natürlich Jeff Mangum.

    Bis 2013!

  • eleonora eleonora 03.06.2012 13:39 Uhr
    War wirklich überragend gut. Mache mich jetzt noch auf den Weg zu Mazzy Star nach London.

  • 03.06.2012 14:41 Uhr




  • Stebbard Stebbard 03.06.2012 19:41 Uhr



  • eleonora eleonora 04.06.2012 16:37 Uhr
    Nach 2011 stand zur Eröffnung der Festivalsaison wieder das Primavera auf dem Programm. Wir hatten von Dienstag bis Sonntag ein gutes Appartment 45 Minuten vom Festivalgelände entfernt. Die Kosten waren für die Summe an Bands unschlagbar gering. Ich habe für alles nicht einmal 300€ bezahlt. Das Gelände ist wohl mit eines der schönsten für ein so großes Festival. Besonders die Minibühne ist ein Highlight. Dort war immer extrem guter Sound. Insgesamt habe ich weit mehr als 30 Acts gesehen. Darunter waren zahlreiche Highlights der verschiedensten Art. Zu allen Bands kann ich nichts schreiben, aber zu den Highlights, Flops gab es keine.

    Mazzy Star
    : Der Auftritt war wirklich sehr gut. Bei der Setlist habe ich mir zwar bisschen was anderes erhofft, aber es war ein sehr stimmiges Set und Hope Sandoval hat einfach eine übertrieben gute Stimme live.
    Veronica Falls: Das war eine der überraschenden Shows des Wochenendes. Wirklich klasse Band und das Material ist auch hervorragend. Leider haben sie nur knapp 40 Minuten gespielt.
    The Cure: Ich kann mit ihnen eigentlich nicht so viel anfangen, aber der Auftritt war richtig gut. Robert Smith war in Bestform und die Spielzeit war überragend. In den knapp 3 Stunden kam keine Langeweile auf.
    Beach House: Sie hatten den perfekten Slot und lieferten ein überragendes Konzert. Die Lichtshow war auch sehr stimmig. Hätte nicht gedacht, dass sie noch so viel besser werden. Es war wohl der Auftritt des Wochenendes, wenn ich einen auswählen müsste.
    Grimes: Was das Mädel abgeliefert hat, war schon beeindruckend. Sie hat es live echt drauf und hat sich wirklich deutlich von anderen Elektropopdamen ab. WIrklich beeindruckend.
    Justice: Die Show sowie die Stimmung waren echt fett. Kann ich jeden nur empfehlen solange er auch bereit ist sich für Elektro einzulassen. Leider habe ich mir hier furchtbar die Schulter geprellt, weil ein Brite über mich gestürzt ist.
    Neon Indian: Sie haben mich echt umgehauen. Hätte nicht gedacht, dass sie live so gut sind.
    The xx: Sie spielten ein buntes Set aus alten und neuen Liedern. Das neue Material wusste zu überzeugen. Es ergänzt sich gut zu der ersten Platte. Sie sind live einfach eine Bank. Was Jamie abliefert ist echt Sahne. Da können sich einige Elektrokünstler was von abgucken.

    Primavera wird auch wieder 2013 im Festivalkalender stehen und ist wirklich zu empfehlen, da für das Geld viel geboten wird.

  • 04.06.2012 17:28 Uhr
    Die Minibühne ein Highlight? Sicher, dass du die nicht mit Ray-Ban oder ATP verwechselst? Die Mini hat doch wirklich absolut keinen Charme, steht im Gegensatz zu allen anderen Bühnen wie bei einem 0815-Festival mitten im Nirgendwo, ist weit weg vom Rest des Geländes und der Sound ist bei eigentlich allen anderen Bühnen auch gut bis perfekt.

    Neon Indian haben mich auch überrascht. Mag ich auf Platte sehr gerne aber habe ich mir eigentlich ohne große Erwartungen angeschaut, wurde aber glücklicherweise diesbezüglich eines besseren belehrtt.
    Beach House habe ich für Real Estate und Mazzy Star für White Denim verpasst. Beides sehr ärgerlich, aber sowohl Real Estate als auch White Denim waren weltklasse.

  • eleonora eleonora 04.06.2012 19:55 Uhr
    Ich meinte auch nicht die Mini, sondern Ray-Ban.
    Beach House und Mazzy Star als meine aktuellen Lieblingsbands hatten natürlich Vorrang.


  • frusciantefan frusciantefan 05.06.2012 00:22 Uhr
    Ich spare mir auch einen Bericht - nur, wann habt ihr Jeff Mangum gesehen? Ich konnte mir nach langem überlegen nach dem ersten Abend nicht verkneifen nochmal hinzugehen, und das war wahrscheinlich die beste Entscheidung meines kompletten Festivallebens. Der zweite Abend war für mich vielleicht das beste Festivalkonzert ever. Auf jedenfall in den Top 3. Und die erste Show war ja schon absoluter Wahnsinn.

    Jeff sagte direkt am Anfang dass die Leute auch ruhig nach vorne kommen könnten, worauf die Leute bis nach ganz vorne überall verteilt im Schneidersitz auf dem Boden saßen, die nächsten Leute saßen vielleicht einen halben Meter vor ihm. Ich selbst saß mitten vor der Bühne genau vor der ersten Stuhlreihe auf dem Boden. Man konnte das Glück praktisch aus den Köpfen der Leute explodieren fühlen da vorne, alle sangen überschwänglich mit oder haben vor Glück geheult oder beides gleichzeitig.

  • 05.06.2012 01:03 Uhr
    Alter, ich war NICHT bei diesem Konzert.

  • LiamGallagher LiamGallagher 05.06.2012 16:23 Uhr
    So, gerade auch wieder gekommen. Schönes Festival, bei gutem Line-Up gerne wieder. Reisegruppe nur aus top Leuten bestehend, wunderbar.

    Highlights für mich waren Jeff Mangum, Justice, Afghan Whigs, Black Lips und The Walkmen. Ray-Ban Stage ist die bisher beste Festivalbühne, die ich gesehen habe.

  • sunjb sunjb 05.06.2012 18:21 Uhr
    Primavera 2012


    Tag 1 - Arc de Triomf -
    The Wedding Present, The Walkmen, Black Lips


    Zum Warmup Abend kann man nur sagen: wunderbar! Wedding Present mehr oder weniger verpasst, zu Walkmen und Black Lips dann aber ganz vorne drin einen Heidenspaß gehabt. Bühne super, Bands super, Publikum super. Was will man mehr?

    Ging vielleicht etwas viel Energie verloren (was sich später rächen sollte) aber jo mei. Angemessener Start in tolle Tage. The Walkmen aufjedenfall in meinen Top 5.

    Tag 2 - Rayban, San Miguel, ATP, Mini -
    Linda Martini, Archers of Loaf, Afghan Whigs, Mudhoney, Wilco, The XX, Franz Ferdinand


    Mit einer Geländerunde gestartet und auf diesem Weg bei Linda Martini gelandet. Hat mir ganz und garnicht gefallen. Archers of Loaf und Afghan Whigs hingegen waren ganz ganz tolle Konzerte. Die Rayban ist eine unglaublich gute Bühne.

    Eine Entscheidung pro Mudhoney und gegen Mazzy Star ist im Nachhinein vielleicht ärgerlich, war aber in dem Moment genau das richtige. Macht einfach Laune in die frohen Gesichter zu schauen [(c)Todde] während man da im Kreis doppst. Allgemein gab es bei mir eigentlich über das ganze Festival hinweg KEINE Band, die nicht einen angemessenen Rahmen vom Publikum bekommen hätte. Absolut kein Vergleich zu deutschen Festivals. Super, wie da letztlich mit dem Timetable (fast) immer richtig gelegen wird. Wilco war schon auch ziemlich gut, aber es hat sich nur wieder das bestätigt, was ich eigentlich schon immer wusste: Ist nicht meine Band.

    The XX fand ich im Anschluss unfassbar öde. Das lag aber nur zum Teil an denen sondern wohl eher an mir. Es ist wirklich anstrengend wenn man mit dem Festival auch noch ein bisschen Barcelona-Wanderung verbinden möchte. Tut das nicht. Trennt das klar. Nicht vor dem Festival irgendwelche Kirchen ankucken gehen. Dann hat man später nur schlechte Laune.

    Das The XX natürlich ihren Auftritt des Jahres hatten vor dieser gewaltigen Menge Menschen, ist klar, und das hat man im Grunde auch gemerkt. Ändert aber nix dran, dass ich sie hätt hauen können für dieses "uh wir spielen alles nochmal halbsoschnell wie auf dem Album"-getue (war aber vielleicht auch wirklich nur gefühlt so). Wollte dann auch nicht wieder auf diese große, abgelegene und irgendwie bemerkenswert uninteressante Mini-Stage für Spiritualized.

    Tag 3 - San Miguel, ATP -
    Other Lives, Siskiyou, Rufus Wainwright, The Cure, Codeine, The Rapture


    Den Unkenrufen zum Trotze für Other Lives (schönes Konzert, schlechter Sound - freu mich nun umso mehr auf die Konzerte im Sommer hierzulande) und Siskiyou (sehr schönes Konzert) entschieden. Rufus Wainwright hat sich allein für 'The One You Love' gelohnt. The Cure fing guuuut an, wurde mir dann aber ab nem gewissen Punkt auch zu lang/zäh. Auch hier lag die Schuld wohl bei mir und meiner Kräfteeinteilung.

    Codeine hat mich absolut umgehauen im Anschluss. Bei The Rapture war dann wieder Energie frei und das hat sich dann wohl auch genau so gelohnt. Hadern hilft ja nichts im Nachhinein. Death in Vegas verpasst - genau das richtige angesichts der super trashigen Party ( http://www.youtube.com/watch?v=c38FcbZ5hdU ) muss immernoch schmunzeln.

    Tag 4 - Auditori, Mini, ATP, P4K -
    Jeff Mangum, Buffy Sainte-Marie, Beach House, Shellac, Washed Out


    Jeff war schon sehr fein. Aber da wurde ja schon alles zu gesagt. Buffy Sainte-Marie war dann sehr sehr grotesk im Anschluss. Hätte auch nicht erwartet, dass das lauteste Konzert des Festivals von einer ~75 jährigen Indianerin gegeben wird, die jeden Song mit "this is a song about [....] in our reservoir" einleitet. Wollte ich aber auch genau so haben. Auditorium ist genial. Vom Sound her, von der Kulisse her. Schade, dass es wohl nur bei Jeff wirklich voll war. Da könnte man nach meinem Empfinden gerne den einen oder anderen Act der MiniStage noch reinbugsieren
    Beach House hat mir gefallen. Aber auch nicht vollendes überzeugt. Ein Solokonzert in Frankfurt macht aber nach dem Auftritt aufjedenfall Sinn für mich.
    Ein Festivalhighlight waren Shellac. Was für ein super lustiger, unterhaltsamer Auftritt war das denn bitte? Kein Wunder bucht man die jedes Jahr.
    Nach einer Pause mit der Gruppe dann noch Washed Out gekuckt - gelungener Abschluss des Programms im Forum.

    Tag 5 - Arc de Triomf -
    Yann Tiersen


    Kamen wir leider recht spät und sahen dann aufgrund der zig hundert Regenschirme (es regnete wohl einen achtel Liter pro Quadratmeter) nichts vom Konzert. Glaub aber das das auch ganz fein war.


    Fazit:

    Wenn 2013 ein paar Bands dabei sind, die ich WIRKLICH zu meinen Lieblingsbands zähle (und nicht so diese "ja beach house ist ja nett, die kuck ich dann da" Stufe), dann bin ich aufjedenfall wieder dort. Natürlich auch, wenn sie HRMNNSSN buchen.

    Werde mir allerdings vornehmen wirklich dann mehr zu sehen. 22 Bands ist ja geradezu skandalös wenig, wenn man hier was von 40+ liest. Respekt.
    Das Festival ist an sich einfach so wunderbar gemacht, und Barcelona ist einfach an sich sowas von eine Reise wert, dass man sich nun über Shellac, Codeine, Afghan Whigs, Black Lips und The Walkmen freut statt sich über verpasste Sachen zu ärgern.





  • 05.06.2012 20:10 Uhr
    Tag 1 - Arc de Triomf (The Walkmen, Black Lips)

    Tag eins hätte ich so stark eigentlich nicht erwartet. Bemerkenswert fand ich, das relativ wenige mit Bändchen zu sehen waren, so das die Konzerte wirklich etwas für die sind, die aus welchen Gründen auch immer nicht auf das Festival können.
    Ja zu den Bands muss man nicht allzuviel sagen. The Walkmen fand ich letztes Jahr schon ganz großartig, dieses mal sogar noch getoppt und Black Lips sind meine Helden. Sie pinkeln auf Bühnen, sie bringen Isländer dazu Bier auf andere zu schütten und anschließend in die Menge zu werfen und zumindest ein kleines Stück crowd zu surfen. Großartig. Auch wundervoll wie jeder auf den anderen aufpasst und mit einen freut. Das hab ich auch schon anders erlebt. Vor den Konzerten haben wir noch unsere Bändchen geholt, was sehr einfach war, sofern man richtig verstanden hat WO diese zu holen sind. Nach kurzen fragen der anwesenden potentiellen Hipster, war das auch kein Akt mehr. Negativ ist, das man bei jedem verdammten Einlass im Forum eine Plastikkarte (EC-Kartengröße) mitnehmen muss. Nur mit Bändchen kommt niemand rein. Da frag ich mich, wieso hatte ich dann so ein doofes gelbes "Plastik-bänderl" um den Arm?
    Foto:


    Tag 2 - Fórum (Linda Martini, Archers of Loaf, Afghan Whigs, Wilco, Refused, Franz Ferdinand)
    Der eigentlich vollgepackteste Tag an dem Wochenende. Die erste große Enttäuschung war mit Linda Martini direkt am Anfang gemacht. Scheiss Auftritt, Scheiss Bühne. Afghan Whigs, Wilco und vorallem Refused waren sowas von grandios. Högschde Punktzahl! Gerade Refused hat man angemerkt, das sie brennen und wollen. Super Auftritt. Wilco natürlich routiniert und beherrschen ihr Instrumente in Perfektion, es macht einfach Spaß ihnen zuzusehen und zuzuhören.

    Zu den Bühnen:
    Ray-Ban ist die mit Abstand schönste Bühne, die ich je auf einem Festival gesehen hab. Toller Klang, toller Blick (von allen Seiten) inkl. der Möglichkeit ein Konzert perfekt im Sitzen zu erleben. Top! Die ATP ist so der kleine Bruder von der Ban. Hier auch von allen Seiten super Sicht und Klang. Sitzen kann man hier allerdings auf beiden Seiten. Einmal auf Stufen und auf Wiese.

    Negativ fällt mir die Verteilung der Adidas-Bühne ins Gewicht. Die steht unmittelbar in Nähe zur ATP. Was einen unfaßbaren Soundmatsch erzeugt. Beweisfoto:

    Achja, das was ich von Absynthe Minded gehört hab, klang absolut vielversprechend. Muss ich mir mal genauer zu Ohre führen.

    Vice und Pitchfork liegen unmittelbar nebeneinander, man muss schon vorne drin stehen um nichts von der nebenstehenden Bühne mitzubekommen. Laufwege sind bis auf die Mini-Stage sehr kurz und gut zu erreichen. Auch hier, das beste Festivalgelände das ich kenne, neben Ferropolis in Gräfenhainichen.

    Tag 3 - Fórum (Jeff Mangum, Lower Dens, The Cure, The Drums, The Rapture)

    Wieder musikalisch ein super Tag. Jeff Mangum, direkt zwei Reservierungen geholt, eine am Ende zuviel gehabt und an Amerikanerinnen noch abgeben. Leider war der Einlass ins Auditori ein absoluter Reinfall. 15 Minuten zu spät erst reingelassen und da spielte der gute Jeff natürlich schon. Aber dennoch eines meiner Highlights. Bei Two Headed Boy war ich einfach nur aus dem Häusschen. Hat sich gelohnt, auch wenn der zweite Tag besser gewesen sein soll. Lower Dens, zu denen sag ich nix mehr. Meine Enttäuschung Nr. 1 an dem Wochenende. Glücklicherweise haben The Cure, dass wieder wett gemacht mit ihrem drei Stunden Brett. Gab es das denn überhaupt schon einmal, das eine Band drei Stunden am Stück auf einem Festival spielen darf? Setlist auch ganz, ganz großartig mit einem unvergesslichen Schlussakt mit Boy's don't Cry.
    Zunächst wollte ich ja noch statt The Drums, M83 sehen. Glücklicherweise wurde ich umgestimmt, so war das die beste Party an diesem Tag. The Rapture hab ich wegen einiger Zwischenfälle eher außerhalb mitverfolgt, aber dennoch spitzenmäßig.

    Tag 4 - Fórum (Sleepy Sun, Kings of Convenience, Beach House, Justice)
    Endspurt im Fórum. Sleepy Sun waren auch eine große Enttäuschung. Lag aber wohl am Tag und der noch Mittagshitze. Denen geb ich in einem Club noch einmal eine Chance. Die Kings haben auch anfangs mich zum Anfang hin auch eher gelangweilt, wurde aber gnadenlos besser, als mal wirklich eine Band und nicht nur die Zwei auf der Bühne standen. Nach den Norwegern, gab es eine regelrechte Volkswanderung zur Mini-Stage. Beach House spielten und mir hat es trotz beschissener Bühne sehr gut gefallen. Ich hab mich einfach drauf eingelassen und mir statt den Pudelkopf auf der Bühne, lieber die Skyline von Barcelona angesehen. Das hat einfach viel Atmosphäre gebracht und mir wohl gegenüber anderen den Gig gerettet. Was man zu jeder Zeit sagen muss, das Publikum ist mit das beste was ich auf einem Festival gesehen hab. Die Bands werden mit Respekt behandelt, jeder Besucher ebenso und man hat einfach ne "great Time". Ich hab noch nie soviele verschiedene Personen abgeklatscht, die ich nicht kannte.

    Negativ, sind natürlich die ganzen Drogendealer auf dem Festival. Ich wurde mindestens einmal bei jedem Konzert von der Seite angequatscht, ob ich denn Pillen oder Marihuana will. Do you like Pills? Ecstasy? und da grinste er fröhlich.

    Nach Beach House haben wir mal eine Pause eingelegt und einfach mal uns hingesetzt und das Festival und das Bier auf uns wirken lassen. Richtige Entscheidung, mach ich nun immer mal wieder auf einem Festival. Danach mit Justice die beste Party des Wochenendes erlebt. Neben Black Lips natürlich. Auch hier wieder, super Publikum und Mitbestreiter des letzten Abrisses.

    Festivalshirts sind von Adidas und erinnern mehr an Präsentationsshirts der deutschen Nationalmannschaft, als an ein Festivalshirt, aber mir gefällt es.

    Tag 5 - Arc de Triomf (Yann Tiersen)
    Ja, mehr oder weniger getröpfelt hat es und dadurch extrem schlechte Sicht auf den guten Yann. Regenschirme nerven eben doch bei Konzerten. Aber scheinbar ganz gut.
    Die Kneipentour danach war aber ein kronender Abschluss des Geschehens.

    Achja, das Hrmnnssn bestätigt wird, halte ich für ein Gerücht.

  • 05.06.2012 20:42 Uhr
    22 Bands sind schon echt ziemlich wenig. Aber selbst schuld, wenn vorher auch noch was von der Stadt gesehen werden will.

    Und Lower Dens waren so schlimm, was war denn da los? Die Überschneidung mit Girls war für mich eine der schlimmstes des Schedules. Ich habe mich dann für Girls entschieden und eins der besten Konzerte des Festivals gesehen, obwohl sie auf der Mini-Stage gespielt haben.


  • sunjb sunjb 05.06.2012 23:15 Uhr
    Nächstes Jahr wird man das sicherlich toppen können. Dann brauch ich ja auch nichtmehr auf diverse Berge und fahre einfach TAXI statt nachm Festival heimzulaufen.

  • Stebbard Stebbard 06.06.2012 00:08 Uhr
    Danke für eure Berichte - kann die Empfindung, dass das volle Programm (incl. Sightseeing in Barcelona) die Erfahrung ein wenig geschmälert hat, vom Glatsonbury her absolut nachvollziehen. Wäre ja auch echt gerne dieses Jahr mitbekommen.

    Aber klingt nun nicht so, als wenn ihr '13 da nun unbedingt wieder hinwollen würdet? Dann könnt ihr ja mit zum Sasquatch!

  • 06.06.2012 13:47 Uhr

  • frusciantefan frusciantefan 06.06.2012 15:32 Uhr
    Was genau hier klingt nach nicht wieder hinwollen? Wo liest du das raus? So ein Blödsinn

    Das Primavera hat gegenüber dem Sasquatch einen entscheidenden Vorteil, und das ist das Publikum und die Entspanntheit (die Securitys beim Sasquatch sind wie allgemein in den USA sehr sehr ungemütlich und reißen gerne mal Leuten am ersten Festivaltag das Bändchen für kleinste Vergehen ab). Die Locations sind beide gleich einzigartig. Mein Girl war bei beiden, ich laber also nicht nur so daher

    Zum Sasquatch kommen auch USA Drogen-Hipster-Jerks, weil Festival und so, zum Primavera eher nicht so weil die Festivaldichte in Europa für Alternativen groß genug ist.

    Warum seid ihr eigentlich Sonntag alle zu Yann Tiersen gerannt? Das Kings Of Convenience B-Sides Set war nach den Jeff Mangum-Shows für mich DAS Highlight des Festivals. Die beiden waren superwitzig drauf, haben nur wundervolle Songs gespielt, ohne Setlist, mitunter auf Zuruf und das DJ-Set danach war zwar himmelschreiend unprofessionell, dafür aber genau so unterhaltsam (die beiden haben abwechselnd einen Song aufgelegt und sich so ein bisschen gebattlet, selber mitgetanzt, mitunter am Mikro mitgesungen zu 80er-Trashhits, das ganze gipfelte in als letztem Song Take On Me von A-Ha was der ganze Club lautstark mitgesungen hat, durchgeschwitzt und am Ende von 2 Stunde tanzen). Einen besseren Festivalabschluss hätte ich mir vorallem angesichts des Regens nicht vorstellen können.

  • Stebbard Stebbard 06.06.2012 16:02 Uhr
    Achja, das Hrmnnssn bestätigt wird, halte ich für ein Gerücht.


    Wenn 2013 ein paar Bands dabei sind, die ich WIRKLICH zu meinen Lieblingsbands zähle (und nicht so diese "ja beach house ist ja nett, die kuck ich dann da" Stufe), dann bin ich aufjedenfall wieder dort.


    Las sich nun für mich so, als wenn es nicht uuunbedingt sein musste. Aber kanns vll. auch nur falsch lesen und ich versteh den Insider nicht

    Obs jetzt das Sasquatch! wird, weiß ich nicht - prinzipiell liegt ja auch das Coachella wesentlich günstiger. Aber da hast dann halt den kompletten LA Jetset. Von daher

  • frusciantefan frusciantefan 06.06.2012 16:04 Uhr
    Bei nem Lineup annähernd wie dieses Jahr geht man halt trotzdem auf keinenfall nicht hin zum Coachella

    Mein Girl war auch beim Coachella während ihres Kanada-Jahres, ich weiß also all den Shit aus erster Hand. Coachella meinte sie jetzt nach dem Primavera wäre richtig ätzend im Vergleich des Publikums.

  • Stebbard Stebbard 06.06.2012 16:09 Uhr
    Glaub ich ihr aufs Wort - ein Kollege war ja nun auch nicht allzubegeistert von dem Publikum dort.

    E.: Auch wenn es zu Off-Topic wird. Wo war sie egtl.?

  • LiamGallagher LiamGallagher 06.06.2012 16:30 Uhr
    Das mit HRMNSSN ist ein Insider und hat damit nichts zu tun

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