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eröffnet von Gerry am 02.01.2003 15:06 Uhr - letzter Kommentar von Maui1305

717 Kommentare (Seite 29)


  • cobain82 cobain82
    Es ist doch hinlänglich bekannt, dass Künstler mit Wiederverkäufer-Plattformen zusammengearbeitet haben (und vermutlich immer noch zusammenarbeiten) um die eigenen Gewinne weiter zu maximieren. Dazu braucht man nur ein paar Minuten googlen und wird fündig.

    Und die Muse-Story klingt zwar rührend, dennoch machen sie es sich damit mMn zu leicht. Als Arbeitnehmer interessiert es mich doch auch, wie mein Arbeitgeber das Geld verdient mit dem er mich bezahlt. Wenn ich im Unternehmen keine Umsätze mitbekomme, aber ein paar Tausend Euro monatlich verdiene, dann wird wohl irgendwas nicht so sein wie es nach außen scheint. Und sollten Muse tatsächlich so naiv sein, dass sie solche Dinge nicht mitbekommen, dann kann man sich schon ausmalen um wie viele Millionen sie von ihrem Management und Agenten gebracht werden. Denn dann bleibt ein Großteil des Geldes mit Sicherheit am Weg zu ihnen irgendwo hängen. Das Recht und die Möglichkeit sich darüber zu informieren oder gar darum zu kümmern haben sie jedenfalls!

  • defpro defpro

    cobain82 schrieb:
    Es ist doch hinlänglich bekannt, dass Künstler mit Wiederverkäufer-Plattformen zusammengearbeitet haben (und vermutlich immer noch zusammenarbeiten) um die eigenen Gewinne weiter zu maximieren. Dazu braucht man nur ein paar Minuten googlen und wird fündig.

    Und die Muse-Story klingt zwar rührend, dennoch machen sie es sich damit mMn zu leicht. Als Arbeitnehmer interessiert es mich doch auch, wie mein Arbeitgeber das Geld verdient mit dem er mich bezahlt. Wenn ich im Unternehmen keine Umsätze mitbekomme, aber ein paar Tausend Euro monatlich verdiene, dann wird wohl irgendwas nicht so sein wie es nach außen scheint. Und sollten Muse tatsächlich so naiv sein, dass sie solche Dinge nicht mitbekommen, dann kann man sich schon ausmalen um wie viele Millionen sie von ihrem Management und Agenten gebracht werden. Denn dann bleibt ein Großteil des Geldes mit Sicherheit am Weg zu ihnen irgendwo hängen. Das Recht und die Möglichkeit sich darüber zu informieren oder gar darum zu kümmern haben sie jedenfalls!

    Ich vermute, du spielst auf die Metallica-Story an. Dort war es aber eben so, dass die Zusammenarbeit mit Resell-Plattformen zwar durch einen Mitarbeiter von Metallica durchgeführt wurde, die Band jedoch davon nichts wusste (sofern man den Berichten Glauben schenken kann).

    Als Künstler ist man ja erst mal sich und seiner Kunst verpflichtet. Ohne da jetzt eigene Erfahrungen zu haben, stelle ich mich die Organisation einer kompletten Tour sehr aufwendig und kompliziert vor und kann jeden Künstler verstehen, der da Verantwortung an ein Management abgibt. Natürlich sollte man ab und zu einen prüfenden Blick darauf haben, ob die eigenen Interessen noch korrekt vertreten werden, aber in einer Größenordnung von Muse oder Metallica ist so etwas ab einem gewissen Punkt wohl einfach nicht mehr in einem akzeptablem Umfang möglich.

    An der Muse-Story wollte ich mich jetzt gar nicht so sehr aufhängen. Hatte die nur noch im Kopf, weil es da ja tatsächlich mal Feedback des Künstlers gab. Aber das war eine Show von knapp 100 Shows in diesem Jahr. Als normale Band kann man da vermutlich einfach keinen Überblick behalten. Dass deren Management denen Kohle vorenthält, wäre mir zumindest jetzt nicht bekannt.

    Ich stelle mir z. B. gerade vor, wie das Leben von Billie Eilish so abläuft. Die hat lange an ihrem Debütalbum gearbeitet, Songs geschrieben, Videos gedreht, ist durch dutzende Talkshows, Award-Shows und Radiosendungen getingelt, um die Platte zu promoten und hat Konzerte und Festivals gespielt. In diesem Jahr hat sie einen neuen Song veröffentlicht, hatte einen Auftritt bei den Oscars, parallel hat sie noch den neuen Bond-Song geschrieben und natürlich stehen wieder Konzerte und Festivals an. Jetzt spielt sie im Juli 2020 zwei Deutschland-Konzerte. Glaubst du, sie hat da einen Überblick, wieviel die Tickets kosten, ob es einen überteuerten FOS-Bereich gibt, ob der Ticketpreis für einen deutschen Durchschnitts-Fan bezahlbar ist? Für sowas hat sie doch gar keine Zeit und vermutlich auch kein Interesse.

  • Mambo Mambo Edited
    Ein Künstler, der nicht weiß, was seine Tickets kosten?

    Sorry, das kann ich mir kaum vorstellen. Auch wenn man seine Social-Media-Kanäle nicht selbst betreibt, wird man da wohl - von einigen Internetablehnern abgesehen - ab und an reingucken und auch mal auf den VVK-Link klicken. Zum anderen ist der Ticketpreis bei der Tourkalkulation jetzt nicht gerade eine zu vernachlässigende Nebensache wie vielleicht die Kosten für das Banner.

    Wer seinen Fans gegenüber fair ist, hat da als Künstler gezieltes Auge drauf. Dann gibts eine Obergrenze, an der sich der Rest ausrichtet - nicht umgekehrt.


  • Meisti Meisti
    Hier unterscheiden sich auch dann die Sympathien zu den Bands Es gibt sicher solche, denen dies komplett egal ist.

  • Helmut-Seubert Helmut-Seubert
    Meine Unterstellung: Die Ticketspreise sind den Bands - insbesondere dem Managment - in den meisten Fällen ziemlich egal. Erst recht, wenn man das ganze Risiko auf den örtlichen Veranstalter abgewälzt hat (inkl. Kartenverkauf) und in der Regel nur noch gegen garantierte Gage spielt.

    Es gibt zwar noch Bands, die zumindest gefühlt "günstig" bleiben wollen, aber die haben ihre Kohle in der Regel auch schon im Kasten (Hosen, Ärzte fallen mir da spontan ein). Löblich der Kampf von den Ärzten und KKT gegen Viagogo.

  • HansMufff HansMufff

    Helmut-Seubert schrieb:
    Meine Unterstellung: Die Ticketspreise sind den Bands - insbesondere dem Managment - in den meisten Fällen ziemlich egal. Erst recht, wenn man das ganze Risiko auf den örtlichen Veranstalter abgewälzt hat (inkl. Kartenverkauf) und in der Regel nur noch gegen garantierte Gage spielt.

    Das! Und aber auch, dass trotzdem noch Leute da sind. Ich glaube einige würden aufschrecken, wenn die Hallen plötzlich halb leer sind. Aber das scheint auf absehbare Zeit ja nicht zu passieren.

  • defpro defpro

    Mambo schrieb:
    Ein Künstler, der nicht weiß, was seine Tickets kosten?
    Sorry, das kann ich mir kaum vorstellen. Auch wenn man seine Social-Media-Kanäle nicht selbst betreibt, wird man da wohl - von einigen Internetablehnern abgesehen - ab und an reingucken und auch mal auf den VVK-Link klicken. Zum anderen ist der Ticketpreis bei der Tourkalkulation jetzt nicht gerade eine zu vernachlässigende Nebensache wie vielleicht die Kosten für das Banner.
    Wer seinen Fans gegenüber fair ist, hat da als Künstler gezieltes Auge drauf. Dann gibts eine Obergrenze, an der sich der Rest ausrichtet - nicht umgekehrt.

    Ich will dir ja ungern deine Illusion nehmen, aber es soll schon Künstler gegeben haben, die noch nicht mal wussten, in welcher Stadt sie gerade auftreten

    Wir reden hier von international erfolgreichen Bands. Die müssten in jedem Land erst mal die Währung umrechnen und dann noch das allgemeine Preisniveau berücksichtigen (Skandinavien ist teurer als Deutschland ist teurer als Polen usw.). Es gibt sicherlich (vor allem kleinere) Bands, die ihr Management noch selbst übernehmen (bei PWD ist das ja anscheinend noch so), aber die meisten dürften diese Verantwortung abtreten. Und das sind dann auch fähige Leute, die sowas vernünftig kalkulieren können und im Idealfall schon gute Connections zu vielen Venues und Festival-Bookern haben.

  • Mambo Mambo Edited
    Wer es wissen will, wird es hinkriegen die handvoll Währungen in Europa online umzurechnen. Jedenfalls wird keiner, der es wissen will, an der Herausforderung scheitern. (edit: fast keiner )

    Und bei jedem Abtreten werden Bedingungen verhandelt und können Bedingungen festgelegt werden - das bezüglich Höchstpreisen zu tun ist ja das einzige was ich fordere.

    Dass das bei vielem Bands nicht geschieht mag sein, ist aber dennoch zu kritisieren. Ich hab auch schon Billie Joe Armstrong "This is our private underground" ins Mikro rufen hören, während ich auf eine Tourshirtauslage mit Preisen von 40€+ guckte. Was soll man dazu sagen.

  • Nikrox Nikrox

    defpro schrieb:

    Nikrox schrieb:

    rockimpott2012 schrieb:
    Ich würde als Künstler auch einfordern, eine Endabrechnung der verkauften Tickets zu erhalten, schließlich würde ich daran auch meine eigene Gagenforderung bzw. überhaupt den Vertragsschluss, aufzutreten, orientieren wollen. Zumindest ab einer gewissen Größe und wirtschaftlichen Relevanz sollte doch ein Künstler da auch Einsicht verlangen können.

    Das ist ganz normal, dass das mit der Abrechnung an den Künstler geht.
    Teilweise sind die Deals ja auch damit gekoppelt, dass der Künstler zu seiner Garantie noch Anteile von den Einnahmen (nach Kosten) bekommt oder das mit einem vs. deal gegenübergestellt wird (je nachdem was höher ist).
    Da musst du natürlich dann auch die Einnahmen auf den Tisch legen.
    Bei kleineren Bands mit einer Festgage spielt das keine so große Rolle, aber hier geht es ja auch um größere Künstler.

    Wird sowas bei Künstlern ab einer gewissen Größe nicht alles mit dem Management ausgehandelt? Ich glaube, der Künstler hat bei sowas in der Regel gar keinen Überblick mehr, wie viel Fans tatsächlich für die Show zahlen, es sei denn, man fragt aktiv bei seinem Management nach.

    Gab doch hier mal die Story der berühmt-berüchtigten Muse-Show auf der Loreley, wo die Band sich im Anschluss angesichts des hohen Ticketpreises auch sehr überrascht gezeigt hatte.

    Klar, sorry, das habe ich damit gemeint. Mit dem Künstler direkt spricht man in der Regel nicht, sondern mit der Agentur oder dem Management.
    Ob die das dann an die Künstler weitertragen, weiß man natürlich nicht. Kommt mit Sicherheit auch auf den Deal an, den die untereinander haben.

  • Helmut-Seubert Helmut-Seubert Edited

    Nikrox schrieb:
    Teilweise sind die Deals ja auch damit gekoppelt, dass der Künstler zu seiner Garantie noch Anteile von den Einnahmen (nach Kosten) bekommt oder das mit einem vs. deal gegenübergestellt wird (je nachdem was höher ist).
    Da musst du natürlich dann auch die Einnahmen auf den Tisch legen.
    Bei kleineren Bands mit einer Festgage spielt das keine so große Rolle, aber hier geht es ja auch um größere Künstler.


    Diese Deals gibt in der Praxis nicht mehr großartig. In der Regel spielt alles nur noch gegen Festgage, erst recht die großen Künstler. Sehr zum Nachteil der (vor allem örtlichen) Veranstalter. "Gemäßigte Festgage und 50:50 nach Breakeven" oder "80:20 aller Ticketeinnahmen", das war noch echt fair.

  • masterofdisaster666 masterofdisaster666
    Ich hätte gerne die Probleme mit den hohen Preisen von Seite 1 zurück...


  • HansMufff HansMufff

    masterofdisaster666 schrieb:
    Ich hätte gerne die Probleme mit den hohen Preisen von Seite 1 zurück...

    Stones 100€ 2003
    Rammstein 100€ 2019

  • hermes81 hermes81
    Im Grunde hat es der (Musik)Fan doch selbst in der Hand.
    Aber klar, wer sich aufregt aber dann dennoch 115€ für die Foo Fighters oder 100€ für Metallica zahlt, nur um dann auf eine große LED Leinwand gucken zu können - dann werden die Preise auch steigen.

    Ich persönlich mache diese Entwicklung seit ca. 2 Jahren nicht mehr (kaum mehr) mit.
    Für mich sind da Preise erreicht die jenseits von Gut und Böse sind. Und nein, mit dem Argument der fehlenden Tonträger Verkäufe lasse ich mich da auch nicht einlullen.


  • counterdog counterdog

    schrieb:

    masterofdisaster666 schrieb:
    Ich hätte gerne die Probleme mit den hohen Preisen von Seite 1 zurück...

    Stones 100€ 2003
    Rammstein 100€ 2019

    AdtR - 60€
    Papa Roach x Hollywood Undead - 60-70€

    Btw: Stone Sour + Papa Roach : 45€ (2013/14)

  • RedForman RedForman

    schrieb:

    masterofdisaster666 schrieb:
    Ich hätte gerne die Probleme mit den hohen Preisen von Seite 1 zurück...

    Stones 100€ 2003
    Rammstein 100€ 2019

    Die Angabe zu 2003 stimmt zumindest bei den Stones nicht. Denke es waren ca. 70 Euro. Dafür gab es aber die Stones, AC/DC und The Pretenders.

  • HansMufff HansMufff

    RedForman schrieb:

    schrieb:

    masterofdisaster666 schrieb:
    Ich hätte gerne die Probleme mit den hohen Preisen von Seite 1 zurück...

    Stones 100€ 2003
    Rammstein 100€ 2019

    Die Angabe zu 2003 stimmt zumindest bei den Stones nicht. Denke es waren ca. 70 Euro. Dafür gab es aber die Stones, AC/DC und The Pretenders.

    Habs nur von der ersten Seite übernommen. Ist ja zugegeben auch ein Bereich von 80-120€ geschrieben.

  • Maui1305 Maui1305 Edited

    RedForman schrieb:

    schrieb:

    masterofdisaster666 schrieb:
    Ich hätte gerne die Probleme mit den hohen Preisen von Seite 1 zurück...

    Stones 100€ 2003
    Rammstein 100€ 2019

    Die Angabe zu 2003 stimmt zumindest bei den Stones nicht. Denke es waren ca. 70 Euro. Dafür gab es aber die Stones, AC/DC und The Pretenders.

    .... und nach dem Auftritt von AC/DC ( zumindest in Oberhausen) gab es auf dem "Schlacken-Feld" deutliche Lücken im Zuschauerfeld. .

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