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Eventim, Ticketmaster & Co

eröffnet von Brinks am 20.03.2007 16:19 Uhr - letzter Kommentar von bumbangcrash

918 Kommentare (Seite 33)


  • blubb0r blubb0r 04.06.2020 22:36 Uhr Edited

    Teceo schrieb:

    blubb0r schrieb:
    Ich fürchte ja.

    Mal am greifbarsten Beispiel nachgefragt: Warum sollte man die Versandkosten erstattet bekommen? Die Leistung hat ja stattgefunden.

    Gegenfrage am greifbarsten Beispiel:

    Du bestellst ein Macbook und bekommst auch eines geliefert. Blöderweise ist dieses defekt. Die Nacherfüllung schlägt fehlt und du erklärst den Rücktritt vom Vertrag. Wie verhält es sich mit den Versandkosten. Warum sollte man die Versandkosten erstattet bekommen? Die Leistung hat ja stattgefunden.

    Und ja, das ist nicht 1:1 vergleichbar. Aber zu einfach sollte man sich es nicht machen.

    Ich verstehe den Vergleich nicht.

    Du bestellst bei Media Markt ein Macbook inkl. Versand zu dir nach Hause, der Versand ist eine Zusatzleistung, prinzipiell unabhängig von Media Markt (eigentlich ist es ja nur deine Faulheit, weil du es nicht abholen willst) und kostet dich Betrag X.

    Media Markt bezahlt dann einen Logistiker, dass er das Macbook zu dir liefert und zahlt dafür Betrag Y (für gewöhnlich ist X größer Y).

    Jetzt ist das Macbook kaputt und du willst es zu Media Markt zurückgeben. Wie das Macbook zu Media Markt kommt, ist natürlich dein Problem und kostet natürlich auch dein Geld.

    Generell würden wir ja auch keine Versandgebühren zahlen, würden wir die Tickets im örtlichen Ticketladen kaufen. Dieses ganze Versandgedöns ist doch ein reines Bequemlichkeitsding, natürlich mittlerweile auch gepaart damit, dass man bei vielen Veranstaltungen die Tickets vor Ort aufgrund der schnellen Ausverkäufe nicht mehr kaufen kann.

  • Teceo Teceo 04.06.2020 23:37 Uhr
    Der Versand ist nicht unabhängig vom Händler. Der Händler bietet den Versand an und ist auch für diesen verantwortlich. Der Käufer hat ein Interesse an einem funktionierenden Macbook. Der Versand ist für den Käufer in der Regel ohne eigenes Interesse. Der Versand wurde durch die Versendung des Macbooks durchgeführt, nur ist das Macbook defekt und der Käufer tritt (nach Fehlschlagen der Nacherfüllung) vom kompletten Vertrag zurück. Die empfangen Leistungen sind dann rückzugewähren: Sprich der Käufer hat einen Anspruch auf Rückgewähr des geleisteten Zahlungen (sprich Kaufpreis des Macbooks + Versandkosten) und der Händler auf Rückgewähr des Macbooks. Man ist so zu stellen, wie man vor Abschluss des Vertrages stand.

    Der Kunde möchte das Geld zurück und nicht das Macbook zurückgeben. Eher wird es so sein, dass der Händler das defekte Macbook zurückhaben möchte. Das kann er sich dann gerne abholen, oder der Kunde verschickt es auf Wunsch des Händlers zurück. Die Kosten und Gefahr trägt dann aber der Händler.

    Der Kunde hat bei diesem Beispiel seine Pflichten erfüllt. Im Gegensatz zum Händler, der zwar geliefert, aber schlecht geliefert hat.

    Für Veranstaltungen gilt im Grunde nichts anderes. Der Kunde hat seine Pflicht erfüllt, während der Veranstalter seine Pflichten objektiv verletzt.

  • blubb0r blubb0r 04.06.2020 23:45 Uhr Edited
    Wenn das wirklich so ist, dann wird das in Zukunft ohne Ende AGB Änderungen geben

    Aber wenn dem so ist: Wieso ist dann bei so vielen Sellern bei Amazon o.Ä. genau dies nicht der Fall, da bezahlst du bei Rücksendung den Versand selbst und bekommst bei der Erstattung die ursprünglichen Versandkosten auch nicht erstattet. Ist das dann nicht rechtens?

    Kann ich mir kaum vorstellen. Eher glaube ich, dass der Versand durch irgendwelche Sonderklauseln nicht Teil des ursprünglichen Vertrags ist.


  • Teceo Teceo 05.06.2020 00:02 Uhr Edited

    blubb0r schrieb:
    Wenn das wirklich so ist, dann wird das in Zukunft ohne Ende AGB Änderungen geben

    Aber wenn dem so ist:
    Wieso ist dann bei so vielen Sellern bei Amazon o.Ä. genau dies nicht der Fall, da bezahlst du bei Rücksendung den Versand selbst und bekommst bei der Erstattung die ursprünglichen Versandkosten auch nicht erstattet. Ist das dann nicht rechtens?
    Kann ich mir kaum vorstellen. Eher glaube ich, dass der Versand durch irgendwelche Sonderklauseln nicht Teil des ursprünglichen Vertrags ist.

    Das wird mit AGB nicht funktionieren.

    Bezüglich der Seller bei Amazon o.Ä.: Verwechsel das nicht mit einem Widerruf. Einen solchen kannst du bei im Fernabsatz geschlossenen Verträgen ja grundlos erklären. Also auch dann, wenn das Macbook funktionstüchtig geliefert worden ist. In dem Fall sind die empfangenen Leistungen ebenfalls rückzugewähren. Also auch die Versandkosten zum Kunden. Was die Rücksendekosten nach dem Widerrug angeht, verhält es sich dort anders. Dort sind die Rücksendekosten vom Käufer zu tragen. Bis 2014 sah die Rechtslage auch dort anders aus (>40 Euro Regelung). Es kann aber zwischen den Parteien etwas anderes vereinbart werden. Hiervon machen auch (wie bekannt sein dürfte) viele Händler Gebrauch.

  • Calaway65 Calaway65 05.06.2020 00:59 Uhr

    Teceo schrieb:
    Das es defekt ist, ist das Problem des Kunden. Es gibt keinen Grund, auch nur einen einzigen Cent zurückzubekommen. Dass die meisten Händler es trotzdem tun, ist reine Kulanz.


    Kein Grund mir Worte in den Mund zu legen. Ist das MacBook defekt und der Käufer tritt vom Kaufvertrag zurück, muss der Preis für das MacBook selbstverständlich erstattet werden. Die Versandkosten sind aber nun mal nicht Teil des Preises vom MacBook sondern eine zusätzliche Leistung. Ist diese Leistung erfüllt worden, gibt es auch nichts mehr zu erstatten (wieder "zurückgeben" kann man den Versand ja schließlich auch nicht).


    Teceo schrieb:
    Eigentlich musst du sogar deinen Arbeitgeber, dafür bezahlen, dass er dich bei ihm arbeiten lässt. Es gibt keinen Grund, dich für die Arbeit zu entlohnen. Dass die meisten Arbeitgeber es trotzdem tun, ist reine Kulanz.
    DU bist doch der Einzige, der ein Interesse daran hat, bei deinem Arbeitgeber zu arbeiten, wieso sollte also jemand anderes dafür aufkommen?


    Mach dich nicht lächerlich.


    Teceo schrieb:
    Der Käufer hat ein Interesse an einem funktionierenden Macbook. Der Versand ist für den Käufer in der Regel ohne eigenes Interesse.


    Natürlich. Wenn jemand etwas online bestellt, hat er selbstverständlich kein Interesse daran die gekaufte Ware auch zugesendet zu bekommen!?


    Teceo schrieb:
    Die empfangen Leistungen sind dann rückzugewähren: Sprich der Käufer hat einen Anspruch auf Rückgewähr des geleisteten Zahlungen (sprich Kaufpreis des Macbooks + Versandkosten)


    Der Käufer kann nur die Zahlungen für Leistungen zurückfordern, von denen er auch zurücktreten kann. S.o.: "Wieder "zurückgeben" kann man den Versand ja schließlich [...] nicht".


    Teceo schrieb:
    Der Kunde möchte das Geld zurück und nicht das Macbook zurückgeben. Eher wird es so sein, dass der Händler das defekte Macbook zurückhaben möchte.


    Dem Händler könnte es gar nicht egaler sein, ob das MacBook zu ihm zurückkommt oder nicht. Solange das MacBook nicht zurück beim Händler ist, bekommt der Kunde keinen Cent zurück.


    Teceo schrieb:
    Die Kosten und Gefahr trägt dann aber der Händler.


    Wieso sollte er? Wie schon gesagt, hat der Händler kein Interesse daran, dass das MacBook zu ihm zurückkommt.

  • Paju Paju 05.06.2020 01:17 Uhr
    Ist spät, Ich komme aus der Branche (Online-Shopping). Morgen dann vielleicht mal ausführlich.

    Was ich aber jetzt schon sagen kann: Teceo is totally right.

  • DapperDan DapperDan 05.06.2020 08:19 Uhr Edited

    schrieb:

    DapperDan schrieb:
    Ich lass dir "natürlich" gern deine Meinung, ich seh's eben anders.


    Da meine "Meinung" im Gegensatz zu deiner auch rational nachvollziebar ist, kann ich damit noch gerade so leben.

    Da meine Meinung sich mit der der Verbraucherzentrale deckt und mir auch der Rückversand der Tickets mittlerweile erstattet wurde, ist sie offensichtlich auch rational nachvollziehbar.


  • ralf321 ralf321 13.06.2020 10:42 Uhr
    Ich pack’s mal hier rein.

    Ob das nun tatsächlich möglich ist? Hätte ja noch ein guten Nebeneffekt.

    Minister Strobl: Personalisierte Tickets im Fußball prüfen
    www.badische-zeitung.de

  • snookdog snookdog 13.06.2020 13:02 Uhr

    ralf321 schrieb:
    Ich pack’s mal hier rein.

    Ob das nun tatsächlich möglich ist? Hätte ja noch ein guten Nebeneffekt.

    Minister Strobl: Personalisierte Tickets im Fußball prüfen
    www.badische-zeitung.de

    Sorry, aber wo ist der gute Nebeneffekt?

    Der liebe Minister Strobl beginnt sein Statement mit dem großen Kampf gegen Rassismus, um dann im weiteren Verlauf Beleidigungen gegen Dietmar Hopp anzuführen. Mehr muss man glaube ich zur Expertise dieses Herrn nicht sagen.

  • ralf321 ralf321 13.06.2020 13:58 Uhr Edited
    Das Tickets personalisiert werden gegen den Schwarzmarkt. Bis jetzt heißt ja immer zu aufwändig.

    Sein Grund ist Mist.


  • rockimpott2012 rockimpott2012 15.06.2020 10:38 Uhr
    Habe mir bei eventim mal einige Saalpläne für verschobene Konzerte angeschaut. Die sehen ziemlich ungewöhnlich aus: Arena-Saalpläne mit vielen Zweier-Plätzen nebeneinander, in allen Preiskategorien, die sich wie Punkte komplett über die Halle verteilen. Da sieht man, dass doch einige Tickets bei Verschiebungen zurückgeben werden. Schaut mal auf die Saalpläne der auf Herbst 2021 verschobenen Tour von Peter Maffay. Ich finde es ganz interessant.

  • concertfreak concertfreak 15.06.2020 10:53 Uhr
    Das ist richtig, wobei Maffay schon ein Spezial-Fall ist. Seine Tour wurde auf Grund der Erkrankung von zwei Bandmitgliedern abgebrochen und für Juli/August 2020 neu terminiert. Dann kamen die Corona-Auswirkungen und die Tour musste logischerweise nochmal verschoben werden.

    Bei der ersten Verschiebung war die Rücksendung der Tickets auch schon möglich und das Geld wurde erstattet. Daher die vielen Rückläufer.

  • Yertle-the-Turtle Yertle-the-Turtle 15.06.2020 16:54 Uhr
    Weiß jemand zufällig, wie die Regelung für Tickets in Italien ist? Ich habe für mein Konzert noch kein Update erhalten. Arbeitet man hier auch mit Gutscheinen?

  • sckofelng sckofelng 15.06.2020 16:56 Uhr Edited

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Weiß jemand zufällig, wie die Regelung für Tickets in Italien ist? Ich habe für mein Konzert noch kein Update erhalten. Arbeitet man hier auch mit Gutscheinen?

    Habe für SOAD/KoRn in Mailand ausschließlich einen Gutschein angeboten bekommen - hier der Auszug aus der E-Mail von Ticketmaster:

    According to Article 88 of the Decree Law No. 18 dated March, 17 2020, converted to the Law 27/2020, as amended by the Decree Law No. 34 dated May, 19 2020 (Article 183 Paragraph 11) which regulates the refunds of cancelled events/shows, you can submit a request for the refund via ‘voucher’ equal to the value of face price plus presale fee of the ticket.

    • The voucher can be redeemed within 18 months from its issue date only and exclusively for the purchase of tickets for the future events scheduled by the same event organizer and on sale on Ticketmaster.it.

    • The voucher itself does not give any right of access to the show venue and must be converted into a new order of tickets.

    • The same voucher can be used multiple times until the indicated credit is reached and possibly integrated to complete further purchases. The voucher can only be used by the Ticketmaster Account holder that placed the order of the event that was cancelled.

  • Yertle-the-Turtle Yertle-the-Turtle 15.06.2020 17:09 Uhr
    Danke für die Info! Aber was passiert nach 18 Monaten? Muss der Betrag dann ausgezahlt werden oder verfällt er?

  • sckofelng sckofelng 15.06.2020 17:25 Uhr

    Yertle-the-Turtle schrieb:
    Danke für die Info! Aber was passiert nach 18 Monaten? Muss der Betrag dann ausgezahlt werden oder verfällt er?

    Soweit ich bescheid weiß, gibt's dazu bisher keine Information. Zum Glück habe ich mich schon entschieden, 2021 hinzugehen, da es sonst echt langwierig wird ..


  • snookdog snookdog 15.06.2020 17:35 Uhr
    Kann ich für Konzerte aus Italien so bestätigen. Sieht so aus als würde er nach mehr als 18 Monaten verfallen...

  • ralf321 ralf321 18.06.2020 22:45 Uhr
    Hier eine Europaweite Übersicht

    Coronavirus: Abgesagte Großveranstaltungen - Gutschein oder Geld zurück?
    www.evz.de

  • DapperDan DapperDan 19.06.2020 09:17 Uhr
    also ist das Einbehalten der VVK-Gebühr seitens der kaufmich GmbH nicht rechtens...

  • rockimpott2012 rockimpott2012 19.06.2020 09:28 Uhr
    Es geht hier doch explizit um den Gutschein, oder? Also dass der Gutschein die VVK-Gebühr als Wert beinhalten muss - schließlich würde man bei Einlösung des Gutscheins für ein neues Event ja möglicherweise sonst doppelt eine VVK-Gebühr zahlen, die schon in den Preis des Ersatzevents eingespeist ist!?

    So würde ich aber auch davon ausgehen, dass man, wenn man nicht den Gutschein wählt, sondern sich das Geld 2022 auszahlen lässt, die VVK-Gebühr nicht zwingend ausgezahlt bekommt.

  • Teceo Teceo 19.06.2020 09:50 Uhr

    rockimpott2012 schrieb:
    Es geht hier doch explizit um den Gutschein, oder? Also dass der Gutschein die VVK-Gebühr als Wert beinhalten muss - schließlich würde man bei Einlösung des Gutscheins für ein neues Event ja möglicherweise sonst doppelt eine VVK-Gebühr zahlen, die schon in den Preis des Ersatzevents eingespeist ist!?

    So würde ich aber auch davon ausgehen, dass man, wenn man nicht den Gutschein wählt, sondern sich das Geld 2022 auszahlen lässt, die VVK-Gebühr nicht zwingend ausgezahlt bekommt.

    Der Kunde hat keine Möglichkeit einen Gutschein zu wählen. Dieses kann nur der Veranstalter. Entscheidet sich der Veranstalter für einen Gutschein, so hat der Verbraucher spätestens mit Ablauf des 31. Dezember 2021 einen Anspruch auf Auszahlung des Wertes des Gutscheins. Und der schließt eine "VVK-Gebühr" nun mal ein. Die "VVK-Gebühr" ist i.d.R. Teil des Entgeltes, welches man an den Veranstalter entrichtet. Und das war auch vor der Corona Pandemie schon so.

  • ralf321 ralf321 19.06.2020 10:08 Uhr
    Nein der Gutschein ist nur eine weitere Möglichkeit dir dein Geld zu geben. So hat der Veranstalter nun die Wahl ob er dir das Geld oder einen Gutschein gibt. Die höhe des Betrages spielt da kein Rolle.

    www.vzhh.de

  • Teceo Teceo 19.06.2020 10:15 Uhr Edited

    ralf321 schrieb:
    Nein der Gutschein ist nur eine weitere Möglichkeit dir dein Geld zu geben. So hat der Veranstalter nun die Wahl ob er dir das Geld oder einen Gutschein gibt. Die höhe des Betrages spielt da kein Rolle.

    www.vzhh.de

    Nein, der Gutschein ist keine weitere Möglichkeit Geld zu geben, sondern eine Möglichkeit kein Geld zu geben. Anstelle von Geld gibt es nämlich einen Gutschein.

  • ralf321 ralf321 19.06.2020 10:19 Uhr

    Teceo schrieb:

    ralf321 schrieb:
    Nein der Gutschein ist nur eine weitere Möglichkeit dir dein Geld zu geben. So hat der Veranstalter nun die Wahl ob er dir das Geld oder einen Gutschein gibt. Die höhe des Betrages spielt da kein Rolle.

    www.vzhh.de

    Nein, der Gutschein ist keine weitere Möglichkeit Geld zu geben, sondern eine Möglichkeit kein Geld zu geben. Anstelle von Geld gibt es nämlich einen Gutschein.

    Der ende 2021 in Geld gewandelt wird inkl VVK und Porto. Sozusagen ein Kostenloser Kredit für den Veranstalter.

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