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Von Handy bis Camping-Toaster – Tipps und Gadgets für die Festival-Saison

RedaktionRedaktion, 04.03.2020

Redaktion

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04.03.2020

Neben den Essentials – Zelt, Schlafsack, Getränke, wetterfeste Kleidung usw. – gibt es auch einige wirklich praktische Gadgets, die den Festivalbesuch erleichtern oder diesen einfach noch etwas spaßiger und cooler machen. Wir stellen euch die besten Gadgets für den Festival-Sommer vor.

Es ist noch kalt und leise auf den Campingplätzen. Zwar können einzelne, kleinere Festivals auch jetzt schon besucht werden, der Blick auf den Festivalkalender verrät aber: Erst ab Mai geht es (hierzulande) so richtig ab. Von Juni bis einschließlich August hat man dann die Qual der Wahl. Wo auch immer es einen dieses Jahr hin verschlagen wird: Es kann nicht schaden, sich bereits jetzt schon mal Gedanken darüber zu machen, was alles mitgenommen werden sollte.

Angenehmer campen

Bequem sitzen und liegen

Ein Festivalbesuch ohne Camping ist kein richtiger Festivalbesuch. Gut, darüber lässt sich durchaus diskutieren, die meisten Veteranen würden aber sicherlich in diesem Punkt zustimmen. Das Zelten und gemeinsame Grillen auf dem Campingplatz ist eine Erfahrung für sich. Manch einer besucht Festivals gar nur, um die Campingerfahrung mitzunehmen und betritt das eigentliche Festivalgelände kein einziges Mal.

Die Meisten werden um das Camping also nicht herumkommen. Egal, ob man nun gerne im Zelt schläft oder das ganze Drumherum eher als leidvolle Begleiterscheinung mitnimmt – es schadet nicht, sich das Sitzen am Tag und das Liegen in der Nacht ein wenig angenehmer zu machen.

Komfortabel sitzen

Camping-Hocker sind der absolute Standard für Festivals. Die praktische, kompakte Variante geht natürlich immer, nach einiger Zeit wird sie aber trotzdem unbequem. Schließlich möchte man sich irgendwann mal zurücklehnen und die Arme ablegen können. Deshalb sollten zumindest Camping-Klappstühle her, die zwar etwas größer sind, sich aber durch ihren Komfort auf jeden Fall auszahlen. Wichtig ist, zum einen auf eine mitgelieferte Tragetasche und zum anderen auf in die Armstützen eingebaute Getränkehalter zu achten! Alternativ bieten sich Campinghocker- und Stühle an, die unter dem Sitz eine eingebaute Kühltasche haben. Das gibt es tatsächlich und wir lieben es. Die Gefahr, dass einem die Freunde dadurch ständig am Campingstuhl herumfummeln, muss man allerdings einkalkulieren.

Entspannt liegen

Für die Nacht im Zelt ist eine aufblasbare Luftmatratze der Isomatte vorzuziehen. Besonders, wenn es mehr als zwei Nächte sind. Das wahre Schlaf-Gadget allerdings sind Schlafsäcke in Form von Strampelanzügen. Diverse Hersteller bieten inzwischen Modelle an, die sich vom klassischen „Mumienschlafsack“ in einen Schlafsack mit Bein- und Armfreiheit verwandeln lassen. Für alle Klaustrophobiker und Freiheitsliebende ideal.

Wer auch tagsüber gerne liegend seine Zeit verbringt, aber nicht im Zelt bleiben möchte, kann sich zum Beispiel eine sogenannte Luftcouch, bzw. Chillbag zulegen. Sie lässt sich durch einfaches Hin-und-Herschwingen aufblasen und ist in etwa so hoch wie ein Sofa. Zusammengerollt und ohne Luft passt so ein Chillbag außerdem in fast jede Tasche. Ein perfektes Gadget zum lässigen Ausstrecken in der Sonne.

Quelle: grigvovan / Adobe Stock
Quelle: grigvovan / Adobe Stock

Sauber bleiben

Die Hygiene leidet speziell auf längeren Festivals und wird oft vernachlässigt. Die langen Schlangen vor den Duschen schrecken viele ab, sich täglich abzubrausen. Dazu kommen durchtanzte Nächte und die Sonne, die schon morgens das Zelt aufheizt. Um dennoch immer einigermaßen frisch zu bleiben, empfehlen wir den Erwerb einer Campingdusche. Sie ist klein, fasst meistens zwischen 10 und 20 Litern Wasser und lässt sich in der hochwertigen Variante sogar über eine Fußpumpe bequem betreiben, ohne aufgehängt werden zu müssen.

Alternativ zur Dusche kann auch eine faltbare Waschschüssel zum Putzen dienen. Eine solche ist im Fachhandel schon ab ca. 5 Euro zu haben und kann wahlweise auch zum Abwasch des Campingbestecks oder für‘s Wäschewaschen umfunktioniert werden.

Die größte Gefahr in Bezug auf die Klamotten ist auf Festivals sicher der Regen. Jeder Festivalfan weiß, dass Wettervorhersagen mit Vorsicht zu genießen sind. Beim Lieblingsartist fängt es gerne mal an in Strömen zu regnen und wenn man diesen dann nicht verpassen möchte, muss man mit durchnässter und/oder matschbefleckter Kleidung über die Runden kommen. Abhilfe verschaffen günstige, durchsichtige Regenponchos, die in jede Hosentasche passen. Zudem sind wasserundurchlässige Schuhbezüge empfehlenswert, um die Füße trocken zu halten.

Praktisches rund ums Smartphone

Akkulaufzeit

Das Smartphone ist inzwischen nicht nur zum technischen Alltagsgerät schlechthin geworden, es darf auch bei keinem Festivalbesuch fehlen. Mit den Freunden in Kontakt bleiben, die Auftritte filmen oder das Wetter checken: Ohne Handy geht es einfach nicht. Eines der größten Probleme auf Festivals ist jedoch die Stromversorgung. Ohne Steckdose kann das Smartphone nicht geladen werden. Zunächst ist es natürlich wichtig zu wissen, wie der Smartphone-Akku durch die richtige Nutzung länger durchhält. Doch oft ist der Akku bei Vielnutzern trotzdem schon nach einem oder gar einem halben Tag leer. Daher ist eine externe Stromversorgung unabdingbar.

Der Klassiker ist natürlich die Powerbank. Wir empfehlen eine Kapazität von 26.800 mAh. Damit lässt sich nicht nur das eigene Smartphone einige Male voll aufladen, auch Freunde können sich noch am portablen Strom bedienen. Eine tolle Alternative für sonnige Sommer stellt ein Solar-Ladegerät dar. Diese mobilen Stromproduzenten können einfach am Zelt oder Rucksack befestigt werden und laden sich dann automatisch über Solarzellen auf, sobald ausreichend Sonne verfügbar ist.

Quelle: egorovdn22 / Adobe Stock
Quelle: egorovdn22 / Adobe Stock

Datenvolumen

Neben der Akkulaufzeit gibt es noch ein weiteres Problem rund um begrenzte Ressourcen: das Datenvolumen. Das Posten von Bildern und Videos sowie Musikstreaming auf dem Campingplatz kosten eine Menge Daten. Wer vielleicht sogar als Influencer aktiv und somit auf das mobile Netz angewiesen ist, steht mit gedrosselter Geschwindigkeit schlecht dar. Aus diesem Grund sollte man sich vorab informieren, wie viel Datenvolumen wofür benötigt wird und was man bei verschiedenen Anwendungszwecken durchschnittlich verbraucht.

Eventuell empfiehlt es sich, beim Netzbetreiber zusätzliches Datenvolumen gegen einen kleinen Aufpreis im Voraus buchen. In der Regel sind 10 bis 15 zusätzliche Gigabyte in einem Monat optional buchbar, was oft auch gar nicht so teuer ist. Gegebenenfalls lässt sich das Geld ja auch mit den anderen im Camp teilen, die vom Musikhören über die mitgebrachten Lautsprecher ebenfalls profitieren.

Mehr Schutz

Gerade, wenn auf Festivals auch mal der ein oder andere Tropfen Alkohol fließt, passiert es schnell, dass das Smartphone im Gewimmel eines Auftritts aus der Hand fällt. Tritt dann noch jemand drauf, hat man schnell ein gesprungenes Display und im schlimmsten Fall defekte Hardware durch den Stoßschaden. Wir empfehlen deshalb eine wasserdichte Handyhülle. Ein solides Hardcase mit Gummierung oder spezielle „Bumper“ sorgen zudem für einen optimalen Schutz. Es gibt übrigens hochwertige Schutzhüllen mit zusätzlich eingebautem Akku. Wer darüber verfügt, kann die Powerbank im Zelt lassen. Sinnvoll ist zudem ein Fingerhalter, der auf der Rückseite des Smartphones angebracht wird. Alternativ finden sich auf dem Markt auch am Smartphone anbringbare Ringe oder Gummibänder, in denen der Finger verankert werden kann.

Quelle: sobolicha11 / Adobe Stock
Quelle: sobolicha11 / Adobe Stock

Coole Apps

Auch die richtigen Apps auf dem Smartphone können zu praktischen Festivalbegleitern werden.

Am wichtigsten ist zu schauen, ob es eine eigene Festival-App gibt. Sie bieten meist die genauen Zeitpläne für die Auftritte und Veranstaltungen auf dem Gelände. Außerdem sind Lagepläne und wichtige Informationen rund um das Thema Camping hinterlegt.

Auch um eine gute Wetter-App kommen Festivalgänger natürlich nicht herum – auch, wenn diese trotz aktueller Daten nicht immer zuverlässig sind. Das Wetter ist nun mal nicht immer berechenbar. Da viele Wetter-Apps Schadsoftware enthalten können, ist es gerade hier wichtig, auf seriöse und renommierte Apps zu setzen.

Klingt unglaublich, ist aber tatsächlich wahr: Es gibt Messenger-Dienste, die auch offline funktionieren. Im Festival-Gewusel ist das natürlich extrem praktisch, denn zum Telefonieren ist es oft einfach zu laut und das Netz ist für SMS und WhatsApp-Nachrichten mitunter völlig überlastet. Wer dann seine Freunde wiederfinden möchte, kann sich mit ihnen etwa via Firechat verbinden. Die App funktioniert über ein Mesh-Netz. Das bedeutet, dass Geräte, auf denen das Programm installiert ist, über Bluetooth und WLAN ein dezentrales Netzwerk herstellen und miteinander kommunizieren können. Das System hat bisher auch mediale Aufmerksamkeit erlangen können. Je mehr Menschen die App nutzen – umso besser funktioniert es.

Das Beste aus der Smartphone-Kamera rausholen

Kaum noch jemand nimmt heute auf Festivals eine spezielle Kamera mit. Vor allem nicht, wenn es sich um eine teure Spiegelreflex Kamera handelt. Ansonsten dürften die Meisten die inzwischen bestens ausgereiften Smartphone-Kameras zur Festivaldokumentation nutzen. Doch auch die kann man ein wenig upgraden:

Oben auf der Liste der Must-Haves für die Smartphone-Kamera stehen Objektivkits, die meist aus drei bis fünf verschiedenen Objektiven bestehen. Diese werden meist ganz einfach mit Hilfe eines Klemmsystems vor der Kameralinse installiert und ermöglichen so auch Weitwinkel- oder Fischaugenaufnahmen mit dem Handy.

Bestimmte Momente auf einem Konzert möchte man nicht nur fotografieren, sondern auch als Video festhalten. Ein großes Problem: So gut die Kamera auch sein mag, oft leidet der Ton der Aufnahme unter den begrenzten Mitteln der Smartphone-Technik. Ein kleines externes Mikrofon, das sich über den Lautsprechereingang anschließen lässt, löst das Problem. Je nach Modell ist es in der Lage Nebengeräusche zu filtern und für voluminösere Aufnahmen zu sorgen.

Das dritte Gadget, was wir empfehlen können ist nicht etwa der langweilige Selfie-Stick. Nein, wir legen allen Festivalgängern nahe, diesen zu Hause zu lassen und stattdessen für kleinere Filmaufnahmen einen Stabilisator zu kaufen. So kann das Smartphone über einen Griff viel ruhiger bewegt oder gehalten werden. Hochwertige Ausführungen verfügen dann auch noch über Hotkeys am Griff, mit denen sich alle Parameter der Handykamera bequem und leicht steuern lassen.

Quelle: gangster9686 / Adobe Stock
Quelle: gangster9686 / Adobe Stock

Musik auf dem Campingplatz

Natürlich dürfen portable Lautsprecher auf keinem Festival-Campingplatz fehlen. Denn die Stunden, in denen am Zeltplatz unter dem Pavillon abgehangen und gechillt wird, sollen natürlich musikalisch untermalt werden. Da die Auswahl an guten Bluetooth Lautsprechern auf dem Markt kaum zu überschauen ist, empfehlen wir hier ein Konzept, das uns besonders gut gefällt und das sich für Festivals hervorragend eignet: Die Idee hinter den Lautsprechern von Ultimate Ears. Nicht nur sind die Lautsprecher inzwischen etabliert und haben ihre treuen Anhänger gefunden – sie warten auch mit zwei Besonderheiten auf. Im Gegenzug zu vielen anderen portablen Qualitätslautsprechern sind diese Boxen absolut wasserdicht. Zudem lassen sie sich per App in Reihe schalten.

Quelle: Vance A. / Unsplash
Quelle: Vance A. / Unsplash

Weitere spaßige Festival-Gadgets

Zum Abschluss wollen wir noch einige lustige Festival-Gadgets auflisten, die größtenteils in die Kategorie „Kann man machen, braucht man aber eigentlich nicht“ fallen. Wer noch ein wenig Geld übrig hat, kann sich den Spaß aber allemal überlegen:

Wie wäre es zum Beispiel mit einem kleinen Taschenaschenbecher, der an den Schlüssel oder die Hose gehängt werden kann? Dann spart man sich den Weg zum nächsten Mülleimer und verschmutzt mit Asche und Filterstummel nicht die Umwelt.

Wer nicht Gabel und Löffel zusammen mitschleppen möchte, legt sich am besten einen sogenannten Spork zu. Alternativ auch unter Göffel zu finden. Damit können Suppen oder Dosenravioli gleichermaßen genossen werden.

Für knusprige Toasts, die in die Suppe oder ins Chili aus der Dose getunkt werden können, muss natürlich auch ein Campingtoaster mit in die Festivaltasche. Diese Drahtgebilde können etwa über einem Gaskocher oder auf einem Elektrogrill betrieben werden und sorgen für perfekt gebräunte Toastscheiben.

Ewiges Anstehen an Toiletten, wenn Mädels mal aufs Klo müssen? Nicht mit Pipipappen oder Urinellas. Mit diesen praktischen Helfern können sich auch Mädels einfach ans Urinal stellen, bzw. im Stehen pinkeln. Einfach mal googeln!

Das Bierpongset besteht aus einer Spielfeldmatte, mehreren klassischen roten Collegebechern, ein bis drei Bierpongbällen und dem obligatorischen Regelwerk. Ob auf einem Biertisch oder einer Luftmatratze – das Set lässt sich überall gut platzieren, sodass dem Spaß keine räumlichen Grenzen gesetzt sind.

Für großen Spaß vor allem auf Rockfestivals sorgen aufblasbare Gummi-Gitarren. Gibt’s oft auch gleich im Fünferpack, damit die ganze Festivalcrew zusammen „losspielen“ kann.

Und zu guter Letzt noch ein wirklich unnötiges, aber nicht minder spaßiges Spielzeug für Groß und Klein: Die Seifenblasenpistole. Damit lassen sich auf Knopfdruck unzählige Seifenblasen über die Köpfe der Leute zaubern. So entdecken auch harte Rocker wieder das Kind in sich!

Quelle: Jogerken / Adobe Stock
Quelle: Jogerken / Adobe Stock

Headerbild: 2207918 / Adobe Stock

Redaktion Redaktion Berlin

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