Politik-Thread

eröffnet von FBG am 13.02.2006 14:16 Uhr
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Locust
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IvanTKlasnic schrieb:


sadfad schrieb:
Ich habe die letzten Tage eine mögliche Erklärung für das Wahlverhalten junger Leute gesehen, was ich gar nicht so abwegig fande.

Dort wurde gesagt, dass gerade junge Leute viel mehr mit den Auswirkungen der Migration zu tun haben, da sie eben die sind, die Abends/Nachts Öffis nutzen, die feiern gehen, die in Parks sitzen usw. und dadurch natürlich deutlich mehr Kontakt und Erfahrungen zu gewissem Klientel hat.
Und da die CDU (haha) / AFD die einzigen beiden Partein sind, die an der jetzigen Situation etwas ändern wollen, werden diese halt gewählt.

Fande die Argumentation zumindest nicht komplett abwegig.

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Das würde nur Sinn machen, wenn viele der "Probleme" nicht zum Großteil imaginär, sondern real wären. Und außerdem, wäre dies der Fall, wäre die AfD vor allem dort stark, wo es viele Migranten gibt - also vor allem in Städten. Das ist aber nicht der Fall, dort sind sie schwächer als auf dem Land, und vor allem im Osten, wo es weniger Migranten gibt. Kann dazu gerne wenn ich wieder vom Ring zu Hause bin was ausführlicheres schreiben.

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Ja sehe ich deshalb auch sogar ziemlich abwegig.

Es ist mmn. tatsächlich eine der wichtigsten und zielführensten Überlegungen die man machen sollte. Da braucht man auch keine Medien oder sonst welche beeinflussenden Quellen.


Warum wird in Regionen mit hohem Ausländeranteil stark "links" gewählt?

Locust


sadfad schrieb:
Und da die CDU (haha) / AFD die einzigen beiden Partein sind, die an der jetzigen Situation etwas ändern wollen, werden diese halt gewählt.

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Das halte ich übrigens für ne gewagte These. Die wohl effektivste Möglichkeit um diese Probleme zu reduzieren ist die soziale Ungleichheit zu verringern und das wollen diese beiden eher nicht.........

Yertle-the-Turtle


Mambo schrieb:


ralf321 schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:

Achja, jetzt wären doch auch gute Zeiten für Neuwahlen. Frankreich macht es vor. Wird es aber bei unserer Regierung nicht geben. Dann würde man ja Verantwortung zeigen und Konsequenzen ziehen.

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Was erwartest du von Neuwahlen?

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Ich sehe auch den Link zu Neuwahlen einfach gar nicht. Der Bundestag ist durch die letzte Wahl für die gesamte Legislatur legitimiert und solange niemand die Regierung verlässt, hat sie dort eine klare Mehrheit Smiley

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Naja, die Regierung - vor allem die SPD - repräsentiert in 2024 wie es aussieht nicht mehr die Bevölkerung. Wo du aber natürlich recht hast ist, dass die Regierung einen Auftrag für 4 Jahre erhalten hat und nicht nach Momentaufnahmen entschieden werden sollte.

Fakt ist aber, dass laut Umfragen die Zufriedenheit, Rückendeckung und Zustimmung der Regierung auf einem lächerlich geringem Niveau ist.

Da dies den 3 regierenden Parteien bewusst ist werden die natürlich einen Teufel tun und Platz machen.

Zum Thema AFD / Social Media. Was haben denn die anderen Parteien bitte für schlechte Media- und Kommunikationsberater? Auch die AFD wird hier keine Expertise haben.

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hermes81

Ich glaube ja mittlerweile, dass gewisse Regionen im Osten schlichtweg nicht(mehr) erreichbar sind.
Die haben sich nie wirklich vom Sozialismus emanzipiert.
Du kommst da mit pragmatischer Realpolitik einfach nicht durch.

Gestern mal wieder hart aber fair geschaut: Diese FDP ist der Sargnagel dieser Koalition.
Desweiteren war wohl der größte Fehler den die Grünen gemacht haben, damals nicht Habeck als Kanzlerkandidat aufzustellen. Scholz wäre uns vllt. erspart geblieben.

Ich kann diesen Frust schon irgendwo nachvollziehen. Scholz ist schlichtweg ein Komplettausfall.
Die Koalition, dank der FDP, nur am streiten.
Die Grünen haben wieder Grabenkämpfe intern - dem linken Kern ist die Ausrichtung zu radikal, die Realos müssen halt nach Sachlage statt Ideologie entscheiden.

Klima kein Thema mehr. Alles reibt sich am Migrationsthema auf.
Dann kommt Mannheim und das ist natürlich der Afd reingelaufen.
Wobei festzuhalten ist, dass deren Ergebnis (glücklichweise) unter dem lag was man
prognostiziert hat.

Mir wird echt Angst und Bange. Die CDU wieder siegestrunken, schwafelt was von Neuwahlen.
Da gehts wieder nur um Posten statt Sachpolitik.
Das werden schwere Jahre.
Ich denke tatsächlich dass dieses Land vllt. wieder eine rechtskonservative Regierung braucht.
Nur um dann 4 Jahre später wieder sagen zu können " ich hab sie ja nicht gewählt, denn ich wusste das es alles noch schlimmer macht".

Desweiteren muss sich unsere Medienlandschaft auch mal hinterfragen.
Schaue ich in den sozialen Medien, so sehe ich bei den etablierten Magazinen immer mehr clickbait erhaschende Toppings. Und da die Leute immer weniger Inhalte lesen, sondern an den Headlines hängen bleiben, ist da eine große Schuld auch hier zu suchen.

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IvanTKlasnic


hermes81 schrieb:
Ich glaube ja mittlerweile, dass gewisse Regionen im Osten schlichtweg nicht(mehr) erreichbar sind.
Die haben sich nie wirklich vom Sozialismus emanzipiert.
Du kommst da mit pragmatischer Realpolitik einfach nicht durch.

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Das sehe ich anders. Die Leute dort haben sich vom System verabschiedet, weil das System sie vergessen hat. Wenn du in der Ostdeutschen Provinz mal unterwegs bist, merkst du, dass dort alles tot ist. Wenn es eine Partei gäbe, die einen, die einen realpolitischen "Fahrplan Ost" hätte, und nicht nur Geschwafel um stimmen zu holen, dann würde sich da schnell was ändern. Gibt es aber nicht.

Also nicht falsch verstehen, damit wird die AfD nicht von heute auf morgen verschwinden, aber wenn die anderen Parteien zeigen, dass sie einen Plan für den Osten haben und diesen auch umsetzen, dann würde die AfD stark an Zuspruch verlieren. Da gibt es auch Beispiele für auf lokalpolitischer Ebene

Rockender_Altenpfleger

Ich finde es schlimm dass die AfD mit ihrer Einfachheit so gut ankommt.
Meine beiden Mädels 10jahre, fragten mich auch zu politischen Themen bzw konnten sie mir die Plakate der AfD wieder geben und fragten was das bedeutet.
Nach Erläuterung guckten sie recht erschrocken.

Die AfD war in Elmshorn die einzige Partei die komplett die Schulen plakatiert haben mit ihrem Geschwaffel. Frage mich wieso schaffen es die anderen Parteien nicht, die haben alle eine inkompetente Öffentlichkeitsarbeit.

Politische Aufklärung kommt auch in der Schule viel zu kurz und zu spät dran.
Aber ist ja nicht so, dass wir erst seit gestern auf Bildung etc hinweisen!!!

Mambo


hermes81 schrieb:
(...)
Desweiteren war wohl der größte Fehler den die Grünen gemacht haben, damals nicht Habeck als Kanzlerkandidat aufzustellen. Scholz wäre uns vllt. erspart geblieben.

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Meine Rede. Die Chance 2019 war einmalig und vor allem auch wirklich real. Kann bis heute nicht fassen, dass man ihm Baerbock vorgezogen hat. Ich glaube wirklich, dass wir mit einem Kommunikatior wie Habeck statt Schweigegelübde-Scholz als Kanzler mit einem völlig anderen Gemeinschaftsgefühl durch die Krisen der letzten Jahre gegangen wären.

Ddraig


IvanTKlasnic schrieb:


hermes81 schrieb:
Ich glaube ja mittlerweile, dass gewisse Regionen im Osten schlichtweg nicht(mehr) erreichbar sind.
Die haben sich nie wirklich vom Sozialismus emanzipiert.
Du kommst da mit pragmatischer Realpolitik einfach nicht durch.

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Das sehe ich anders. Die Leute dort haben sich vom System verabschiedet, weil das System sie vergessen hat. Wenn du in der Ostdeutschen Provinz mal unterwegs bist, merkst du, dass dort alles tot ist. Wenn es eine Partei gäbe, die einen, die einen realpolitischen "Fahrplan Ost" hätte, und nicht nur Geschwafel um stimmen zu holen, dann würde sich da schnell was ändern. Gibt es aber nicht.

Also nicht falsch verstehen, damit wird die AfD nicht von heute auf morgen verschwinden, aber wenn die anderen Parteien zeigen, dass sie einen Plan für den Osten haben und diesen auch umsetzen, dann würde die AfD stark an Zuspruch verlieren. Da gibt es auch Beispiele für auf lokalpolitischer Ebene

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Stimmt schon- ich war vor ein paar Wochen in einem Dorf in Brandenburg, sogar mit Recht guter Anbindung nach Berlin, aber ich war schockiert wie heruntergekommen da alles aussah und ich komme selber aus eher ländlichlichen Verhältnissen im Westen. Ich glaube das die Mehrheit des Soli nach Berlin und den anderen großen Städten des Ostens geflossen ist und nicht in die Fläche. Einfach nur, weil diese einfach mehr Beamte haben die sich um das beantragen etc. kümmern können.

Metalguard


sadfad schrieb:
Ich habe die letzten Tage eine mögliche Erklärung für das Wahlverhalten junger Leute gesehen, was ich gar nicht so abwegig fande.

Dort wurde gesagt, dass gerade junge Leute viel mehr mit den Auswirkungen der Migration zu tun haben, da sie eben die sind, die Abends/Nachts Öffis nutzen, die feiern gehen, die in Parks sitzen usw. und dadurch natürlich deutlich mehr Kontakt und Erfahrungen zu gewissem Klientel hat.
Und da die CDU (haha) / AFD die einzigen beiden Partein sind, die an der jetzigen Situation etwas ändern wollen, werden diese halt gewählt.

Fande die Argumentation zumindest nicht komplett abwegig.

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Ich finde da eine andere Erklärung viel einleuchtender. Die "jungen Wähler" waren vor drei, vier Jahren allesamt in ihrer vermutlich wildesten Teenie-Zeit (zumindest wenn ich von mir selbst ausgehe und ich mich daran erinnere was wir mit 14 bis 18 so getrieben haben), und plötzlich wurden sie sämtlicher Freiheiten beraubt und ihnen obendrein der Schulalltag deutlich schwerer gemacht. Das war während den corona-Jahren die Gruppe, auf deren Interessen am wenigsten geschaut wurde.
Da die afd grundsätzlich Öffentlichkeitswirksam gegen alles ist, was die momentane Regierung macht (damals lockdowns, maskenpflicht, quasi-impfpflicht usw.), und obendrein zu der Zeit social Media mit Abstand am intensivsten genutzt hat, wird die afd hier einige junge Leute, denen es noch an politischer weitsicht fehlt, davon überzeugt haben, dass man ihre Interessen vertritt.

Roggan29
Roggan29

Aber bei der letzten Bundestagswahl die mitten in Corona war, haben die jungen Wähler Grün gewählt. Passt also nicht zu deiner These

Ddraig


Roggan29 schrieb:
Aber bei der letzten Bundestagswahl die mitten in Corona war, haben die jungen Wähler Grün gewählt. Passt also nicht zu deiner These

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Bei der BTW kannst du auch nur Ü18 wählen, und eine Menge der jungen Wähler war demnach bereits Studenten mit mehr Freiraum als Schülern, bei der EU-Wahl ging das schon ab Ü16, und die haben das LottiKarotti abbekommen.

Metalguard
·  Bearbeitet


Roggan29 schrieb:
Aber bei der letzten Bundestagswahl die mitten in Corona war, haben die jungen Wähler Grün gewählt. Passt also nicht zu deiner These

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Teils richtig - wenn man (wie die meisten Statistiken) von den Wählern ausgeht, die 24 Jahre oder jünger sind, dann sind drei Jahre nach der Bundestagswahl (damals 18-24 jährige) nur noch 50% der selben Menschen in dieser Altersspanne wie zur Bundestagswahl. Dazu kommen noch die ganz jungen Wähler, Stichwort Wahlrecht ab 16 - gewisse Überschneidungen mit dem Wählerklientel der Bundestagswahl wird es da also alles in allem mit Sicherheit geben, aber hier betrachtet man im Vergleich zu vor 3 Jahren "fast eine viertel Generation später".

Mir fällt es auf rein logischer Ebene auch sehr schwer zu glauben, dass es da viele Wechselwähler gegeben hat, so konträr wie die beiden Parteien sind... aber das ist eine rein subjektive Perspektive

Locust


Mambo schrieb:


hermes81 schrieb:
(...)
Desweiteren war wohl der größte Fehler den die Grünen gemacht haben, damals nicht Habeck als Kanzlerkandidat aufzustellen. Scholz wäre uns vllt. erspart geblieben.

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Meine Rede. Die Chance 2019 war einmalig und vor allem auch wirklich real. Kann bis heute nicht fassen, dass man ihm Baerbock vorgezogen hat. Ich glaube wirklich, dass wir mit einem Kommunikatior wie Habeck statt Schweigegelübde-Scholz als Kanzler mit einem völlig anderen Gemeinschaftsgefühl durch die Krisen der letzten Jahre gegangen wären.

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Weiß nicht, Habek wurde doch auch von gewissen Medien gerissen wegen dem Heizungsgesetz.
Viele Medien führen da ja auch nut populistischen Wahlkampf und einige Leute lassen sich instrumentalisieren.

Yertle-the-Turtle
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Die SPD dürfte bis heute nicht wissen bzw. besser verdrängen wie sie ins Kanzleramt gekommen sind.
Es hat schlicht gereicht sich ganz Angela Merkel like - oder auch durchscholzen genannt - unauffällig zu zeigen.
CDU und Grüne haben sich bei der Wahl den Stock ins eigene Fahrrad gesteckt und sind auf der Zielgeraden gestolpert.
Dem schmierigen Laschet weine ich aber bis heute keine Träne nach. Letztens war er bei Caren Miosga und war wieder sehr unsympathisch.
Ich denke auch das die Doppelspitze den Grünen mehr geschadet als geholfen hat. War damals nicht eine Begründung pro Baerbock man rechne sich mit einer Frau als Kandidatin bessere Chancen aus?

2025 wird die Wahl unter anderen Vorzeichen stehen. Der SPD rechne ich - Stand heute - keine Chancen aus und auch die Grünen müssen sich neu sortieren und die Themen Migration / Krieg / Klima / Woke richtig priorisieren und angehen.
Wenn sich da nichts ändert wird das ein ungefährdeter Kantersieg für CDU / AFD / BSW. Allerdings lehrt die Vergangenheit auch, dass 1-2 unerwartete Wendungen vor einer Wahl alles durchwürfeln können.

P.S.: Eine Chance sehe ich dann doch bei der SPD. Wenn Scholz nen Abflug macht und man sich mit Boris Pistorius neu positioniert.

Locust


Yertle-the-Turtle schrieb:
CDU und Grüne haben sich bei der Wahl den Stock ins eigene Fahrrad gesteckt und sind auf der Zielgeraden gestolpert.

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Eher wurden beide Kandidaten medial zerlegt und Scholz der lachende Dritte und ja das zeigt, dass es schnell sich wenden kann weil die Leute sehr personenbezogen wählen.

Die Union ist schon Top Favorit stand heute was aber auch zeigt wie sehr im Kreis gewählt wird.
Die Frage bei der Union ist aber schon auch welchen Kandidaten sie stellen.

Mambo
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Bin weitgehend bei euch.

Zur BTW 2021 glaube ich, dass die auch gegen Habeck anzunehmende Kampagne an ihm deutlich eher abgeperlt wäre. So ungerecht das ist, war die Wählergruppe, die Baerbock als junge grüne polarisierende Frau erreichen konnte, aber Habeck nicht, viel kleiner als die, die der extrem anschlussfähige Habeck hätte erreichen können, aber Baerbock nicht.

Zur BTW 2024 sieht es aktuell ganz stark nach Union aus. Dann wäre die Frage mit wem. Für schwarz-gelb reicht es hoffentlich nicht, also SPD oder Grüne. BSW dürfte außenpolitisch undenkbar sein, AfD hoffentlich aus noch viel mehr Gründen ausgeschlossen.

Ich würde aber auch Kanzlerambitionen der SPD oder der Grünen noch nicht abschreiben. Merz als Kandidat ist für beide deutlich einfacher als Söder oder Wüst. Und wie sich die Stimmung in den letzten zwei Jahren gedreht hat, kann sie sich bis zur Wahl durchaus auch nochmal anders drehen.

Aschbacheronkel

Wenn man das Wahlergebnis der Jugend mit dem gesamt Wahlergebnis vergleicht dann schneiden doch Grüne,FDP,AFD,BSK ziemlich gleich ab.
Lediglich die Volksparteien CDU,SPD schneiden bei der Jugend schlechter ab.
Besser bei der Jugend schneiden Volt,Die Linke,Die Partei und viele kleine Parteien ab.Das die Jugend rechter wählt als die Bevölkerung lese ich da 0,0 heraus

IvanTKlasnic


Aschbacheronkel schrieb:
Wenn man das Wahlergebnis der Jugend mit dem gesamt Wahlergebnis vergleicht dann schneiden doch Grüne,FDP,AFD,BSK ziemlich gleich ab.
Lediglich die Volksparteien CDU,SPD schneiden bei der Jugend schlechter ab.
Besser bei der Jugend schneiden Volt,Die Linke,Die Partei und viele kleine Parteien ab.Das die Jugend rechter wählt als die Bevölkerung lese ich da 0,0 heraus

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Sie wählt nicht rechter als die Durchschnittsbevölkerung, aber rechter im Vergleich zur Vergangenheit, wo rechte Parteien immer deutlich schwächer abgeschnitten haben.

Aschbacheronkel


IvanTKlasnic schrieb:


Aschbacheronkel schrieb:
Wenn man das Wahlergebnis der Jugend mit dem gesamt Wahlergebnis vergleicht dann schneiden doch Grüne,FDP,AFD,BSK ziemlich gleich ab.
Lediglich die Volksparteien CDU,SPD schneiden bei der Jugend schlechter ab.
Besser bei der Jugend schneiden Volt,Die Linke,Die Partei und viele kleine Parteien ab.Das die Jugend rechter wählt als die Bevölkerung lese ich da 0,0 heraus

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Sie wählt nicht rechter als die Durchschnittsbevölkerung, aber rechter im Vergleich zur Vergangenheit, wo rechte Parteien immer deutlich schwächer abgeschnitten haben.

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2021 hat die Jugend aufgrund der Unzufriedenheit mit SPD/CDU die Grüne und FDP gewählt um 2024 festzustellen das es Grüne und FDP auch nicht können.
Vielleicht hat sich bei der Jugend jetzt einfach die gleiche Politikverdrossenheit eingestellt wie bei der Allgemeinbevölkerung

IvanTKlasnic


Aschbacheronkel schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


Aschbacheronkel schrieb:
Wenn man das Wahlergebnis der Jugend mit dem gesamt Wahlergebnis vergleicht dann schneiden doch Grüne,FDP,AFD,BSK ziemlich gleich ab.
Lediglich die Volksparteien CDU,SPD schneiden bei der Jugend schlechter ab.
Besser bei der Jugend schneiden Volt,Die Linke,Die Partei und viele kleine Parteien ab.Das die Jugend rechter wählt als die Bevölkerung lese ich da 0,0 heraus

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Sie wählt nicht rechter als die Durchschnittsbevölkerung, aber rechter im Vergleich zur Vergangenheit, wo rechte Parteien immer deutlich schwächer abgeschnitten haben.

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2021 hat die Jugend aufgrund der Unzufriedenheit mit SPD/CDU die Grüne und FDP gewählt um 2024 festzustellen das es Grüne und FDP auch nicht können.
Vielleicht hat sich bei der Jugend jetzt einfach die gleiche Politikverdrossenheit eingestellt wie bei der Allgemeinbevölkerung

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Dieses Verhalten deckt sich nicht mit der Datenlage, wenn man mehr als nur diese beiden Wahlen betrachtet.

Rockender_Altenpfleger

AfD und BSW haben weitestgehend die Rede von Selenzki im Bundestag boykottiert.

Leider interessiert es die meisten Wähler nicht.

CoolProphet
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Sehe das Thema Social Media gar nicht so wild, da sind doch ausnahmslos wirklich ALLE nur komplett cringe(hasse das Wort) unterwegs. Und wie blöd müsste ich sein um irgendeiner Partei oder Politikern auf IG zu folgen bspw. Nee, sicher nicht. Andererseits gebe ich auch nichts auf so Aussagen wie dass der berühmte Wahl-O-Mat so viel wie noch nicht benutzt wurde. Ob so viele Leute wirklich nur darauf beruhend ihre Kreuzchen dann machen... ich weiss es nicht und glaub es auch nicht.

Was ich definitiv sagen kann: Beobachtung in BW/BY was man zwischen den Zeilen so rausgehört hatte in den letzten Monaten, also ich kenne im Alltag/Job genug Deutsch-Türken, Araber mit dt. Pass und hier aufgewachsen die sehr sicher rechts gewählt haben und vermutlich auch viele Leute in deren Umfeld/Familie usw. Da aber mit den Leuten keinen Bock das zu diskutieren(aus Gründen) auch nicht zu sehr ins Detail. Aber die sind obwohl in meinem Alter bei manchen Themen teils konservativer als die altgedientesten CSUler. Aber kam schon durch worauf gar keinen Bock(Grüne) und dann überwiegen eben diese Gründe bzw wählt man aus Prinzip das Gegenteil. Hat man zumindest oft genug durch die Blume rausgehört.

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MinistryOfDeath
MinistryOfDeath

Liegt vielleicht daran, dass die klassischen Herkunftsländer wesentlich konservativer geprägt sind als Deutschland. Selbst wenn man hier aufgewachsen ist, prägt doch die Kultur und das soziale Umfeld sehr stark.

Ich bleib dabei, das Problem (in fast allen Demokratien) ist ein Mangel an politischer Bildung. Soll nicht heißen, dass alle doof sind. Aber Politik ist für viele immer noch etwas, womit man sich eigentlich nicht beschäftigen will. Nur wie soll man dann eine fundierte Entscheidung treffen? Lässt sich nicht nur an dem Stadt-Land-Gefälle beobachten, auch jetzt bei der EU-Wahl haben vor allem die Länder mit höheren Bildungsausgaben eher progressiv gewählt.

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mehlsack
mehlsack
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Auch wenn es uns nicht wirklich überraschend getroffen hat, war das doch ein tiefer Schock am Sonntag für die SPD, der bei mir zumindest immer noch sitzt.

Was mir hier zu kurz kommt, sind zwei zentrale Krisen, die die Politik seit der letzten Europawahl massiv beeinträchtigt haben. Corona wurde angesprochen, das hängt sicherlich der Gruppe 16-24 noch ordentlich in den Knochen, scheint aber politisch vergessen. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine wurde hier noch gar nicht genannt, ist für mich aber der entscheidende Faktor, der die Ampel in ihrer Politik total entzweit hat. Denn der Koalitionsvertrag war ja für viele Menschen gut, aber er war im Grunde im Februar 2022 obsolet. Als Sozi ist das gerade eine Zeit, in der es ganz klar sozialdemokratische Politik braucht, in der die Schuldenbremse überarbeitet werden muss, in der wir mit "Wir sind gut durch die Krise gekommen" oder "Eigentlich macht die Ampel gute Arbeit"-Sätzen nirgendwo hinkommen, wenn es gerade unser Klientel ist, dass merkt wie teuer die Lebensmittel sind, dass die Schule bröckelt, dass der Bus nicht kommt usw. Erst recht, wenn die Fliehkräfte so sind, dass sämtliche Investitionen, die wir für die Ukraine oder in der Entwicklungshilfe sinnvollerweise tun, in den Kommunen aufgerechnet und zum Vergleich gestellt werden. Da ist mit der FDP an der Stelle kein Staat zu machen, aber - so leicht will ich es mir dann auch nicht machen - da kann auch ein Kanzler kein Mediator sein und so passiv bisweilen sogar arrogant kommentieren oder sich wegducken.

Zu Ostdeutschland & Menschen, die man einfach nicht mehr erreicht: Solche Ecken gibt es bestimmt, die gibt es aber sicherlich auch in Westdeutschland. Sowieso wird mir zu viel über Ostdeutschland gesprochen, die AfD ist ein bundesweites Problem. In Rheinland-Pfalz kann sich auch schon bald Einiges drehen, ein Blick bspw. nach Pirmasens oder Kaiserslautern macht auch nicht gerade gute Laune. Es ist natürlich nicht von der Hand zu weisen, dass uns die gurkige Performance der Union bei der Bundestagswahl massiv geholfen hat. Allerdings wird mir das auch zu sehr auf Laschets Lacher verkürzt, scheinbar haben viele schon das monatelange Gezerre um die Kanzlerkandidatur vergessen, die Maskenaffäre, die Aserbaidschan-Affäre usw. Die SPD hat die Bundestagswahl aber vor allem auch im Osten gewonnen, dort wo nicht die AfD gewonnen hat nahezu jeden Wahlkreis geholt und ein Plus von 10,2% in den neuen Bundesländern im Vergleich zur Wahl 2017 eingefahren. Das zeigt mir ganz klar, dass wir die Wahl auch gewonnen haben, weil wir die perfekte Kombination aus einem Mitte-links Wahlprogramm mit starken sozialdemokratischen Themen hatten (Mindestlohn, Rente, Wohnen). und einem erfahrenen Mitte-rechts Kandidaten hatten, eine Kombination, die besonders auch bei den Menschen in den neuen Bundesländern auf offene Ohren gestoßen ist. Und wenn man das mit der Umsetzung gegenüber stellt, wie oben beschrieben, erklärt sich für mich auch unsere schlechte Performance. Egal wie gut wir unsere Wahlversprechen umsetzen, wenn gleichzeitig die Preise galoppieren, der Wettkampf um Industriearbeitsplätze sich massiv verschärft hat, dann sind selbst unsere Wahlversprechen zu wenig und ja sowieso mit der FDP nur bedingt umsetzbar. Was ich aber damit sagen will: Selbst die oft verschriene unbeliebte alte Tante SPD kann in vielen ostdeutschen Wahlkreisen überzeugen mit dem richtigen Programm. Wenn wir das können, wieso sollten das CDU, FDP und Linke nicht auch mit dem richtigen Programm können? Bei den Grünen und dem Hass der denen entgegen schlägt, bin ich mir da allerdings nicht sicher.

Zur AfD auf TikTok & Social Media: Da ich ja nicht nur für meine Partei arbeite, sondern auch genau in diesem Bereich, packt man sich natürlich auch an die eigene Nase. Hier gilt es viel aufzuholen, aber auch hier ist mir die Debatte viel zu verkürzt. "Wir müssen mehr TikTok machen", kann nicht die Lösung sein. Die Leute wählen nicht AfD, nur weil die viel TikTok machen, sondern vor allem weil die auf Social Media die richtigen Themen ansprechen und eine extreme Organisationsstruktur haben. Die gesamte AfD ist eine Social-Media-Partei und der Content wird in großen Teilen von oben runterdiktiert. Friedrich Merz hat kürzlich mal in einem Interview gesagt, dass die MdBs der AfD sogar ihre Zugangsdaten abgegeben müssen, so dass aus der Kommunikation der Fraktion alles orchestriert gespielt werden kann. Das ist bei CDU und SPD, wahrscheinlich auch bei Grünen und FDP niemals möglich und das auch aus guten Gründen. Zudem bevorteilen die sozialen Netzwerke Polemik und extreme Äußerungen, die AfD ist hier einfach in einer Pole Position. Aber: Die AfD ist nicht einfach nur populistisch, sie spielt exakt die Themen, die für die Jugend interessant sind. Natürlich überspitzt, natürlich populistisch, natürlich ist mehr als die Hälfte schlicht gelogen. Aber ein "Echte Männer sind rechts"-Video von Maximilian Krah geht auf TikTok steil in einer Zielgruppe in der die Pubertät/Befassung mit Geschlechtern, Sexualität etc. eins der wichtigsten Themen ist. Das überrascht null. Da haben wir großen Nachholbedarf. Man muss jetzt auch als Mitte-Partei nicht unfassbar populistisch werden, aber man muss die Dramaturgie von TikTok/Instagram Videos verstehen, die richtigen Themen auswählen, die richtigen Erzählungen finden usw. Für die AfD ist es natürlich leichter, die können sich das zeitaufwendige Fakten recherchieren schon einmal grundsätzlich sparen.

Kommt eine Menge Arbeit auf mich zu, schaun wir mal was wird.

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OPSler
OPSler

Die SPD ist eine klassische Arbeiterpartei und wenn ihr eure Politik mal wieder auf die ursprüngliche Zielgruppe ausrichten würdet, kämen die Wähler schon wieder von ganz alleine. Es sind die Menschen, bei denen morgens früh der Wecker klingelt und die den ganzen Tag arbeiten gehen, die die SPD groß gemacht haben. In dieser Gruppe hat die AfD mittlerweile die meisten Stimmen gemacht und die SPD abgelöst. Nicht von sozialdemokratischer Politik reden sondern sie auch machen. Eure dänischen Kollegen haben euch doch gezeigt, wie man als Sozialdemokraten wieder Mehrheiten holen kann und den Rechten das Wasser abgräbt. Man muss ihnen nur die Themen wegnehmen und die Wähler ernst nehmen.


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