Politik-Thread

eröffnet von FBG am 13.02.2006 14:16 Uhr
6.503 Kommentare - zuletzt von Locust

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Mambo
02.04.2024 13:36·  Bearbeitet

Mein Vorsatz im Leben ist ja, bevor man verbal nach unten tritt ganz grundsätzlich immer nochmal kurz zu überlegen, obs nicht nach oben einen passenderen Adressaten gibt. Allein schon weils sonst so furchtbar einfach ist und man damit allein deswegen selten auf dem richtigen Weg ist.

Zum Thema Bürgergeld speziell bin ich einigermaßen geschockt, wie die Unionskampagne da verfängt. Was ich allein am Wochenende auf einer Familienfeier und einem Alte-Freunde-Treffen an Unsinn zum Thema gehört habe. Da werden die Leute sauer ohne auch nur die entfernteste Ahnung haben, wie das Bürgergeld überhaupt funktioniert oder von welchen Größenordnungen wir bei den Regelbedarfen und den ach so hochgejazzten Totalverweigerern sprechen. Da wird sich nicht gescheut, die deutschen Sozialleistungen pauschal als "zu hoch" zu framen, ohne überhaupt ihre Höhe zu kennen.

Im nächsten Moment wird aber ganz selbstverständlich erzählt, dass man das Haus der Eltern jetzt schon überschrieben bekommen hat, weil man weiß ja nie, wenn die mal pflegebedürftig werden und dann das Sozialamt das verwerten will...richtig hart.

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Roggan29
Roggan29
02.04.2024 15:10


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

Zitat anzeigen



Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

Zitat anzeigen


Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

Zitat anzeigen


Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

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Locust
02.04.2024 15:26


Mambo schrieb:
Mein Vorsatz im Leben ist ja, bevor man verbal nach unten tritt ganz grundsäztlich immer nochmal kurz zu überlegen, obs nicht nach oben einen passenderen Adressaten gibt. Allein schon weils sonst so furchtbar einfach ist und man damit allein deswegen selten auf dem richtigen Weg ist.

Zum Thema Bürgergeld speziell bin ich einigermaßen geschockt, wie die Unionskampagne da verfängt. Was ich allein am Wochenende auf einer Familienfeier und einem Alte-Freunde-Treffen an Unsinn zum Thema gehört habe. Da werden die Leute sauer ohne auch nur die entfernteste Ahnung haben, wie das Bürgergeld überhaupt funktioniert oder von welchen Größenordnungen wir bei den Regelbedarfen und den ach so hochgejazzten Totalverweigerern sprechen. Da wird sich nicht gescheut, die deutschen Sozialleistungen pauschal als "zu hoch" zu framen, ohne überhaupt ihre Höhe zu kennen.
Im nächsten Moment wird aber ganz selbstverständlich erzählt, dass man das Haus der Eltern jetzt schon überschrieben bekommen hat, weil man weiß ja nie, wenn die mal pflegebedürftig werden und dann das Sozialamt das verwerten will...richtig hart.

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Ja die meisten motzen halt, wenn sie höher belastet werden ohne sich zu fragen was das für einen bedeutet.

Es ist halt ein Unterschied ob man gefahr läuft zu frieren/hungern oder ob man nur 4 statt 5 mal in Urlaub fährt bis hin zu die Yacht wird 2 m. kürzer.

Auch interessant ist in dem Zusammenhang die Belastung durch Bürgergeld anzuprangern aber grundsätzlich ist es gesellschaftlich akzeptabel den Staat zu bescheissen und so viel wie möglich schwarz machen zu lassen

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Yertle-the-Turtle
02.04.2024 15:47


Roggan29 schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

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Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

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Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

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Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

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Korrekt, mir ist schon auch klar, dass viele Jobs körperlich anstrengender sind oder unfreundlichere Arbeitszeiten haben als im Büro zu sitzen.

Aber du brauchst da halt keine Studienabschlüsse oder hast einen Druck jeglicher Art bzgl. Output, Verantwortung.

Ich möchte hier auch gar nicht irgendwelche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sage lediglich, dass der finanzielle Abstand zwischen den Gruppen gewahrt werden muss. Wenn ich den Mindestlohn immer wieder anhebe muss das weiter oben auch passieren, sonst befinden wir uns mittelfristig im Sozialismus beim Gehalt.

ralf321
ralf321
02.04.2024 16:09


Yertle-the-Turtle schrieb:


Roggan29 schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

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Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

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Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

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Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

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Korrekt, mir ist schon auch klar, dass viele Jobs körperlich anstrengender sind oder unfreundlichere Arbeitszeiten haben als im Büro zu sitzen.

Aber du brauchst da halt keine Studienabschlüsse oder hast einen Druck jeglicher Art bzgl. Output, Verantwortung.

Ich möchte hier auch gar nicht irgendwelche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sage lediglich, dass der finanzielle Abstand zwischen den Gruppen gewahrt werden muss. Wenn ich den Mindestlohn immer wieder anhebe muss das weiter oben auch passieren, sonst befinden wir uns mittelfristig im Sozialismus beim Gehalt.

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Dafür ist dein Arbeitgeber verantwortlich.
Mit Gewerkschaft läuft das wesentlich besser.
Ich weis wie das ist, bei uns geht auch nix(2%) weit entfernt von den 10% die gerade so laufen.

Locust
02.04.2024 16:21


Yertle-the-Turtle schrieb:


Roggan29 schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

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Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

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Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

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Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

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Korrekt, mir ist schon auch klar, dass viele Jobs körperlich anstrengender sind oder unfreundlichere Arbeitszeiten haben als im Büro zu sitzen.

Aber du brauchst da halt keine Studienabschlüsse oder hast einen Druck jeglicher Art bzgl. Output, Verantwortung.

Ich möchte hier auch gar nicht irgendwelche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sage lediglich, dass der finanzielle Abstand zwischen den Gruppen gewahrt werden muss. Wenn ich den Mindestlohn immer wieder anhebe muss das weiter oben auch passieren, sonst befinden wir uns mittelfristig im Sozialismus beim Gehalt.

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Da will doch wohl keiner widersprechen. Aber dein Blickwinkel ist verkehrt.
Du zeigst mit dem Finger vom 3. in dem 1. Stock oder EG.
Schau aber mal nach oben. Da gibts noch massig stockwerke. …Smiley

kato91
02.04.2024 17:12

Es gibt viele Ansätze, wie man mehr Geld reinholen könnte. Höhere Spitzensteuersätze, Deckelung der Renten nach oben, Erbschaftssteuer usw., und zwar alles in Größenordnungen, wo es nicht den Mittelstand trifft, sondern die Leute, die wirklich Asche haben. Da könnte man Milliarden reinholen, ohne dass der Wohlstand des Landes akut gefährdet ist. Aber klar, viele regen sich lieber über "die da unten" auf, bei denen es nix zu holen gibt. Sanktionen haben im Zweifel auch nur Kriminalität und noch mehr soziales Elend zur Folge - und diese Folgen aufzufangen durch Wohnungslosenhilfe und andere Unterstützungsmöglichkeiten kosten ebenfalls wieder Steuermittel. Aber hier wurde auch schon viel zum Thema gesagt - alleine die Seminare der Beamtin, wir Reiche noch mehr sparen können, sind total krank.

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IvanTKlasnic
02.04.2024 22:41


Yertle-the-Turtle schrieb:


Roggan29 schrieb:


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Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

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Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

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Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

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Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

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Korrekt, mir ist schon auch klar, dass viele Jobs körperlich anstrengender sind oder unfreundlichere Arbeitszeiten haben als im Büro zu sitzen.

Aber du brauchst da halt keine Studienabschlüsse oder hast einen Druck jeglicher Art bzgl. Output, Verantwortung.

Ich möchte hier auch gar nicht irgendwelche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sage lediglich, dass der finanzielle Abstand zwischen den Gruppen gewahrt werden muss. Wenn ich den Mindestlohn immer wieder anhebe muss das weiter oben auch passieren, sonst befinden wir uns mittelfristig im Sozialismus beim Gehalt.

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Bin ich Grundsätzlich dabei, allerdings muss der Abstand nicht nur gewahrt werden, sondern muss wieder zurück auf die Verhältnisse von vor 30 Jahren. Die Spitze ist in den letzten Jahren dem Rest der Gesellschaft völlig enteilt, und das sind ja auch genau die Leute, welche das Geld aus dem Wirtschaftskreislauf entfernen und damit der Wirtschaft langfristig Schaden. Was grundsätzlich völlig paradox ist, weil sie auch am Meisten davon profitieren würden, wenn sie dies nicht Täten, außer man denkt nur in Quartalen und nicht langfristig oder interessiert sich nicht dafür, dass man selber mehr hat, sondern nur dafür, dass der Abstand zwischem einem und den anderen größer wird. Wenn Achim als "Harzer" und Bärbel, die bei Netto an der Kasse sitzt, 10% mehr hat, dann legt die das doch nicht auf die Kante, dass geht zurück in den Wirtschaftskreislauf und kurbelt die Wirtschaft an. Finds immer lustig, dass diese Argumente immer von den Parteien kommen, die angeblich ein so gutes Wirtschaftsverständnis haben, wenn jeder, der auch nur ein Fünkchen von dem Thema versteht, weiß, dass das kompletten Müll ist, was die labern.

MinistryOfDeath
MinistryOfDeath
02.04.2024 23:29


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Roggan29 schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


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Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

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Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

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Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

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Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

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Korrekt, mir ist schon auch klar, dass viele Jobs körperlich anstrengender sind oder unfreundlichere Arbeitszeiten haben als im Büro zu sitzen.

Aber du brauchst da halt keine Studienabschlüsse oder hast einen Druck jeglicher Art bzgl. Output, Verantwortung.

Ich möchte hier auch gar nicht irgendwelche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sage lediglich, dass der finanzielle Abstand zwischen den Gruppen gewahrt werden muss. Wenn ich den Mindestlohn immer wieder anhebe muss das weiter oben auch passieren, sonst befinden wir uns mittelfristig im Sozialismus beim Gehalt.

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Bin ich Grundsätzlich dabei, allerdings muss der Abstand nicht nur gewahrt werden, sondern muss wieder zurück auf die Verhältnisse von vor 30 Jahren. Die Spitze ist in den letzten Jahren dem Rest der Gesellschaft völlig enteilt, und das sind ja auch genau die Leute, welche das Geld aus dem Wirtschaftskreislauf entfernen und damit der Wirtschaft langfristig Schaden. Was grundsätzlich völlig paradox ist, weil sie auch am Meisten davon profitieren würden, wenn sie dies nicht Täten, außer man denkt nur in Quartalen und nicht langfristig oder interessiert sich nicht dafür, dass man selber mehr hat, sondern nur dafür, dass der Abstand zwischem einem und den anderen größer wird. Wenn Achim als "Harzer" und Bärbel, die bei Netto an der Kasse sitzt, 10% mehr hat, dann legt die das doch nicht auf die Kante, dass geht zurück in den Wirtschaftskreislauf und kurbelt die Wirtschaft an. Finds immer lustig, dass diese Argumente immer von den Parteien kommen, die angeblich ein so gutes Wirtschaftsverständnis haben, wenn jeder, der auch nur ein Fünkchen von dem Thema versteht, weiß, dass das kompletten Müll ist, was die labern.

Zitat anzeigen


Danke, dass du das ansprichst. Die volkswirtschaftliche Betrachtung hat mir im Podcast tatsächlich auch ein wenig gefehlt. Mittlerweile gibt es einige wissenschaftliche Arbeiten, die belegen, dass der Mindestlohn bzw. seine außerplanmäßigen Erhöhungen sich positiv auf die Beschäftigung auswirkt und für mehr Wirtschaftswachstum sorgt. Auch angesichts der zurückliegenden Inflation ist eine Erhöhung auf mindestens 14 Euro längst überfällig. Dass dadurch der Lohnabstand zu Berufen mit akademischer Qualifizierung zu klein wird, halte ich ehrlich gesagt für ein Schreckgespenst.

Bei dieser Art von Berufen sind die finanziellen Anreize ohnehin sekundär. Vielmehr ist die intrinsische Motivation von Bedeutung. Andernfalls ließe sich der große Andrang auf soziale Berufsfelder auch gar nicht erklären.

Einen wichtigen Punkt, den du noch ansprichst, Maßnahmen im unteren Lohnsegment fließen zu großen Teilen sowieso wieder in den Staatshaushalt, weil sie, wie du richtig festgestellt hast, direkt wieder reinvestiert werden. Wohingegen Steuergeschenke im mittleren und oberen Segment erstmal zur Seite gelegt werden und das Wirtschaftswachstum ausbremsen (und damit den gesellschaftlichen Wohlstand schmälern). Im schlimmsten Fall wandern sie über kostspielige Urlaube, Geldanlagen, etc. ins Ausland und der deutsche Staat hat gar nichts davon...

Aus diesem Grund sind steuerliche Erleichterungen auch kontraproduktiv, abgesehen davon, dass der Niedriglohnsektor davon kaum profitiert. Ich würde ohnehin für ein bedingungsloses Grundeinkommen plädieren. Dann müsste man sich auch über Bürgergeld und Rente keine Gedanken mehr machen. Stattdessen würde man den Verwaltungsoverhead auf Mindestmaß reduzieren. Finanzieren ließe sich das Ganze relativ simpel über die bereits genannten Maßnahmen (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, etc.). Davon würden tatsächlich auch die wohlhabenden Leute profitieren, weil es die Absätze ankurbelt, eine klassische Win-Win Situation. Es ist nämlich völlig irrelevant, wer die Leistung erwirtschaftet, wichtig ist nur, dass sie wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück fließt.

Das, was wir in den letzten 40 Jahre in der westlichen Hemisphäre sehen, lässt sich eigentlich nur mit Ignoranz und Inkompetenz "wirtschaftsliberaler" Kräfte erklären. Die heutige Politik (Stichwort Schuldenbremse) wird dafür sorgen, dass unser Wirtschaftssystem mittelfristig kollabiert. Immerhin, das Klima wird es freuen...

IvanTKlasnic
03.04.2024 00:42


MinistryOfDeath schrieb:

Das, was wir in den letzten 40 Jahre in der westlichen Hemisphäre sehen, lässt sich eigentlich nur mit Ignoranz und Inkompetenz "wirtschaftsliberaler" Kräfte erklären. Die heutige Politik (Stichwort Schuldenbremse) wird dafür sorgen, dass unser Wirtschaftssystem mittelfristig kollabiert. Immerhin, das Klima wird es freuen...

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Naja gibt schon noch eine weitere Erklärung: Akzelerationismus.

Für diejenigen, die nicht wissen, was das ist, ich will keinen Roman schreiben, daher nur grob: Demzugrunde liegt der Glaube (und genau darum handelt es sich, einen Glauben, gibt wenig Evidenz dafür und viel dagegen), dass es nach Kriesen immer besser wird als vor den Kriesen und es daher gut ist, absehbare Kriesen nicht zu verhindern, sondern so schnell wie möglich herbei zu führen. Damit der darauffolgende Aufschwung ebenfalls so schnell wie möglich kommt. Das Problem: Um dieses System aus der Datenlage ablesen zu können muss man allerdings sehr verallgemeinen und dann immer noch einen Teil derDaten ignorieren.

Dennoch bekennen sich nicht wenige CEO's, gerade im Silicon Valley, zu diesem Konzept. Und dementsprechend versuchen sie sowohl sich vor dem nächsten Kollaps in eine möglichst gute Lage zu bringen, als auch diesen so schnell wie möglich herbei zu führen. Und klar ist auch, selbst wenn es danach nicht wieder besser wird, diese Leute haben von dem Kollaps relativ wenig zu befürchten, was für uns Ottonormalbürger hingegen sehr anders ist.

Locust
03.04.2024 09:00


MinistryOfDeath schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Roggan29 schrieb:


IvanTKlasnic schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:


Locust schrieb:
Das Problem ist mmn. nicht das zu hohe Bürgergeld, sondern dass viele jobs einfach unterbezahlt sind und manche vollkommen überbezahlt.

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Das ist mir zu einfach gedacht wie auch die vorgeschlagene Lösung den Mindestlohn zu erhöhen. Es muss ein gesunder Abstand zwischen Nicht-Arbeiten, einfacher Arbeit ohne Verantwortung und anspruchsvoller Arbeit da sein.
Wenn man bei "No-Brainer" Jobs wie an der Kasse sitzen irgendwann 25-30€ verdient passt das Verhältnis zu anspruchsvollen Jobs nicht mehr.

Für mich ist das am ehesten noch über die Lohnsteuer, Steuersatz und Freibeträge zu regeln. Die Schweiz bekommt es ja auch irgendwie hin, dass man dort mit viel Netto nachhause geht.

Passives Einkommen wie Kapitalerträge, Spekulationsgewinne etc. sollte man stärker versteuern, dafür bei der "klassischen" Arbeit die Steuern reduzieren um das Arbeiten attraktiv zu machen.

Zitat anzeigen


Mit deinem Vorschlag hilft du aber gerade denen, bei denen es zwischen Bürgergeld und Job "knapp" ist, kaum. Denn in dem Lohnbereich zahlst du kaum Lohnsteuer. Auch wehre ich mich gegen deine Beschreibung des Kassenjobs, klar, wenn man das mal 2-3 Stunden macht, ist das chillig, wenn du das aber 8 Stunden am Tag machst, ist das mental ein echt brutaler Job, da können z.B. die meisten IT-Jobs nicht mithalten.

Beim letzten Absatz bin ich aber völlig d'accord.

Zitat anzeigen


Ich glaube nicht das er mit "No-Brainer" meinte das es keine mentale Belastung ist, sondern dass man das ohne Ausbildung / lange Anlernzeit machen kann. Das ist eben auch eine Komponente die bei dem Lohngefüge eine Rolle spielt (und auch weiterhin spielen muss).

Zitat anzeigen


Korrekt, mir ist schon auch klar, dass viele Jobs körperlich anstrengender sind oder unfreundlichere Arbeitszeiten haben als im Büro zu sitzen.

Aber du brauchst da halt keine Studienabschlüsse oder hast einen Druck jeglicher Art bzgl. Output, Verantwortung.

Ich möchte hier auch gar nicht irgendwelche Gruppen gegeneinander ausspielen, sondern sage lediglich, dass der finanzielle Abstand zwischen den Gruppen gewahrt werden muss. Wenn ich den Mindestlohn immer wieder anhebe muss das weiter oben auch passieren, sonst befinden wir uns mittelfristig im Sozialismus beim Gehalt.

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Bin ich Grundsätzlich dabei, allerdings muss der Abstand nicht nur gewahrt werden, sondern muss wieder zurück auf die Verhältnisse von vor 30 Jahren. Die Spitze ist in den letzten Jahren dem Rest der Gesellschaft völlig enteilt, und das sind ja auch genau die Leute, welche das Geld aus dem Wirtschaftskreislauf entfernen und damit der Wirtschaft langfristig Schaden. Was grundsätzlich völlig paradox ist, weil sie auch am Meisten davon profitieren würden, wenn sie dies nicht Täten, außer man denkt nur in Quartalen und nicht langfristig oder interessiert sich nicht dafür, dass man selber mehr hat, sondern nur dafür, dass der Abstand zwischem einem und den anderen größer wird. Wenn Achim als "Harzer" und Bärbel, die bei Netto an der Kasse sitzt, 10% mehr hat, dann legt die das doch nicht auf die Kante, dass geht zurück in den Wirtschaftskreislauf und kurbelt die Wirtschaft an. Finds immer lustig, dass diese Argumente immer von den Parteien kommen, die angeblich ein so gutes Wirtschaftsverständnis haben, wenn jeder, der auch nur ein Fünkchen von dem Thema versteht, weiß, dass das kompletten Müll ist, was die labern.

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Danke, dass du das ansprichst. Die volkswirtschaftliche Betrachtung hat mir im Podcast tatsächlich auch ein wenig gefehlt. Mittlerweile gibt es einige wissenschaftliche Arbeiten, die belegen, dass der Mindestlohn bzw. seine außerplanmäßigen Erhöhungen sich positiv auf die Beschäftigung auswirkt und für mehr Wirtschaftswachstum sorgt. Auch angesichts der zurückliegenden Inflation ist eine Erhöhung auf mindestens 14 Euro längst überfällig. Dass dadurch der Lohnabstand zu Berufen mit akademischer Qualifizierung zu klein wird, halte ich ehrlich gesagt für ein Schreckgespenst.

Bei dieser Art von Berufen sind die finanziellen Anreize ohnehin sekundär. Vielmehr ist die intrinsische Motivation von Bedeutung. Andernfalls ließe sich der große Andrang auf soziale Berufsfelder auch gar nicht erklären.

Einen wichtigen Punkt, den du noch ansprichst, Maßnahmen im unteren Lohnsegment fließen zu großen Teilen sowieso wieder in den Staatshaushalt, weil sie, wie du richtig festgestellt hast, direkt wieder reinvestiert werden. Wohingegen Steuergeschenke im mittleren und oberen Segment erstmal zur Seite gelegt werden und das Wirtschaftswachstum ausbremsen (und damit den gesellschaftlichen Wohlstand schmälern). Im schlimmsten Fall wandern sie über kostspielige Urlaube, Geldanlagen, etc. ins Ausland und der deutsche Staat hat gar nichts davon...

Aus diesem Grund sind steuerliche Erleichterungen auch kontraproduktiv, abgesehen davon, dass der Niedriglohnsektor davon kaum profitiert. Ich würde ohnehin für ein bedingungsloses Grundeinkommen plädieren. Dann müsste man sich auch über Bürgergeld und Rente keine Gedanken mehr machen. Stattdessen würde man den Verwaltungsoverhead auf Mindestmaß reduzieren. Finanzieren ließe sich das Ganze relativ simpel über die bereits genannten Maßnahmen (Vermögenssteuer, Erbschaftssteuer, etc.). Davon würden tatsächlich auch die wohlhabenden Leute profitieren, weil es die Absätze ankurbelt, eine klassische Win-Win Situation. Es ist nämlich völlig irrelevant, wer die Leistung erwirtschaftet, wichtig ist nur, dass sie wieder in den Wirtschaftskreislauf zurück fließt.

Das, was wir in den letzten 40 Jahre in der westlichen Hemisphäre sehen, lässt sich eigentlich nur mit Ignoranz und Inkompetenz "wirtschaftsliberaler" Kräfte erklären. Die heutige Politik (Stichwort Schuldenbremse) wird dafür sorgen, dass unser Wirtschaftssystem mittelfristig kollabiert. Immerhin, das Klima wird es freuen...

Zitat anzeigen


Bin da bei dir nur sehe ich keinerlei Hoffnung. Aktuell sind wir weit davon entfernt und müssen hoffen , dass die Rechtspopulisten
möglichst klein bleiben.
Dafür müssen wir wohl mit einer wiedererstarkten Union leben, einer Partei die Deutschland stagnieren ließ und durch Vetternwirtschaft geglänzt hat.
Die Parteispitze betreibt zudem erschreckenden Populismus.

Die persönliche Gier der Superreichen ist so groß damit sie teure seminare bezahlen um den Staat zu bescheissen und die Mitmenschen weiter schröpfen.
Das Finanzministerium unterstützt dies (was passiert eigentlich mit den einnahmen?) und es wird weitgehend geduldet. Wie schon die ganzen Machenschaften zuvor.

Dafür regt man sich über die untersten Schichten auf und
viele Wähler, wählen zum eigenen
Nachteil.

Ziemlich schlechte Aussichten

IvanTKlasnic

wieder mal ein wunderbares Video zum Thema Ostdeutschland von Alex, vertieft den einen oder anderen Punkt, den ich hier im Thread schonmal erwähnt habe (z.B. den Zusammenhang zwischen Frauenmangel und AFD)

Rollo

Nie war der Ohrwurm passender bzw ich könnte mich nach dem Wahlergebnis nicht mehr danach fühlen

Heute hebt das Festival-Gesocks die Faust,
Aber morgen wachen sie in ihrer Kotze auf
Musik ist keine Lösung

Icon1Puschelmuschel gefällt das
Yertle-the-Turtle
·  Bearbeitet

Finde den Wahlausgang wenig überraschend.
Der europaweite Rechtsruck muss ernst genommen werden.
Jetzt kann man natürlich weiter die Wähler beschimpfen und Demos gegen Rechts organisieren oder aber man nimmt die Sorgen und Ängste der Bürger mal Ernst und handelt aktiv und nicht immer nur passiv nach einem schlimmen Vorfall.

Achja, jetzt wären doch auch gute Zeiten für Neuwahlen. Frankreich macht es vor. Wird es aber bei unserer Regierung nicht geben. Dann würde man ja Verantwortung zeigen und Konsequenzen ziehen.

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Cody


hermes81 schrieb:
Zumindest im Norden scheinen sie noch bei Verstand zu sein.

www.sueddeutsche.de



Zitat anzeigen


Warum sollte es auch? Man hat den Rechten dort den Hahn zugedreht indem man knallharte Sanktionen für Flüchtlinge eingeführt hat. Dinge, die hier völlig undenkbar sind und wo man bei solchen Ideen direkt in die rechte Ecke gedrängt werden würde.

Jahrelang hat man dort nämlich alles weg gelächelt, was aus dem Ausland kam und Probleme geschaffen hat. Schweden hat beispielsweise riesige Probleme mit Clan-Kriminalität.

SPD und Grüne sind immer noch auf dem Trip, dass diese beiden Parteien einfach hoffen, dass man sie wählt weil das Volk seinen Kopf anschalten soll und keine Nazis wählen soll.

Wenn die AfD nicht so offen pro Russland wäre und jede Menge Dreck am stecken hätte, dann wären die schon bei 25 Prozent.

PlugInBaby

Naja, dass bei den jungen Wählern AFD und Union gleichauf die beliebtesten Parteien sind, finde ich schon sehr überraschend. Und erschreckend.

ralf321
ralf321


Yertle-the-Turtle schrieb:

Achja, jetzt wären doch auch gute Zeiten für Neuwahlen. Frankreich macht es vor. Wird es aber bei unserer Regierung nicht geben. Dann würde man ja Verantwortung zeigen und Konsequenzen ziehen.

Zitat anzeigen



Was erwartest du von Neuwahlen?

Dommaeh


PlugInBaby schrieb:
Naja, dass bei den jungen Wählern AFD und Union gleichauf die beliebtesten Parteien sind, finde ich schon sehr überraschend. Und erschreckend.

Zitat anzeigen


Das ist auch das, was mich sehr deprimiert und sorgenvoll stimmt. Erklären kann ich es mir aber leider nicht.

Locust

Instagram populismus v.a. bei der AfD . Man macht den Leuten Angst vor dem Unbekannten und geht so auf Stimmenfang. Innenpolitisch ist gerade die AfD ziemlich blank und auch die Union setzt nicht wirklich für den kleinen Mann ein, dem es vielleicht wirklich nicht gut geht.

Aber vielen geht es halt auch nur subjektiv schlecht.

Roggan29
Roggan29

Also das AFD so viel bei jungen Wählern holt wundert mich nicht. Die sind mit Abstand die Partei die (leider) am besten Verstanden hat wie Social Media funktioniert, auch abgesehen vom Populismus. Und in Kombination mit dem Populismus bekommt man so leider gerade die unerfahrenen jungen Menschen. Denke die wenigsten werden sich schon eine fundierte politische Meinung gebildet haben, wenn man noch zur Schule geht und mit dem Alltagsleben "der Erwachsenen" noch herzlich wenig zu tun hat.
Und die Antwort der anderen Parteien darauf war ja eher zum Fremdschämen (Olaf Scholz Aktentasche...)

sadfad
sadfad
Supporter

Ich habe die letzten Tage eine mögliche Erklärung für das Wahlverhalten junger Leute gesehen, was ich gar nicht so abwegig fande.

Dort wurde gesagt, dass gerade junge Leute viel mehr mit den Auswirkungen der Migration zu tun haben, da sie eben die sind, die Abends/Nachts Öffis nutzen, die feiern gehen, die in Parks sitzen usw. und dadurch natürlich deutlich mehr Kontakt und Erfahrungen zu gewissem Klientel hat.
Und da die CDU (haha) / AFD die einzigen beiden Partein sind, die an der jetzigen Situation etwas ändern wollen, werden diese halt gewählt.

Fande die Argumentation zumindest nicht komplett abwegig.

Icon5theusedmoniund anderen gefällt das
IvanTKlasnic


sadfad schrieb:
Ich habe die letzten Tage eine mögliche Erklärung für das Wahlverhalten junger Leute gesehen, was ich gar nicht so abwegig fande.

Dort wurde gesagt, dass gerade junge Leute viel mehr mit den Auswirkungen der Migration zu tun haben, da sie eben die sind, die Abends/Nachts Öffis nutzen, die feiern gehen, die in Parks sitzen usw. und dadurch natürlich deutlich mehr Kontakt und Erfahrungen zu gewissem Klientel hat.
Und da die CDU (haha) / AFD die einzigen beiden Partein sind, die an der jetzigen Situation etwas ändern wollen, werden diese halt gewählt.

Fande die Argumentation zumindest nicht komplett abwegig.

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Das würde nur Sinn machen, wenn viele der "Probleme" nicht zum Großteil imaginär, sondern real wären. Und außerdem, wäre dies der Fall, wäre die AfD vor allem dort stark, wo es viele Migranten gibt - also vor allem in Städten. Das ist aber nicht der Fall, dort sind sie schwächer als auf dem Land, und vor allem im Osten, wo es weniger Migranten gibt. Kann dazu gerne wenn ich wieder vom Ring zu Hause bin was ausführlicheres schreiben.

Mambo


ralf321 schrieb:


Yertle-the-Turtle schrieb:

Achja, jetzt wären doch auch gute Zeiten für Neuwahlen. Frankreich macht es vor. Wird es aber bei unserer Regierung nicht geben. Dann würde man ja Verantwortung zeigen und Konsequenzen ziehen.

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Was erwartest du von Neuwahlen?

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Ich sehe auch den Link zu Neuwahlen einfach gar nicht. Der Bundestag ist durch die letzte Wahl für die gesamte Legislatur legitimiert und solange niemand die Regierung verlässt, hat sie dort eine klare Mehrheit Smiley

Dass Regierungsparteien bei Europawahlen verlieren ist zudem der Regelfall.

Auch bei Macron ist das doch eher ein taktisches Manöver, der hatte ja bisher auch keine Parlamentsmehrheit - und neue Präsidentschaftswahlen gibt es ja gerade nicht, sondern nur Parlamentswahlen.

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