Primavera Sound Festival Barcelona 2023

Primavera Sound Festival Barcelona 2023

01.06.2023 - 03.06.2023, BarcelonaES
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Primavera Sound 2023

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Primavera Sound Festival Barcelona 2023 bei Festivals United

Primavera Sound ist ein genreübergreifendes Festival, das vom 01.06.2023 bis 03.06.2023 in Barcelona (ES) stattfindet. Es werden ca. 60.000 Fans erwartet.

Bisher sind noch keine Künstler für Primavera Sound Festival Barcelona 2023 bekannt. Bei der letzten Ausgabe waren unter anderem Dua Lipa, Nick Cave & The Bad Seeds und viele mehr gebucht.

Primavera Sound wurde beim European Festival Awards 2016 als Gewinner in der Kategorie Best Line Up ausgezeichnet.

Primavera Sound fand 2001 zum ersten Mal statt. In den vergangenen Jahren waren unter anderem , Arcade Fire, Arctic Monkeys, Björk, Blur, Bon Iver, Dua Lipa, Erykah Badu, Franz Ferdinand, Gorillaz, Interpol, LCD Soundsystem, Lana Del Rey, Massive Attack, Nick Cave & The Bad Seeds, Nine Inch Nails, Pavement, Pet Shop Boys, Phoenix, Pixies, Pulp und viele mehr am Start. Hier findet ihr die History.

Der Primavera Sound in Barcelona ist eines der angesehensten Musikfestivals in Europa. Jedes Jahr bietet das Festival ein enorm beneidenswertes Line-Up, das keine Angst davor hat, alle Genres zu verbinden. Spannende neue Acts, die sich gemütlich neben echten Musiklegenden aus allen möglichen Stilrichtungen und Genres abspielen, sind die Folge. Das Festival, das vor allem im Parc del Fòrum stattfindet, bereichert das ohnehin immer wunderbare Barcelona mit einem umfangreichen Programm an Workshops, Vorträgen und Filmvorführungen sowie Tages- und After-Hour-Partys inmitten der Stadt.

Seit mehr als achtzehn Jahren bietet Primavera Sound konsequent erfolgreiche Musikveranstaltungen an. Das in Barcelona ansässige Musikförderungsunternehmen hat seit seinen bescheidenen Anfängen ein starkes Engagement für die Musik entwickelt, damit Zuschauer aus verschiedenen Generationen die Erfahrung der Live-Musik in vollen Zügen genießen können. Dies spiegelt sich deutlich in der innovativen Qualität der Veranstaltungen wider, die Kohärenz, Eklektizismus und die Liebe zum Risiko ausstrahlen und sich durch ihre unverwechselbare künstlerische Linie auszeichnen, die stark von Rock, Pop und den unterirdischsten Tendenzen der Tanzmusik beeinflusst ist.

Das Festival Primavera Sound, das seit 2001 in Barcelona stattfindet, hat sich als Referenz für Stadtfeste etabliert, das international als unverzichtbares Musikereignis gilt. Arctic Monkeys, Pixies, Arcade Fire, Queens of the Stone Age, The National, Nine Inch Nails, Kendrick Lamar, Neil Young, Sonic Youth, Portishead, Radiohead, Pet Shop Boys, Pavement, Echo & The Bunnymen, Lou Reed, My Bloody Valentine, Brian Wilson, Pulp, Patti Smith, James Blake, The National, Cat Power, Public Enemy, Grinderman, Franz Ferdinand, Television, Devo, Enrique Morente, The White Stripes, LCD Soundsystem, Tindersticks, PJ Harvey, Shellac, Dinosaur Jr., New Order, Fuck Buttons, Swans, Melvins, Psychic TV, Spiritualized, The Cure, Bon Iver, La Buena Vida, Death Cab For Cutie, Iggy & The Stooges, De La Soul, Marianne Faithfull, Mazzy Star, Blur, Wu-Tang Clan, Phoenix, The Jesus and Mary Chain o Tame Impala, sind nur einige der vielen Künstler, die bis heute auf den Bühnen des Festivals gespielt haben.

Darüber hinaus ist in dieser Zeit, parallel zum Hauptevent von Barcelona, auch Primavera Pro gestartet. Ein internationales Treffen für Fachleute aus der Musikindustrie, das sich seit seiner ersten Ausgabe im Jahr 2010 zu einer internationalen Referenz für unabhängige Musik entwickelt hat. Das Programm umfasst Vorträge, Konferenzen, Workshops, Showcases, Meetings usw., die tagsüber bei der Day Pro Conference und nachts in der exklusiven Night Pro Area auf dem Gelände des Parc del Fòrum stattfinden, wo auf der eigenen Bühne Konzerte von Newcomerbands aus den Teilnehmerländern stattfinden.

NOS Primavera Sound, das portugiesische Pendant von Primavera Sound, findet seit 2012 in der Stadt Porto statt und ist stetig gewachsen, was die Expansion des Primavera-Geistes über die Grenzen hinaus festigt. Das Festival findet eine Woche nach der Barcelona-Ausgabe statt und Künstler wie Antony and the Johnsons, Interpol, FKA Twigs, Death Cab for Cutie, Patti Smith, The National, Kendrick Lamar, Haim, Slowdive, Suede, The Flaming Lips, Rufus Wainwright, Wilco, Beach House, Yo La Tengo, Blur, Nick Cave and The Bad Seeds, James Blake, PJ Harvey, Sigur Rós oder Daniel Johnston haben bereits auf den Bühnen des Parque da Cidade gespielt.

Neben den Festivals steht Primavera Sound auch hinter anderen großen Veranstaltungen wie dem Primavera Club, einem Indoor-Festival, das jeden Herbst an verschiedenen Orten in Barcelona stattfindet und die Gelegenheit bietet, viele nationale und internationale Künstler zu entdecken, die das repräsentieren, was die Organisatoren als die unmittelbare Zukunft der Musikszene sehen.

Das Barcelona-Unternehmen organisiert auch zahlreiche Touren das ganze Jahr über in Spanien, darunter Bonnie Prince Billy, Apparat, Explosions In The Sky, Deerhunter, of Montreal, Battles, The xx, Beach House, David Byrne & St. Vincent, Tame Impala, Royal Blood, Sufjan Stevens, Chvrches, Kurt Vile & The Violators, Nicolas Jaar, James Blake, Tycho, Teho Teardo & Blixa Bargeld o Mac DeMarco, um nur einige zu nennen.

Im Juni 2022 feiert das Primavera Sound mit etwas Verspätung sein 20. Jubiläum. Zu diesem Anlass verlängern die Macher*innen des Festivals den Partyspaß auf zwei Wochenenden und präsentieren wieder einmal ein Line-up mit den innovativsten und einflussreichsten Acts aus dem gesamten musikalischen Spektrum von Indie-Rock bis hin zu Underground-Elektro. Ein Blick auf das Line-up beweist, warum wirklich jede*r dieses Festival wenigstens einmal im Leben besucht haben sollte.

All dies findet auf den 16 Bühnen auf dem mittlerweile legendären Gelände des Primavera Sound im Norden der Innenstadt Barcelonas und mit Blick aufs Mittelmeer statt.

Wochenende 1 von 02.06.-04.06.2022
Wochenende 2 vom 09.06.-12.06.2022

Hier stimmt was nicht? Schreib uns und wir ändern das asap. Bock auf mehr? Mach mit und werde Teil des Teams!

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Primavera Sound Festival Barcelona 2023 Line Up

Bisher sind noch keine Künstler*innen für Primavera Sound Festival Barcelona 2023 bestätigt. Bei der letzten Ausgabe waren unter anderem Dua Lipa, Nick Cave & The Bad Seeds und viele mehr gebucht.

Primavera Sound Festival Barcelona 2023 Tickets

 
Tickets für Primavera Sound Festival Barcelona 2023 gibt es ab € 195,00
01-03
Jun 2023

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Barcelona ES

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robintobs hat kommentiert

04.07.2022 11:11 Uhr


defpro schrieb:
Bin zwar etwas spät dran, wollte aber auch nochmal etwas detaillierter zu den Bands beim Primavera Sound 2022 schreiben. War musikalisch ein sehr tolles Wochenende und da ich bislang noch nicht auf so vielen Indie-Festivals unterwegs war, gab es für mich auch seeeeehr viele Artist-Premieren. Hab mich ein wenig wie bei meinem ersten Rock am Ring 2008 gefühlt, weil das Line-up nicht nur aus Bands bestand, die ich alle schon 100x gesehen habe.

Wir waren wie gesagt nur für das zweite Wochenende da, hatten aber vorher noch ein paar Tage Sightseeing gemacht. Ciutat-Konzerte wären also theoretisch einige möglich gewesen. Nachdem wir (vermutlich Klimaanlagen-bedingt) gesundheitlich jedoch schon etwas angeschlagen waren und die Berichte über lange Schlangen und für uns ungünstige Priorisierungen eintrudelten, haben wir diese Pläne über den Haufen geworfen (schade um den King Hannah/Los Bitchos-Abend) und uns auf den Mittwoch konzentriert.

Mittwoch - Poble Espanyol:

Hier hatten wir uns im Vorfeld bereits DICE-Tickets gekauft. War zwar eigentlich etwas entgegen meiner Prinzipien, aber im Endeffekt war ich vor Ort super froh, dass wir entspannt kurz vor Beginn an der sehr langen Schlange vorbeikonnten. Zur Location hat JackJones bereits alles gesagt: Sah echt super schön aus. Schade, dass wir erst so knapp vorher da waren, sonst hätte ich mich gerne auf dem Gelände noch etwas mehr umgesehen.

Die erste Band war Pom Pom Squad. Der Publikumsbereich war noch eher spärlich gefüllt, weil die meisten noch draußen am Anstehen waren. Die tanzbareren Indie-Rock-Pop-Punk-Songs der Band haben für einen schönen Einstieg gesorgt. Das Pacing des Sets fand ich etwas merkwürdig, da in der zweiten Hälfte fast nur Balladen gespielt wurden. Hätte man etwas besser mixen können. War aber ein schöner Einstieg.

Weiter ging es mit Magdalena Bay, für mich dem Lowlight des Abends, was aber ausschließlich die Sound-Person zu verantworten hat. Der erste Song wurde gestartet, die darauf abgestimmten Visuals liefen und das Headset-Mic der Sängerin klappte nicht. Da wohl einiges vom Audio vom Band kam, konnte man nicht einfach pausieren und neu starten, sodass spontan auf ein Kabel-Mikro gewechselt werden musste, was ebenfalls nicht funktionierte. Alle Songs liefen in fließenden Übergängen, sodass man die ersten 2-3 Songs exakt null Gesang gehört hat, was bei einer Electro-Synthpop-Band zu nur mäßig spannenden Ergebnissen führt. Irgendwann hat man das Kabel-Mic dann doch zum Laufen bekommen, was zu einem Euphorie-Moment im Publikum geführt hat. Zumindest bei uns weiter hinten war es danach jedoch weiterhin ein einziger Sound-Matsch. Sehr schade. Hatte mich auf den Auftritt echt gefreut.

Im Anschluss gab es meinen einzigen negativen Getränkestand-Moment des ganzen Festivals. War ein bisschen Pech dabei, weil beide Thekendamen konsequent an mir vorbei bedient haben und die Cashless-Terminals auch noch Empfangsprobleme hatten. Deshalb leider von Ride die ersten 2,5 Songs verpasst, darunter das großartige "Leave Them All Behind". Naja, hätte das Ganze auch etwas besser timen können. Ride haben dann ihre komplette "Going Blank Again"-Platte gespielt (die komplette "Nowhere" gab es einen Tag später, da jedoch ohne mich). Könnte jetzt spontan gar nicht sagen, welche der beiden Konzerte ich lieber gesehen hätte, aber da von "Nowhere" normalerweise mehr im regulären Set landet, gab es für mich ein paar mehr Live-Premieren wie z. B. das großartige "Cool Your Boots". Ich muss zugeben, dass ich das Album jetzt nicht als DIE Klassiker-Platte sehe, zu der sie oft gemacht wird, sodass sich für mich in der zweiten Hälfte ein paar kleinere Längen eingeschlichen haben. Insgesamt aber ein toller Auftritt.

Khruangbin lieferten für mich danach die Überraschung des Abends. Ich war schon ein wenig erschöpft und einfach nicht in Stimmung für solche Musik. Da habe ich jedoch meine Rechnung nicht ohne die Münchner vor uns gemacht, deren gute Laune so ansteckend war, sodass ich dann doch sehr viel Spaß hatte und der Vibe für mich im Endeffekt dennoch passte. Besonders cool waren die beiden gespielten Medleys, obwohl ich echt viele Songs nicht erkannt habe (ich muss mehr MF Doom hören). Hat sich super in das Set eingefügt und jemand, der "Apache" covert, hat bei mir sowieso einen Stein im Herzen.

Headliner des Abends waren Phoenix und meine Güte, hab ich mich auf die gefreut. Den großen Hype um "Wolfgang Amadeus Phoenix" hab ich damals komplett verschlafen und stattdessen nur irgendwelche Metalcore-Bands abgefeiert. Hab deshalb auch erst viel zu spät erkannt, was für eine geile Platte das auch abseits der beiden großen Hits ist. Besagte Hits markierten dann auch den Beginn und das Ende des Sets und die Euphorie im Publikum war richtig heftig. Hab mich dann auch zu einem kleinen Pogo zu "1901" hinreißen lassen. Die Mitte des Sets hatte dafür ein paar (gewollte) Ruhepole zu viel für mich, was aber sicherlich auch an meiner Erkältung lag (aber Probs für die coolen Visuals zum "Love Like a Sunset"-Double). Leider gab's auch nur den Titeltrack der mMn unterschätzen "Ti Amo"-Platte. Die beiden neuen Songs haben dagegen meine Euphorie bzgl. des neuen Albums noch nicht so ganz entfacht, aber der crowdsurfende Thomas zum Abschluss hat einiges wieder wettgemacht. Sehr tolle Live-Band und schön, dass ich sie nach all den Jahren endlich mal gesehen habe.

Der Heimweg um 1 Uhr nachts war im Anschluss noch super anstrengend, da weder U-Bahnen noch Trams, sondern ausschließlich Nachtbusse gefahren sind, welche dementsprechend auch komplett überfüllt waren. An quasi jeder Station wurden Leute unfreiwillig draußen gelassen, weil sie andere Leute aussteigen lassen wollten und der Busfahrer dann einfach die Türen vor ihnen geschlossen hat. Ist für mich ein Rätsel, dass man in so einer Millionenstadt wie Barcelona nicht die Öffis in einer eingeschränkten Taktung durchfahren lassen kann oder zumindest bei einem Festival eine Ausnahme machen kann. Hat uns zum Glück in den Folgenächten nicht mehr betroffen, da unser Hotel in Laufnähe zum Parc del Fòrum war.

Donnerstag:

Los ging es für uns direkt zum allseits beliebten Bits-Gelände, wo Griff eine sehr gute Pop-Show ablieferte. Hatten sie ja bereits als Support von Dua Lipa gesehen, aber bei einer kleineren Show kommt ihr Auftritt im Publikum auf jeden Fall noch ein gutes Stück besser an.

Mussten dann leider verfrüht schon wieder abhauen, weil ich unbedingt Jay Electronica sehen wollte. Meine Freundin sollte mir diese Entscheidung noch einige Male vorhalten, denn das war mit Abstand der verrückteste Auftritt des Wochenendes. Genau genommen wahrscheinlich auch der schlechteste, aber es gab Entertainment der anderen Sorte. Für alle, die ihn nicht kennen: Jay ist ein US-Rapper, der 2010 nach nur zwei bekannten Songs bei Jay-Zs Roc Nation gesignt wurde, dann 10 Jahre abgesehen von ein paar Feature-Parts keinen einzigen Song veröffentlicht hat, nur um 2020 dann ohne irgendwelche Promo ein Kollabo-Album mit Jay-Z zu droppen. Was hab ich mich auf den Auftritt gefreut. Hatte sogar auf einen Khruangbin-Gastauftritt gehofft, welche für einen Beat gesamplet werden. Ja, bei US-Rappern sind die Auftritte häufig low effort, aber doch nicht bei Jay. Der ist noch ein "echter Lyriker". Das ist noch "real hip-hop". Tja, weit gefehlt.
Fangen wir mit dem Musikalischen an: Aus den Boxen liefen die Originalsongs mit komplettem Vollplayback. Darüber rappte Jay dann, wenn er Lust dazu hatte, seine Texte. Wobei "rappen" das falsche Wort ist. Seine ruhige Vortragsweise ist live einem anstrengenden Shouten gewichen. Eine besondere Glanzleistung war es auch, dass Songs mit fremden Feature-Parts in keinster Weise gecuttet waren. Man hätte z. B. den Westside Gunn-Track "Free Kutter" einfach mit Jays zweiter Strophe erst einfaden können. Nein, der komplette Track wird gespielt, sodass man sich erstmal 1,5 Minuten Gunns erste Strophe vom Band anhören muss, bis Jay seine Strophe rappt. Genauso war es natürlich auch mit den Jay-Z-Parts der aktuellen Songs. Vermutlich auch der Grund, wieso Kanyes "Jesus Lord" nicht gespielt wurde. Da hätte man ja knapp 5 Minuten bis zu Jays Part warten müssen. Wieso man bei so viel Downtime dann noch ein 2-minütiges Spoken-Word-Intro von Louis Farrakhan, des Führers der Nation of Islam, spielen muss? Ich habe keine Ahnung.
Nun zum Auftritt selbst: Jay kommt auf die Bühne, hat nach 2 Minuten keinen Bock mehr auf die Bühne und geht ins Publikum, spielt dort 2 Songs, geht wieder auf die Bühne, schmeißt seinen Hut und NOI-Mantel sowie ein Walkie-Talkie ins Publikum, fragt das Publikum hintereinander, wer aktuell auf Weed, MDMA und Kokain ist. BARCELOONA BARCELOONA!!! Shout out J Dilla. Jay will, dass die Leute zu ihm auf die Bühne kommen. Barrikaden werden gestürmt, komplette Bühne ist überfüllt mit Leuten, nächster Song wird eine Minute gespielt, danach wird Jays Mikro abgedreht. Auftritt ist zunächst abgebrochen, alle Leute müssen wieder runter. Zeit vergeht, Security sucht die Bühne nach gefährlichen Gegenständen ab. Jay klatscht zum Dank ein paar Securitys ab, nur um im Anschluss den gleichen Security zu beleidigen ("if I see you near me again I'mma punch your fuckin' face"). Jay schmeißt Bühnenequipment und ein Mikro ins Publikum (bin mir ziemlich sicher, dass das Mikro an einer Person abgeprallt ist). BARCELOONA BARCELOONA! Jay geht wieder ab ins Publikum, spielt "Exhibit C", geht wieder auf die Bühne, rappt die letzten 30 Sekunden a cappella, schmeißt ein zweites Walkie-Talkie und ein zweites Mikro ins Publikum und verlässt die Bühne 20 Minuten vor Ende der angekündigten Zeit. Das ganze Set hat inklusive Playback-Songs und Konzertabbruch ne halbe Stunde gedauert. Einfach nur wow...

Nach einer Essenspause ging es für 2 Songs zu Slowdive. Hier hat der Vibe aber für mich nicht gestimmt und das Mikro von Rachel war entweder defekt oder zumindest unfassbar leise. Also ab nach Mordor für ein paar Interpol-Songs und einen guten Spot für Gorillaz. Heftige Menschenmenge, sehr viele Briten, ziemliches Gedränge. Stimmung für Interpol war überhaupt nicht vorhanden. Obwohl wir früh da waren, standen wir echt weit von der Bühne weg und es ging nichts mehr. Im Nachhinein war der Spot sehr schlecht gewählt, da es genau das Bottleneck zu FOH und VIP-Bühne war, wo sich einfach dauerhaft Menschen an einem vorbeiquetschen wollten. Wir haben es 4 Songs in dem Gedränge ausgehalten, aber irgendwann wurde es uns zu viel. Stimmung war zu dem Zeitpunkt auch keine vorhanden. Standen dann links relativ weit hinten, wo es auch sehr voll war, man vom Sound jedoch gar nichts mehr mitbekommen hat. Haben uns dann hinter FOH positioniert und den restlichen Auftritt über den Monitor verfolgt. Abgesehen von den Hits war keine Stimmung im Publikum, gerade der "Plastic Beach"-Mittelteil hat überhaupt nicht funktioniert. Dazu noch ein bisschen Setlist-Pech (viele "Demon Days"-Songs gestrichen und "Désolé" vom ersten Wochenende war auch nicht mehr dabei). War für mich im Endeffekt der schlechteste Auftritt des Wochenendes und wir waren erst mal ziemlich unterwältigt von der Hauptbühnen-Situation. Wenn man das Gelände etwas besser kennt, hätte man jedoch auch einen besseren Spot finden können.

Dua Lipa haben wir dann ebenfalls nur über den Bildschirm verfolgt, aber hier haben wenigstens die Hits gestimmt. Die Show war im Vergleich zur Solo-Tour natürlich abgespeckter, aber die Leute hatten ziemlich Spaß. Haben leider das Angèle-Duett knapp verpasst, weil wir nochmal den Weg zu Bits auf uns nehmen mussten...

... denn dort wartete Charli XCX und entschädigte uns für die teilweise etwas mäßigen Auftritte des Tages. Was für eine Show! Was für eine Power! Was für ein Publikum! Bester Auftritt des Tages mit Abstand. Alleine diese aufwändigen Dance-Choreographien waren schon der absolute Hammer. Für mich verständlich, dass dafür auch der Playback-Anteil etwas hochgefahren werden musste. Ihrer Stimme hat man die vorherige Erkältung jedoch mMn nicht mehr angehört. Der Anteil an neuen Songs war erwartungsgemäß sehr hoch, was man aufgrund des 1-Stunden-Slots auch gemerkt hat. Ich kam jedoch voll auf meine Kosten. Alleine schon das Intro-Triple aus "Lightning", "Gone" und "Move Me"... einfach nur krass. Später noch ein komplett ausrastendes Publikum zu "Vroom Vroom". Genau darauf hab ich mich seit 2019 gefreut (damals noch mit Mad Cool-Ticket im Gepäck) und meine Erwartungen wurden nur noch übertroffen. Ganz ganz toll!

Sind im Anschluss nochmal rüber zur Cupra-Stage, um noch ein wenig Bicep mitzunehmen. Sah mit den Visuals schon sehr beeindruckend aus und ich liebe die Songs auch, aber meine Energie war komplett hinüber und zum Tanzen war es teilweise auch etwas zu voll. Will mir gar nicht vorstellen, wie das ausgesehen hätte, wenn man 2manydj's nicht noch kurzfristig parallel gelegt hätte. Haben dann nach einigen Liedern erschöpft, aber glücklich den Heimweg angetreten.

Freitag:

Nachdem wir mit den Hauptbühnen am Vortag keine guten Erfahrungen gemacht hatten, beschlossen wir, diesmal frühzeitig da zu sein. So stand außerplanmäßig dann auch Brittany Howard auf unserem Plan. Gespielt wurden Songs ihrer Solo-Platte sowie drei Cover von Funkadelic, Jackie Wilson und Nina Simone. Die Cover waren für mich die klaren Highlights, von denen ich mir gerne noch mehr gewünscht hätte. Ihre eigenen Songs gingen, von dem Hit "Stay High" mal abgesehen nicht ganz so an mich, verließen aber hin und wieder auch mal den Neo-Soul/R&B-Pfad in drifteten jazzigere Gefilde ab. Zum Reinkommen in den Tag auf jeden Fall ein nettes Konzert.

Das Tageshighlight lieferte im Anschluss Lorde ab. Im Gegensatz zu unseren Befürchtungen war vor der Bühne noch massig Platz und erst kurz vor Konzertbeginn füllten sich die Reihen. So stand wir unbeabsichtigt viel weiter vorne als geplant und waren umgeben von lauter Lorde-Ultras, die jede einzelne Textzeile lauthals mitsangen. Hab mich als Gelegenheits-Fan fast etwas schuldig gefühlt. Highlight waren auf jeden Fall die "Melodrama"-Songs (bei "Liability" hab ich schon etwas Gänsehaut bekommen) sowie "Mood Ring" als für mich mittlerweile klar bester Song der aktuellen Platte. Dass sich drehende Bühnenbild sowie die reduzierte Choreographie haben sich sehr schon in den Auftritt eingefügt und das Bananarama-Cover zu "Cruel Summer" kam dann zwar sehr überraschend, aber auch ziemlich passend. Das war wirklich verdammt gut!

The Strokes haben wir im Anschluss wieder von weiter hinten gesehen und ich muss sagen, dass der Auftritt für mich als jemanden, der nie wirklich The Strokes gehört hat, viel Spaß gemacht hat. Überall waren tanzende Leute, die von der ersten bis zur letzten Platte die Songs ziemlich abgefeiert haben. Julian war auch gesanglich gut aufgelegt. Selbst der Kopfstimmen-Part bei "The Adults Are Talking" hat gesessen. Sein Dummgelaber zwischen den Songs musste man jedoch ausblenden können, was zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach war. Und die Tatsache, dass "Eternal Summer" nicht gespielt wurde, hat mich schon etwas traurig gemacht. Aber ansonsten war das eine ziemlich runde Sache und die Stimmung im Publikum glänzend.

Etwas ambivalenter war mein Eindruck bei M.I.A.. Das lag jedoch zunächst daran, dass ihre Visuals auch auf sämtlichen anderen Screens abgespielt wurden, sodass man aus unserer Position vom Bühnengeschehen überhaupt nichts mitbekommen hat. Das wurde dann irgendwann behoben, dann wieder rückgängig gemacht und am Ende wieder behoben. Mir hat es ansonsten ganz gut gefallen, um mich herum war das Publikum abseits der Hits jedoch eher verhalten. Zum Ende hin wurde noch ein Chor auf die Bühne geholt, der Teil ihres 'spiritual awakenings' darstellen soll und auch im Rahmen von drei neueren Songs zum Einsatz kam. Bin gespannt, ob ihr damit nochmal ein großer Wurf gelingt. Politische Sprengkraft hatte ich bei den Songs jetzt eher weniger wahrgenommen.

Den Tagesabschluss lieferte dann Remi Wolf. Ihren funkigen Pop-Sound mag ich ja total gerne und freue mich, dass sie ihren Songs immer noch eine gute Portion Edginess bewahrt. Zwei der großen Highlights am Anfang habe ich leider direkt verpasst, der Rest des Sets hat dennoch sehr viel Spaß gemacht. U. a. gab es noch Cover von "Electric Feel" und "Crazy" sowie einen Rollentausch mit ihrem Drummer, der dann einen Fantasiesong mit Texten auf seinem Smartphone singen musste. War schon alles ganz unterhaltsam, ABER: Remi hat teilweise wirklich unglaublich schief gesungen und irgendwann wurde es so deutlich, dass man das nicht mehr ignorieren konnte. Das hat mich extrem gewundert, da sie ja auch mal Teilnehmerin bei American Idol war. Ursache war aber glaube ich, dass sie immer wild auf der Bühne hin- und hergesprungen ist und Quatsch gemacht hat. Soll sie auch gerne machen, aber ein wenig mehr Fokus auf den Gesang würde ihr schon gut tun. Wenn sie mal etwas weniger flippig unterwegs war, wurde der Gesang schlagartig besser. Aber insgesamt schon ein cooler Abschluss mit einer charismatischen Sängerin.

Samstag:

Diesmal haben wir uns endlich mal früher aufs Gelände getraut und diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Genesis Owusu hat um 17 Uhr einen unglaublichen Abriss vor verhältnismäßig kleiner Crowd veranstaltet. Sein Genre-Mix aus Alternative Hip-Hop, R&B und 80s-Pop war so unglaublich vielseitig, dass vermutlich jede Person im Publikum einen anderen Lieblingssong hatte. Was für eine krasse Performance. Schade, dass er live (noch?) nicht mit kompletter Band unterwegs. Das hätte das Ganze nochmal auf ein anderes Level gehoben. Dennoch waren die drei Tänzer um ihn rum ziemliche Stimmungsgaranten und haben die Energie gut hochgehalten, wozu auch gehört, ins Publikum zu springen, um dort erst mal einen Moshpit anzuzünden. Unglaublich krasser Auftritt. Würde ich mir jederzeit wieder gönnen.

Im Anschluss wurden wir dann zu Angel Bat Dawid mitgeschleift. Bin kein großer Jazz-Hörer und sobald es zu free-jazzig/experimentell wird, bin ich eher raus. Der Auftritt ging für mich in letztere Richtung, sodass wir irgendwann zu Renaldo & Clara geflüchtet sind, deren entspannter Indie-Pop zum Seele baumeln mit Blick aufs Meer eher taugte.

Spontan ging es dann auch noch zu The Weather Station und wir waren ziemlich überwältigt. Ich hatte die "Ignorance"-Platte gehört und die Art-Chamber-Pop hatte mir auf ein paar Songs ganz gut gefallen, aber live kam das einfach unglaublich geil. Ruckzuck war ich in den Songs komplett drin und wurde nur ab und an von dem nervigen Boiler Room direkt nebenan rausgeholt, deren Positionierung von der Sängerin auch an einer Stelle entsprechend kommentiert wurde. DIE Überraschung des Wochenendes. Muss die Band auf jeden Fall weiterhin auf dem Schirm behalten.

Danach ging es zum Geburtstagskonzert von Jorja Smith. Ich liebe ihre Stimme, ich liebe ihre Songs, vor allem die des Debüts und live klangen die Nummern großartig. Kam im Publikum und auch bei uns rundum gut an.
Gleiches kann ich im Falle der Yeah Yeah Yeahs nicht behaupten. Wer sein Set nach so langer Live-Pause erst mal mit Deep-Cuts und komplett neuen, teilweise noch unbekannten Songs beginnt, muss sich seiner Sache schon sehr sicher an. Für mich ging die Nummer ziemlich in die Hose. Die-Hard-Fans vorne sahen das vielleicht anders, um uns herum war im Publikum überhaupt keine Stimmung vorhanden. Mit "Zero" kam der erste Hit erst an sechster Stelle. Als danach dann der dritte neue Song angespielt wurde, war meine Geduld am Ende und wir sind gegangen. Klar, ein paar Hits kamen danach noch, aber so ein schlechtes Set-Pacing kann man bei einem Headliner schon mal kritisieren.

Im Endeffekt war die Entscheidung goldrichtig, denn Fred again.. lieferte für mich die emotionalste Show des Wochenendes. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass die beiden Platten für mich so eng mit der Pandemie und einigen sehr schwierigen Tagen und Wochen verbunden sind. Wenn dann auf einmal ein Song wie "Angie (I've Been Lost)" kommt, dann triggert das einfach nochmal ganz andere Emotionen. Ich war an einer Stelle echt kurz davor loszuflennen, wenn nicht ein kurzer Stimmungs-Shift von den "Actual-Life"-Song zu clubbigeren Rap-Remixes gekommen wäre. Immer wieder beeindruckend, zu was Musik alles so in der Lage ist. Das Konzept mit den eingeblendeten Videosample-Quellen, welche für die Songs verwendet wurden, ist richtig cool und man nimmt Fred die Überwältigung vom euphorischen Feedback der Leute einfach total ab. Leider waren als Spielzeit nur 50 Minuten angesetzt. Hätte ich mir noch locker doppelt so lange ansehen können. Ganz großes Highlight des Wochenendes!

Ich hatte bereits gelesen, dass Tame Impala am ersten Wochenende einer DER Publikumsmagneten und die Hauptbühnen ziemlich überfüllt waren. Schon beim Verlassen der Yeah Yeah Yeahs sind uns Scharen von Menschen entgegen gekommen und auf ein erneutes Gedränge hatten wir keine Lust, sodass wir uns stattdessen entspannt auf der Wiese der Binance-Stage hingesessen und Angèle gelauscht haben. Ich kannte (von der Dua-Kollabo abgesehen) überhaupt keine Songs von ihr und fand es mutig, sie parallel zu Tame Impala zu platzieren, aber habe ihren Bekanntheitsgrad ziemlich unterschätzt, da es ziemlich voll war, sodass die Security sogar den Zuschauerbereich vor der Bühne absperren musste, um eine Überfüllung zu vermeiden. War wohl eine Lehre, die man vom ersten Wochenende gezogen hat, als es bei Sharon van Etten sehr ungemütlich war. Auf jeden Fall top, dass man hier entsprechend reagiert hat. Von Angèle gab es eine richtig gute Pop-Show inkl. Tanzeinlagen und starke Ansagen Richtung LGBTQ. Muss bei ihrer Musik auf jeden Fall mal mehr reinhören.

Krönender Abschluss des Festivals war dann Jessie Ware und wow, war das stark. Es gab keine Band, nur Jessie, ihre Tänzer und die wundervollen Disco-Songs ihres aktuellen Albums "What's Your Pleasure". Das ganze Publikum hat mitgetanzt und mitgesungen, die Stimmung war super lieb. Zu erwähnen wäre noch, dass ich mich als Hetero-Mann im Publikum glaube ich noch nie so sehr in der Minderheit gefühlt habe. Noch mehr als bei Charli waren um mich herum eigentlich nur schwule Männer, die offensichtlich die Zeit ihres Lebens hatten und ich finde es einfach richtig toll, dass ein Festival wie das Primavera für diese Communities ein Anlaufpunkt ist. Da die Euphorie nach diesem saustarken Konzert auf dem absoluten Höhepunkt war, haben wir mit dieser schönen Erinnerung für uns den Festivalabschluss eingeläutet.

Fazit:
Es war ein wirklich tolles Festival, was vor allem mit seinem sehr diversen Line-up glänzt und uns so einige wirklich großartige Konzerte beschert hat; und das, obwohl wir einige Teil-Bereiche des Festivalprogramms gar nicht wahrgenommen haben (das gesamte DJ-Programm, die Metal-Bands auf der Ouigo-Stage, usw.). Viele Grüße auch nochmal an alle Forums-Menschen, die wir zwischendurch mal treffen durften, wenn auch meist viel zu kurz. Organisatorisch kann ich – vom Soundclash von Plentitude-Stage und Boiler-Room abgesehen – ebenfalls kaum meckern und mit ein wenig Erfahrung konnte man auch mit den Menschenmassen an den Hauptbühnen vernünftig umgehen. Den stärkeren Pop-Fokus am zweiten Wochenende habe ich als große Bereicherung des Programms wahrgenommen und hoffe, dass man diesen auch für 2023 beibehält. Für ein Early-Bird-Ticket hat unsere Euphorie dann doch nicht ausgereicht, zumal das Maifeld Derby bei uns ebenfalls auf dem Plan steht. Bei entsprechendem Line-up wären wir jedoch auf jeden Fall bereit, wieder nach Barcelona zurückzukehren.

Edit: In einen Spoiler packe ich noch ein paar Eindrücke zu den organisatorischen Kritikpunkten, die ja gerade nach dem Donnerstag an WE 1 im Netz zuhauf zu lesen war.


- App(s): Ja, die Installation von 3 Apps nur für dieses Festival war etwas nervig, aber letztendlich hat die Übertragung in die AccessTicket-App problemlos funktioniert und der Ablauf des Einlasses war so zügig funktioniert wie noch auf keinem anderen Festival. Ich musste nie auch nur eine Sekunde am Eingang warten.

- Trinken: Ja, das Bar-Personal war nicht vernünftig geschult und Bier wurde auch nie vorab gezapft. Dennoch liefen die Bestellungen zu 95 % super zügig ab, wenn man sich eine weniger besuchte Theke herausgesucht und vielleicht nicht den aller ungünstigsten Zeitpunkt (Bandwechsel auf den Hauptbühnen) gewählt hat. Meistens standen die Leute sogar brav in Schlangen, sodass noch nicht einmal die Gefahr bestand, dass an einem vorbei bedient wird. Gab auch noch ein paar Estrella-Selbstzapfanlagen, an denen auch nie viel los war und wo es (nach App herunterladen und registrieren) nochmal deutlich günstiger war als an den normalen Theken.
- Essen: War teuer (genauso wie die Getränke), aber super lecker. Gab auch dutzende vegetarische Alternativen (vegane bestimmt auch, hab ich nicht so sehr drauf geachtet) und die Wartezeiten waren nicht der Rede wert bzw. nicht vorhanden. Habe ich bislang auf keinem Festival so gut erlebt.
- Trinkwasser: Wenn es auf dem Gelände Schlangen gab, dann an den Trinkwasserstellen. Mich haben diese immer abgeschreckt, auch wenn es angeblich wohl recht schnell ging. Sind dann doch immer an die Theken ausgewichen. Also bitte für künftige Ausgaben gerne aufstocken. Von gratis verteilten Wasserflaschen habe ich nichts mitbekommen, aber vielleicht waren wir auch an den falschen Spots.

- Umwelt/Greenwashing: Hat man sich alles etwas schön geredet. Fängt mit der angeblich guten Klimabilanz der Sponsoren Binance, Cupra & Co. an und hört mit viel zu wenigen Müllcontainern auf. Das Pfandsystem hab ich immer noch nicht so richtig verstanden. Ich weiß nur, dass es für das inflationäre Sammeln von Bechern keine Incentives gab, sodass das auch niemand gemacht hat. Auf Wasser aus Alu-Dosen wurde überhaupt kein Pfand erhoben wurde. Positiv kann man erwähnen, dass die zurückgegebenen Becher an den Theken in der Regel auch für die neu bestellten Getränken genutzt wurden. Etwas übertrieben hat es jedoch ein mobiler Verkäufer mit Bierrucksack, der, als ihm seine Bechern ausgingen, einfach verdreckte Becher vom Boden aufgehoben und für den weiteren Verkauf verwendet hat.
- Toiletten: War ziemlich easy. Selbst Frauen mussten meistens gar nicht oder wirklich nur sehr kurz warten. Wenn man das Gelände etwas besser kannte, war es auch nicht schwierig, die eher weniger frequentierten Toiletten auszumachen. Laut meiner Freundin waren die Kabinen wohl auch ziemlich sauber. Seife und Desinfektionszeug waren leider meistens leer.

- Nebenbühnen: Die längste Schlange auf dem Gelände habe ich noch vergessen und das war die des Boiler Rooms. Die Bühne MUSS umplatziert werden, um Sound-Clashes mit der Plenitude-Bühne zu vermeiden. Wenn man sich als Zuschauer ganz rechts positioniert hat, konnte man das Schlimmste noch vermeiden, aber das war nicht immer möglich und die Artists waren auch oft sehr irritiert. Wenn es sich beim Boiler Room um so einen Publikumsmagnet handelt, wieso dann nicht diesen im tendenziell eher weniger besuchten Bits-Bereich unterbringen? Das würde nochmal mehr Leute dorthin locken. Ansonsten haben mir die meisten Bühnen gefallen, sowohl was Zugänglichkeit, Positionierung, Bühnensicht und Ausblick angeht. Besonders toll war der großzügige abschüssige Sitzbereich der Binance-Stage.
- Bits-Area: Ja, der Weg dorthin könnte (für Nicht-VIPs) kürzer sein und für Fans von schnellen Bühnenwechseln fällt die Area wohl komplett flach. Insgesamt lief sich der Weg aber relativ flott. Man hat sich zudem der Kritik angenommen und z. B. mit der Verlegung von 2manydjs versucht, den Bereich für die Besucher:innen attraktiver zu machen (auch wenn die Überschneidung mit Bicep dann einige gewurmt hat). Der Rückweg von Bits zum großen Gelände war aufgrund der Treppen etwas anstrengender, zumal die Unterführung auch ein kleines Bottleneck war. Ich hoffe, dass man sich mit dem Hafen-Betreiber einigen kann, sodass die eigentliche Brücke wieder von allen genutzt werden kann.

- VIP: Mir fehlt der Vergleich zum Vorjahr, aber im Netz haben sich diverse VIP-Ticketinhaber:innen über zu wenige Benefits beschwert. Auch wenn ich das aus Nicht-VIP-Perspektive z. T. nachvollziehen kann, muss ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass es keine VIP-exklusiven FOS-Bereiche vor den beiden Hauptbühnen mehr gibt. VIP-Tickets sollten das Festival für deren Käufer:innen angenehmer und vielleicht auch luxuriöser gestalten, aber "normale" Besucher:innen sollten keine Nachteile dadurch erfahren. Die neue VIP-Bühne vor den beiden Hauptbühnen hat jedoch niemandem etwas gebracht. Für VIPs war sie zu weit hinten platziert und bot keine attraktivere Sicht auf die Bühne. Für normale Leute war sie ein riesiges Sichthindernis auf die Bühne und sorgte gerade bei den gut besuchten Heads auf der linken Seite für ein ziemlich fettes Bottleneck. Daher bitte die VIP-Bühne mit ordentlicher Erhöhung auf die rechte Seite stellen, mit ausreichenden Toiletten und Thekenpersonal ausstatten und meinetwegen noch Premium-Food/Drinks anbieten, die es sonst auf dem Gelände nicht gibt. Genauso wird es beim Graspop, ebenfalls mit parallelen Hauptbühnen, gemacht und da wird das Angebot ausgesprochen gut angenommen.

- Hauptbühnen: Am liebsten sind mir natürlich auch die Festivals, bei denen ich entspannt kurz vor jedem Act noch einen guten Platz ergattern kann. Beim Graspop ist das z. B. so, aber die haben auch einen höheren Altersschnitt, wo es sich viele Leute auch gerne weiter hinten gemütlich machen. Beim WE 2 war das Publikum dem Booking entsprechend jedoch sehr jung und das zugkräftigste Parallelprogramm der Welt verhindert nicht, dass sehr viele Menschen Acts wie Dua Lipa, Tame Impala und Gorillaz sehen möchten und es vor der Bühne voll wird. Eine Gefahr für Leib und Leben habe ich hier jedoch nie erlebt. Ein wenig unangenehm war es für uns lediglich bei den Gorillaz, wo es schon etwas eng war und wo vor allem dem Publikumsaustausch sowohl nach vorne als auch nach hinten wenig Spielraum geboten wurde. Ob hier Wellenbrecher (nach hinten oder zwischen beiden Bühnen) etwas bringen würden? Ich weiß ja nicht. Bei uns hätten die nix gebracht, dafür standen wir noch zu weit hinten. Ich glaube, die Verfrachtung der zentral platzierten VIP-Bühne an die Seite würde hier am meisten helfen, weil sie das Schauen von weiter hinten wesentlich attraktiver machen würde. Wenn es dann noch möglich wäre, den Hauptbühnen-Bereich hinten zu beiden Seiten verlassen zu können, dann sehe ich hier eigentlich gar keine Probleme mehr. Die gegenüberliegenden Bühnen aus den Vojahren würden bestimmt für mehr Publikumsbewegung sorgen. Auf der anderen Seite ist so ein Doppelbühnen-Konzept schon ganz nice und wurde bereits auf so vielen Festivals erfolgreich umgesetzt. Das schafft das Primavera bestimmt auch noch. Weniger Publikum wäre natürlich auch nett, aber mit dem Fokus auf die ganz großen Heads glaube ich nicht so recht daran. Ist halt immer noch ein Major-Festival.
- Sound: Ist hier interessanterweise erstaunlich gut weggekommen. In den meisten Fällen war ich auch vollauf zufrieden, aber gerade an den Hauptbühnen kam es mMn etwas zu häufig vor, dass man beim ersten Song überhaupt keinen Gesang gehört hat, was dann ab dem zweiten Song gefixt wurde. Dua Lipa war dagegen konstant zu leise. Bei Standpunkten weit außen kam von den Lautsprechern auch nicht mehr viel an, da die Front-Speaker zu weit entfernt waren und die Back-Speaker hinter dem VIP-Deck zu wenig nach außen geneigt waren. Daher also besser auch weiter hinten noch einmal äußere Speaker aufstellen.

- People: Die meisten Personen waren super entspannt und gut drauf und die Stimmung bei fast allen Gigs war ausgezeichnet. Hab mich natürlich insbesondere gefreut, ein paar Leute aus diesem Forum zu treffen, auch wenn die Begegnungen viel zu selten und meistens viel zu kurz waren. Influencer:innen konnte ich gut ignorieren und sonstigen Stress hatte ich vor Ort nie. Da sich hier öfters über laut quatschende Spanier beschwert wurde: Die Personen, die mir diesbezüglich unangenehm aufgefallen sind, waren so gut wie immer Briten. Ansonsten ein paar Teenies, die ihren Alkoholkonsum falsch eingeschätzt haben und Leute, die meinen, sich in zu engem Gedränge Kippen anzünden zu müssen. Das Übliche halt.

- Primavera a la Ciutat: Konnte sich im Prinzip jede:r vorher denken, dass die Konzerte mit theoretischen Besuchern von zwei kompletten Wochenenden völlig überlaufen sein werden, aber die Ausmaße haben wohl einige Anwesende doch etwas erstaunt. Ich bin generell kein Fan solcher Ansteh-Gigs. Die Ungewissheit, ob ich nach mehreren Stunden Warterei tatsächlich reinkomme, würde mich komplett fertig machen. Für mehr Unmut sorgte jedoch die Tatsache, dass eben kein first come first serve galt, sondern DICE-Ticket > VIP-Ticket > Ticket WE 1&2 > Ticket WE 1 oder 2. Mindestens die Unterscheidung der letzten beiden Kategorien hätte man sich auf jeden Fall sparen können, zumal das meine ich auch nicht von Anfang an so klar kommuniziert war. Damit hätte man einigen Leuten eine Menge Frust erspart. Beruht jedoch alles nur auf Hören-Sagen. Live habe ich mir dieses Warteschlange-Schauspiel nie gegeben. So ganz ist mir das Konzept dieser Gigs auch noch nicht klar. Will man intime Zusatz-Gigs von Festival-Acts für Fan-Ultras? Will man exklusive Bonus-Gigs von Nicht-Festival-Acts? Will man die Venues vor Ort promoten? Will man den Locals, die sich kein Festivalticket leisten können, ebenfalls den Zugang zu Konzerten ermöglichen? Ich finde, man sollte sich überlegen, was man mit dem Programm unter der Woche eigentlich erreichen will und dann die Organisation darauf ausrichten.
- Brunch at the Beach: Auch hier hätte man sich vorher denken können, dass für die 10 Acts vermutlich nicht das komplette Festivalgelände geöffnet wird. Dennoch hätte hier eine entsprechende Kommunikation nicht geschadet. Dass dann von den Behörden kurzfristig eine offizielle Zulassungsbeschränkung verlangt wurde, war natürlich blöd. Dennoch wären auch hier genug Zeit vorhanden gewesen, das zu kommunizieren, anstatt einfach zu einer Zeit, wo die meisten noch schlafen, ohne Vorwarnung einen Registrierungsprozess freizuschalten, der dann ruckzuck ausverkauft ist. Uns hat es nicht betroffen, da wir eh nicht hinwollten, aber ich verstehe den Ärger vieler Leute. Immerhin hat man sich mit den kurzfristig anberaumten Club-Gigs um Schadensbegrenzung bemüht.

- Kommunikation/Organisation: Abgesehen von den bereits angesprochenen Punkten und dem vermutlich zurecht kritisierten WE 1-Donnerstag war es meiner Meinung nach in Ordnung. Für Massive Attack hätte auch ich mir einen Ersatz gewünscht (muss noch nicht mal gleichwertig sein). Scheint wohl dieses Jahr eine angespannte Situation auf dem Booking-Markt gewesen zu sein. Ansonsten haben mich eigentlich nur die ständigen Timetable-Anpassungen genervt. Die sind natürlich verständlich, wenn Acts super kurzfristig absagen, aber gefühlt wurde da ständig dran rumgebastelt. Hier mal alle Pausen auf den Hauptbühnen von 5 auf 15 Minuten erhöht. Gorillaz spontan doch 15 Minuten früher, Shellac und Sky Ferreira tauschen Slots usw. Alles kein Ding, wenn es dafür gute Gründe gibt, aber bitte haut doch einfach bei so etwas mal eine Info raus. Auf dem Gelände war meistens gutes Internet, sodass solche Updates auf sehr vielen Smartphones angekommen wären. Ansonsten noch Probs, dass die Kritik mit der Überfüllung der Binance-Stage angenommen wurde. Bei Angèle am Samstag standen dort auf beiden Seiten Ordner mit Absperrband und haben den Publikumsbereich vor Überfüllung geschützt.

Letztendlich muss man sagen, dass die meisten der im Internet geäußerten Kritikpunkte insb. vom ersten Donnerstag für mich während des zweiten Wochenendes schlichtweg nicht mehr vorhanden waren. Ich hatte nach den ersten Berichten in Foren und auf Social Media sehr große Bedenken bzgl. des Festival-Ablaufs und hab mich da sehr verrückt machen lassen. Man muss einfach bedenken, dass gerade auf Social Media sehr viel übertrieben wird. Fyre-Festival-Vergleiche werden so inflationär gedroppt, dass ich diese wirklich nicht mehr ernst nehmen kann. Ich denke, ein Großteil der auf den Donnerstag bezogenen Kritik war vermutlich gerechtfertigt und es wäre natürlich schöner gewesen, wenn von Anfang an alles glatt gelaufen wäre. Aber die Kritik wurde angenommen und innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Maßnahmen ergriffen, sodass sowohl ich als auch die meisten anderen Besucher:innen am Ende hoffentlich eine schöne Zeit hatten.

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Kann dir nur zustimmen, Charli XCX's Show war sehr stark, selten ein Publikum gesehen, dass bei einem Set mit ich glaub 10 Liedern vom (richtig guten) neuen Album trotzdem jede Zeile mitgesungen hat. Haben extra Dua Lipa geskipped für nen Platz in den ersten Reihen, hat sich absolut gelohnt.

Meine weiteren Highlights waren:
WE1: Pavement, Beach House, Black Country, New Road und auch Charli XCX (da von etwas weiter weg auf der Mainstage, dafür etwas mehr Hits)
WE2: Lorde, Big Thief, Porridge Radio, Phoenix, Rolling Blackouts Coastal Fever

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defpro

defpro hat kommentiert

04.07.2022 10:37 Uhr·  Bearbeitet·

Bin zwar etwas spät dran, wollte aber auch nochmal etwas detaillierter zu den Bands beim Primavera Sound 2022 schreiben. War musikalisch ein sehr tolles Wochenende und da ich bislang noch nicht auf so vielen Indie-Festivals unterwegs war, gab es für mich auch seeeeehr viele Artist-Premieren. Hab mich ein wenig wie bei meinem ersten Rock am Ring 2008 gefühlt, weil das Line-up nicht nur aus Bands bestand, die ich alle schon 100x gesehen habe.

Wir waren wie gesagt nur für das zweite Wochenende da, hatten aber vorher noch ein paar Tage Sightseeing gemacht. Ciutat-Konzerte wären also theoretisch einige möglich gewesen. Nachdem wir (vermutlich Klimaanlagen-bedingt) gesundheitlich jedoch schon etwas angeschlagen waren und die Berichte über lange Schlangen und für uns ungünstige Priorisierungen eintrudelten, haben wir diese Pläne über den Haufen geworfen (schade um den King Hannah/Los Bitchos-Abend) und uns auf den Mittwoch konzentriert.

Mittwoch - Poble Espanyol:

Hier hatten wir uns im Vorfeld bereits DICE-Tickets gekauft. War zwar eigentlich etwas entgegen meiner Prinzipien, aber im Endeffekt war ich vor Ort super froh, dass wir entspannt kurz vor Beginn an der sehr langen Schlange vorbeikonnten. Zur Location hat JackJones bereits alles gesagt: Sah echt super schön aus. Schade, dass wir erst so knapp vorher da waren, sonst hätte ich mich gerne auf dem Gelände noch etwas mehr umgesehen.

Die erste Band war Pom Pom Squad. Der Publikumsbereich war noch eher spärlich gefüllt, weil die meisten noch draußen am Anstehen waren. Die tanzbareren Indie-Rock-Pop-Punk-Songs der Band haben für einen schönen Einstieg gesorgt. Das Pacing des Sets fand ich etwas merkwürdig, da in der zweiten Hälfte fast nur Balladen gespielt wurden. Hätte man etwas besser mixen können. War aber ein schöner Einstieg.

Weiter ging es mit Magdalena Bay, für mich dem Lowlight des Abends, was aber ausschließlich die Sound-Person zu verantworten hat. Der erste Song wurde gestartet, die darauf abgestimmten Visuals liefen und das Headset-Mic der Sängerin klappte nicht. Da wohl einiges vom Audio vom Band kam, konnte man nicht einfach pausieren und neu starten, sodass spontan auf ein Kabel-Mikro gewechselt werden musste, was ebenfalls nicht funktionierte. Alle Songs liefen in fließenden Übergängen, sodass man die ersten 2-3 Songs exakt null Gesang gehört hat, was bei einer Electro-Synthpop-Band zu nur mäßig spannenden Ergebnissen führt. Irgendwann hat man das Kabel-Mic dann doch zum Laufen bekommen, was zu einem Euphorie-Moment im Publikum geführt hat. Zumindest bei uns weiter hinten war es danach jedoch weiterhin ein einziger Sound-Matsch. Sehr schade. Hatte mich auf den Auftritt echt gefreut.

Im Anschluss gab es meinen einzigen negativen Getränkestand-Moment des ganzen Festivals. War ein bisschen Pech dabei, weil beide Thekendamen konsequent an mir vorbei bedient haben und die Cashless-Terminals auch noch Empfangsprobleme hatten. Deshalb leider von Ride die ersten 2,5 Songs verpasst, darunter das großartige "Leave Them All Behind". Naja, hätte das Ganze auch etwas besser timen können. Ride haben dann ihre komplette "Going Blank Again"-Platte gespielt (die komplette "Nowhere" gab es einen Tag später, da jedoch ohne mich). Könnte jetzt spontan gar nicht sagen, welche der beiden Konzerte ich lieber gesehen hätte, aber da von "Nowhere" normalerweise mehr im regulären Set landet, gab es für mich ein paar mehr Live-Premieren wie z. B. das großartige "Cool Your Boots". Ich muss zugeben, dass ich das Album jetzt nicht als DIE Klassiker-Platte sehe, zu der sie oft gemacht wird, sodass sich für mich in der zweiten Hälfte ein paar kleinere Längen eingeschlichen haben. Insgesamt aber ein toller Auftritt.

Khruangbin lieferten für mich danach die Überraschung des Abends. Ich war schon ein wenig erschöpft und einfach nicht in Stimmung für solche Musik. Da habe ich jedoch meine Rechnung nicht ohne die Münchner vor uns gemacht, deren gute Laune so ansteckend war, sodass ich dann doch sehr viel Spaß hatte und der Vibe für mich im Endeffekt dennoch passte. Besonders cool waren die beiden gespielten Medleys, obwohl ich echt viele Songs nicht erkannt habe (ich muss mehr MF Doom hören). Hat sich super in das Set eingefügt und jemand, der "Apache" covert, hat bei mir sowieso einen Stein im Herzen.

Headliner des Abends waren Phoenix und meine Güte, hab ich mich auf die gefreut. Den großen Hype um "Wolfgang Amadeus Phoenix" hab ich damals komplett verschlafen und stattdessen nur irgendwelche Metalcore-Bands abgefeiert. Hab deshalb auch erst viel zu spät erkannt, was für eine geile Platte das auch abseits der beiden großen Hits ist. Besagte Hits markierten dann auch den Beginn und das Ende des Sets und die Euphorie im Publikum war richtig heftig. Hab mich dann auch zu einem kleinen Pogo zu "1901" hinreißen lassen. Die Mitte des Sets hatte dafür ein paar (gewollte) Ruhepole zu viel für mich, was aber sicherlich auch an meiner Erkältung lag (aber Probs für die coolen Visuals zum "Love Like a Sunset"-Double). Leider gab's auch nur den Titeltrack der mMn unterschätzen "Ti Amo"-Platte. Die beiden neuen Songs haben dagegen meine Euphorie bzgl. des neuen Albums noch nicht so ganz entfacht, aber der crowdsurfende Thomas zum Abschluss hat einiges wieder wettgemacht. Sehr tolle Live-Band und schön, dass ich sie nach all den Jahren endlich mal gesehen habe.

Der Heimweg um 1 Uhr nachts war im Anschluss noch super anstrengend, da weder U-Bahnen noch Trams, sondern ausschließlich Nachtbusse gefahren sind, welche dementsprechend auch komplett überfüllt waren. An quasi jeder Station wurden Leute unfreiwillig draußen gelassen, weil sie andere Leute aussteigen lassen wollten und der Busfahrer dann einfach die Türen vor ihnen geschlossen hat. Ist für mich ein Rätsel, dass man in so einer Millionenstadt wie Barcelona nicht die Öffis in einer eingeschränkten Taktung durchfahren lassen kann oder zumindest bei einem Festival eine Ausnahme machen kann. Hat uns zum Glück in den Folgenächten nicht mehr betroffen, da unser Hotel in Laufnähe zum Parc del Fòrum war.

Donnerstag:

Los ging es für uns direkt zum allseits beliebten Bits-Gelände, wo Griff eine sehr gute Pop-Show ablieferte. Hatten sie ja bereits als Support von Dua Lipa gesehen, aber bei einer kleineren Show kommt ihr Auftritt im Publikum auf jeden Fall noch ein gutes Stück besser an.

Mussten dann leider verfrüht schon wieder abhauen, weil ich unbedingt Jay Electronica sehen wollte. Meine Freundin sollte mir diese Entscheidung noch einige Male vorhalten, denn das war mit Abstand der verrückteste Auftritt des Wochenendes. Genau genommen wahrscheinlich auch der schlechteste, aber es gab Entertainment der anderen Sorte. Für alle, die ihn nicht kennen: Jay ist ein US-Rapper, der 2010 nach nur zwei bekannten Songs bei Jay-Zs Roc Nation gesignt wurde, dann 10 Jahre abgesehen von ein paar Feature-Parts keinen einzigen Song veröffentlicht hat, nur um 2020 dann ohne irgendwelche Promo ein Kollabo-Album mit Jay-Z zu droppen. Was hab ich mich auf den Auftritt gefreut. Hatte sogar auf einen Khruangbin-Gastauftritt gehofft, welche für einen Beat gesamplet werden. Ja, bei US-Rappern sind die Auftritte häufig low effort, aber doch nicht bei Jay. Der ist noch ein "echter Lyriker". Das ist noch "real hip-hop". Tja, weit gefehlt.
Fangen wir mit dem Musikalischen an: Aus den Boxen liefen die Originalsongs mit komplettem Vollplayback. Darüber rappte Jay dann, wenn er Lust dazu hatte, seine Texte. Wobei "rappen" das falsche Wort ist. Seine ruhige Vortragsweise ist live einem anstrengenden Shouten gewichen. Eine besondere Glanzleistung war es auch, dass Songs mit fremden Feature-Parts in keinster Weise gecuttet waren. Man hätte z. B. den Westside Gunn-Track "Free Kutter" einfach mit Jays zweiter Strophe erst einfaden können. Nein, der komplette Track wird gespielt, sodass man sich erstmal 1,5 Minuten Gunns erste Strophe vom Band anhören muss, bis Jay seine Strophe rappt. Genauso war es natürlich auch mit den Jay-Z-Parts der aktuellen Songs. Vermutlich auch der Grund, wieso Kanyes "Jesus Lord" nicht gespielt wurde. Da hätte man ja knapp 5 Minuten bis zu Jays Part warten müssen. Wieso man bei so viel Downtime dann noch ein 2-minütiges Spoken-Word-Intro von Louis Farrakhan, des Führers der Nation of Islam, spielen muss? Ich habe keine Ahnung.
Nun zum Auftritt selbst: Jay kommt auf die Bühne, hat nach 2 Minuten keinen Bock mehr auf die Bühne und geht ins Publikum, spielt dort 2 Songs, geht wieder auf die Bühne, schmeißt seinen Hut und NOI-Mantel sowie ein Walkie-Talkie ins Publikum, fragt das Publikum hintereinander, wer aktuell auf Weed, MDMA und Kokain ist. BARCELOONA BARCELOONA!!! Shout out J Dilla. Jay will, dass die Leute zu ihm auf die Bühne kommen. Barrikaden werden gestürmt, komplette Bühne ist überfüllt mit Leuten, nächster Song wird eine Minute gespielt, danach wird Jays Mikro abgedreht. Auftritt ist zunächst abgebrochen, alle Leute müssen wieder runter. Zeit vergeht, Security sucht die Bühne nach gefährlichen Gegenständen ab. Jay klatscht zum Dank ein paar Securitys ab, nur um im Anschluss den gleichen Security zu beleidigen ("if I see you near me again I'mma punch your fuckin' face"). Jay schmeißt Bühnenequipment und ein Mikro ins Publikum (bin mir ziemlich sicher, dass das Mikro an einer Person abgeprallt ist). BARCELOONA BARCELOONA! Jay geht wieder ab ins Publikum, spielt "Exhibit C", geht wieder auf die Bühne, rappt die letzten 30 Sekunden a cappella, schmeißt ein zweites Walkie-Talkie und ein zweites Mikro ins Publikum und verlässt die Bühne 20 Minuten vor Ende der angekündigten Zeit. Das ganze Set hat inklusive Playback-Songs und Konzertabbruch ne halbe Stunde gedauert. Einfach nur wow...

Nach einer Essenspause ging es für 2 Songs zu Slowdive. Hier hat der Vibe aber für mich nicht gestimmt und das Mikro von Rachel war entweder defekt oder zumindest unfassbar leise. Also ab nach Mordor für ein paar Interpol-Songs und einen guten Spot für Gorillaz. Heftige Menschenmenge, sehr viele Briten, ziemliches Gedränge. Stimmung für Interpol war überhaupt nicht vorhanden. Obwohl wir früh da waren, standen wir echt weit von der Bühne weg und es ging nichts mehr. Im Nachhinein war der Spot sehr schlecht gewählt, da es genau das Bottleneck zu FOH und VIP-Bühne war, wo sich einfach dauerhaft Menschen an einem vorbeiquetschen wollten. Wir haben es 4 Songs in dem Gedränge ausgehalten, aber irgendwann wurde es uns zu viel. Stimmung war zu dem Zeitpunkt auch keine vorhanden. Standen dann links relativ weit hinten, wo es auch sehr voll war, man vom Sound jedoch gar nichts mehr mitbekommen hat. Haben uns dann hinter FOH positioniert und den restlichen Auftritt über den Monitor verfolgt. Abgesehen von den Hits war keine Stimmung im Publikum, gerade der "Plastic Beach"-Mittelteil hat überhaupt nicht funktioniert. Dazu noch ein bisschen Setlist-Pech (viele "Demon Days"-Songs gestrichen und "Désolé" vom ersten Wochenende war auch nicht mehr dabei). War für mich im Endeffekt der schlechteste Auftritt des Wochenendes und wir waren erst mal ziemlich unterwältigt von der Hauptbühnen-Situation. Wenn man das Gelände etwas besser kennt, hätte man jedoch auch einen besseren Spot finden können.

Dua Lipa haben wir dann ebenfalls nur über den Bildschirm verfolgt, aber hier haben wenigstens die Hits gestimmt. Die Show war im Vergleich zur Solo-Tour natürlich abgespeckter, aber die Leute hatten ziemlich Spaß. Haben leider das Angèle-Duett knapp verpasst, weil wir nochmal den Weg zu Bits auf uns nehmen mussten...

... denn dort wartete Charli XCX und entschädigte uns für die teilweise etwas mäßigen Auftritte des Tages. Was für eine Show! Was für eine Power! Was für ein Publikum! Bester Auftritt des Tages mit Abstand. Alleine diese aufwändigen Dance-Choreographien waren schon der absolute Hammer. Für mich verständlich, dass dafür auch der Playback-Anteil etwas hochgefahren werden musste. Ihrer Stimme hat man die vorherige Erkältung jedoch mMn nicht mehr angehört. Der Anteil an neuen Songs war erwartungsgemäß sehr hoch, was man aufgrund des 1-Stunden-Slots auch gemerkt hat. Ich kam jedoch voll auf meine Kosten. Alleine schon das Intro-Triple aus "Lightning", "Gone" und "Move Me"... einfach nur krass. Später noch ein komplett ausrastendes Publikum zu "Vroom Vroom". Genau darauf hab ich mich seit 2019 gefreut (damals noch mit Mad Cool-Ticket im Gepäck) und meine Erwartungen wurden nur noch übertroffen. Ganz ganz toll!

Sind im Anschluss nochmal rüber zur Cupra-Stage, um noch ein wenig Bicep mitzunehmen. Sah mit den Visuals schon sehr beeindruckend aus und ich liebe die Songs auch, aber meine Energie war komplett hinüber und zum Tanzen war es teilweise auch etwas zu voll. Will mir gar nicht vorstellen, wie das ausgesehen hätte, wenn man 2manydj's nicht noch kurzfristig parallel gelegt hätte. Haben dann nach einigen Liedern erschöpft, aber glücklich den Heimweg angetreten.

Freitag:

Nachdem wir mit den Hauptbühnen am Vortag keine guten Erfahrungen gemacht hatten, beschlossen wir, diesmal frühzeitig da zu sein. So stand außerplanmäßig dann auch Brittany Howard auf unserem Plan. Gespielt wurden Songs ihrer Solo-Platte sowie drei Cover von Funkadelic, Jackie Wilson und Nina Simone. Die Cover waren für mich die klaren Highlights, von denen ich mir gerne noch mehr gewünscht hätte. Ihre eigenen Songs gingen, von dem Hit "Stay High" mal abgesehen nicht ganz so an mich, verließen aber hin und wieder auch mal den Neo-Soul/R&B-Pfad in drifteten jazzigere Gefilde ab. Zum Reinkommen in den Tag auf jeden Fall ein nettes Konzert.

Das Tageshighlight lieferte im Anschluss Lorde ab. Im Gegensatz zu unseren Befürchtungen war vor der Bühne noch massig Platz und erst kurz vor Konzertbeginn füllten sich die Reihen. So stand wir unbeabsichtigt viel weiter vorne als geplant und waren umgeben von lauter Lorde-Ultras, die jede einzelne Textzeile lauthals mitsangen. Hab mich als Gelegenheits-Fan fast etwas schuldig gefühlt. Highlight waren auf jeden Fall die "Melodrama"-Songs (bei "Liability" hab ich schon etwas Gänsehaut bekommen) sowie "Mood Ring" als für mich mittlerweile klar bester Song der aktuellen Platte. Dass sich drehende Bühnenbild sowie die reduzierte Choreographie haben sich sehr schon in den Auftritt eingefügt und das Bananarama-Cover zu "Cruel Summer" kam dann zwar sehr überraschend, aber auch ziemlich passend. Das war wirklich verdammt gut!

The Strokes haben wir im Anschluss wieder von weiter hinten gesehen und ich muss sagen, dass der Auftritt für mich als jemanden, der nie wirklich The Strokes gehört hat, viel Spaß gemacht hat. Überall waren tanzende Leute, die von der ersten bis zur letzten Platte die Songs ziemlich abgefeiert haben. Julian war auch gesanglich gut aufgelegt. Selbst der Kopfstimmen-Part bei "The Adults Are Talking" hat gesessen. Sein Dummgelaber zwischen den Songs musste man jedoch ausblenden können, was zugegebenermaßen nicht immer ganz einfach war. Und die Tatsache, dass "Eternal Summer" nicht gespielt wurde, hat mich schon etwas traurig gemacht. Aber ansonsten war das eine ziemlich runde Sache und die Stimmung im Publikum glänzend.

Etwas ambivalenter war mein Eindruck bei M.I.A.. Das lag jedoch zunächst daran, dass ihre Visuals auch auf sämtlichen anderen Screens abgespielt wurden, sodass man aus unserer Position vom Bühnengeschehen überhaupt nichts mitbekommen hat. Das wurde dann irgendwann behoben, dann wieder rückgängig gemacht und am Ende wieder behoben. Mir hat es ansonsten ganz gut gefallen, um mich herum war das Publikum abseits der Hits jedoch eher verhalten. Zum Ende hin wurde noch ein Chor auf die Bühne geholt, der Teil ihres 'spiritual awakenings' darstellen soll und auch im Rahmen von drei neueren Songs zum Einsatz kam. Bin gespannt, ob ihr damit nochmal ein großer Wurf gelingt. Politische Sprengkraft hatte ich bei den Songs jetzt eher weniger wahrgenommen.

Den Tagesabschluss lieferte dann Remi Wolf. Ihren funkigen Pop-Sound mag ich ja total gerne und freue mich, dass sie ihren Songs immer noch eine gute Portion Edginess bewahrt. Zwei der großen Highlights am Anfang habe ich leider direkt verpasst, der Rest des Sets hat dennoch sehr viel Spaß gemacht. U. a. gab es noch Cover von "Electric Feel" und "Crazy" sowie einen Rollentausch mit ihrem Drummer, der dann einen Fantasiesong mit Texten auf seinem Smartphone singen musste. War schon alles ganz unterhaltsam, ABER: Remi hat teilweise wirklich unglaublich schief gesungen und irgendwann wurde es so deutlich, dass man das nicht mehr ignorieren konnte. Das hat mich extrem gewundert, da sie ja auch mal Teilnehmerin bei American Idol war. Ursache war aber glaube ich, dass sie immer wild auf der Bühne hin- und hergesprungen ist und Quatsch gemacht hat. Soll sie auch gerne machen, aber ein wenig mehr Fokus auf den Gesang würde ihr schon gut tun. Wenn sie mal etwas weniger flippig unterwegs war, wurde der Gesang schlagartig besser. Aber insgesamt schon ein cooler Abschluss mit einer charismatischen Sängerin.

Samstag:

Diesmal haben wir uns endlich mal früher aufs Gelände getraut und diese Entscheidung sollte sich als goldrichtig erweisen. Genesis Owusu hat um 17 Uhr einen unglaublichen Abriss vor verhältnismäßig kleiner Crowd veranstaltet. Sein Genre-Mix aus Alternative Hip-Hop, R&B und 80s-Pop war so unglaublich vielseitig, dass vermutlich jede Person im Publikum einen anderen Lieblingssong hatte. Was für eine krasse Performance. Schade, dass er live (noch?) nicht mit kompletter Band unterwegs. Das hätte das Ganze nochmal auf ein anderes Level gehoben. Dennoch waren die drei Tänzer um ihn rum ziemliche Stimmungsgaranten und haben die Energie gut hochgehalten, wozu auch gehört, ins Publikum zu springen, um dort erst mal einen Moshpit anzuzünden. Unglaublich krasser Auftritt. Würde ich mir jederzeit wieder gönnen.

Im Anschluss wurden wir dann zu Angel Bat Dawid mitgeschleift. Bin kein großer Jazz-Hörer und sobald es zu free-jazzig/experimentell wird, bin ich eher raus. Der Auftritt ging für mich in letztere Richtung, sodass wir irgendwann zu Renaldo & Clara geflüchtet sind, deren entspannter Indie-Pop zum Seele baumeln mit Blick aufs Meer eher taugte.

Spontan ging es dann auch noch zu The Weather Station und wir waren ziemlich überwältigt. Ich hatte die "Ignorance"-Platte gehört und die Art-Chamber-Pop hatte mir auf ein paar Songs ganz gut gefallen, aber live kam das einfach unglaublich geil. Ruckzuck war ich in den Songs komplett drin und wurde nur ab und an von dem nervigen Boiler Room direkt nebenan rausgeholt, deren Positionierung von der Sängerin auch an einer Stelle entsprechend kommentiert wurde. DIE Überraschung des Wochenendes. Muss die Band auf jeden Fall weiterhin auf dem Schirm behalten.

Danach ging es zum Geburtstagskonzert von Jorja Smith. Ich liebe ihre Stimme, ich liebe ihre Songs, vor allem die des Debüts und live klangen die Nummern großartig. Kam im Publikum und auch bei uns rundum gut an.
Gleiches kann ich im Falle der Yeah Yeah Yeahs nicht behaupten. Wer sein Set nach so langer Live-Pause erst mal mit Deep-Cuts und komplett neuen, teilweise noch unbekannten Songs beginnt, muss sich seiner Sache schon sehr sicher an. Für mich ging die Nummer ziemlich in die Hose. Die-Hard-Fans vorne sahen das vielleicht anders, um uns herum war im Publikum überhaupt keine Stimmung vorhanden. Mit "Zero" kam der erste Hit erst an sechster Stelle. Als danach dann der dritte neue Song angespielt wurde, war meine Geduld am Ende und wir sind gegangen. Klar, ein paar Hits kamen danach noch, aber so ein schlechtes Set-Pacing kann man bei einem Headliner schon mal kritisieren.

Im Endeffekt war die Entscheidung goldrichtig, denn Fred again.. lieferte für mich die emotionalste Show des Wochenendes. Liegt wahrscheinlich auch daran, dass die beiden Platten für mich so eng mit der Pandemie und einigen sehr schwierigen Tagen und Wochen verbunden sind. Wenn dann auf einmal ein Song wie "Angie (I've Been Lost)" kommt, dann triggert das einfach nochmal ganz andere Emotionen. Ich war an einer Stelle echt kurz davor loszuflennen, wenn nicht ein kurzer Stimmungs-Shift von den "Actual-Life"-Song zu clubbigeren Rap-Remixes gekommen wäre. Immer wieder beeindruckend, zu was Musik alles so in der Lage ist. Das Konzept mit den eingeblendeten Videosample-Quellen, welche für die Songs verwendet wurden, ist richtig cool und man nimmt Fred die Überwältigung vom euphorischen Feedback der Leute einfach total ab. Leider waren als Spielzeit nur 50 Minuten angesetzt. Hätte ich mir noch locker doppelt so lange ansehen können. Ganz großes Highlight des Wochenendes!

Ich hatte bereits gelesen, dass Tame Impala am ersten Wochenende einer DER Publikumsmagneten und die Hauptbühnen ziemlich überfüllt waren. Schon beim Verlassen der Yeah Yeah Yeahs sind uns Scharen von Menschen entgegen gekommen und auf ein erneutes Gedränge hatten wir keine Lust, sodass wir uns stattdessen entspannt auf der Wiese der Binance-Stage hingesessen und Angèle gelauscht haben. Ich kannte (von der Dua-Kollabo abgesehen) überhaupt keine Songs von ihr und fand es mutig, sie parallel zu Tame Impala zu platzieren, aber habe ihren Bekanntheitsgrad ziemlich unterschätzt, da es ziemlich voll war, sodass die Security sogar den Zuschauerbereich vor der Bühne absperren musste, um eine Überfüllung zu vermeiden. War wohl eine Lehre, die man vom ersten Wochenende gezogen hat, als es bei Sharon van Etten sehr ungemütlich war. Auf jeden Fall top, dass man hier entsprechend reagiert hat. Von Angèle gab es eine richtig gute Pop-Show inkl. Tanzeinlagen und starke Ansagen Richtung LGBTQ. Muss bei ihrer Musik auf jeden Fall mal mehr reinhören.

Krönender Abschluss des Festivals war dann Jessie Ware und wow, war das stark. Es gab keine Band, nur Jessie, ihre Tänzer und die wundervollen Disco-Songs ihres aktuellen Albums "What's Your Pleasure". Das ganze Publikum hat mitgetanzt und mitgesungen, die Stimmung war super lieb. Zu erwähnen wäre noch, dass ich mich als Hetero-Mann im Publikum glaube ich noch nie so sehr in der Minderheit gefühlt habe. Noch mehr als bei Charli waren um mich herum eigentlich nur schwule Männer, die offensichtlich die Zeit ihres Lebens hatten und ich finde es einfach richtig toll, dass ein Festival wie das Primavera für diese Communities ein Anlaufpunkt ist. Da die Euphorie nach diesem saustarken Konzert auf dem absoluten Höhepunkt war, haben wir mit dieser schönen Erinnerung für uns den Festivalabschluss eingeläutet.

Fazit:
Es war ein wirklich tolles Festival, was vor allem mit seinem sehr diversen Line-up glänzt und uns so einige wirklich großartige Konzerte beschert hat; und das, obwohl wir einige Teil-Bereiche des Festivalprogramms gar nicht wahrgenommen haben (das gesamte DJ-Programm, die Metal-Bands auf der Ouigo-Stage, usw.). Viele Grüße auch nochmal an alle Forums-Menschen, die wir zwischendurch mal treffen durften, wenn auch meist viel zu kurz. Organisatorisch kann ich – vom Soundclash von Plentitude-Stage und Boiler-Room abgesehen – ebenfalls kaum meckern und mit ein wenig Erfahrung konnte man auch mit den Menschenmassen an den Hauptbühnen vernünftig umgehen. Den stärkeren Pop-Fokus am zweiten Wochenende habe ich als große Bereicherung des Programms wahrgenommen und hoffe, dass man diesen auch für 2023 beibehält. Für ein Early-Bird-Ticket hat unsere Euphorie dann doch nicht ausgereicht, zumal das Maifeld Derby bei uns ebenfalls auf dem Plan steht. Bei entsprechendem Line-up wären wir jedoch auf jeden Fall bereit, wieder nach Barcelona zurückzukehren.

Edit: In einen Spoiler packe ich noch ein paar Eindrücke zu den organisatorischen Kritikpunkten, die ja gerade nach dem Donnerstag an WE 1 im Netz zuhauf zu lesen war.


- App(s): Ja, die Installation von 3 Apps nur für dieses Festival war etwas nervig, aber letztendlich hat die Übertragung in die AccessTicket-App problemlos funktioniert und der Ablauf des Einlasses war so zügig funktioniert wie noch auf keinem anderen Festival. Ich musste nie auch nur eine Sekunde am Eingang warten.

- Trinken: Ja, das Bar-Personal war nicht vernünftig geschult und Bier wurde auch nie vorab gezapft. Dennoch liefen die Bestellungen zu 95 % super zügig ab, wenn man sich eine weniger besuchte Theke herausgesucht und vielleicht nicht den aller ungünstigsten Zeitpunkt (Bandwechsel auf den Hauptbühnen) gewählt hat. Meistens standen die Leute sogar brav in Schlangen, sodass noch nicht einmal die Gefahr bestand, dass an einem vorbei bedient wird. Gab auch noch ein paar Estrella-Selbstzapfanlagen, an denen auch nie viel los war und wo es (nach App herunterladen und registrieren) nochmal deutlich günstiger war als an den normalen Theken.
- Essen: War teuer (genauso wie die Getränke), aber super lecker. Gab auch dutzende vegetarische Alternativen (vegane bestimmt auch, hab ich nicht so sehr drauf geachtet) und die Wartezeiten waren nicht der Rede wert bzw. nicht vorhanden. Habe ich bislang auf keinem Festival so gut erlebt.
- Trinkwasser: Wenn es auf dem Gelände Schlangen gab, dann an den Trinkwasserstellen. Mich haben diese immer abgeschreckt, auch wenn es angeblich wohl recht schnell ging. Sind dann doch immer an die Theken ausgewichen. Also bitte für künftige Ausgaben gerne aufstocken. Von gratis verteilten Wasserflaschen habe ich nichts mitbekommen, aber vielleicht waren wir auch an den falschen Spots.

- Umwelt/Greenwashing: Hat man sich alles etwas schön geredet. Fängt mit der angeblich guten Klimabilanz der Sponsoren Binance, Cupra & Co. an und hört mit viel zu wenigen Müllcontainern auf. Das Pfandsystem hab ich immer noch nicht so richtig verstanden. Ich weiß nur, dass es für das inflationäre Sammeln von Bechern keine Incentives gab, sodass das auch niemand gemacht hat. Auf Wasser aus Alu-Dosen wurde überhaupt kein Pfand erhoben wurde. Positiv kann man erwähnen, dass die zurückgegebenen Becher an den Theken in der Regel auch für die neu bestellten Getränken genutzt wurden. Etwas übertrieben hat es jedoch ein mobiler Verkäufer mit Bierrucksack, der, als ihm seine Bechern ausgingen, einfach verdreckte Becher vom Boden aufgehoben und für den weiteren Verkauf verwendet hat.
- Toiletten: War ziemlich easy. Selbst Frauen mussten meistens gar nicht oder wirklich nur sehr kurz warten. Wenn man das Gelände etwas besser kannte, war es auch nicht schwierig, die eher weniger frequentierten Toiletten auszumachen. Laut meiner Freundin waren die Kabinen wohl auch ziemlich sauber. Seife und Desinfektionszeug waren leider meistens leer.

- Nebenbühnen: Die längste Schlange auf dem Gelände habe ich noch vergessen und das war die des Boiler Rooms. Die Bühne MUSS umplatziert werden, um Sound-Clashes mit der Plenitude-Bühne zu vermeiden. Wenn man sich als Zuschauer ganz rechts positioniert hat, konnte man das Schlimmste noch vermeiden, aber das war nicht immer möglich und die Artists waren auch oft sehr irritiert. Wenn es sich beim Boiler Room um so einen Publikumsmagnet handelt, wieso dann nicht diesen im tendenziell eher weniger besuchten Bits-Bereich unterbringen? Das würde nochmal mehr Leute dorthin locken. Ansonsten haben mir die meisten Bühnen gefallen, sowohl was Zugänglichkeit, Positionierung, Bühnensicht und Ausblick angeht. Besonders toll war der großzügige abschüssige Sitzbereich der Binance-Stage.
- Bits-Area: Ja, der Weg dorthin könnte (für Nicht-VIPs) kürzer sein und für Fans von schnellen Bühnenwechseln fällt die Area wohl komplett flach. Insgesamt lief sich der Weg aber relativ flott. Man hat sich zudem der Kritik angenommen und z. B. mit der Verlegung von 2manydjs versucht, den Bereich für die Besucher:innen attraktiver zu machen (auch wenn die Überschneidung mit Bicep dann einige gewurmt hat). Der Rückweg von Bits zum großen Gelände war aufgrund der Treppen etwas anstrengender, zumal die Unterführung auch ein kleines Bottleneck war. Ich hoffe, dass man sich mit dem Hafen-Betreiber einigen kann, sodass die eigentliche Brücke wieder von allen genutzt werden kann.

- VIP: Mir fehlt der Vergleich zum Vorjahr, aber im Netz haben sich diverse VIP-Ticketinhaber:innen über zu wenige Benefits beschwert. Auch wenn ich das aus Nicht-VIP-Perspektive z. T. nachvollziehen kann, muss ich sagen, dass ich sehr froh darüber bin, dass es keine VIP-exklusiven FOS-Bereiche vor den beiden Hauptbühnen mehr gibt. VIP-Tickets sollten das Festival für deren Käufer:innen angenehmer und vielleicht auch luxuriöser gestalten, aber "normale" Besucher:innen sollten keine Nachteile dadurch erfahren. Die neue VIP-Bühne vor den beiden Hauptbühnen hat jedoch niemandem etwas gebracht. Für VIPs war sie zu weit hinten platziert und bot keine attraktivere Sicht auf die Bühne. Für normale Leute war sie ein riesiges Sichthindernis auf die Bühne und sorgte gerade bei den gut besuchten Heads auf der linken Seite für ein ziemlich fettes Bottleneck. Daher bitte die VIP-Bühne mit ordentlicher Erhöhung auf die rechte Seite stellen, mit ausreichenden Toiletten und Thekenpersonal ausstatten und meinetwegen noch Premium-Food/Drinks anbieten, die es sonst auf dem Gelände nicht gibt. Genauso wird es beim Graspop, ebenfalls mit parallelen Hauptbühnen, gemacht und da wird das Angebot ausgesprochen gut angenommen.

- Hauptbühnen: Am liebsten sind mir natürlich auch die Festivals, bei denen ich entspannt kurz vor jedem Act noch einen guten Platz ergattern kann. Beim Graspop ist das z. B. so, aber die haben auch einen höheren Altersschnitt, wo es sich viele Leute auch gerne weiter hinten gemütlich machen. Beim WE 2 war das Publikum dem Booking entsprechend jedoch sehr jung und das zugkräftigste Parallelprogramm der Welt verhindert nicht, dass sehr viele Menschen Acts wie Dua Lipa, Tame Impala und Gorillaz sehen möchten und es vor der Bühne voll wird. Eine Gefahr für Leib und Leben habe ich hier jedoch nie erlebt. Ein wenig unangenehm war es für uns lediglich bei den Gorillaz, wo es schon etwas eng war und wo vor allem dem Publikumsaustausch sowohl nach vorne als auch nach hinten wenig Spielraum geboten wurde. Ob hier Wellenbrecher (nach hinten oder zwischen beiden Bühnen) etwas bringen würden? Ich weiß ja nicht. Bei uns hätten die nix gebracht, dafür standen wir noch zu weit hinten. Ich glaube, die Verfrachtung der zentral platzierten VIP-Bühne an die Seite würde hier am meisten helfen, weil sie das Schauen von weiter hinten wesentlich attraktiver machen würde. Wenn es dann noch möglich wäre, den Hauptbühnen-Bereich hinten zu beiden Seiten verlassen zu können, dann sehe ich hier eigentlich gar keine Probleme mehr. Die gegenüberliegenden Bühnen aus den Vojahren würden bestimmt für mehr Publikumsbewegung sorgen. Auf der anderen Seite ist so ein Doppelbühnen-Konzept schon ganz nice und wurde bereits auf so vielen Festivals erfolgreich umgesetzt. Das schafft das Primavera bestimmt auch noch. Weniger Publikum wäre natürlich auch nett, aber mit dem Fokus auf die ganz großen Heads glaube ich nicht so recht daran. Ist halt immer noch ein Major-Festival.
- Sound: Ist hier interessanterweise erstaunlich gut weggekommen. In den meisten Fällen war ich auch vollauf zufrieden, aber gerade an den Hauptbühnen kam es mMn etwas zu häufig vor, dass man beim ersten Song überhaupt keinen Gesang gehört hat, was dann ab dem zweiten Song gefixt wurde. Dua Lipa war dagegen konstant zu leise. Bei Standpunkten weit außen kam von den Lautsprechern auch nicht mehr viel an, da die Front-Speaker zu weit entfernt waren und die Back-Speaker hinter dem VIP-Deck zu wenig nach außen geneigt waren. Daher also besser auch weiter hinten noch einmal äußere Speaker aufstellen.

- People: Die meisten Personen waren super entspannt und gut drauf und die Stimmung bei fast allen Gigs war ausgezeichnet. Hab mich natürlich insbesondere gefreut, ein paar Leute aus diesem Forum zu treffen, auch wenn die Begegnungen viel zu selten und meistens viel zu kurz waren. Influencer:innen konnte ich gut ignorieren und sonstigen Stress hatte ich vor Ort nie. Da sich hier öfters über laut quatschende Spanier beschwert wurde: Die Personen, die mir diesbezüglich unangenehm aufgefallen sind, waren so gut wie immer Briten. Ansonsten ein paar Teenies, die ihren Alkoholkonsum falsch eingeschätzt haben und Leute, die meinen, sich in zu engem Gedränge Kippen anzünden zu müssen. Das Übliche halt.

- Primavera a la Ciutat: Konnte sich im Prinzip jede:r vorher denken, dass die Konzerte mit theoretischen Besuchern von zwei kompletten Wochenenden völlig überlaufen sein werden, aber die Ausmaße haben wohl einige Anwesende doch etwas erstaunt. Ich bin generell kein Fan solcher Ansteh-Gigs. Die Ungewissheit, ob ich nach mehreren Stunden Warterei tatsächlich reinkomme, würde mich komplett fertig machen. Für mehr Unmut sorgte jedoch die Tatsache, dass eben kein first come first serve galt, sondern DICE-Ticket > VIP-Ticket > Ticket WE 1&2 > Ticket WE 1 oder 2. Mindestens die Unterscheidung der letzten beiden Kategorien hätte man sich auf jeden Fall sparen können, zumal das meine ich auch nicht von Anfang an so klar kommuniziert war. Damit hätte man einigen Leuten eine Menge Frust erspart. Beruht jedoch alles nur auf Hören-Sagen. Live habe ich mir dieses Warteschlange-Schauspiel nie gegeben. So ganz ist mir das Konzept dieser Gigs auch noch nicht klar. Will man intime Zusatz-Gigs von Festival-Acts für Fan-Ultras? Will man exklusive Bonus-Gigs von Nicht-Festival-Acts? Will man die Venues vor Ort promoten? Will man den Locals, die sich kein Festivalticket leisten können, ebenfalls den Zugang zu Konzerten ermöglichen? Ich finde, man sollte sich überlegen, was man mit dem Programm unter der Woche eigentlich erreichen will und dann die Organisation darauf ausrichten.
- Brunch at the Beach: Auch hier hätte man sich vorher denken können, dass für die 10 Acts vermutlich nicht das komplette Festivalgelände geöffnet wird. Dennoch hätte hier eine entsprechende Kommunikation nicht geschadet. Dass dann von den Behörden kurzfristig eine offizielle Zulassungsbeschränkung verlangt wurde, war natürlich blöd. Dennoch wären auch hier genug Zeit vorhanden gewesen, das zu kommunizieren, anstatt einfach zu einer Zeit, wo die meisten noch schlafen, ohne Vorwarnung einen Registrierungsprozess freizuschalten, der dann ruckzuck ausverkauft ist. Uns hat es nicht betroffen, da wir eh nicht hinwollten, aber ich verstehe den Ärger vieler Leute. Immerhin hat man sich mit den kurzfristig anberaumten Club-Gigs um Schadensbegrenzung bemüht.

- Kommunikation/Organisation: Abgesehen von den bereits angesprochenen Punkten und dem vermutlich zurecht kritisierten WE 1-Donnerstag war es meiner Meinung nach in Ordnung. Für Massive Attack hätte auch ich mir einen Ersatz gewünscht (muss noch nicht mal gleichwertig sein). Scheint wohl dieses Jahr eine angespannte Situation auf dem Booking-Markt gewesen zu sein. Ansonsten haben mich eigentlich nur die ständigen Timetable-Anpassungen genervt. Die sind natürlich verständlich, wenn Acts super kurzfristig absagen, aber gefühlt wurde da ständig dran rumgebastelt. Hier mal alle Pausen auf den Hauptbühnen von 5 auf 15 Minuten erhöht. Gorillaz spontan doch 15 Minuten früher, Shellac und Sky Ferreira tauschen Slots usw. Alles kein Ding, wenn es dafür gute Gründe gibt, aber bitte haut doch einfach bei so etwas mal eine Info raus. Auf dem Gelände war meistens gutes Internet, sodass solche Updates auf sehr vielen Smartphones angekommen wären. Ansonsten noch Probs, dass die Kritik mit der Überfüllung der Binance-Stage angenommen wurde. Bei Angèle am Samstag standen dort auf beiden Seiten Ordner mit Absperrband und haben den Publikumsbereich vor Überfüllung geschützt.

Letztendlich muss man sagen, dass die meisten der im Internet geäußerten Kritikpunkte insb. vom ersten Donnerstag für mich während des zweiten Wochenendes schlichtweg nicht mehr vorhanden waren. Ich hatte nach den ersten Berichten in Foren und auf Social Media sehr große Bedenken bzgl. des Festival-Ablaufs und hab mich da sehr verrückt machen lassen. Man muss einfach bedenken, dass gerade auf Social Media sehr viel übertrieben wird. Fyre-Festival-Vergleiche werden so inflationär gedroppt, dass ich diese wirklich nicht mehr ernst nehmen kann. Ich denke, ein Großteil der auf den Donnerstag bezogenen Kritik war vermutlich gerechtfertigt und es wäre natürlich schöner gewesen, wenn von Anfang an alles glatt gelaufen wäre. Aber die Kritik wurde angenommen und innerhalb kürzester Zeit zahlreiche Maßnahmen ergriffen, sodass sowohl ich als auch die meisten anderen Besucher:innen am Ende hoffentlich eine schöne Zeit hatten.

Zitat

frusciantefan hat kommentiert

30.06.2022 23:00 Uhr

Das Gelände in Madrid ist völlig ab vom Schuss und auch weit weg von den nächsten Öffis, da ist wohl schonmal ein Festival total in die Hose gegangen. Bei efestivals z.B. sind sie außer sich. Mit dem Primavera Sound Vibe hat das offensichtlich auf jeden Fall nicht viel zutun, keine Ahnung, warum sie das machen.

WilliamBlake hat kommentiert

30.06.2022 21:44 Uhr

Ab morgen 12 Uhr können die, die dieses Jahr dort waren, sich ein Ticket kaufen.
Preise: €195 general pass, €400 VIP pass, €320 double general pass, €650 double VIP pass (plus distribution costs)

Danach können alle bis zum 7 Juli 23:59 Uhr Karten für folgende Preise kaufen:
€245 general pass, €450 VIP pass, €395 double general pass, €750 double VIP pass (plus distribution costs)

Dann wird der Vorverkauf erst bei der Line Up Verkündigung weitergeführt mit folgenden Preisen: €325 general pass, €545 VIP pass, €520 double general pass, €900 double VIP pass (plus distribution costs).

Wie erwartet gut an der Preisschraube gedreht.
Das Gelände in Madrid muss wohl ziemlich weit ausserhalb der Stadt sein.

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Location & Adresse

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Veranstaltungsort: Parc del Fòrum
Adresse: Carrer de la Pau 12
Ort: 08930 BarcelonaES

Die Adresse für die Anreise mit dem Auto oder Mietwagen ist Carrer de la Pau 12, 08930 Barcelona (Spanien).

Bitte erkundigt euch vor der Anreise auf der Homepage oder den Social-Media-Kanälen des Festivals zur Situation der Parkplätze. Bei einigen Festivals wird neben dem regulären Ticket auch ein separates Parkticket benötigt.

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Bitte erkundigt euch vor der Anreise auf auf der Homepage oder den Social-Media-Kanälen des Festivals zur Situation der Parkplätze für Wohnmobile. Bei einigen Festivals wird neben dem regulären Ticket auch ein separates Ticket für Wohnmobile benötigt.

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Primavera Sound History

02.06.2022 - 12.06.2022 Guide
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Lana Del Rey, Massive Attack, Pavement, The Strokes
33EMYBW, 100 Gecs, Abbath, AEAEA, Afrodeutsche, Agoraphobia, Akasha Kid, AMAIA, Amelie Lens, Annika Kunst, Arthur Verocai, Aurora Halal, Automatic, Bad Bunny, Bad Gyal, Bauhaus, Beach Bunny, Beck, Ben UFO, Bicep, Big Freedia, BigKlit, Bikini Kill, Bill Callahan, Biscuit, Black Coffee, Black Country, Black Lips, Blawan, Blond:ish, Boy Harsher, Boy Harsher, Brittany Howard, Brockhampton, Buttechno, C. Tangana, Call Super B2B Shanti Celeste, Caribou, Carista, Carla, Carolina Durante, Caroline Polachek, Chaos In The CBD, Chaqueta De Chándal, Chromatics, Cigarettes After Sex, Coma, Crudo Pimento, Cuban Doll, D. Tiffanny, Dave P., Desire, Die Katapult, DIIV, Dinosaur Jr., Disclosure, DJ Coco, DJ Fra, DJ Harvey, DJ Julieta Ferrari, DJ Kelvin, DJ Lizz, DJ Naranjito, DJ Playero, DJ Shadow, DJ WhoIsDuaLipa, Duki, Earl Sweatshirt, Einstürzende Neubauten, Ela Minus, El Niño Trapani, Falaise Ensemble, Fatima Yamaha, Faye Webster, Ferran Palau, Floating Points, Fontaines D.C., Freddie Gibbs & Madlib, Gabber Modus Operandi, Gabriela Richardson, Georgia, Girl In Red, Hannah Diamond, Health, Helado Negro, Hickeys Pantocrator, Honey Dijon, Héctor Oaks, Iggy Pop, Iosonouncane, Isabella, Ivy Barkakati, Jakuzi, Jamila Woods, Jane Fitz, Jawbox, Jeff Mills, Jehnny Beth, Jenny Hval, Jessica Pratt, Joan Shelley, John T. Gast, Josey Rebelle, Joyhauser, Kacey Musgraves, Kamma & Masalo, Kampire & Decay Present Bunu Bop, Kano, Khaled, Killavesi, Kim Gordon, Kim Petras, King Gizzard & The Lizard Wizard, King Krule, King Princess, Koffee, Kurt Vile, La Favi, Lana Del Rey, Las Ligas Menores, Lawrence Le Doux, Le Hammond Inferno, Le Nais, Leon Vynehall, Les Amazones D'Afrique, Les Savy Favy, Lightning Bolt, Lila Tequila, Lingua Ignota, Little Simz, Lorena Álvarez, Lorena Álvarez, Lorenzo Senni, Lory D, Los Hijos De Yayo, Luna Ki, Mabel, Maggie Rogers, Manel, Mano Le Tough, Mariah The Scientist, Martha, María Del Mar Bonet, Massive Attack, Mavis Staples, Mecánica Popular, Metronomy, Mica Levi, Mike Dred, Napalm Death, Nejo, New Road, Nina Kraviz, Nlack Midi, Noga Erez, Norsicaa, Núria Graham, Núria Graham, Oklou, Om, Oscar Mulero, Otoboke Beaver, Pabllo Vittar, Paloma Mami, Park Hye-Jin, Paul Heaton & Jacqui Abbott, Pavement, Pelada, Penelope Isles, Pile L Devine, PNL, Rapsody, Richard Dawson, Rina Sawayama, Rolling Blackouts Coastal Fever, Rombo, Roosevelt, Sampa The Great, Sangre Nueva, Shame, Shellac, Sherelle, Shygirl, SIDE CHICK, Sonido La Chana, Soto Asa, Special Request, Squarepusher, Squid, Stellar OM Source, Sudan Archives, Teki Latex, Teto Preto, The Caretaker, The Jesus And Mary Chain, The National, The Strokes, Tim Burgess, Tops, Trapani, Tropical Fuck Storm, Tyler The Creator, Uniforms, Vagina Dentata Organ, Violet, VTSS, Weyes Blood, William Djoko, Yo La Tengo, Young Dolph, Young Marco, Young Thug, Yung Beef & Pablo Chill-E, ZA! & La TransMegaCobla, ZoZo
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31.05.2017 - 04.06.2017 Guide
Arcade Fire, Bon Iver, The XX
7 Notas 7 Colores, Abdullah Rashim, About Leaving, Against Me!, Agorazein, Alexandra Savior, Alex Cameron, Alien Tango, Ame, Angel Olsen, Annette Peacock, Anímic, Aphex Twin, Arcade Fire, Aries, Aurora Halal, Autarkic, Avalon Emerson, Badbadnotgood, Barbott, Belako, Ben UFO, Berri Txarrak, Bicep, Bon Iver, Broken Social Scene, Chk Chk Chk, Cigarettes After Sex, CLUBZ, Conttra, Converge, Cymbal Eat Guitars, Dave P., Death Grips, Descendents, Discos Paradiso Crew, Dixon, DJ Coco, DJ Dustin, DJ Tennis, Don’t DJ, Elmini, El Petit De Cal Eril, Elza Soares, Fatima Yamaha, Ferenc, Flying Lotus, Formation, Front 242, Gas, Glass Animals, Gojira, Gordi, Grace Jones, Grandaddy, Hamilton Leithauser, Henrik Schwarz, Her Little Donkey, Huerco S., HVOB, InnerCut, Iosonouncane, It’s Not Not, Jamie XX, Japandroids, Jardín De La Croix, Jeremy Jay, JMII, Joey Purp, John Talabot, Joy Orbison, Julia Jacklin, Julie Doiron, Junun, Kelly Lee Owens, Kepa Junkera & Los Hermanos Cubero, Kevin Morby, Khidja, King Gizzard & The Lizard Wizard, King Krule, King Sunny Adé, KiNK, Kokoshca, Kornél Kovács, Lady Wray, Lauer, Les Cruet, Les Sueques, Let’s Eat Grandma, Local Natives, Lord Of The Isles, Lvl Up, Mac DeMarco, Mannequin Pussy, Maresme, Marie Davidson, Marta Delmont, Matrixxman, Medalla, Melange, Metronomy, Michael Mayer, Miguel, Mishima, Mitski, Moscoman, Murdoc, Muñeco, Màquina Total, Nikki Lane, Noga Erez, Nots, No Zu, Odina, Operators, PAVVLA, Pearson Sound, Pedro Vian, Pender Street Steppers, Phurpa, Pinegrove, Playback Maracas, Polar Inertia, Pond, Pond, Preoccupations, Priests, Rebuig, Recondite, Retirada!, Romare, Rosalía & Raül Refree, Royal Trux, Run The Jewels, Saint Etienne, Salfumán, Sampha, Sau Poler, Seu Jorge, Shelby Grey, Shellac, Sinkane, Skepta, Skinny Puppy, Slayer, Sleaford Mods, Sleep, Slim Cessna’s Auto Club, Solange, Soledad Vélez, Sorry Kate, S U R V I V E, Swans, Swet Shop Boys, Talaboman, Teenage Fanclub, The Afghan Whigs, The Black Angels, The Damned, The Growlers, The Magnetic Fields, The Make-Up, The Molochs, The Mystery Lights, The Waterparties, The Wave Pictures, The Wedding Present, The Wheels, The XX, The Zombies, This Is Not This Heat, Triángulo De Amor Bizarro, Tuff City Kids, Tycho, Vaadat Charigim, Van Morrison, Vladimir Ivkovic, Vox Low, Wand, Weval, Weyes Blood, Whitney, Wild Beasts, William Tyler, Youandewan
02.06.2016 - 04.06.2016 Guide
LCD Soundsystem, Radiohead, Sigur Rós
Action Bronson, Air, Algiers, Aliment, Andy Shauf, Angel Witch, Animal Collective, Autolux, Baby Dee, Bardo Pond, Battles, Beach House, Beach Slang, Beak>, Beirut, Ben Watt Band Feat. Bernard Butler, Black Lips, Bob Mould, Boredoms, Brian Wilson Performing Pet Sounds, C+C=Maxigross, C. Tangana, Cabaret Voltaire, Cass McCombs, Cat's Eyes, Chairlift, Dam-Funk, Daughter, Deerhunter, Deradoorian, Destroyer, Dinosaur Jr., DJ Coco, DJ Koze, Doble Pletina, Drive Like Jehu, Dungen, El Ultimo Vecino, Empress Of, Evian Christ, Explosions In The Sky, Fasenuova, Floating Points, Freddie Gibbs, Goat, Grupo De Expertos Sol Y Nieve, Har Mar Superstar, Ho99o9, Holly Herndon, Hudson Mohawke, Jay Rock, Jenny Hval, Jessy Lanza, Joana Serrat, John Carpenter, Julia Holter, Julien Baker, Kamasi Washington, Kiasmos, LCD Soundsystem, Lee Ranaldo & El Rayo, Loop, Los Hermanos Cubero, Lubomyr Melnyk, Lush, Maceo Plex, Manel, Mbongwana Star, Moderat, Moses Sumney, Mudhoney, Mueran Humanos, Nao, Neon Indian, Optimo, Orchestra Baobab, Pajaro Jack, Pantha Du Prince, Parquet Courts, Peaches, PJ Harvey, Protomartyr, Pusha T, PXXR GVNG, Radiohead, Richard Dawson, Richard Hawley, Robert Forster, Roosevelt, Royal Headache, Savages, Selda Feat. Boom Pam, SG Lewis, Sheer Mag, Shellac, Shura, Sigur Rós, Steve Gunn, Suede, Suuns, Tame Impala, The Avalanches, Thee Oh Sees, The James Hunter Six, The Last Shadow Puppets, The Saurs, Titus Andronicus, Tortoise, Ty Segall, Univers, Unsane, Venom, Vince Staples, White Fence, White Reaper, Wild Nothing, Wind Atlas, Younghusband
28.05.2015 - 30.05.2015 Guide
Interpol, The Black Keys, The Strokes
Albert Hammond Jr., Alt-J, Andrew Weatherall, Ariel Pink, Arthur Russel's Instrumentals, Babes In Toyland, Battles, Baxter Dury, Ben Watt, Boreals, Bowers & Wilikns Soundsystem, BRUNA, Caribou, Cheatahs, Chelis, Chet Faker, Cinerama, Damien Rice, Dan Deacon, Daphni, Der Panther, DIIV, Disappears, Dixon, Dixon, DJ Coco, Dulce Pajara De Juventud, Earth, Earthless, Einsturzende Neubauten, Ex Hex, Exoteric Continent, Exxasens, Fucked Up, Fumaca Preta, Giant Sand, Greylag, Hans-Joachim Roedelius, Har Mar Superstar DJ, Health, Hiss Holden Messenger, Hookworms, Ibeyi, Iceage, Jambinai, James Blake, Jon Hopkins, José Gonzalez, Julian Casablancas & The Voidz, Jungle, Kevin Morby, Las Ruinas, Les Ambassadeurs, Los Punsetes, Mac DeMarco, Maceo Plex, Marc Pinol, Marc Ribot's Ceramic Dog, Mdou Moctar, Mercromina, Mikal Cronon, Mike Simonetti, Mineral, Miquel Serra, Movement, Mujeres, My Brightest Diamond, Nancy Whang, Neleonard, Nueva Vulcano, Nuria Graham, Objekt, Ocellot, OMD, Ought, Pallbearer, Panda Bear, Patti Smith, Perro, Pharmakon, Raime, Ratatat, Ratkings, Ride, Rocio Marquez, Roman Flügel, Rory Philipps, Salvaje Montoya, Shabazz Palaces, Shellac, Sierra Leone's Refugee All Stars, Simian Mobile Disco, Single Mothers, Sleaford Mods, Sleater-Kinney, Soak, Soledad Vélez, Sr. Chinarro, Strand Of Oaks, Sun Kil Moon, Sunny Graves, Sun O))), Swans, Sylvan Esso, Tale Of Us, The Black Keys, The Bohicas, The Church, Thee Oh Sees, The Ghost Of A Saber Tooth Tiger, The Hotelier, The Juan Maclean, The Julie Ruin, The KVB, THe New Pornographers, The Pastels, The Replacements, The Saurs, The Soft Moon, The Strokes, The Suicide Of Western Culture, The Vaselines, Thurston Moore, Tobias Jesso Jr., Tony Allen, Tori Amos, Torres, Tune-Yards, Twerps, Twin Shadow, Tyler The Creator, Umberto & Antoni Maivovvi, Underworld, Unknown Mortal Orchestra, Voivod, White Hills, Yasmine Hamdan, Young Husband
29.05.2014 - 31.05.2014 Guide
Arcade Fire, Nine Inch Nails, The National
!!!, Andy Stott, Angel Molina, Antibalas,Arcade Fire, Astro, A Winged Victory For The Sullen, Belako, Black Drawing Chalks, Black Lips, Blood Orange, Body/Head, Bo Ningen, Boogarins, C+C=Maxigross, Caetano Veloso, Caveman, Charles Bradley, Chromeo, CHVRCHES, Cloud Nothings, Cold Cave, Colin Stetson, Connan Mockasin, Courtney Barnett, Cut Copy, Dani Baughman, Daniel Avery, Darkside, Deafheaven, Demdike Stare, Disclosure, DJ Coco, DJ Fra, DJ Zero, Dominick Fernow, Dr. John, Drive-By Truckers, Dum Dum Girls, Earl Sweatshirt, El Mato A Un Policia Motorizado, El Petit De Cal Eril, El Ultimo Vecino, Factory Floor, Fira Fem, FKA Twigs, Foals, Follakzoid, Fort Romeau, Future Islands, Gang Of Youths, Genus Of Time, Girl Band, Glasser, Godspeed You! Black Emperor, Grupo De Expertos Solynieve, Haim, Hebronix, Helen Love, Holy Ghost!, Hospitality, Islands, Jagwar Ma, Jamie XX, Jenny Lewis, Jesu, Joana Serrat, John Grant, John Wizards, Jonathan Wilson, Julia Holter, Julian Cope, Julio Bashmore, Junkfood, Jupiter Lion, Kendrick Lamar, Kosmos, Kronos Quartet, Kvelertak, La Era, Laurent Garnier, Lee Ranaldo And The Dust, Leon Benavente, Linda Perhacs, Lnripley, Loop, Lunice, Majical Cloudz, Marc Pinol, Mas Ysa, Metronomy, Mick Harey Performs Serge Gainsbourg, Midlake, Mishma, Mistakes Are OK, Moderat, Mogwai, Moveis Coloniais De Acaju, Neutral Milk Hotel, Nine Inch Nails, Oso Leone, Pional, Pixies, Pond, Prurient, Queens Of The Stone Age, Real Estate, Refree, Rodrigo Amarante, SBTRKT, Seun Kuti & Egypt 80, Sharon Van Etten, Shelby Grey, Shellac, Silvia Perez Cruz & Raul Fernandez Miro, Single Parents, Sky Ferreira, Slint, Slowdive, Speedy Ortiz, Spoon, St. Vincent, Standstill, Stromae, Sun Ra Arkestra, Superchunk, Svper Lasers, Teho Teardo & Blixa Bargeld, Television Performing Marquee Moon, Temples, The Dismemberment Plan, The Ex, The Growlers, The Haxan Cloak, The Last 3 Lines, The Mark Eitzel Ordeal, The National, The Range, The Twilight Sad, The War On Drugs, Touche Amore, Ty Segall, Univers, Vatican Shadow, Volcano Choir, Warpaint, William Dafoe, Wind Atlas, Wolf Eyes, Zai
22.05.2013 - 26.05.2013 Guide
Blur, Nick Cave & The Bad Seeds, Phoenix
Adam Green & Binki Shapiro, Alah-Las, Animal Collective, Apparat, Band Of Horses, Blur, Bob Mould, Bo Ningen, Camera Obscura, Cheatahs, Chris Cohen, Christopher Owens, Colombia, Come, Crystal Castles, Dan Deacon, Daniel Johnston, Daphni, Dead Can Fance, Death Grips, Deerhunter, Delorean, Dexys, DIIV, Dinosaur Jr., Disclosure, Django Django, DJ Koze, DJ Raff, Doldrums, Do Make Say Think, Foscor, Four Tet, Foxhound, Fuck Buttons, Glass Candy, Goldflesh, Grizzly Bear, Hot Chip (DJ-Set), Hot Snakes, How To Dress Well, James Blake, Jessie Ware, John Talabot, Julie Doiron, Jupiter Lion, Killer Mike, King Tuff, Kurt Vile, La Big Rabia, Liars, Local Natives, Mac DeMarco, Matthew E. White, Meat Puppets, Melody's Echo Chamber, Melody's Echo Chamber, Menomena, Merchandise, Metz, Mount Eerie, My Bloody Valentine, Naive New Beaters, Neko Case, Neurosis, Nick Cave & The Bad Seeds, Nils Frahm, Parquet Courts, Perrosky, Phoenix, Phosphorescent, Poland, Poolside, Rodriguez, Scuba, Sex Jams, Shellac, Simian Mobile Disco, Solange, Sonicbids, Spectrum, Sr Chinarro, Swans, Tame Impala, The 2 Bears, The Babies, The Breeders, The Drones, Thee Oh Sees, The Haxan Cloak, The Jesus And Mary Chain, The Knife, The Postal Service, The Ringo Jets, The Sea And Cake, Titus Andronicus, Vactor, Valencia, Veronics Falls, White Fence, Wild Nothing, Woods, Wu-Tang Clan
30.05.2012 - 03.06.2012 Guide
Björk, Franz Ferdinand, The Cure, Wilco
A$ap Rocky, A.A. Bondy, Aeroplane, Afrocubism, Anímic, Araabmuzik, Archers Of Loaf, Atlas Sound, Atleta, Baxter Dury, Beach Beach, Beach Fossils, Beach House , Beirut, Benga, Bigott, Big Star's Third, Björk, Black Lips, Bleached, Bombino, Buffy Sainte-marie, Celestial Bums, Chairlift, Chavez, Christina Rosenvinge, Chromatics, Codeine, Danny Brown, Deadboy, Death Cab For Cutie, Death Grips, Death In Vegas, Demdike Stare, Dirty Beaches, Dirty Three , Doble Pletina, Dominant Legs, Dominique A, Dulce Pájara De Juventud, Edith Crash, Eh!, Eliah Smith, Elvira, Erol Alkan, Fasenuova, Father John Misty, Field Music, Forest Swords, Franz Ferdinand, Friends, Girls, Girls Names, Godflesh, Grimes, GRTS, Grupo De Expertos Solynieve, Grushenka, Gudar, Hanni El Khatib, Harvey Milk, Her Only Presence, Hype Williams, I Break Horses, Iceage, James Ferraro, Jamie XX, Japandroids, Jeff Mangum, Jeremy Jay, Joe Crepúsculo, John Talabot Live, Josh T. Pearson, Justice Live, Kindness, Kings Of Convenience, Kleenex Girl Wonder, La Estrella De David, Laura Marling, Lee Ranaldo, LFO, Lisabö, Liturgy, Lower Dens, M83, Main, Marianne Faithfull, Matías Aguayo, Mayhem, Mazzy Star, Melvins, Michael Gira, Milagres, Milk Music, Mudhoney, Mujeres, Nacho Vegas, Napalm Death, Neon Indian, Nick Garrie Plays The Nightmare Of J.B. Stanislas, No More Lies, Numbers Showcase: Jackmaster, Obits, Off!, Oneman, Orthodox, Other Lives, Partit, Pegasvs, Peter Wolf Crier, Picore, Pional Live, Purity Rings, Rats On Rafts, Real Estate, Rebolledo, Redinho, Refree, Refused, Renaldo & Clara, Richard Hawley, Rufus Wainwright, Rustie, Sandro Perri, Sbtrkt, Scuba, Senior I El Cor Brutal, Sharon Van Etten, Shellac, Siskiyou, Sleep, Sleepy Sun, Sleigh Bells, Spencer, Spiritualized, Sr. Chinarro, St. Etienne, Steven Munar & The Miracle Band, Tall Firs, Tennis, The Afghan Whigs, The Chameleons, The Cure, The Drums, Thee Oh Sees, The Field, The Go! Team, The Lions Constellation, The Olivia Tremor Control, The Pop Group, The Rapture, The Right Ons, The War On Drugs, The Wedding Present Plays Seamonsters, The Weeknd, The Xx, Trash Talk, Unicornibot, Veronica Falls, Washed Out, Wavves, White Denim, Wilco, Wild Beasts, Wolves In The Throne Room, Xavier Baró, Yann Tiersen, Yo La Tengo
25.05.2011 - 29.05.2011 Guide
Interpol, Pulp, The Flaming Lips, The National
Aias, Ainara LeGardon, Animal Collective, Ariel Pink's Haunted Graffiti, Arto Lindsay, Autolux, Baths, Battles, Belle And Sebastian, Berlinetta, Big Oi, Blank Dogs, BMX Bandits, Broadcast, Caribou, Carte Blanche, Caspa, Cloud Nothings, Comet Gain, Connan Moskasin, Curls, Cuzo, Damo Suzuki, Dan Melchior Und Das Menace, Darkstar, Das Racist, Deakin, Dean Wareham Plays Galaxie 500, Deerhunter, Del Rey, DJ Shadow, DM Smith, Ducktails, Duo Cubra, Echo & The Bunnymen, Einstürzende Neubauten, Emeralds, Explosions In The Sky, Factory Floor, Field Music, Fiery Furnaces, Fleet Foxes, Games, Gang Gang Dance, Girl Talk, Glasser, Glenn Branc Ensemble, Gold Panda, Gonjasufi, Grinderman, Half Japanese, Holy Ghost , Icarniations, Interpol, Islet, James Blake, Jamie XX, John Cale, John Talabot, Julia Kent, Julian Lynch, Kode 9 And The Spaceap, Kokoshca, Kute Vilte & The Violators, La Celula Durmiente, Las Robertas, Les Aus, Lichens, Lindström, Low, Lüger, Male Bonding, Matthew Dear, Me And The Bees, Mercury Rev, Mogwai, Money Mark, M Ward, My Teenage Stride, Nisennenmondai, Nosoträsh, Odd Future, Of Montreal, Oneohtrix Point Never, Ornamonto Y Delito, Papas Fritas, Perfume Gnius, Phosphorescent, Pissed Jeans, PJ Harvey, Prer Ubu, Public Image Ltd., Pulp, Rubik, Salem, Seefeel, Shellac, Simian Mobile Disco, Sonny & The Sunsets, Sufjan Stevens, Suicide, Suuns, Swans, Tennis, The Album Leaf, The Black Angels, The Flaming Lips, The Fresh & Onlys, The Jon Spencer Blues Explosion, Thelematicos, The Monochrome Set, The National, The Soft Moon, The Suicide Of Western Culture, The Tallest Man On Earth, The Walkmen, Toundra, Triángulo De Amor Bizarro, Tune-Yards, Twin Shadow, Ty Segall, Warpaint , Wolf People, Yuck
27.05.2010 - 29.05.2010 Guide
Pavement, Pet Shop Boys, Pixies
3Mellizas, Aaron Mullan, Apse, Atlas Sound, Beak, Ben Frost, Bis, Blackbird, Black Math Horseman, Built To Spill, Camaron, Circulatory System, Cold Cave, Condo Fucks, Delorean, Diploide, Dr. Dog, Dum Dum Girls, Fake Blood, First Aid Kit, Fuck Buttons, Ganglians, Grizzly Bear, HEALTH, Here We Go Magic, Hope Sandoval & The Warm Inventions, Internet 2, Japandroids, Joker Featuring Nomad, La Leyenda Del Tiempo, Lee "Scratch" Perry, Liquid Liquid, Los Campesinos!, Low Performing "The Great Destroyer", Major Lazer, Michael Rother, Mission Of Burma, Monotonix, Mujeres, No Age, Orbital, Panda Bear, Pavement, Peggy Sue, Pet Shop Boys, Pixies, Polvo, Real Estate, Seefeel, Shellac, Sian Alice Group, Sic Alps, Spoon, Standstill, Steve Shelley, Superchunk, The Antlers, The Big Head Troubled Boy, The Big Pink, The Bloody Beetroots Death Crew 77, The Clean, Thee Oh Sees, The Fall, The King Khan & BBQ Show, The New Pornographers, The Nu Niles, The Psychic Paramount, The XX, Tortoise, Ui, Wilco, Wild Beasts, Wire, Yeasayer

Veranstalter & Kontakt

Bei Fragen zum Festival wendet euch bitte an den Veranstalter Primavera Sound, S.L..

Primavera Sound, S.L.Calle Àlaba, 140, 08018 Barcelona (ES)
+34933010090
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Weitere Festival-Highlights

Foto: Festicket

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