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Big Day Out Anröchte 2023

Big Day Out Anröchte 2011

Vorbei05.08.2011 - 06.08.2011, AnröchteDE
Big Day Out Anröchte ist ein Indie, Rock, Pop und Hip Hop Festival, das vom 05.08.2011 bis 06.08.2011 in Anröchte in der Nähe von Paderborn und Dotmund (DE) stattgefunden hat. Das Festival wurde von ca. 10.000 Fans besucht. Tickets kosteten ab € 63,00. Die Top-Acts waren Die Fantastischen Vier und H-Blockx. Darüber hinaus waren Jupiter Jones, The Subways, Itchy Poopzkid, Donots, Talco, Zebrahead und viele mehr gebucht.

Line Up

Line Up Updates
Das Line Up für Big Day Out Anröchte 2011 wurde in 0 Wellen veröffentlicht. Insgesamt waren 16 Künstler*innen gebucht.
Die Fantastischen Vier H-Blockx


Boy Hits Car
Dick Brave And The Backbeats
Donots
Good Charlotte
Henchman
Itchy Poopzkid
Jupiter Jones
Kraftklub
Montreal
Talco
The Mighty Stef
The Subways
Wirtz
Zebrahead

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mattkru

mattkru hat kommentiert

06.08.2019 14:06 Uhr·  Bearbeitet·

Bzgl:

Vom Wegen Lisbeth (G): eigentlich ist dies eine von diesen Bands, die ich schon wegen des optischen Auftretens scheiße finden muss (ähnlich wie Parcels).

Magst du das mit dem optischen auftreten (v.a. in Bezug auf Parcels) näher ausführen?

Zitat

Ich verstehe halt absolut nicht den Trend von jungen Bands, die modischen Geschmacksverbrechen der 70er und 80er auszugraben und damit ihren Look zu kreieren. Aus meiner Sicht sieht das einfach nur dämlich aus und alles andere als cool.

kato91 hat kommentiert

06.08.2019 13:45 Uhr

Vom Wegen Lisbeth (G): eigentlich ist dies eine von diesen Bands, die ich schon wegen des optischen Auftretens scheiße finden muss (ähnlich wie Parcels).

Magst du das mit dem optischen auftreten (v.a. in Bezug auf Parcels) näher ausführen?

Ansonsten vielen Dank für deinen Bericht. Hatte ja auch überlegt wegen der Brote, den beginnern und Lisbeth. Aber hat sich irgendwie, trotz der kurzen Distanz von Kassel aus (ne Stunde Fahrt ca) nicht wirklich ergeben. Ist halt doof, wie beim Kosmonaut, mit freitags und samstags Mucke. Habe im April auch ne neue Arbeit angetreten und da war man hinsichtlich der Juni Festivals schon sehr kulant mit dem Urlaub. Schade, dass das Festival nur alle zwei Jahre stattfindet.

Zu Bullet: krass, dass es sich da gelehrt hat. So sehr Gemischtwarenladen war das Line Up IMO aber nicht. Deutliche Tendenz Richtung Hip Hop vom Line Up her. Trotzdem gibt's viele Kids, die Bullet noch aus den 2000ern mit ihrem Album The Poison (?) Kennen - jedenfalls jenem mit Tears don't Fall und All Things I Hate. Werde aber auch nie verstehen, wie die mit diesen zwei Jahre alten Liedern gefühlt immer mehr gewachsen sind, nachdem nie wirklich was neues gutes kam. Das letzte halbwegs solide Lied, was mir im Kopf rumschwirrt, ist irgendwas mit Fight um 2010 herum.

Zum Thema ehrenamtliche Organisation: das doppelt so große Open Flair bei uns in der Nähe in Eschwege wird auch nahezu komplett ehrenamtlich gestemmt. So unüblich ist das nicht. Auch auf größeren Festivals wird ja mittlerweile Personal für einfachere Tätigkeiten durch kostenlosen Eintritt rekrutiert. Ne Schweinerei meiner Meinung nach, weil auf diesem Wege der Mindestlohn umgangen wird. Und beim Flair kann ich mir gut vorstellen, dass bei dem schäbigen Resterampen Line Up genug Kohle für ne etwas angemessenere Vergütung vorhanden wäre, so viel wie die mittlerweile fürs Ticket kriegen.

kato91gefällt das
mattkru

mattkru hat kommentiert

06.08.2019 07:05 Uhr·  Bearbeitet·

Hier mein Bericht (ursprünglich für die Festival Community geschrieben):

Am Wochenende waren wir (meine Frau und ich) auf dem Big Day Out Festival in Anröchte. Da wir vor fünf Jahren in den Nachbarort gezogen sind, war dieses Festival eigentlich immer sehr ‚naheliegend‘; 2015 und 2017 hatte es sich aber aus diversen Gründen nicht ergeben. Das Festival findet nur alle zwei Jahre statt, da es komplett ehrenamtlich organisiert wird. Für ein Festival dieser Größenordnung (knapp 10000 Besucher) ist das schon eher ungewöhnlich in Deutschland.

Vom Stil her ist es ein ‚Gemischtwarenfestival‘ wie die anderen August-Festivals (Open Flair, Taubertal,...) mit vielen Dauertourern und ist eigentlich nicht ganz so mein Fall; aber die unmittelbare Nähe und der gute Ruf haben dann überzeugt.

Es gab eine große und eine kleine Bühne, welche jeweils im Wechsel bespielt worden sind (unten abgekürzt mit G und k)

Die Bands vom Freitag:
April Art (G): eine gute Mischung aus Guano Apes und Die Happy. Aus heutiger Sicht kann man den Sound mit Crossover/Nu-Metal-Riffs und Slap-Bass fast schon als nostalgisch bezeichnen. Ich fand sie gut; leider war es vor der Bühne noch recht leer.

Deine Cousine (k): aus meiner Sicht leider nur 0815-Punkrock mit Sängerin. Es klang halt schon sehr wie die Toten Hosen. War okay, mehr aber auch nicht.

Henning Wehland (G): ich hatte mich mit seinen Solo-Sachen vorher nie beschäftigt aber man konnte es sich durchaus anhören. An manchen Stellen war es mir wegen des Kneipenmusikcharakters nur etwas zu schunkelig.

Tristan Brusch (k): keine Ahnung was diese Buchung für einen Sinne hatte. Eine Mischung aus Henning May und Klaus Kinski inkl. minutenlager Spoken Word Performance am Rand des Nervenzusammenbruchs. Es war wie ein Verkehrsunfall, bei dem man nicht weggucken konnte. Mehr als 2-3 ‚Songs‘ haben wir aber nicht geschafft.

Beyond the Black (G): Symphonic Metal mit Sängerin. Auf Platte brauche ich die nicht unbedingt; aber live fand ich die schon ziemlich gut. Selbst meine Frau war extrem beigeistert. Das es eigentlich eine Art Retortenband ist, hat man überhaupt nicht bemerkt.

Fettes Brot (G): erste Reihe in der Mitte; was will man mehr. Die Brote liefern immer eine gute Party ab und das Publikum ging komplett mit. Es gab alle Hits, eine etwas freakige Hintergrundband und ein gesundes Maß an Selbstironie. Hip Hop funktioniert für mich so am Besten.

City Kids Feel the Beat (k): nur so nebenbei mitbekommen weil die Essensstände in der Nähe waren. Ging so in Richtung HC-Punk mit Metaleinflüssen. Das war ich mitbekommen hatte, klang durchaus gut.

Bullet for My Valentine (G): ich hab sie halt immer so als Boyband-Metal abgetan und mich nie wirklich mit ihnen beschäftigt. Im Endeffekt klang auch jeder Song fast gleich. Aber es hat live schon gut geballert und mir hatte es entsprechend gefallen. Für das durchschnittliche Publikum war es wohl doch eine Nummer zu hart und es leerte sich zusehends.

Die Bands vom Samstag:
Teesy (G): halt ein Rapper/Singer mit Band, der mir nicht viel gegeben hat. Aus meiner Sicht sollte er sich entscheiden, ob er Clueso oder lieber Kraftklub sein will.

Megaloh (k): der Typ macht einen sehr vernünftigen Eindruck und hat auch was zu sagen. Aber ich mag einfach seinen Rapstyle nicht so sehr. ‚Jesse Owens‘ macht live aber schon viel Spaß.

Vom Wegen Lisbeth (G): eigentlich ist dies eine von diesen Bands, die ich schon wegen des optischen Auftretens scheiße finden muss (ähnlich wie Parcels). Aber was soll ich sagen: live haben die mich total überzeugt. Sehr tanzbar und der Bassist ist der Hammer.

Wingenfelder (k): eigentlich waren wir nur wegen eines Foodtrucks in der Nähe der Bühne, aber sind dann gleich da geblieben. Das war schon sehr schön; vor allem als dann am Ende noch ‚Time to Wonder‘ von ihrer alten Band kam und jeder mitgesungen hatte.

The Subways (G): wieder in der erste Reihe in der Mitte. Vielleicht der beste Auftritt des Festivals. Die Band hatte Bock; das Publikum noch viel mehr und beiden Seiten sind ziemlich eskaliert. Die Security hatte viel zu tun, da das Crowdsurfing auf diesem Festival noch erlaubt ist. Selbst der Sänger ließ sich am Ende von der Menge tragen (er ging direkt vor mir rein).

Beginner (G): erste Reihe, noch mittiger. Es war gut; aber so richtig mitreißend fand ich es nicht. Es war wohl das übliche Problem: bei Hip Hop brauche ich einfach eine gute Begleitband wie bei Fettes Brot oder den Fanta 4. Musik nur aus der Konserve / vom DJ reicht mir wohl nicht.
Es gab halt alle Hits und Torch als Gaststar. Aber die Brote am Vortag fand ich um Längen besser.

Fazit: Ich fand das Festival sehr gut und gemütlich. Der regionale Aspekt des Festivals war für mich eher ungewohnt: man kennt alle örtlichen Sponsoren und meine Frau und ich haben ständig irgendwelche Bekannten getroffen oder gesehen. Das hatte ich so bisher nicht erlebt. Dadurch wirkte das Festival für mich sehr familiär.

Musikalisch wurde ich auch bestens unterhalten. Man sollte einfach jeder Band eine Chance geben, sich live von ihr überzeugen zu lassen. Dies hat diesmal oft sehr gut funktioniert.

Ich freu mich schon auf die nächste Ausgabe in zwei Jahren.

Skuriler Moment #1: der WDR wollte mich (als random Besucher) interviewen. Ich hatte aber dankend abgelehnt.

Skuriler Moment #2: man darf meiner Frau nicht im Weg stehen, wenn die Musiker ihre Sachen ins Publikum werfen (=> das Plektrum vom Subways-Gitarristen). Die Frau neben uns tat mir schon fast leid und ich froh, das es mit ihrem Freund keinen Stress gab.

Skuriler Moment #3: nachdem Torch zwei Songs mit den Beginnern performt hatte, ging er in den Graben zwischen Bühne und Publikum und hat versucht, seine CDs zu verkaufen. Das wirkte sehr seltsam bis mitleiderregend.

Viele Grüße noch an unseren Übernachtungsgast Babba und seine Kumpel vom Campingplatz.

Gizmo953

Gizmo953 hat kommentiert

05.08.2019 07:10 Uhr·  Bearbeitet·Supporter

Sind am Freitag da gewesen:

Deine Cousine
Beyond The Black
Fettes Brot
City Kids
Bullet, irgendwie kam keine Spielfreude rüber. Fühlte sich an, als ob einfach nur das Set runter gezockt wurde

Den Samstag haben wir uns auf Grund der Bands gekniffen.
In 2 Jahren bei entsprechenden Bands sehr gerne wieder

Big Day Out Anröchte 2011

Big Day Out Anröchte

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