Festival Community

Way Back When 2019 – Entdecken und genießen

Way Back When Festival 2019

Das Way Back When Festival zieht um! Ein kleiner Nachbericht, wie ich die Ausgabe 2019 erlebt habe.

Nach 5 Jahren in der Dortmunder Innenstadt zieht das WBW 2019 in den Dortmunder Junkyard.
Irgendwie passt es zum Festival, das musikalisch immer viel Neues präsentiert, dass 2019 auch der Austragungsort ein neuer ist: Der Junkyard in Dortmund, seit der Eröffnung 2016 eine der angesagtesten Locations im Ruhrgebiet, wird neue Heimat des Festivals. An der Ausrichtung des Festivals hat sich nicht viel geändert, es treten weiterhin Liebhaberbands und Newcomer auf. Seit Jahren hat das WBW ein sehr gutes Gespür dafür die Bands von morgen schon heute zu buchen.





Der Standortwechsel bringt aber noch eine weitere Änderung mit sich. Waren vorher die Bühnen über mehrere Locations verteilt, so ist nun ein Bühnenwechseln innerhalb des Junkyards kein langer Fußmarsch mehr. Das Programm verteilt sich auf die Indoor-Bühne „Werkstatt“ und die Outdoor-Bühne „Schrottplatz“.

Der Freitag beginnt sonnig und für mich mit JULES AHOI auf dem Schrottplatz. Dem Publikum gefällt es sehr gut und mir auch. Es wird ein wenig getanzt und auch die Band hat sichtlich Spaß am gut gelaunten Publikum.
Irgendwie fühlt es sich falsch an bei diesem schönen Wetter jetzt auf die Indoor-Bühne zu GURR zu wechseln. Trotzdem ist die Band für mich einer der Pflichtpunkte des Programms. Trotz des tollen Wetters ist die Werkstatt rappelvoll. GURR verzücken schnell mit ihrem Indie-Sound mit Punkeinflüssen. An manchen Stellen des Sets sieht man dem Publikum förmlich an, dass es über einen Pogo nachdenkt. Doch dafür ist das Publikum dann doch, auf eine sehr positive Art, zu entspannt und zu „hipster“.



DEERHUNTER machen den Abschluss auf dem Schrottplatz und werden von mir, und einem Großteil des Publikums, sehnsüchtig erwartet. So richtig überspringen will der Funke bei mir an diesem Abend aber leider nicht, ohne dabei wirklich Kritik an dem Auftritt zu üben. Sei es drum! Ein wunderschöner erster Festival-Tag geht für mich langsam zu Ende.

Der Samstag schafft es tatsächlich den Freitag in allen Belangen zu toppen. Das Wetter legt noch mal eine Schüppe drauf und TEMPLES machen richtig Laune, auch wenn man sich fragt wie die vier britischen Psychedelic-Rocker in ihren siebziger Jahren Polyester-Outfits bei diesen Temperaturen überleben können. Der Auftritt macht aber sehr viel Spaß und war für mich gleichzeitig der beste des Festivals.
Zur Stärkung wird erst mal das Essenangebot ausgecheckt. Insgesamt ist das Angebot klein, dafür aber sehr lecker und preislich voll in Ordnung. Zur Freude vieler Besucher werden auch vegane Alternativen angeboten. Kurzum: Für Festivalverhältnisse günstige Preise und eine super Auswahl. Sehr schön und leider noch nicht selbstverständlich: Das WBW verzichtet komplett auf Plastik. Die Strohhalme gibt es, statt aus Plastik, als Nudelvariante. So sollte es überall sein!





ANGIE MCMAHONs Auftritt ist weniger gut besucht, aber für die Anwesenden ein atmosphärisches Highlight. Die junge Australierin ist sichtlich gerührt, dass ihr auf der anderen Seite der Welt so viel Liebe entgegen gebracht wird.
Den Openair-Abschluss machen danach BLOOD RED SHOES. Sicherlich der energetischste Auftritt des Wochenendes. Man sieht der Band die lange Bühnenerfahrung an und ein wenig Rockstar-Attitüde darf dann natürlich auch nicht fehlen.
Nach den Konzerten kann Indoor noch bis in die Nacht getanzt werden.



Das Way Back When bietet Menschen, die genug haben von großen Festivals und Wert auf eine entspannte Atmosphäre legen, einen absoluten Pflichttermin im Ruhrgebiet. Meinem Empfinden nach hat sich der Locationwechsel positiv ausgewirkt. Die ganz ganz großen Namen wird es hier wohl nicht mehr geben, aber das braucht das Way Back When auch nicht – und das ist für jedes Festival ein sehr großes Kompliment.


#GreatestBits

GreatestBits ist ein Ort, an dem wir euren Content und das Beste aus dem Netz zusammentragen. Von Fans für Fans.

Jetzt mitmachen

Fanzine Feed
Wacken 2019: Neue Pläne für Heavy-Metal-Fans
50 Jahre Hippie-Festival: Wie ein modernes Woodstock aussehen müsste
Faster, Harder, Louder: Wacken 2019
Wenn Musikjournalismus von Firmen bezahlt wird
Festivals: Yugo und Schacht & Wasabi
Juicy Beats 2019 - Saftige 38° in Dortmund
Open-Air-Konzerte: Alle tanzen mit
Klimasünde Festival? Wie die großen Veranstalter dem Müll den Kampf ansagen